Welpe verbellt Autos/Menschen,vor allem in Nachbarschaft

  • Achtung lang :ops:
    Hi zusammen!
    ich weiß, dass das Thema immer wieder auftaucht aber ich hab den eindruck, dass Agent (geb:13.03., seit 1 woche bei uns) sich in verschiedenen Situationen unterschiedlich verhält (beim jagen/verbellen), deswegen wollte ich hier nochmal die situationen einzeln beschreiben, damit ich weiß wie wir jeweils richtig reagieren sollen.

    1. agent sieht einzelne hunde/menschen/ fahrende autos ( verstärt vor dem Haus/Nachbarschaft)

    er bleibt stocksteif stehen, guckt, und stürmt dann, spätestens wenn objekt näher kommt, teilweise mit bellen los.
    es scheint, dass er sie jagt/vertreiben will

    2. menschen kommen uns entgegen

    er guckt. wenn diese ihn angucken ansprechen, sich hinhocken bellt und knurrt er. duckt sich und springt immer wieder zurück.
    er scheint angst zu haben/unsicher zu sein

    3. er ist abgeleint (garten, Wache) und menschen kommen, sprechen,hocken sich hin

    er verbellt sie, knurrt, drückt den hintern dabei hoch wie zur spielaufforderung, er weicht nicht wirklich zurück sondern umrudet, ignoriert und fängt wieder an.


    unser jeweiliges verhalten:

    1. loben wenn er nicht hinterherstürmt. ich gehe weiter und ignoriere das verhalten bei kurzer leine.an befahrener unbekannter straße klappt das schon ganz gut.
    in nachbarschaft verbellt er weiterhin.
    auch leute im nachbargarten die ihn bachten oder nicht beachten.,da versuche ich ihn mit 'pfui' zu korigieren. lob wenn er still ist.

    2. ich ignoriere das verhalten weil ich seine angst (?) nich loben will bzw ihn nich dafür korrigieren will. ich bitte die menschen ihn zu ignorieren aber das machen sie nicht. ssie nicken, erzählen dass sies wissen und locken ihn weiter oder starren ihn an. soll ich den menschen noch konsequenter bitten dies zu unterlassen?

    3.ich unternehme garnichts weil ich nich weiß was.... will er spielen, verteidigt er, hat er angst oder große klappe? will nicht an falscher stelle bestärken.

    ich hoffe mir kann wer helfen, damit wir dem hund die angst nehmen können bzw sein verhalten korrigieren können.

    ps: wir wollten den hund später klickern weil er unter anderen dog tricks lernen soll später. wollten den grundgehorsam noch nicht klickern ( sitz platz etc). oder kann ich *schau mich an* klickern und dann erstmal noch ohne klickern andere sachen trainieren?? wenn klickern die beste lösung sein sollte fangen wir natürlich jetzt schon damit an( dann muss halt ab jetzt gekickert werden ;) )

    ich hoffe sehr jmd kann mir helfen das verhalten von agent deuten, bevor sich das alles festigt.

    vielen dank im voraus

    Miri

  • hoi!
    sry vergessen


    Agent ist ein sheltie und kommt vom züchter. allerdings aus sehr ländlicher umgebung. er kannte kaum fahrenden autos bzw menschen die vorbeikommen.

    wir sind in der schule immer samstag vormittags ( bis jetzt halt einmal). dort wurde logischerweise gesagt: hund ist erst seit 4 tagen bei uns wir sollten erstmal gucken er soll sich eingewöhnen und alles kennenlernen. jetzt nach dem ersten einleben hat sich die situation verschlimmert.

    liebe grüße
    miri

  • Okay, ich würd folgendes versuchen: Zusehen, dass zwischen im und den verunsichernden Dingen wie Menschen, Autos und ähnlichem bin. Mit: "Ist gut, ich hab gesehen" oder auch "Ist okay" ruhig weitergehen.

    Wenn Menschen kommen und ihn ansprechen, tritt dazwischen und block sie nett. "Sorry, der Hund ist noch unsicher, der muss noch lernen...."

    Und ich würd langsamer machen mit dem Kennenlernen. Da er aus ländlicher Gegend kommt, braucht er ganz einfach Zeit und sollte Stück für Stück alles kennenlernen und nicht alles auf einmal.

    Also erstmal nur ein Stück ruhige Wiese, dann eine ruhige Straße, dann vielleicht eine belebtere Straße und immer erst steigern, wenn er das vorige gut und sicher kann.

    Ähm, wie waren denn die Elterntiere so drauf? Auch eher unsicher oder neugierig und souverän?

  • hi!
    danke für die schnelle Antwort!

    kann ich denn davon ausgehen dass alle 3 situationen mit unsicherheit und nicht mit jagen/verteidigen zusammenhängen?

    also sollen wir das verhalten ignorieren bzw mit nem lockerem 'alles in ordnung' dazwischentreten bzw weitergehen und die menschen ggfs deutlich auf das ignorieren hinweisen.
    quasi so weitermachen wie wir das jetzt schon machen.


    die eltern sind beide sehr sicher und menschenfreundlich auf alles zugestürmt ( sheltieuntypisch eingentlich)

    liebe grüße
    miri

  • Miri, ich würd das alles eher unter unsicheres Verhalten einsortieren und vieles halt schon im Vorwege umgehen. Ganz einfach zusehen, dass das Zwergpelzteufelchen gar nicht erst in Verlegenheit kommt, Krawall zu machen.

    Sprich, beim ersten Anzeichen schon da sein, zwischen Hund und dem unsichermachendem Objekt sein und mit " "Ist okay" o.ä. ruhig weitergehen.

    Und ja, ich würd die Leute konsequent blocken, höflich, nett aber bestimmt.

  • Hallo,

    ich würde dies auch eher zu "Unsicherheit" einstufen.

    Und Shelties gelten nun einmal als bellfreudig.
    Der Kleine steht bei diesen "unbekannten Dingen" arg unter Streß, weiß eventuell nicht, wie er weiter und "richtig" reagieren soll. Er steht so sehr unter Anspannung, die er natürlich wieder loswerden möchte.
    Das Bellen "hilft" ihm dabei, seine Anspannung zu lösen.

    Leider "belohnt" er sich damit gleichzeitig selbst.
    Das könnte bedeuten, daß er jedes Mal, wenn er leicht unsicher wird, anfangen wird zu bellen.


    Du wirst Deinem Kleinen etwas mehr "Sicherheit" vermitteln müssen.
    Da Shelties ja, laut Rassenstandart, Fremden gegenüber reserviert sind, wäre es wirklich besser, wenn Du ihn vor diesen Fremden "abschottest". Auch wenn sie es nur "gut" meinen, oder sogar behaupten, daß sie "wissen, was sie tun".
    Gerade die Menschen wirken ja auf so einen kleinen Hund regelrecht "bedrohlich", besonders, wenn sie sich zum Kleinen herabbeugen. Das direkt in die Augen starren können viele Hunde nicht abhaben.


    Du wirst da sozusagen die "Führung" übernehmen müssen. Schotte ihn ab, gib ihm das Gefühl, daß er bei Dir sicher ist, egal, ob bei Menschen, Hunde oder gar andere Tiere.
    Ist er neugierig, dann lasse ihn langsam an die "Objekte" heran. Laß ihn aber entscheiden, wie weit er gehen will.
    Wird es ihm zuviel, wirst Du es an seiner Art merken, wie er sich aufführt. Geh dann mit ihm aus der Situation heraus. Arbeite lieber auf große Distanzen zu den Objekten.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • huhu!
    sowas haben wir uns auch schon gedacht. er bellt ja auch wenn er sich erschreckt. wir haben auch ratten in einer voliere. wenn die sich plötzlich bewegen oder gar poltern bellt er auch los.

    dann wissen wir aber jetzt zumindest wie wir uns am besten in solchen situationen verhalten.

    vielen dank
    miri

  • Für mich hört es sich auch eher so an dass euer Hund noch unsicher ist und sich sich bei Gegenüberstellung mit zB fremden Menschen die sich vor ihn hinhocken nicht weiß wie er sich verhalten soll - also geht er erst mal auf Abwehr.
    Ich würde es zu solchen "bedrängenden" Situationen gar nicht mehr kommen lassen. Wenn solche Leute kommen ein paar Meter weiter gehen und dich vor ihn stellen. Er muss wissen dass er sich in solchen Situationen auf dich verlassen kann und du diesen Konflikt (das ist es in diesem Moment für ihn) löst.

    Arbeitet deine Hundeschule mit Clicker?
    Das ist auch eine sehr gute Möglichkeit ein gewünschtes Verhalten zu bestätigen. ZB mache ich es so, dass wenn uns von vorn ein "Reiz" (das kann ein Spaziergänger, Jogger, Fahrradfahrer oder auch anderer Hund sein) entgegen kommt und sie wendet den Blick ab und schaut zu mir dann bestätige ich das.

    Des weiteren kann ein Signal für "alles ok" sehr sinnvoll sein. Einfach ein Ausspruch der ihr sagt dass du es auch gesehen hast, aber kein Grund zur Sorge besteht. Das kannst du erst mal Zuhause machen wenn sie sich an den Ratten erschreckt.

    Zudem ist der Hund ja noch nicht lange bei euch, und es braucht einfach auch noch ein bisschen Zeit bis er Vertrauen zu euch gefasst hat. Was wurde denn bisher zur Umweltsozialisation gemacht?

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