Spielt Junghund zu heftig mit meinem Welpen?

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    die besitzer sind sich auch 100% sicher dass wenn der erstmal kastriert ist dass er sich schlagartig in einen perfekt hörenden superhund verwandeln wird, ich meine man kann sich doch nicht nur auf der kastration ausruhen und dann wird alles toll.meistens ändert sich dadurch garnichts soweit ich weiss....

    Also das bezweifle ich mal stark, wenn der sich das Gepöbele schon so angewöhnt hat, hilft da auch ne Kastration niur wenig.

    Mir klingt das nach nem generellen Erziehungs-Problem und dem berühmt-berüchtigten Dominanz-Problem, wenn der sich nicht abrufen lässt. Vielleicht ist er auch (geistig!) unterfordert und kompensiert das so.

    Da würde ich dringend zu nem guten Hundetrainer raten, per Ferndiagnose ist das schwer und ein Pauschal-Rezept gibt's meist eh nicht.

    Grundsätzlich läuft solches Verhalten zwar meist auf die Maßnahmen Privilegien entziehen, Bindung stärken, Grundgehorsam verbessern (all das führt zu ner klaren, 'kampf'-freien Rangordnungs-Klärung) und (falls Unterforderung) 'Umlenken' der Energie durch entweder geistig oder körperlich anspruchsvollere Beschäftigung raus, aber auf welche Art und Weise und in welchen Maßen das bei dem Sinn macht, ist halt so schwer zu sagen.

  • ich hab auch das gefühl dass der hund geistig und körperlich unterfordert ist und ich hab denen auch schon gesagt dass wenn se ihren hund nicht genug fordern der seine energie dann halt auf ne andre art rauslässt.
    habt ihr ne gute adresse in wuppertal die ich mal an meine bekannten weiterleiten kann?

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    wie kann man dass denn bei dem rüden "verbessern" mit dem mackern?der ist wie geschrieben 15monate alt und nen powerpaket, sie möchte aber ungerne wegen seinem stark dominanten verhaltens mit ihm auf eine hundewiese gehen weil er sich dann weder durch ball noch durch stöckchen ablenken lassen würde sondern erstmal reirum alle hunde die dort sein werden rund machen wird...ist denn so ein verhalten normal(mitten inner pubertät) oder kommt dass durch mangelnde erziehung?die besitzer sind sich auch 100% sicher dass wenn der erstmal kastriert ist dass er sich schlagartig in einen perfekt hörenden superhund verwandeln wird, ich meine man kann sich doch nicht nur auf der kastration ausruhen und dann wird alles toll.meistens ändert sich dadurch garnichts soweit ich weiss....

    klingt für mich nach einen unerzogenen rotzlöffel, nicht mehr und nicht weniger. Ein dominanter Hund hätte es nicht nötig sich so rüpelhaft aufzuführen.

    deine bekannte sollte ihren hund erziehen, ihn beibringen, was er darf und was nicht. kastration ist kein heilmittel bei ungehorsam.

  • dass mit der erziehung brauchste mir nicht sagen, die kennen meine meinung dazu aber bleiben bei dem standpunkt dass es besser wird wenn der hund kastriert ist -.-

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    klar machen hunde viel unter sich aus aber manche sachen müssen doch einfach mal unterbunden werden.

    Einfache Frage - wenn dein 5jähriges Kiddi von einem 15jährigen rumgestossen, umgeworfen, ..... werden würde, würdest Du da auch sagen "das machen die unter sich aus"?

    Wenn Du in dem Fall eingreifen würdest, ergibt sich die Antwort schon von selbst.

    Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, wie deine Bekannte oder andere Leute in so einem Fall meinen "das müssen die unter sich aus machen".
    Generell - meine Hunde müssen mit rudelfremden Hunden gar nichts unter sich ausmachen. Zumindest nichts, was über kleine "freundschaftliche" Rangeleien rausgeht.

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    ist denn so ein verhalten normal(mitten inner pubertät) oder kommt dass durch mangelnde erziehung?

    Das Verhalten ist durchaus normal für einen pubertierenden Jungspund - ist ähnlich wie bei Jugendlichen in der Pubertät - die testen auch aus, wo ihre Grenzen sind. Das ist völlig normal. Schliesslich müssen Hundekinder und - jugendliche genauso adäquates Verhalten lernen wie Menschenkinder und - jugendliche.

    ABER - hier müsste dem Jungspund ganz klar aufgezeigt werden, WO seine Grenzen sind. Das nennt sich dann Erziehung.
    Denn je weniger ihm Grenzen gesetzt werden, desto mehr sieht er sein Verhalten als völlig ok an und wird noch weiter ausreizen wie weit er gehen kann.
    Von einem erwachsenen Hund hätte er schon längst gewaltig einen Rüffel eingefahren, der ihm gezeigt hätte "Jungchen, bis hier her und keinen Schritt weiter, sonst fängst Du eine".


    Zitat

    die besitzer sind sich auch 100% sicher dass wenn der erstmal kastriert ist dass er sich schlagartig in einen perfekt hörenden superhund verwandeln wird, ich meine man kann sich doch nicht nur auf der kastration ausruhen und dann wird alles toll.

    Mangelnde Erziehung kann man nicht wegschneiden.

  • Wir hatten zwei schöne Beispiele gestern in der Hundeschule.

    Neben uns waren da noch zwei erwachsene, etwa gleichgroße Hunde, eine Hündin, ein Rüde. Der (sehr ruhigen, freundlichen) Hündin hat sich Lilly bei Begegnungen an der Leine sofort überdeutlich unterworfen, den Rüden hat sie neugierig beschnuppert (wurde aber von uns dann immer schnell unterbunden, da der Rüde üben soll, sich auf Frauchen statt auf fremde Hunde (Mädchen) zu konzentrieren).
    Leine ab und dann ging die Party los - zu meinem Erstaunen hat Lilly mit Leska (der Hündin) sofort sehr ausgiebig gespielt und getobt und die an der Leine noch so ruhige Leska ging ordentlich mit ab. Klein-Lilly wurde durchaus auch mal recht frech, aber alles spielerisch und so blieb es auch, im Gegenteil, Leska hätte ruhig mal etwas mehr austeilen können.
    Situation 1: Der Rüde war etwas außen vor und irgendwann fand er es so doof, dass er dazwischen wollte und Lilly (wohl nicht mit voller Absicht, aber dennoch) voll umgerannt hat. Damit war das Spiel erstmal beendet... Lilly kam eh gleich schon schutzsuchend zu mir (und NATÜRLICH! hat sie den Schutz bekommen), der Bub wurde ausgebremst und erstmal von ihr fern gehalten.

    Situation 2: Irgendwann später (nachdem sie sich erstmal grob 'ausgetobt' haben) wurde Lilly auf einmal rotzfrech zu dem Bub, hat ihn angehoppst und gezwickt und ist sogar einfach mal frech über ihn drüber gehoppst. Da meinte die Hundetrainerin, dass er in der Situation jedes Recht gehabt hätte, sie zurecht zuweisen und man DA auch nicht eingreifen sollte. Allerdings ist nichts passiert, der Rüde hat nur etwas irritiert geschaut.

    Wann man eingreift, hängt also stark von der Situation ab. Wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass Lilly schon etwas älter ist und zudem rotzfrech war, so zurückhaltend sie auch sonst bei fremden Hunden ist.

  • Wir hatten genau das gleiche Problem, als unser Junghund Moses (jetzt 5 Monte) noch ein winziger Welpe war.

    Im Park gab es einen erwachsenen Hund, der zwar nur spielen wollte, aber dabei ziemlich grob war, mein Kleiner lag unten und quietschte - ich habe dann immer eingegriffen, der Besitzer meinte zwar: "Die klären das unter sich", worauf ich nur sagte: "Die klären das nicht unter sich" und fertig, ich nahm meinen Welpen auf den Arm oder zog den anderen Hund von ihm weg, teilweise musste ich ihn, wenn er wild angerannt kam, anschreien und wegstoßen.

    Jetzt ist die Situation im Park super - nur muss ich ab und zu aufpassen, dass Moses nicht zu wild mit winzigen Welpen (Möpse, Zwergcollie) spielt.

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