Könnt ihr mir helfen?

  • ich fasse mich kurz:Mischlingsrüde 1,5 jahre...eher unsicher aber nicht unterwürfig-

    mein problem:er verteidigt mich,den platz wo ich sitze,oder sogar die wasserstelle,wo wir uns treffen....immer bei den hunden, die nicht jeden tag am treffpunkt sind....jetzt sogar bei einer hündin,die er sonst akzeptiert hat-aber gestern hat sie beim grillen sein futter geklaut und nun macht er theater,sofern die sich uns nähert...

    ich komme mir der situation nicht klar und weiss mir nicht anders zu helfen,als ihn an die leine zu nehmen.....aber was soll ich machen,dass ich richtig an deas problem arbeite.

  • kannst du das "Verteidigen mal konkretisieren bitte. Ich kann mir das nicht wirklich vorstellen, wie läuft das ab?
    Was heißt der verteigt den Platz wo du sitzt?

    Das mit dem Futter ist ne recht schwierige Situation, ich würde einfach keins geben wenn andere Hunde dabei sind, so vermeidest du den Ressourcenkampf.

  • Ich würde grade bei sowas (auch) Futter verwenden, aber ich bin auch inzwischen eine überzeugte "Deeskalation-Clickerin". Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht, ebenso wie damit, meinen Platzt "zuerst" zu verteidigen, indem ich andere Hunde wegblocke, aber das ist natürlich nur bedingt umsetzbar.

    Ansonsten ist halt die Frage, warum Du Dich bei einem solchen Hund überhaupt mit anderen (fremden) Hunden triffst. Zumindest für den Hund ist es möglicher Weise mehr Stress als Spass

  • also die hh mit denen ich mich treffe und deren hunden,da ist das kein problem........und das es ein beliebter treffpunkt bei diesen temperaturen ist ,kommen natürlich auch fremdhunde vorbei....es muß doch möglich sein,dass mein hund die fremden nicht verbellt und diese auch an die wasserstelle ran können....erstellt schwanz und bürste hoch,bellt und schnappt in die luft...........wenn ich weggehe ,dann kommt er erst nach,wenn ich zum fremden hund einen betsimmten radius habe..........langsam wird es peinlich

  • Wie gesagt, ich würde deeskalierendes Verhalten und Alternativverhalten clickern. Allerdings würde ich eben auch versuchen (unkontrollierte) Fremdhundebegegnungen zu vermeiden. Denn umsoöfter Dein Hund dieses Verhalten zeigt, umso mehr festigt es sich.

    Ansonsten kann ich Dir nur raten, an Deinem Schamgefühl zu arbeiten, wenn Dir das Verhalten Deines Hundes peinlich ist, verstellt Dir das den Blick auf Deinen Hund und auf die möglichen Lösungswege.

    Außerdem finde ich persönlich es ein wenig unfair den Hund gegenüber. Denn er tut ja sein bestes, um mit dieser (für ihn) extrem stressigen, evt. sogar gefährlichen Situation umzugehen. Nichts von all dem macht er ja, um Dich zu blamieren oder vorzuführen oder zu ärgern oder so. Er steht zu 100% auf Eurer Seite ;o)

  • Zitat

    Trillian » 22.05.2011 19:50
    Wie gesagt, ich würde deeskalierendes Verhalten und Alternativverhalten clickern.

    Kannst du das bitte kurz etwas näher beschreiben =)
    Das würde mich auch Interessieren :smile:

  • ich kann da meinen hund aus seiner sichtweise verstehen....habe auch schon vorher mit ihm gespielt,wenn ich die fremden hund in sicht waren....das funktioniert auch.....aber wie gesagt,ich möchte ja diese situation auch trainieren,dass ich das nicht mit ablenken machen muß...........der tipp aus der hundegruppe war die Unterwerfung...habe ich noch nie gemacht und sträube mich auch dagegen.........

  • Bitte sträube Dich weiter gegen "Unterwerfung"!!!!!!! Ein Dominanzverhältnis wird immer von unten nach oben etablierbt, nicht andersrum.

    Deeskalierendes Verhalten sind kurz gesagt alle Verhaltensweisen, die ein Hund zeigt, um die Eskalation des Konfliktes zu vermeiden z.B. "Calmsignals" . Sowas bestärke ich (grade in konfliktträchtigen Situationen) immer.

    Der Hund der TS scheint ein erhebliches Ressourcenproblem zu haben, was für ihn extremen Stress bedeutet, denn er geht ja davon aus, dass auch der andere Hund bereit ist, hart um die Ressource zu kämpfen. Somit geht es nicht nur um ein "alles meins" sondern auch um ein "ich will nicht wegen son paar doofen Leckerchen plattgemacht werden, und schlage deswegen besser als erstes zu".

    Alternativverhalten ist alles was der Hund statt des unerwünschten Verhaltens zeigt. Also z.B. Blickkontakt zum Frauchen, aber auch Schwimmen, am Grasbüschel schnuppern, sich hinlegen oder setzen... und natürlich ist auch jede Form von deeskalierendem Verhalten gleichzeitig ein Alternativverhalten. ;o)

    Der Unterschied zwischen Ablenken und der Arbeit mit einem Marker (z.B. Clicker) ist, dass der Hund sich selbst mit dem Problem auseinandersetzt.

    Ich erklär das kurz am Beispiel der Leinenaggro: Meine Lotte pöbelt gern fremde Hunde an. Ich könnte ihr jetzt sobald ICH einen Hund sehe, ein Leckerchen oder Ball vor die Nase halten und uns so am anderen Hund vorbeischummeln. (Bei Bällen blendet Lotte andere Hunde tatsächlich so sehr aus, dass sie die erst bei Körperkontakt wahrnimmt)

    Das mache ich manchmal, wenn der Weg zu eng ist und ich einfach den Konflikt in dem Moment vermeiden möchte, damit sich das Verhalten nicht festigt. Aber lernen tut Lotte dabei nix.

    Wenn ich aber warte, biss SIE den anderen Hund sieht, dann ruhiges Verhalten markiere und ihr ein Leckerchen oder Ball gebe, hat sie die Chance eine Verknüpfung zwischen Reiz (fremder Hund) ihrem Verhalten und der Belohnung herzustellen.

    vielleicht ist dieser Link noch interessant für Euch, leider "nur" der Bericht über ein Seminar zum Thema, dennoch spannend:

    http://hundeseminare.blogspot.com/2010/09/ressou…g-blaschke.html

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