Hundebegegnung = Disaster

  • Hallo Fories,
    so jetzt muss ich mal wieder um Rat fragen....
    Also mein Hund ist jetzt 18 Monate alt und Hundebegegnungen laufen so ab:
    Shel sieht anderen Hund (DSH Mix, 6 Jahre) und will hin, beide Hunde beschnüffeln sich, der andere springt auf Shelbys Rücken und Shelby springt dann auch auf den Rücken des anderen und legt seine Pfote drauf, darauf hin will sich der andere Hund abwenden, Shelby wird aufdringlich und schlussendlich knurren beide und beissen sich.... so ist es mir gestern passiert...
    Ähnlich war es auch bei einem anderen Rüden (auch DSH, 6 Jahre), auch dort wurde geknurrt und gebissen.... ausser nassem Fell hat aber nie was gefehlt.

    Achso, Shelby ist immer an der Schleppleine, die anderen Hunde frei!

    Bin nun ziemlich ratlos, Shelby versteht einfach nicht wenn der andere Hund nicht mehr mag, kaum bin ich mal kurz zu langsam um meinen Hund wegzuholen endet es so... mit einer souveränen Althündin klappt es besser, dort wird er zwar auch aufdringlich, jedoch weisst sie ihn ohne klopperei zurecht....
    Was kann ich tun, damit er nicht mehr so aufdringlich ist?? (Wir wohnen sehr ländlich, mit den einzigen drei Nachbarshunden klappt es nicht^^...)

    Bei Hundebegegnungen an der Leine ist auch immer großes Theather, ich lass Shelby absitzen, kommt ein anderer Hund vorbei, den er nicht beschnuppern darf, springt er in die Leine, fiepst und zieht wie ein Ochse....

    Es tut mir immer so leid, wenn ich sehe, wie gerne er mit einem anderen spielen würde, jedoch ist er sich selbst mit seiner Aufdringlichkeit immer im weg....)


    :hilfe: bitte!

  • Also was ich für Erfahrungen gemacht habe ist, dass Hunde an der Leine oft "angriffslustiger" sind als freie. Auf der Hundewiese das liebste Tier, an der Leine bissig. Wenn dein Hund einem unangeleinten Hund begegnet, würde ich die Leine bei deinem abmachen. Dann kann er sich freier bewegen. Er muss auch die schlechten Erfahrungen machen. Othello war grad 10 Wochen alt, da hat er der Hündin von nem Freund den Kaustreifen aus dem Maul klauen wollen. Die hat natürlich sofort um sich geschnappt und gebellt wie eine Furie. Othello hat den Schwanz eingekniffen, gejault und sich in eine Ecke verzogen, passiert ist nichts. Lass deinen Hund so oft wie möglich Kontakt zu den unterschiedlichsten Hunden haben. Der macht seine Erfahrungen schon. Wie soll er denn lernen, wie man sich in ein Rudel einordnet? Ist dein Hund denn überhaupt mal irgendwo ohne die Schlepp und spielt mit anderen Hunden, auf einer Hundewiese oder einem Hundeauslauf?

  • Zitat

    Ist dein Hund denn überhaupt mal irgendwo ohne die Schlepp und spielt mit anderen Hunden, auf einer Hundewiese oder einem Hundeauslauf?

    Nein ohne Schlepp kann ich ihn leider nicht lassen, da er sonst jagen geht.... In einem Hundeauslauf waren wir noch nie, habe aber vor diese Woche einen zu besuchen... :smile:

    Bei Leinenbegegnungen ist er nicht aggresiv, sondern will hin und beschnuppern, darf er das, können wir ohne Theather weitergehen. In der Stadt wo mehr Ablenkung ist, geht er an jeden Hund ohne Theater vorbei. Zuhause ist aber fast keine andere Ablenkung und deshalb ALLES andere viel interessanter...

  • Zum ersten nuja er is in dem alter n marschierendes Hormonfaß ich würd ihn eben nicht zu jedem Hund lassen sondern es erstmal auf bekannte souveräne Hunde beschränken
    Zum 2.
    Absitzen lassen ist fürs Training mM nach immer erstmal kacke, Hund hat da einfach zu viel Zeit zu geiern und sich "Unsinn" auszudenken
    Meine lernen es eben anfangs durch Ablenkung in Form von Spiel das ich dann langsam abbaue, meist reicht es bei meinen Deppen ( :D ) wenn ich das joggen anfange mit fröhlichen "feinkommusschnell* hab ich ne Granate an der Leine lauf ich auch öffter Zickzack ( Methode eignet sich nur wenn einem absolut nix mehr peinlich ist ... Wie mir :ugly: )
    Bei meiner Miniursel hab ich es z.B. mit Zickzack laufen wunderbar in den Griff bekommen das sie nciht mehr nach vorne geht ( Jungspund eben) weil ich eh viel geiler bin wie alle anderen Hunde wie wo gibt ( solltest Du auch verinnerlichen)

  • Zitat

    Bei meiner Miniursel hab ich es z.B. mit Zickzack laufen wunderbar in den Griff bekommen das sie nciht mehr nach vorne geht ( Jungspund eben) weil ich eh viel geiler bin wie alle anderen Hunde wie wo gibt ( solltest Du auch verinnerlichen)

    Ja, stehenbleiben ist nicht optimal.... aber der gute wiegt halt 38 kg und hat 68 cm Schulterhöhe... + Schlepp und sehr enger Weg.... alles n bissl blöd... aber werds sicher versuchen... blöd ist halt, dass es hier nur 3 Hunde gibt und ich denen max. 1 mal im Monat begegne :muede:

    Ich weiss, dass ich viel Geiler bin, nur der Hund verstehts nicht ;)

  • Ich denke nicht, dass es zielführend ist, wenn man den Hund an allen Hundebegegnungen vorbei lotst. Wie soll der Hund denn da den Umgang mit anderen Hunden lernen? So eine Grundsozialisierung ist doch total wichtig. Meiner ist immer auf andere draufgesprungen in seinem jugendlichen Übermut. Ständig hat er was auf die Mütze gekriegt, aber da musste er halt durch. Vom angekläfft oder umgeworfen werden ist noch keiner gestorben. Mittlerweile geht er ruhiger auf andere zu, legt sich vor den anderen Hund hin, leckt ihm die Schnauze und checkt die Lage ab. Ist der andere ein toller Kumpel zum spielen, legen sie los. Ist der andere eher "Geh bloß weg, Nervensäge!", dann zieht Othello ab. Macht vielleicht noch einen zweiten Versuch, mehr aber auch nicht. Und wenn der andere Hund völlig gleichgültig reagiert, fängt Othello ein Spiel an und fängt nach drei Sekunden an, sich zu langweilen, weil der andere Hund nix macht :D Aber ich lass ihn immer machen und bin bisher fast nie dazwischen gegangen. An der Leine zuppel ich ihn an anderen Hunden vorbei, das muss er lernen. Auch, dass in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht geschnüffelt und getobt wird. Man stelle sich vor, Berliner S-Bahn, Rushhour, und ein Labbi und ein Schäferhund tollen durch den Wagen... :D

  • Zitat

    Ja, stehenbleiben ist nicht optimal.... aber der gute wiegt halt 38 kg und hat 68 cm Schulterhöhe... + Schlepp und sehr enger Weg.... alles n bissl blöd... aber werds sicher versuchen... blöd ist halt, dass es hier nur 3 Hunde gibt und ich denen max. 1 mal im Monat begegne :muede:

    Ich weiss, dass ich viel Geiler bin, nur der Hund verstehts nicht

    Schmunzelt* eben deswegen würd ich Bewegung reinbringen ^^ mach ihm anfangs noch nen Kurzführer dran, willste vorbei und eben kein Spiel machste das mit Elan ein bewegliches Objekt ist schwerer umzuwerfen als eins was steht, in der Bewegung kannste zur Not abfedern im Stand geht der nach vorne und Du kannst ihm keine Paroli bieten ( was sind schon 2 kleine Füsschen gegen 38 Kg die los wollen ;) )
    @ Tinks er soll ja nicht an allen vorbeigelotst werden sondern an denen die nicht gewünscht sind
    Ich mags z.B. überhaupt nicht wenn mein Hund von fremden Hunden "Grundsozialisiert" wird dat machen wir hier Rudelintern ;) kommt ja auch ned Hunz und Kunz im Einkaufsladen daher und erzieht meine Tochter Oô
    Wenn meine Hunde von unserer Feldgang hier Grundsozialisiert werden würden, hätte ich spätestens nach nem halben Jahr ein fettes Problem :ugly:
    Für mich isset eigentlich ganz klar, meine Hunde spielen nicht mit Asis :D ich will die vorher einschätzen und "kennenlernen"
    Jut ich bin ja och Mutter Oberin in Person und nehm das alles noch 5x so ernst aber ( wie öffter schon betont) ich hab eben nicht nur einen Hund sondern 4 Brummer die auch nicht jeden mögen müssen

  • Zitat

    Jut ich bin ja och Mutter Oberin in Person und nehm das alles noch 5x so ernst aber ( wie öffter schon betont) ich hab eben nicht nur einen Hund sondern 4 Brummer die auch nicht jeden mögen müssen

    Ok, ist bei dir vielleicht was anderes. Mein Labbi-Jüngling mag einfach jeden... :rollsmile: Was auch nicht unbedingt leicht ist :lol:

  • Ich sehs wie Manu.
    So was würd ich nicht zulassen, kurze Leine zusätzlich dabei oder eben nen Kurzführer dran und ab. Wenn die anderen freilaufend sind würde ich mir auch ne Kette einstecken denn nen anderen Hund direkt abwehren ist auch nicht prickelnd wenn man seinen eigenen 38 kg Tober kontrollieren soll.
    Shelby lernt bei so einer Aktion ja nichts vernünftiges, selber ist er noch nicht vernünftig also lernt er nur Mist dabei.
    Kontakt mit Hunden üben wie der Hündin die das im zweifel in den Griff kriegen. Langfristig solltest du dabei auch beobachten wann Shelby kippt und dann solltest du eingreifen bevor der andere Hund es tun muss.

  • ich sehe es wie ihr, Buddy und Tucker...-> ich würde dem Dicken Kontakte mit souveränen Althunden ermöglichen (wie mit der hündin).

    Shelby ist jetzt in nem alter, wo man gern testet, wie weit man gehen kann und auch gern mal den Macker raushängen lässt.

    Mit meinem testosteron-Monster hab ichs auch durch. :roll: Der war so unhöflich und hat schnöselig wie er war andere Hunde umgerannt und die Mädels belästigt.
    Ich hab ihn dann nur noch mit ausgewählten Damen zusammengelassen, die in sich ruhten, und wussten, wie man einen Schnösel die Grenzen aufzeigt.

    außerdem übte ich mit ihm, auf andere Hunde ruhig zuzugehen und sie nicht die ganze zeit anzustarren. stinki musste auf die freigabe warten, bis wir den anderen hund fast erreicht hatten. und mit der zeit wurde er bei hundebegegnungen langsamer und rannte nicht wie ein irrer drauf los. ;)

    Das ganze hat mehrere Monate Training in anspruch genommen, aber es hat sich gelohnt :smile:

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