Verteidigung von "Leckerchen" und "gefundenen"
-
-
Hallo!
Muss mich erstmal kurz auskotzen...bin ja gewohnt das hundilein nicht grade freundlich ist wenn ich ihm was "gefundenes" wieder wegnehmen will aber heute ist echt das Fass übergelaufen. Die blöde Tussi aus dem Nachbar haus hat mal wieder ihre essensreste aus dem Fenster entsorgt. Und natürlich ich dusselige kuh seh das nicht direkt und hundi hat was leckeres gefunden trockenen schoko kuchen. da Schokolade mehr als ungesund ist wollte ich es ihm weg nehmen als ich schon in seine schnauzen nähe komme knurrte er schon also schnauz griff was macht hund spukt kuchen aus und beisst mich in die hand wird bestimmt nen dicken blauben felck geben aus reflex will ich ihn weg schubsen was macht er schnapp noch mal nach
....so nun meine frage wie bringe ich ihm bei bzw. bekomme hin das ich ihm sowas wegnehmen kann das macht er nur bei dingen die er "findet" oder bei knochen spielzeug futternapf kann ich ihm einfach wegnehmen. bin langsam echt genervt vielleicht kennt auch einer ein gutes buch. finde es halt nur merkwürdig das ich ihm spielzeug futter wegnehmen kann aber keine leckereien.
Danke fürs lesen!
Nina - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Hallo Nina,
warum wunderst du dich über normales Hundeverhalten?
Warum denkst du, dass ein Hund, gefundene Beute einfach so wieder hergeben würde?
Nur, weil du seine Halterin bist?
Hunde sind Egoisten und Fressen ist eine lebenswichtige Ressource, die eben unter Umständen verteidigt wird.Die Ausgabe musst du zu Hause üben und ein Wort dafür konditionieren.
Am besten das Wort "aus".Wie hast du deinem Hund das Kommando beigebracht?
Oder wie klappt das mit der anderen Futter - und Spielzeugausgabe?
Du schreibst, dass du ihm das einfach wegnehmen kannst, so einfach ist das eben nicht grundsätzlich.Am besten übst du so etwas im Austausch mit Besserem.
Gib deinem Hund einen langweiligen Kauknochen, nimm etwas Besseres (Pansen etc.) in die Hand und halte es deinem Hund unter die Nase, wenn er freiwilig den Kauknochen ausspuckt, um z.B. den Pansen zu bekommen, sagst du "aus", gibst ihn den Pansen und der Kauknochen verschwindet.
Üben, üben und stets Besseres im Austausch geben.Nicht einfach dem Hund etwas wegnehmen - klar, dass er das verteidigt, er sieht darin keinen Sinn, dass du ihm seine Beute wegnehmen willst - im Gegenteil:
Ressourcenverlust.Gruß
Leo -
Das Kommando "aus" klappt ja auch aber nur bei Dingen die ich ihm gebe. Nur bei Sachen die er sich selbst nimmt geht es nicht.
Das ihm das nicht gefällt ist mir schon klar aber die art und weise wie er es verteidigt hat mir etwas sorgen gemacht da er auch keine anstalten machte meine hand wieder los zu lassen kenne den wuschel nur als frommes lamm und nicht als wilde bestie.
das ist es was mich verwundert hat das es eigentlich normales instinktives verhalten ist ist mir klar aber da er so ein verhalten sonst nicht zeigt war ich erschrocken.mit dem einfach wegnehmen ist gemeint wenn er bespielsweise seinen ball in der schnauze hat kann ich diesen packen und ohne kommande wegnehmen sprich wenn ich danach greife lässt er von selbst los und beim futter napf geht das auch.
-
Wenn ich mein Hund aus dem Maul was raus hole hat er nicht zu schnappen.
da würd er von mir ein einlauf bekommen. -
Zitat
Wenn ich mein Hund aus dem Maul was raus hole hat er nicht zu schnappen.
da würd er von mir ein einlauf bekommen.Aber selbstständig atmen darf der Hund noch ohne zu fragen?
Nun der Hund hat geknurrt und damit eindeutig gewarnt. Wenn man diese Warnung übergeht, dann muss man sich nicht wundern, das der Hund dann unter Umständen auch weiter geht.
Ich würde die Situation sehr ernst nehmen und dafür sorgen, das man nicht noch einmal in eine solche Situation kommt und zum einen die Ausgabe von allen Dingen üben, aber genauso intensiv daran üben, das nichts mehr so ohne weiteres von der Straße oder sonst wo eingesammelt werden kann. Auch schon zur Sicherheit des Hundes, weil es kann auch mal ein Giftköder oder ähnliches sein, was seinen Tod bedeuten kann.
Dann würde ich die Beziehung etwas beleuchten - am besten mit Hilfe von jemanden, der sich damit auskennt, denn da scheint auch noch was verschoben zu sein. -
-
Wie schauts denn mit der Konditionierung von Nein aus?
Also ich hab schon immer alles getauscht und es hat super funktioniert, auch bei selbst gefundenen Sachen. Da meine Hündin aber meist die gefundenen sachen aufnimmt, und erstmal ein paar sekunden drauf rumkaut, um mir anschließend die restlichen Überbleibsel in die Hand zu drücken :irre:
hab ich einfach noch ein Nein aufgebaut wie es hier im Forum irgendwo geschrieben steht.
Klappt echt gut!Man muss halt nur ständig seinen Hund im Auge behalten und rechtzeitig eingreifen.
Gestern war ich ganz stolz: irgendwer hat mal wieder seine halbe Brotzeit vor einer Bank liegen gelassen und Aika hat die Brotkrummen zwar schon gesehen, ist aber mit einem Blick zu mir ganz brav vorbei gelaufen - dafür gabs ne riesen Party
-
bisher hat er noch nie was von der straße aufgesammelt und wenn er an etwas dran wollte wurde es mit einem "pfui" unterbrochen und dann hat er es auch nicht genommen. das sonst gefundene waren eher sachen die mir schon mal runterfallen wie der deckel von ner flasche flaschenöffner und so also dinge die nicht wirklich lebens bedrohlich sind hab dann auch kein großes interesse daran gezeigt und nach ein paar minuten lag es doof im wohnzimmer. wenn man sich die situation im nachhinein mal beleuchtet war ich doch sehr hektisch und nervös als ich es ihm wegnehmen wollte sprich ich hab viel zu viel interesse an der sache gezeigt ich glaube im nachhinein wenn ich ruhiger geblieben wäre wäre es gar nicht esskaliert.
aber werde das aus bzw hergben von dingen noch intensiver üben so lange bis es auch im schlaf geht. und beseondere leckerchen backen :-) wenn ich jetzt meine prüfung hinter mich gebracht habe wollte ich mich mal über agility oder so informieren um noch etwas mehr mit ihm zusammen zu machen ausser spazieren gehen und bällchen spielen hab mal so nen kleinen pacour selbst zusammen gestellt mal schauen ob er interesse und spass daran hat. -
Zitat
Wenn ich mein Hund aus dem Maul was raus hole hat er nicht zu schnappen.
da würd er von mir ein einlauf bekommen.Ich denke auch, dass in vielen Situationen den Hunden zu wenig gezeigt wird, dass man sich nicht alles gefallen lässt.
Für mich entstehen solche Probleme, weil der Hund nicht weiß wo seine Grenzen sind. Und warum weiß der Hund nicht wo seine Grenzen sind, weil er in Watte gepackt wird.
Mal ganz ehrlich, es gibt Regeln - manche dürfen auch mal etwas ausgeweitet werden aber manche dürfen einfach nie und nimmer überschritten werden. Wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin und der nicht reagiert, wenn ich was sage, dann gibts auch mal einen Buff in die Seite oder auf den Bollen.
Mein Hund darf frei und selbstständig Atmen, der darf auch in vielen Bereichen frei entscheiden aber es gibt Regeln, die dürfen nicht überschritten werden und diese Grenzen kennt mein Hund aber er kennt sie nur deswegen, weil diese konsequent eingehalten werden.
Mit Wattebausch würde ich die aber nicht durchsetzen. -
sehe das ähnlich wie die meisten hier: solche probleme enstehen, wenn hunden keine grenzen aufgezeigt werden.
der hund muss klar lernen das er nur fressen darf wenn du es ihm erlaubst. wenn du die erlaubnis nicht gibst darf er aber auch nicht dazu in der lage sein sich einfach darüber hinwegzusetzen und trotzdem "ans ziel" / das futter zu kommen.
eine möglichkeit das herausgeben von sachen zu trainieren ist sicher das austauschen gegen etwas besseres, wie dieschweizer es schon gesagt hat.
ansonsten würde ich dir folgendes raten:
- für die nächsten 3 wochen hat der hund keinen freien zugriff auf spielzeug
- frutter gibt es NUR aus deiner hand (auch sein normales futter)
- fressen darf er nur auf kommando, auch wenn du ihm das futter schon entgegenhältst, lass ihn vorher sitz oder platz machen und erst wenn er eine zeit lang "geblieben" ist darf er (auf kommando oder handgeste) zum fressen
- spaziergänge nur an der leine (empfehle schleppleine) solange du die gegend nicht auf fressbares durchsucht hast, so kannst du ihn bei missachten des befehls wenigstens kontrollieren
- das kommando "aus" neu trainieren, wenn es sein muss auch ein neues wort verweden, da dein hund scheinbar etwas anderes oder nichts mit dem begriff verbindetdas klingt alles ganz simpel erfordert aber viel konsequenz - denn sobald der einfach ohne dich etwas frisst fangt ihr in den ersten wochen wieder bei null an und auch danach ist es wichtig ihm sowas NICHT durchgehen zu lassen.
viel glück

-
Zitat
Ich denke auch, dass in vielen Situationen den Hunden zu wenig gezeigt wird, dass man sich nicht alles gefallen lässt.
Für mich entstehen solche Probleme, weil der Hund nicht weiß wo seine Grenzen sind. Und warum weiß der Hund nicht wo seine Grenzen sind, weil er in Watte gepackt wird.
Mal ganz ehrlich, es gibt Regeln - manche dürfen auch mal etwas ausgeweitet werden aber manche dürfen einfach nie und nimmer überschritten werden. Wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin und der nicht reagiert, wenn ich was sage, dann gibts auch mal einen Buff in die Seite oder auf den Bollen.
Mein Hund darf frei und selbstständig Atmen, der darf auch in vielen Bereichen frei entscheiden aber es gibt Regeln, die dürfen nicht überschritten werden und diese Grenzen kennt mein Hund aber er kennt sie nur deswegen, weil diese konsequent eingehalten werden.
Mit Wattebausch würde ich die aber nicht durchsetzen.Nun weil ich meinen Hund ernst nehme und ihm seine Kommunikation nicht verbiete und ihm beim Schnappen (wenn er aus seiner Sicht einen Grund dafür hat) nicht mit einem Einlauf versehe, heißt das, dass der Hund keine Regeln oder Grenzen hat?
Ich finde diese Assoziationen immer wieder putzig.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!