Ängstlichkeit/Unsicherheit bei Sozialkontakten nimmt zu

  • Hallo ihr lieben,

    ich wußte nicht genau wie ich mein "Problem" in der Überschrift richtig zusammenfassen sollte ...

    Also fang ich einfach mal an und bin gespannt auf Eure Meinungen!

    Lizzy wird demnächst zwei Jahre alt und ist ein prima verträglicher Hund.
    Sie ist von Anfang an (habe sie seit August 2010 bei mir) ein eher sensibler und unsicherer Hund. So zumindest ist mein Eindruck von ihr.

    Wir haben lange Zeit daran gearbeitet das sie versteht - wenn es Konflikte gibt, klärt Frauchen diese.
    Lizzy hat anfangs das Weite gesucht wenn sie in der Interaktion mit anderen Hunden unicher wurde.
    Mittlerweile ist es so das Lizzy wenn es ihr zu "unheimlich" wird zu mir kommt.
    Nein, sie flüchtet regelrecht zu mit. Rute eingeklemmt, runder Rücken und schnelle Beine. Sie versteckt sich dann hinter mir und wartet das ich den anderen Hund gegebenenfalls blocke.
    Soweit ist das ja prima und ich freu mich das sie weiß Frauchen bedeudet Schutz und Ruhe.

    Nun ist es aber in der Zwischenzeit so geworden das sie mitten im Spiel Angst bekommt und zu mir flüchtet.
    Die anderen Hunde mit denen sie tobt sind entweder (in meinen Augen zumindest) sauber in der Kommunikation oder eben Hunde die sie schon ewig kennt und mit denen sie nie Probleme hatte und auch schon dolle gespielt und getobt hat.
    Unter anderem sind zwei dabei die sie wirklich liebt! Beide Hunde werden von ihr vergöttert und beide Hunde wedeln wie ein Propeller wenn sie uns sehen oder merken das es jetzt zu Lizzy auf Besuch geht.

    Lizzy war noch nie in eine Beisserei oder ähnliches verwickelt, so das die Unsicherheit auch hier nicht herkommen kann.
    Manchmal habe ich den Eindruck das sie anfängt die anderen Hunde zu ärgern, und wenn diese ihr dann eine Grenze aufzeigen kommt sie schnellstmöglich zu mir gelaufen und versteckt sich wieder.
    Dann schick ich sie natürlich weg, bzw ignoriere das Verhalten von ihr. Sehe ich vorher das sie stänkert ruf ich sie ab.

    Nun stellt sich mir die Frage was ich falch mache? Sehe ich bestimmte Signale nicht? Macht sie sich nen "Spaß" daraus? Und weshalb wird es immer schlimmer?

  • Zitat

    Manchmal habe ich den Eindruck das sie anfängt die anderen Hunde zu ärgern, und wenn diese ihr dann eine Grenze aufzeigen kommt sie schnellstmöglich zu mir gelaufen und versteckt sich wieder.


    Woran machst Du das fest, dass sie andere Hunde ärgert?

    Mir kam beim Lesen spontan der Gedanke, dass sie vielleicht Schmerzen haben könnte.
    Der von Dir beschriebene runde Rücken gefällt mir nicht.

  • Nunja, wenn der andere hund zB weg geht läuft liz hinter ihm her und zwickt ihn. Sie wird manchesmal recht aufdringlich und fordert bzw zwingt den anderen Hund regelrecht zu einer Reaktion. Zeigt dieser dann das er seine Ruhe will, läßt sie nicht sofort ab, sondern stänkert (testet?) erstmal weiter.

    Den "runden Rücken" hat sie nur wenn sie die Rute einklemmt und auf Rückzug ist. Sonst zeigt sie diesen gar nicht.

  • Dein Hund hat also gelernt, dass er frech sein kann und die anderen Hunde provozieren darf ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Wenn die nämlich kämen, flüchtet man ganz schnell zu Frauchen und die beschützt einen dann...

    Ich würd schon dieses dreiste Verhalten, andere Hunde zu ärgern, unterbinden. ;)

    LG Henrike

  • Nein, wirklich gelernt hat sie das Verhalten noch nicht.
    Natürlich wird das "Stänkern" von mir unterbunden.

    Allerdings zeigt sie das andere von mir beschriebene Verhalten von Anfang an und ich habe eben den Eindruck das es sich verschlimmert da sie ohne ersichtlichen grund auf einmal Rute einklemmt, die Flucht ergreift oder sich eben auch auf den Boden wirft.

  • Ergänzend noch der Hinweis das sie dieses ängstliche Verhalten nicht bei jedem Hund zeigt. Mir sind bisher aber keinerlei Unterschiede im verhalten der verschiedenen Hunde aufgefallen, so das ich einen Auslöder hätte finden können.

  • Du hast sie vermutlich zu viel beschützt und sie macht sich das jetzt zum Hobby.

    Wenn ich es mit Hunden zu tun habe, die sauber kommunizieren, dann schütze ich meine Hunde grundsätzlich nicht. Ich möchte, dass sie so eigenständig sind, dass sie auch selbst Grenzen setzen können. Ist einer wirklich auf Krawall gebürstet, bin ich natürlich das Schutzschild. Aber nur dann, sonst nicht.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Wie mache ich es ihr begreiflich das sie auch selber Grenzen setzten darf/soll/muß?

    Sie kommt ja zu mir weil sie unsicher ist. Verstärke ich das nicht noch indem ich sie dann quasi "hängen" lasse?

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