Junghund total überdreht

  • Zitat

    Wir gehen morgens für ca. 1 Stunde raus, am Nachmittag für ca. 1 Stunde und Abends für ca. 2.

    Solange Du so ein Megaprogramm fährst, kannst Du tausend Bücher auf der Couch lesen - da wird nichts besser werden ;)

    Kennst Du die "Fünf-Minuten-Regel"? Pro Monat fünf Minuten - das verteilt auf zwei Spaziergänge am Tag. Macht für Euch 25 bis 30 Minuten zwei Mal täglich. Und damit ist Spaziergehen gemeint. Nicht den Hund auspowern oder sonstiges. Mal kurz zum Pipimachen rausgehen (also rausgehen, pinkeln, reingehen) natürlich nicht eingerechnet.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Zitat

    Noch dazu muss ich ab Donnerstag wieder arbeiten gehen und da sollte er die 4 Stunden alleine bleiben können. Und da hab ich irgendwie schon Angst, dass er uns mit seiner Übermut die Wohnung zerlegt wenn wir nicht da sind.

    Davon kannst du ausgehen und zwar aus Frust, weil niemand da ist.
    Noch einmal, ich sage es nur vorsichtshalber:
    Nicht für vier Stunden in den Käfig sperren.
    Das geht überhaupt nicht.

    Zitat

    Wir gehen morgens für ca. 1 Stunde raus, am Nachmittag für ca. 1 Stunde und Abends für ca. 2.

    Du gehst also mit einem 5,5 Monate jungem Hund vier Stunden am Tag spazieren?
    Das haut fast einen erwachsenen Hund "aus den Schuhen".
    Nach müde kommt blöd.
    Stimmt das wirklich?
    Das wäre zu viel.

  • Ja, also da kann ich mich meinen Vorschreiberinnen hier nur anschließen.
    Meine Kleine ist genauso alt und nur an Ausnahmetagen gehe ich mit ihr mal halb so lange, wie du jeden Tag.

    Wenn die Kleinen (langsam Großwerdenden) draußen sind, gehen die ja nicht nur wie wir spazieren und sehen ab und zu mal einen Baum am Wegrand. Da sind unendlich viele Gerüche, Geräusche, ständig neue Eindrücke. 4 Stunden rausgehen, das ist als würdest du mit einem fünfjährigen Kind jeden Tag im Freizeitpark Action machen.

    Je mehr Programm, desto schlechter kommen sie zur Ruhe.

    Wir gehen morgens 10 - 15 Minuten zum Pullern, mittags so 20 Minuten, nachmittags dann eine halbe Stunde und abends nochmal 10 - 15 Minuten und nachts direkt vorm Schlafen 5 Minuten vor die Tür. Je nach Situation und Tag auch mal etwas anders verteilt. Aber über eineinhalb Stunden täglich (davon die meiste Zeit nur ruhiges Spazierenschnüffeln) kommen wir nur selten. Und ich habe einen Hund, der für sein Leben gerne rennt. Es gibt fast nichts, was sie lieber tut. Wirklich rumgetobt wird aber nur bei dem längeren Nachmittagsspaziergang und auch da nicht durchgehend. Tja, und mein Hundekind ist damit vollkommen zufrieden.

    Das Wichtigste, was sie bei mir von Anfang an gelernt hat, war? Genau, Ruhe!
    Sie ist auch aus dem Tierschutz und hatte vorher in der Pflegestelle (ca. 20 Hunde) nie eine ruhige Minute. Das musste sie auch erstmal lernen. Und am Anfang kostet es Nerven, weil es dauert, bis die Kleinen runter kommen. Da hat bei uns nur geholfen: das Zimmer in dem man sich aufhält welpensicher machen und wenn das Hundekind unruhig hin und her tigert, einfach ignorieren und ganz in Ruhe etwas Anderes machen (ich arbeite zu Hause viel am PC). Irgendwann kommt sie schon zur Ruhe.

    Anfangs hab ich mir dann aber auch immer zweimal überlegt, ob ich jetzt wirklich aufstehen muss, um mir was aus der Küche zu holen, weil Yara dann eben garantiert auch sofort wieder auf den Beinen ist. Das blieb aber nicht ewig so. Jetzt, nach 7 Wochen, kann ich mir was zu Trinken oder so holen und das Hundekind bleibt im Körbchen liegen. Sie macht zwar die Augen auf und guckt, aber sie springt nicht mehr sofort auf.

    Wenn ich anfangs versucht habe sie zur Ruhe zu "zwingen" indem ich sie jedes Mal, wenn sie wieder aufgesprungen ist und Unsinn machen wollte, zurück in ihr Körbchen geschickt hab, hat sie das nur weiter hochgepuscht. Wenn sie absolut null Aufmerksamkeit bei ihrem Rumgetigere bekam, hat sie sich immer schneller runtergefahren und zum Schlafen hingelegt.

    Auch hier waren das anfangs nicht mehr als 30 Minuten am Stück. Und das auch nur, wenn ich in der Zeit meine Position nicht verändert hab. Mittlerweile schläft sie vormittags 2 - 3 Stunden am Stück durch, nachdem wir von unserer kurzen Morgenrunde zurück gekommen sind.

    Also: nur Geduld! Versuch es nicht mit Druck zu erzwingen, davon hat der Hund schon genug. Und ich würde wirklich die Spaziergänge auf die Hälfte (maximal!) reduzieren. Wenn sie groß ist, ist immernoch Zeit für ausgedehnte Runden.

    Es wird besser :)

    Grüße,
    BabaJaga

  • Also mit dem Zimmerkennel hab ich mich falsch ausgedrückt.... Mein Fehler!
    Bei mir war kein Käfig gemeint, sondern ein durch Kindergitter abgesperrter Teil in der Wohnung.

    Danke an alle für die Tipps!

    Mir wurde immer gesagt, ich soll so viel wie möglich mit ihm raus und auspowern wenn er so Gas gibt.
    Anscheinend war das genau das Falsche.
    Waren gestern bei meinen Eltern und er hat sich 1A verhalten :D war richtig stolz auf ihn.
    Er ist unterm Tisch gelegen und hat geschlafen.

    Werde ab heute die Spaziergänge sofort reduzieren!

    Nochmals vielen Dank an alle für die Hilfe!! :gut:

    Ach ja und das Alleinebleiben hat er natürlich gelernt ;).

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!