Sie ist so wibbelig

  • Hallo,

    unsere Mia ist ja ein wahrer Schatz- was ich nur noch nicht richtig drauf habe ist mit Ihrer Wibbeligkeit umzugehen.
    Mia ist ja JEDEM Menschen gegenüber sehr freundlich und will immer gleich hochspringen, sie ist lang, schmal und wendig, da kann man sie auch nicht immer gescheit festhaltn.
    Sie ist dann auch gleich immer aufgeregt und möchte spielen, auch wen Besuch kommt oder wir irgendwo stehen.
    Wenn gerade kein Spielzeug in der Nähe ist dann knabbert sie eben auch am Menschen.

    Sie läuft total gut beim Gassighen, da springt sie auch niemanden an, aber wenn Besuch kommt, wenn wir wo stehen bleiben weil wir jemanden treffen, etc.
    Sie ist dann in der Spielphase und freut sich über alles...

    Daheim ist sie jetzt, solange der Besuch im Flur ist und sich auszieht, im Wohnzimmer, es kommen aber eben auch viele (kleine) Kinder, die rufen sie dann immer in diesen Quitschetönen, dann ist es Mias großes Bedürfnis "mitzuspielen".

    Wie habt Ihr das denn gehandhabt oder welche Tipps habt Ihr?

    Ich kann mich ja wegen der Kinder auch nicht mit Mia aufs Sofa setzen und nur für sie da sein bis sie sich beruhigt hat.

    Bin für alle Inputs dankbar ;)

    LG Nicole

  • Es geht ja gar nicht um Besuch zu Hause- da mache ich sie fest.

    Wir waren z.B. in der City, immer wieder machen Menschen komische Geräusche um Mia aufmerksam zu machen "Oh wie Süss".
    Heute waren wir auf nem gemähten Feld, Mia an der Schlepp, wir setzten uns ins Gras, sie haute uns alle immer wieder um.
    Vor einigen Tagen sassen wir im Garten bei Freunden, Mia am Tisch, auf der Leine stand ich, sie fiepste und Jaulte und wollte bei den Kindern mitmischen.
    Immer wenn ein Kind in die Nähe kam ist sie ganz gagageworden- in dem Fall war es auch kein Thema- die Leine war ja kurz.
    Am Sonntag waren wir im Brückenpark, ich stand da, trank ne Cola, da kam ne Frau die auch grad so ein Schnalzgeräusch machte sehr nah an Mia vorbei und Mia sprang direkt hoch und wenn jemand noch was zu futtern dabei hat :/

    Wie ich das alles mit Anbinden, etc. verhindern kann ist klar.
    Kurze Leine, festhalten und es passiert nicht aber sie soll ja lernen das sie es nicht darf.
    Ich ziehe ja auch nicht an der Leine um ihr Verhalten zu korrigieren, genau so möchte ich ihr viel lieber beibringen wie es richtig läuft und das obwohl in allen Situationen in der Regel gerade die ganze Situation unruhig ist.

  • Ich würd dir ja gerne Tipps geben, aber ich hab das selbe Problem und komm auch nicht richtig weiter...
    Hauptsächlich liegt das daran das es so einige Spezialisten zu Hause und auf der Arbeit gibt die das nicht konsequent unterbinden...
    Das einizige was ich dir also raten kann, lass sie nicht zum Erfolg kommen, sonnst hört das wohl nie auf :headbash:

  • Was würde ich persönlich tun?

    Ich würde ganz gezielt mit Hundi trainieren und nicht einfach auf die Leine stellen oder anbinden....

    Wenn ich draußen angelabert werde (oder eben Hundi), dann gucke ich in erster Linie nach meinem Hund und lasse die "Anlaberer" links liegen bis ich eben Wuff bei mir habe. Mit "bei mir haben" meine ich: die Aufmerksamkeit des Hundes sollte bei mir liegen und nicht bei anderen Leuten. Wie ich das erreiche? Indem ich mich interessanter mache. Beste Leckerlis und hier könnte ich mir auch gut vorstellen: "zeigen und benennen". Benutz mal die Suche, da gibts nen eigenen Fred drüber...

    Für mich ist das mit dem auf die Leine stellen und den Hund da immer wieder reinspringen und sich würgen lassen schon nahe an der Tierquälerei...

    Und wenn du Besuch hast, vorallem von Kindern, da würde ich auch echt mal nen Machtwort sprechen, damit die den Hund nicht noch ärgern, indem sie ihn rufen und aufmerksam machen. Wenn sie so total aufdreht bei Kinderbesuch, würde ich persönlich mir die Frage stellen, ob es nicht besser wäre, wenn ich sie nur kurz (1-2 Minuten) zum Üben dabei ist und dann mit was leckerem zum Kauen in nen ruhigen Raum gebracht wird. So würde ich die Übungszeiten verlängern und schauen, ob sie vielleicht dann irgendwann ganz dabei und ruhig bleiben kann.
    Aber Du solltest auch schon Deinen Besuch miterziehen.
    Wieso sollte alles an Deinem Hund hängen bleiben? Der soll sich benehmen, während Kinder und Besuch und andere Erwachsene "blöd" machen und den Hund sogar noch ärgern? der Hund soll ruhig bleiben, während er gelockt und angesprochen wird? Finde ich echt sau-fies...

    Und meine ganz persönliche Meinung: Wenn jemand meinen Hund anlabert, warne ich ihn: achtung, er springt, wenn er sich freut. Und wenn derjenige dann meint weiter rumsülzen zu müssen, dann lasse ich meinen Hund auch springen.... Mein Hund kann sich benehmen und alle 4 Füße unten lassen, wenn sich auch das Gegenüber entsprechend benimmt. Aber wenn ihn jemand "hoch" holt, dann springt er halt (wurde ihm so "beigebracht"hihi), ich warne vor und wer angesprungen werden möchte: bitteschön...

    Tante Edith meint noch:
    Nicht jedes Anspielen ist spielen. Gerade bei Begrüßungen ist dieses "hochdrehen" oft ein fiddlen. Das ist also eine Konfliktsituation. Ich könnte mir vorstellen, daß ihr das zu viel ist, wenn sie so angelabert wird, daß sie unsicher wird und dies mit diesem hochdrehen versucht aufzulösen. Versuch sie doch auch mal zu "schützen", indem Du Dich vor sie stellst und auch die "Anlaberer" abblockst, ihnen sagst: das wird ihr dann zu viel, bitte nicht bedrängen...

  • Oh das sind sehr gute Ansätze, danke.

    Bei meinen Eltern und Schwiegerelter läuft dank der Erziehund er Menschen Top, Hund freut sich, geht dann auf Distanz bis er begrüßt wird- ganz klar verständlich für den Hund.

    Die Kinder ind halt 2-3, die sind da sehr aufgedreht.
    Vielleicht sollte ich aber eher schauen das Mia dann dazu kommt wenn alle Jacken und Schuhe aushaben und dann auf`m Sofa sitzen?

    Ich glaube nicht das Mia das zuviel wird im Sinne einer Stresssituation, ich denke aber sehr wohl da sie sehr tempramentvoll ist, sie sich daran selbst pusht.

    Wir müssen halt noch viel lernen :smile:

  • Auch positive Aufregung ist Streß und zu viel Streß ist nie gut. Großer Streß verhindert lernen, verhindert Konzentration und sorgt vorallem auch für Reaktionen, die sonst nicht kämen.

    Auch 2-3 jährige Kinder kann und sollte man erziehen und anleiten... Das bedarf mehr Geduld, ist aber nötig.... Und der Hund muß nicht immer dabei sein...

    Ich empfehle Dir das Buch: Streß bei Hunden. von Clarissa von Rheinhardt. Desweiteren könnte "Calming Signals" von Turid Rugaas sehr hilfreich für Euch sein... Gerade im Umgang mit den Kindern wird Euch dies sicher sehr viel weiter bringen, Ihr lernt Euren Hund besser lesen und könnt ihm so mehr helfen...

    Große Aufregung deutet fast immer auf Unsicherheiten bzw. Konflikte hin. Unsicherheit muß ja nicht nur "schlecht" sein im Sinne von ängstlich oder so. Unsicherheit kann auch einfach sein: "ich weiß grad nicht so recht, was genau ich tun soll". So hört es sich meiner Meinung nach bei Eurer Hündin an. Sie weiß nicht, was richtig ist, dies soll sie nicht, das nicht, da wird sie aber von Dir geregelt, die Kinder rufen aber usw.... Das macht unsicher und in der Unsicherheit macht man Blödsinn, kommt in Streß, dreht hoch...

    Manche Hunde machen in Konfliktsituationen eben "netten" Blödsinn wie eben hochdrehen, rumhampeln (fiddlen eben)... Das kann aber auch kippen oder eben je nach Hund wird auch Aggression oder Flucht gezeigt... Du solltest Deinem Hund eine Lösung aufzeigen, damit er gar nicht erst auf die Idee kommen muß eine andere Strategie auszuprobieren...

  • da muss ich fräuleinwolle recht geben; aber ich kann mir vorstellen, mit kindern, hund, haus u. garten, kinderbesuch etc. etc. ist das erziehen sehr schwierig im Sinne von hund bei mir sein lassen, wuffel konzentriert sich jetzt voll auf mich u. die umgebung schließen wir mal aus etc. etc.

    allerdings würd ich den kindern die zu besuch kommen beibringen, dass nicht sofort alles miiiiiiiiiiia schreit und wauzi zur kinderbespaßung zur verfügung steht.

    aufgrund deiner beschreibungen kommt es mir ein wenig so vor, als ob mia momentan recht wenig ruhephasen hat. naja, ist ja klar, ihr ward im urlaub, schulferien waren usw. usw.

    versuche morgens, wenn deine kinder aus dem haus sind ganz viel ruhe!!!!!! in mias hu-leben reinzubringen. ich würd mit ihr morgens z.B. so gut wie nix! unternehmen. pippi-runde und gut ist es dann. körbchen u. pennen.........

    ich glaub, ab nachmittag geht's bei euch ziemlich lebhaft zu (schöööööööööööön)! und da hat mia dann genug bespaßung etc.

    das auf die leine treten find ich persönlich auch nicht glücklich, kann mir aber praktisch!!!! vorstellen, dass das manchmal mit kids, familie, park, hu-begegnungen, kinderspielplatz usw. usw. einfach gar nicht anders geht.

    liebe grüsse :smile:

  • Hallo,

    ich denke schon das es stimmt was ihr schreibt.
    So genau habe ich das och nie gesehen- dazu fehlt mir die Erfahrung.

    Ich muß aber auch ehrlich sagen, wenn diese wuseligen Nachmittage sind (es ist meist einer pro <Woche) dann bin ich auch nicht entspannt und das überträgt sichdann ja auch auf den Hund.

    Unser Sohn hat es mittlerwele begriffen das sein Verhalten (MIIIIIIIIIIIIIIIIIIIAAAAAAAAAAAAa , haititati) zu unerwünschtem Verhalten führt.
    Wir haben ihm erklärt was in ihr vorgeht, das sie mitspielen möchte wie ein Hund spielt und das er das lassen soll.
    Wenn er eine Grenze überschreitet sitzt er aber auch öfter ma im Flur- bleibt nicht alles am Wuff hängen.

    Der kleine ist ja vormittag noch zu Hause, aber da haben wir keinen Stress.
    Mittags schläft Mia auch recht lange und wir gehen vormittags spazieren, sie ist ja auch mal alleine, etc.

    Immer dann wenn z.B. der Flur Ballngszentrum ist ist es schlimm und das wird so sein wie ihr sagt: Sie hat keine Ahnung was ihr Part in dieser Situation ist und ein Frauchen das zudem scheinbar grad nicht Herr der Lage ist ist da nochmal doofer :headbash:
    Wenn ich so etwas aber weiß, wie jetzt dann schaue ic schon das ich Situationen entschärfe, vermeide und Step by Step den Hund gewöhne mit der Aufgabe die er da hat.

    DANKE und die Bücher schaue ich mir auf jeden Fall an!

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