• Ok, da muß ich wohl noch mal ein wenig genauer werden:

    Ich meinte nicht, daß der Hund sich komplett nur auf Frauchen konzentrieren soll. Dies war von mir eher auf so Situationen gemünzt, wo Spaziergänger oder Besucher den Hund halt extra anlabern, also Situationen, die man schon gut händeln kann und nicht tausend Sachen gleichzeitig zu tun hat. So nach dem Motto: Wenn Dich ein Spaziergänger anlabert, dann guck Frauchen an, weil dort gibt es dann tolle Kekse... Damit sie da eben nicht den Spaziergänger anspringt...

    Wenn so richtig "Jäbs" in der Bude ist, dann würde ich den Hund wohl eher in einen ruhigen Raum bringen und erst dazu holen, wenn sich alles beruhigt hat... Und dann eben in weniger stressigen Situationen ganz gezielt sowas üben...
    Was da auch sehr hilfreich sein könnte: Dem Hund supergenial beibringen auf einen bestimmten Platz zu gehen. Dies halt auch in Mini-Schritten und mit der meeeeeeeega-Belohnung beibringen...

    Gibt es denn etwas, das für die Hündin sooooo geil ist, daß sie da auch vergißt die Kids zu begrüßen? So etwas würde ich mir wohl suchen, so nen mega-leckeren Kauknochen oder nen Ochsenziemer oder nen mit Naßfutter oder Käse gefüllten Kong. Und den bekommt sie dann auf ihrer Decke. Das könntest Du erst mit den eigenen Kids üben, wenn die nach Hause kommen, natürlich vorher genau besprechen, daß die den Hund dann erstmal KOMPLETT ignorieren sollen, damit Hund eben lernen kann: Es kommt wer, dann kriege ich auf meiner Decke was super geniales...
    Viiiiiiieeeeeelllllleicht könnte da für diese KURZEN!!!!! Situationen auch eine Box hilfreich sein, weil Du dann den Hund nicht ständig korrigieren mußt, wenn sie doch nicht auf dem Platz bleibt, sie kann dann also keine Fehler machen und Du kannst Dich mehr auf die Ordnung der Kids konzentrieren.... Da ginge es drum auszuprobieren, wie es besser klappt, was für den Hund besser ist usw...
    so könntest Du ihr beibringen, daß das Eintreten von Leuten zum Signal für "auf die Decke gehen" wird... Das wird dann ordentlich aufgebaut zum Selbstläufer... Aber da muß der Eintretende super gut mitspielen und Du mußt Geduld haben und halt die wirklich mega-tolle Belohnung... Aber ich könnte mir vorstellen, daß das für Euch die beste Lösung wäre...

  • die tipps von fräuleinwolle sind durchweg gut.
    mit geduld u. spucke wird das schon penny..............
    und du darfst natürlich auch nicht vergessen, dass mia selbst noch ziemlich jung ist.
    ;)

  • Zitat

    Wir waren z.B. in der City .... / Am Sonntag waren wir im Brückenpark .... / Heute waren wir auf nem gemähten Feld, Mia an der Schlepp, wir setzten uns ins Gras, sie haute uns alle immer wieder um. ... / Immer wenn ein Kind in die Nähe kam ist sie ganz gagageworden ... / Sie ist dann auch gleich immer aufgeregt und möchte spielen ... / ... aber wenn Besuch kommt, wenn wir wo stehen bleiben weil wir jemanden treffen, ...

    ich habe hier aus deinen Beiträgen ein bisschen was zusammen kopiert was ich mit meinem kleinen Hibbel alles strikt vermieden habe um ihn ruhiger zu bekommen. Mit dieser Aufgedrehtheit, immer unter Strom stehen zeigt sie euch doch, dass es ihr eigentlich zu viel ist. Sie benimmt sich dann wie ein überdrehtes, übermüdetes Kind.

    Mia ist doch erst 6 Monate - ich meine, sie braucht da viel mehr Ruhe, weniger Reize und 100 % Konzentration / Aufmerksamkeit von dir wenn sich eine Situation nicht vermeiden lässt.

    Ich habe etwa 5 Monate fremde Hunde und Menschen sehr konsequent gemieden, habe hier zuhause auf viiiiel Ruhe geachtet (gut, da tu ich mir leichter, meine Kids sind schon groß) und habe die Umweltreize bzw. positiven wie negativen Stress soweit begrenzt wie nur irgendwie möglich.

    An deiner Stelle würde ich, auf jeden Fall Orte mit vielen Menschen meiden, wenn ich z.B. andere Leute treffe, Leine einigermaßen kurz nehmen, den Hund für ruhiges Verhalten loben und belohnen und wenn sie abgeht vor lauter Freude oder sonstwas nen Bogen laufen bzw. umdrehen bis sie sich wieder soweit benehmen kann. Dass der Hund ruhig bleibt während man selbst mit der Freundin ein "Pläuschchen" hält muss der Hund auch erst lernen bzw. wird es lernen wenn er genug innere Ruhe hat. Die draußen-Zeit würde ich auch ziemlich begrenzen. Mehr als 30 - 40 min ist (lt. meiner Erfahrung und meiner Trainerin) Stress und sollte auch vermieden werden.

    Zuhause mit den Kindern ist es sicher auch ziemlich kompliziert - aber wenn Mia nicht runter kommt oder ruhig bleiben kann, würde ich eine Weile auf Kinderbesuch zuhause verzichten. Ist zwar vielleicht nicht schön, aber für Mia notwendig, ihren derzeitigen, schon bestehenden Stress abzubauen.

    Macht doch ein paar Tage mal sowenig wie irgendwie möglich. 3 - 4x 15 min Gassi /Pippi-Runde an der Schlepp ohne irgendwas zu üben, ohne zu spielen hat noch keinen Hund umgebracht und zeigt euch vielleicht schon kleine Erfolge, dass sie einzelnen Reizen gegenüber ruhiger wird.

    Viel Erfolg

    Conny =)

  • Huhu,

    der Spaziergang auf`m Feld war ja nur kurz...

    Wir bemühen uns Mia nicht zu überfordern oder ständig zu pushen.

    Man sagte mir aber das es wichtig ist das sie so früh es geht Erfahrungen in versch. Richtungen zu sammeln.

    Unser Alltag hört sich wohl stressiger an als es tatsächlich ist.

    Um 6.15 gehts 15 Min. raus zur Pieselrunde, dann um 7 sind Kind und Mann weg und ich mache den Haushat, der Kleine spielt meist oben und Mia schläft.
    Gegen 10 machen wir dnn nen Spaziergang- wir sind zwar 45 Min. unterwegs aber legen kaum Strecke zurück, meist ein Feld wo Mia an der Schlepp Gas geben kann und Sohni was mit dem Trekker fährt.
    Gegen 13 Uhr kurzes Pieseln auf der Wiese, nachmittags dann entweder ein Spaziergang mit den Kindern und Hund, oder einm. Woche HuSchu, oder eben um 18 Uhr ne 45 Min. Runde mit Mann oder mir.
    Mittags schläft Mia immer um die 2 Stunden.

    Ich glaube so raushalten" aus "vollen Situationen" geht unglaublich schwer, bzw. ist es unmöglich.
    Wir waren ja auch schon im Urlaub und wir haben nunmal Kinder de nicht immer nur in de <Wald wollen ;)

    Wir bemühen uns aber und Mia läuft nicht nur so nebenbei und muß alles mitmachen, wir denken schon viel mit und setzen dies dann auch um.
    Das Kommando "Decke" ist in Arbei- genau so wie es beschrieben wurde.

    LG

  • öhm, also Euer Tagesprogramm ist enorm...

    Also wirklich mega-viel...

    zum Vergleich: ich habe 2 Cattle-Dogs, also schon keine Schlaftabletten, 2 Buben, der eine 3 Jahre, der andere 5,5 Jahre.

    Ich gehe morgens zwischen 9 und 10 Uhr ne Runde im Wald mit denen: Zwischen 30 min und 1 Stunde, selten länger. Auf dieser Runde passiert manchmal gar nix, manchmal werden ein paar Suchspielchen gemacht, einige Tricks und Übungen werden auch zwischen geschaltet. Dann gehts nach Hause, ich gehe um halb 1 arbeiten, bin um halb 5 wieder da. Dann geht es mit jedem ne Runde um den Block. 10-20 min. Vorm schlafen gehen gehts zum Pischern an die Hecke vorm Haus...

    Dazu kommt, daß bei mir zu Hause die mega-Langeweile ist, ich wohne alleine, bin ein ruhiger Typ, habe eigentlich nie Besuch... Die pennen im Grunde fast den ganzen Tag.

    Und seit ich das so mache, habe ich auch ruhige ausgeglichene Hunde...

    Ich war früher auch im Verein, habe Hundesport gemacht, die muß man ja auslasten... :roll:
    Die konnten damals auch gut mal abschalten, waren nie richtig hibbelig oder so, aber schon nicht so gelassen wie heute...

    Ich bin der Meinung, daß dieses ganze Beschäftigungs- und Auslastungs-Getue mehr den Menschen gut tut als den Hunden...

    Gerade vor ein paar Tagen habe ich so drüber nachsinniert: ich lese hier so oft: der muß ja mal rennen, der muß sich auspowern, der rast dann so viel rum und und...

    öhm, keiner meiner Hunde ist je beim Spaziergang großartig rumgerast. Die gehen ganz gemächlich und entspannt ihren Hunde-Dingen nach, ab und an gibt es mal ein Rennspiel von wenigen Minuten und dann wird wieder geschnüffelt, Vögel geguckt, Frauchen angeschnobt... Und da dachte ich mir so: Die Hunde, die ich so kenne, die so viel rumrasen, die sind alle völlig unentspannt und überfordert, auch in vielen anderen Situationen...

    Und wenn ich mir mal überlege, was meine Hunde trotz meines langweiligen Alltags alles leisten müssen an Benehmen und Rücksichtnahme beim Spaziergang, bei mir zu Hause usw... Und ich wohne alleine...

    Wenn man das mal hochrechnet, was da bei einem Familienhund über den Tag so alles zusammen kommt... uiuiui.... Und dann soll er noch zum Bespaßungsprogramm herhalten... hui...

  • Ich finde das Programm für deine 6-monatige Hibbeline auch reichlich. Bleibt sie denn allein zuhause? Dann würde ich sie bei den Spaziergängen mit deinem Sohn einfach zuhause lassen. 45 min hören sich nicht viel an aber in der ganzen Zeit ströhmt doch so einiges an Reizen auf sie ein. Ich habe das ganze Anti-Stress-Programm hinter mir - glaub mir - wenn der Hund eh schon rumzappelt und dir zeigt, dass es ihr insgesamt zuviel ist, dann mach weniger mit ihr. Es gibt leider keinen Schalter, der den Hund aus "stressresisitent" schaltet. Ein Hundekind braucht zwischen 16 und 18 Stunden SCHLAF. Nur irgendwo rumdösen und beim leisesten Windhauch wieder die Nase oben haben, das zählt nicht als Schlaf. Auch wenn ein einzelnes Ereignis nicht viel ist. Du musst die Summe sehen aus Gassi-Reize draußen, Kinder-Trubel drinnen, Highlights im Park, City oder sonstwo ... - das würde Pedro jetzt auch noch nicht verkraften.

    Was macht ihr denn in der Hundeschule?

    Zitat

    Wir bemühen uns Mia nicht zu überfordern oder ständig zu pushen.


    Versucht doch mal sie völlig zu unterfordern und zu beruhigen. - Nur ruhig streicheln, kuscheln und alles hektische und laute so weit wie möglich vermeiden. Nur ruhig und langsam draußen Gassi gehen ohne Kommandos und Spielchen.

    Ich habe ziemlich lange Tagebuch geführt (2,5 Collegeblöcke voll) um zu sehen, welche Situationen stressen und wieviel er vertragen kann. Ich notierte wann ich wie lange und wo spazieren ging, wen wir getroffen haben, wie sich Pedro benommen hat und alles, was mir sonst noch wichtig im Bezug auf Pedro erschien. Dann wurde mit grünem und roten Leuchtstift angestrichen, so dass man auf einen Blick sehen konnte, ob es ein guter oder schlechter Tag war. Ich habe das hier im Forum schon öfter geschrieben - mir hat das unheimlich weitergeholfen weil ich sehen konnte, dass am Anfang unseres Super-Langeweile-Programms 15 min raus gehen genug waren. War ich einmal erst nach 20 oder 25 min zurück ging das ganze Gezappel wieder von vorne los. Er hat dann hektisch hin und her geschnüffelt, wollte am liebsten überall gleichzeitig sein und hat dann nebenher noch versucht Mietz und Pips zu jagen. - Also passte ich besser auf, dass wir rechtzeitig und entspannt wieder zuhause waren - und dieses Gezappel zum Ende war vorbei. Größter Indikator - auch heute noch - ob er Leckerli nehmen kann oder nicht. Oder ich merkte, dass wir am besten überhaupt keine Hunde treffen sollten. Entweder es war ein "Feind" der blöd angemacht wurde (und hinterher ging das Gezappel weiter) oder es war ein Freund zu dem er am liebsten zum Spielen hingelaufen wäre. - Meine Konsequenz - gehe zu den unmöglichsten Zeiten an den unmöglichsten Orten und du hasten einen einigermaßen entspannten Hund. Ich lernte, dass ich anfangs 3 - 7 Tage nach stressigen Situationen absolut vergessen sollte und am besten noch weniger als gar nichts mache. Mit der Zeit wurde dann diese Zeitspanne kürzer und ich merkte, dass er nach 1 - 3 Tagen wieder entspannt war. Inzwischen ist er nach einem Schläfchen noch am selben Tag wieder ruhig und entspannt. - Aber das hat gedauert.

    Liebe Grüße
    Conny =)

  • Huhu,

    Mia geht direkt nach dem Aufstehen pieseln, vormittags zum Spaziergang, mittags pieseln und macht nen Nachmittagsspaziergang oder ne Abendrunde von ca. 30Min.
    Das ist doh nicht viel- zumal sie auch immer noch nicht verlässlich stubenrein ist, steht sie an der Terassentür kann sie natürlich auch pieseln.

    Natürlich ist es ein himmelweiter Unterschied ob man Single ist der arbeitet und ansonsten recht gemütlich ist oder eben nen Alltag mit ner Familie hat.
    Die Kinder rennen ja nicht den ganzen Tag vorm Hund rum- wir sind auch nicht täglich shoppen- das haben wir bisher zweimal gemacht und das war im Dorf, nicht in Köln.

    Also ein so reizarmes zu Hause kann ich Mia bei aller Liebe nicht bieten und ich dachte bisher auch immer das ein Spaziergang mit Hund durchaus ein Unterschied ist zu einem Nachmittag mit zwei Kleinkindern und Hund in einem Raum :???:

    Warum spricht man denn von Sozialisierungsphasen, von Dingen die Welpen und Junghunde kennenlernen sollen wenn es eigentlich alles zuviel ist für einen Hund?

    Ich verstehe es halt gerade wirklich nicht :verzweifelt:

  • Deswegen habe ich Dir ja unter anderem auch die Buchtips gegeben.

    Natürlich soll der Hund sozialisiert werden, aber nicht alles auf einmal und vorallem nur das wichtigste und nötigste... Ein Hund muß ja nicht zum shoppen mit, da kann er auch zu Hause bleiben, also muß man das nicht üben. Wenn ich immer mit dem Auto fahre, muß ich auch nicht Bus fahren üben... usw...

    Zu viel schadet mehr als es nützt... Im Streß wird nichts gelernt, sondern alles nur mit dem Gefühl der Überforderung verknüpft, was also eher für Scheiß-Gefühle sorgt, als für gute Sozialisation...

    Und man muß halt alles dem Hund anpassen. Wie beim Mensch halt auch gibt es da riesige Unterschiede... Da gibt es den einen, der in der turbulentesten Familie liegt und pennt und wenn das Kleinkind von der Couch auf ihn drauf springt nicht mal den Kopf hebt.
    Und dann gibt es die anderen, die eben schon beim Vogel am Fenster in Aufregung kommen...

    Wenn Du nun alles auf einmal machst, dann kommt Dein Hund von einem Streß und Aufregung in den nächsten. Hunde brauchen viel länger als wir Menschen um Streß (positiven wie negativen) zu verarbeiten. Die Streßhormone von einem einzigen Ereignis können bis zu 1 Woche brauchen, bis sie abgebaut wurden. Nun kommt tagtäglich immer Streß dazu und wenn der Wauz nie genug Ruhe hat, um das eben abzubauen, dann wird das Streß-Hormon-Faß immer voller, bis es irgendwann überläuft. Dann ist Dein Hund im chronischen Streß, der dann auch zu körperlichen Folgeschäden führt und bis zu einem Jahr braucht, bis der Hund wieder "normal" tickt...

    Du mußt nun Deinem Hund helfen, daß er sich in Eurer turbulenten Familie zurecht findet und da ist halt weniger oft mehr, zumal sie ja schon so heftige Streß-Symptome zeigt.... Und gerade ein Spaziergang ist für viele Hunde extremer Streß, weil da ja so viele Eindrücke von außen auf sie einprasseln, gerade jetzt in der Pubertät. Du mußt bedenken, daß Dein Hund viel besser hört, viel besser riecht, auf Bewegungen ganz anders reagiert als Du.. Denk nur mal, was die da alles wahr nimmt, was Du nicht mal bemerkst...

    Es kann durchaus sein, daß sie auch in Zukunft nicht mit jeder Familien-Situation super klar kommen wird, da ist es doch aber auch kein Problem, sie mal in ein ruhiges Zimmer zu bringen.... Da muß Dir der Hund auch nicht leid tun, denn es ist ja zu ihrem Wohl.. Wie bei kleinen Kindern, die bringt man auch ins Bett, wenn es zu spät für sie wird oder zu viel..

    Familien-Hund schön und gut, hin oder her. Aber hier sollte auch der Schutz des Hundes (eben auch das psychische Wohl) im Auge behalten werden. Natürlich stellt man sich das alles so toll vor: Den Hund überall hin mitnehmen, mit ihm spielen, raufen, er ist überall dabei und und und... Aber das kann nun mal einfach nicht jeder Hund leisten und da sollte man die Grenzen des Individuums erkennen, respektieren und das Leben so managen, daß es dem Hund auch gut geht.

    Das Problem, das ich bei den vielen Spaziergängen über den Tag verteilt sehe: Da hat sie ja so wenig Ruhephasen dazwischen, also so kurze Ruhephasen.. Du mußt ja überlegen: zwischen den Spaziergängen kommen auch noch die Kids heim, kommt der Mann heim usw... das ist ja jedesmal Aufregung. Wann soll sie da mal ein paar Stunden am Stück wirklich durch schlafen?... Ich würde da ganz konsequent die Spaziergänge zurück schrauben. Wenn Ihr nen Garten habt, dann kann sie dort ja pieseln, dafür braucht man ja keine Spaziergänge...

    Und mit der Sozialisierungsphase: Das wird oft total übertrieben. Der Welpe soll schon auch neue Situationen kennen lernen, aber eben kurz und gezielt und immer so, daß er sich vertrauensvoll an seine Besitzer wenden kann. Wenn der Hund aber so hochdreht, dann ist er schon überfordert und unsicher, das heißt, das Vertrauen in seinen Besitzer leidet da unter Umständen schon, da dieser die Situation dem Wauz zumutet, ohne ihm den richtigen Halt zu geben... Dies fördert den Streß nur noch mehr...
    Wenn ein junger Hund in bestimmten Situationen lernt, daß er sich auf seinen Besitzer verlassen kann, daß alles supi ist und ihm nix passiert, dann wird er das später auch auf unbekannte Situationen übertragen können und sich vertrauensvoll an seinen Besitzer wenden.
    Aber wenn ein junger Hund eben überfordert wird, dann kann er noch so viel kennen gelernt haben, wenn er das Vertrauen in seinen Besitzer nicht hat, dann wird ihn unter Umständen (je nach Hundetyp eben) trotzdem jede neue Situation wieder stressen...

  • Danke für deine ausführliche Antwort!

    Mia ist seit 10 Wochen bei uns.
    Mia muß nicht überall mit hin, bei einem (richtigen) Stadtbummel wären wir mehr als vier Stunden weg- max. ist sie 1 1/2 Stunden alleine.
    Da fehlt mir auch nichts wenn ich das mal ein halbes Jahr nicht mache.
    Ich bin aber ehrlich davon ausegangen das ein Spaziergang mit Hund und Mensch dem Hund gut tut.
    Wie gesagt, hier ist nicht immer Besuch da, die Kinder spielen alleine, mal mit mir, mal besuchen sie Freunde, etc.
    Die Vormittage sind immer entspannt, da bin ih auch dreimal die Woche für 1 1/2 Stunden weg, Mittags ist hier immer 2 Stunden Pause für alle.

    Ich sehe absolut das die beschriebenen Situationen Stress für den Hund bedeuten, das werde ich auch durchdenken und entsprechend handeln um Mia damit was Gutes zu tun, denn nichts stelle ich mir schlimmer vor als einen überforderten, gestressten Hund daheim zu haben der nicht weiß wo er steht und was er soll.

    Nur, und ich drücke das jetzt mal krass aus, fast nichts mehr mit dem Hund zu machen "nur" weil er in einer Familie lebt kann ich nicht nachvollziehen.
    Es ist ja hier im Alltag nicht so als würde Mia ich stressen, wenn die Kids im Wohnzimmer mal tanzen liegt Mia ja im Körbchen, guckt mal und schläft wieder ein, wenn der kleine heult weil er ausgerutscht ist bleibt sie ja auch liegen, es sind halt eben "nur" Situationen in denen sehr viel gleichzeitig passiert und daran muß ich unbedingt was ändern.

    Liebe Grüße!

  • Es hat doch niemand gesagt, daß Du gaaaar nix mehr mit dem Hund machen sollst. Aber halt anpassen.

    Wenn Du an einem Tag Besuch hattest, dann schau doch, daß Du an diesem Tag sonst GAR NIX mit Mia machst. Also nur in den Garten oder um den Block Pipi-Aa. Und auch die 2-3 Tage danach absolutes Sparprogramm... Das macht schon enorm was aus...
    Und halt eben wirklich dem Hund anpassen. Du wirst merken, daß sie dann nach und nach mit immer mehr und immer besser klar kommt...

    Aber das ist halt das wichtige, daß sie sich immer ordentlich erholen kann. Da muß man auch mal flexibel sein und auch eben mal paar Tage wirklich NUR Couching machen... Das schadet dem Hund nicht und Du brauchst dann auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Du mal ein paar Tage nur Mini-Ründchen machst... Der Wauz kann durchaus lernen auch solche Relax-Tage zu genießen...

    Lern sie lesen, lern sie kennen, lern ihre Schwächen und ihre Stärken kennen und arbeite damit...

    Mein Jabba beispielsweise ist recht interessiert an Wildspuren und wenn es viel zu schnüffeln gibt, dann ist der Spaziergang kürzer, weil ihn das einfach sehr streßt. Das merke ich ihm dann beim Spaziergang an, er wird dann hektisch, schnüffelt hektisch, läuft rechts und links, ist schlechter ansprechbar usw...

    Wir können dir hier nur versuchen zu helfen, Tips geben, Hintergrundwissen reichen... Nochmal: Besorg Dir die Bücher, die werden Dir auch sehr weiter helfen..

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