Mein Rüde geht auf andere Rüden los

  • mein wauzi macht mir gerade leider mal wieder probleme. er geht auf andere rüden los. das war vor ca. einem halben jahr schonmal so, habe ich aber wieder ganz gut in den griff bekommen - mittlerweile nimmt es aber ausmaße an, die für mich gar nicht gehen. vor kurzem hat er einen anderen rüden im nacken gepackt und geschüttelt (er ist mir da aus dem blickfeld gelaufen und ist ohne vorankündigung direkt auf den anderen rüden los). zum glück ist da außer einem großen schrecken nicht passiert. seit diesem vorfall läuft mein rüde mit maulschlaufe und schleppleine.

    heute habe ich versucht, ihn mit dem hund einer bekannten (rüde - 6 monate jung) zusammenzubringen. meiner ist völlig durchgedreht, ist die ganze zeit auf den kleinen los. wenn ich ihn habe absitzen lassen hat er nur gebellt und ist immer wieder von sich aus aufgestanden um auf den kleinen loszugehen. erwar völlig durcheinander und hat auch die ganze zeit stressgepinkelt. immer wenn ich gerade das gefühl hatte, die situation könnte sich entspannen ist meiner wieder auf den kleinen los - unabhängig davon, ob dieser sich schon durch entsprechende gesten "unterworfen" hatte oder nicht. natürlich haben wirs dann sein lassen.

    mein hund ist ein sehr unsicherer hund, tritt aber anderen rüden gegenüber mittlerweile sehr dominant auf. ich kann das noch nicht ganz beurteilen, ob die unsicherheit der auslöser ist - will das problem aber gerne in den griff bekommen, bevor es sich manifestiert.

    mein rüde ist drei jahre alt und nicht kastriert. eine kastration kommt für mich auch nicht in frage. mit hündinnen versteht sich meiner super - spielt auch mit denen, ebenso mit kastrierten rüden.

    ich würde gerne wieder mit meinem wuff in die hundeschule gehen - ggf. auch ein paar stunden bei einer hundetrainerin nehmen. ich hatte vor längerer zeit schon kontakt zu einer, die aber leider aus zeitgründen dann doch nicht konnte. ansonsten bin ich auch an eine geraten, die plötzlich für eine schnupperstunde eine honorarrechnung von immenser höhe berechnen wollte. das problem ist also: ich weiß einfach nicht, wem ich da vertrauen kann. vielleicht hat ja jemand von euch ein paar gut adressen in münchen.

  • Hallo,

    das kennen wir von unseren Foxeln auch. Egal wie groß, der ist dran.
    Das haben wir wohl in dessen frühester Welpenzeit verpasst. Nun heißt es
    aufpassen und Abstand halten.
    Beim Hundefrisör war unser erster Foxi Benny aber mal mit vielen anderen in einem
    Raum, das ging, nur draußen nicht und schon gar nicht an der Leine.
    Den Rest will sein Frauchen nicht ausprobieren, da bin ich machtlos. :rollsmilie2:

  • Vernünftig, daß du mit Trainer arbeiten willst. So wie es jetzt ist kann es ja wirklich nicht bleiben.
    Wende dich an Sonja sie ist kompetent und wird dir helfen können.

    Gruß, staffy

  • Was ist Dein Hund denn für eine Rasse (oder habe ich das überlesen?).
    Zu erst ein Mal sollte der Hund nicht ohne Leine laufen, das hast Du ja mit der Schlepp gelöst, obwohl ich der Meinung bin, er sollte an der Leine laufen, bin kein Schleppfan.
    Zweitens muss der Hund sich nicht mit anderen Hunden verstehen. Warum sollte er das, ist doch kein Kind, sondern ein erwachsener Rüde.
    Ich würde die Situation komplett anders angehen (natürlich weiss ich nichts von Dir, und wenn ich Dir zu Nahe trete in irgendeiner Weise, tut mir das leid): Der Hund sollte arbeiten. Ein müder und ausgeglichener Hund hat auch keine Lust auf Konfrontation. Hast Du schon Mal versucht den Hund körperlich so richtig auszulasten?
    Wie gesagt, wenn ich wüsste, was für eine Rasse, könnte ich Dir konkrete Tipps geben.
    Dann würde ich ihn nicht mit anderen Hunden "spielen" lassen und an der Leine lasse ich Hunde generell nicht schnuppern oder so.
    Genauso wenig wie ich mit jedem Menschen reden oder klar kommen möchte, genauso wenig muss das mein Hund.
    Bei Hunden ist es noch viel gravierender, da sie hauptsächlich hormon- und instinktgesteuert sind ( obwohl bei männlichen Menschen ist es ja oft nicht anders :lol: )
    Bin Mal gespannt, was es für eine Rasse ist und was der Trainer sagt.

  • Andere Hunde nicht leiden können und andere Hunde attackieren ist aber ein gewaltiger Unterschied.

    Auslastung und Sympathie hin oder her, er hat keine anderen Hunde zu zerlegen und muß ansprechbar, abrufbar sein.

    Ziel ist ja nicht, daß er sich vor jeden Hund wirft und anfängt zu spielen, sondern lediglich ein angepaßtes, akzeptables Verhalten und ein verläßliches Abrufen können.

    Martin hat einen WSS !

    Hattest du nicht von Anfang an Probleme mit dem Hund ? Warst du nicht schon bei diversen Trainern ?

    Gruß, staffy

  • Was ist ein WSS :smile: ?
    Ich stimme Dir in allem zu, was Du schreibst, aber in dieser Situation würde ich den Hund nicht zu anderen lassen und an dem Problem arbeiten, eben auch mit viel Auslastung. Ich habe bei meinen oft erlebt, dass sich ein von mir nicht gewünschtes Verhalten gebessert hat bzw. verschwunden ist, wenn der yhund eine Arbeit hatte.

  • Zitat

    Was ist ein WSS :smile: ?
    Ich stimme Dir in allem zu, was Du schreibst, aber in dieser Situation würde ich den Hund nicht zu anderen lassen und an dem Problem arbeiten, eben auch mit viel Auslastung. Ich habe bei meinen oft erlebt, dass sich ein von mir nicht gewünschtes Verhalten gebessert hat bzw. verschwunden ist, wenn der yhund eine Arbeit hatte.


    er hat einen weißen schäferhund. lies mal die alten beiträge, es gab schon von anfang an "verständigungsprobleme" ;)

    gruß marion

  • eben. hab ja durchaus schon ein paar beiträge verfasst. ich hab halt das "glück" gehabt, als ersten hund gleich einen schwierigen hund bekommen zu haben - bei ner nächsten hundeauswahl werde ich da definitiv anders mit umgehen - andererseits hab ich in den letzten jahren unglaublich viel dazugelernt was hundeerziehung betrifft und es hat sich bei meinem schon einiges gebessert - zum beispiel im umgang mit fremden.

    ich war in würzburg bei zwei hundeschulen bzw. hundetrainern. hab dort auch agility mit ihm gemacht - was ihn gut ausgelastet hat. mittlerweile haben sich bei mir die umstände geändert. ich hab einen vollzeitjob und demnach weniger zeit - wobei ich immer noch eineinhalb bis zwei stunden am tag mit ihm laufe und ihm am wochenende größere touren anbiete. auch suchspiele mache ich total gerne mit ihm - er ist nur mittlerweile so gut geworden, dass mir kaum mehr verstecke einfallen. am liebsten spiele ich ja sowieso mit ihm draußen (v.a. verstecken) - aber mit der schleppleine ist das natürlich bisschen doof und ich kann ihn gerade einfach überhaupt nicht frei rumlaufen lassen, wenn er auf einen anderen rüden stoßen kann - was mir hier in jedem park zu jeder tageszeit passieren kann.

    wie schon geschrieben, ich hatte in münchen schon kontakt zu hundetrainern aufgenommen und mit einer im vorfeld sehr lange gesprochen, die aber aus zeitgründen dann doch absagen musste (sie hätte das nur noch "hobbymäßig" gemacht). da sich das verhalten dann gebessert hat - habe ich erstmal keinen bedarf gesehen. da hier keine leinenpflicht herrscht, hatte ich ihn die ganze zeit ohne leine, was für mich und ihn einfach weitaus entspannter war. mit der situation die jetzt war ist das natürlich alles ganz anders. ich bin generell kein freund von der leine - vor allem nicht von der kurzen. erstens könnte ich meinem hund nie den auslauf geben den er braucht wenn er die ganze zeit an der leine wäre, zweitens gibt man ja unbewusst mit der leine impulse.

    gar nicht an andere hunde ranlassen finde ich auch verkehrt - vermeidungsverhalten bessert die situation mit sicherheit nicht und wenn ich dann anfange ihn bewusst mit der leine von anderen hunden wegzuziehen reagiert er ja erst recht. momentan bin ich wenigstens dadurch etwas entspannter, dass er a) keinen hund ernsthaft verletzen kann und ich ihn b) mit der schleppleine immer "abrufen" kann.

    bei einer hundebegegnung achte ich natürlich immer auf entsprechende anzeichen und rufe ihn ab, wenn ich merke, dass es gleich "kracht". reagiert er nicht kann ich mich mit der schleppleine absichern. entspannt gassi gehen ist allerdings definitiv etwas anderes und einen platz an dem keine hunde sind werde ich hier kaum finden - davon mal abgesehen, dass ich meinen wuff auch nicht isoliert haben will.

  • edit: ich grübele schon die ganze zeit, welche situation das so verschärft haben könnte. mir ist aber gerade eine eingefallen. ich bin vor den ganzen vorfällen mal mit ihm gelaufen, da kam mir ein anderer halter mit seinem hund an der leine entgegen. meiner ist auf den anderen los und noch bevor ich ihn abrufen konnte hat der andere halter meinen hund gepackt und mehrmals nach ihm getreten. auf die frage warum er das tat, meinte er nur, dass sein hun ja an der leine war. ich bin dann lieber gegangen - weil ich nämlich kurz davor war nach dem halter zu treten. könnte durchaus dazu beigetragen haben.

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