Zerstörungswut beim Alleinsein die 10000000.

  • Hallo liebe Foris!

    Das Thema gabs schon super oft, ich hab mich schon ein paar Tage eingelesen, aber so wirklich schlauer bin ich nicht geworden =/ Vielleicht könnt ihr mir helfen und Tipps geben, wenn ich meinen individuellen Fall schildere. Ich hoffe es auf jeden Fall, sonst hab ich bald keine Einrichtung mehr :roll:

    Also, mein Wolfi ist mittlerweile 15 Monate alt und ein kleiner Mischling. Wahrscheinlich ein Pinscher-Mix und circa 40cm groß. Er lebt von Welpe an bei mir und das Alleinsein war nie ein Problem, nachdem ich es wie hier angeleitet lange Zeit mit ihm aufgebaut habe. Er hat geschlafen und war ein reiner Engel.

    Seit ein paar Wochen steckt er voll in der Pubertät und testet seine Grenzen bis zum Erbrechen meinerseits aus ;) Ich laste ihn aus, bevor ich gehe, gebe ihm Kau- und Beschäftigungskram, auch den tiefgefroren Kong, habe sogar schon Leckerchen in Kartons eingepackt, um ihn noch länger zu beschäftigen undundund. Ich habe unser altbekanntes Alleinsein-Ritual in keiner Weise verändert, ich bin auch nicht länger oder kürzer weg als vorher.

    Von heute auf morgen klappte aber gar nichts mehr, er macht alles kaputt. Wirklich alles. Von Tischkanten über die Telefonbuchse und den Router bis hin zu Tischbeinen und Teppichen. Ich lasse schon gar nichts mehr hier auf den Tischen liegen, weil er sich sonst alles zum Zerstören herunterholt. Aber ich kann nunmal eben nicht jeden Tag ein Zimmer komplett möbelfrei machen :hust:

    Der am wenigsten möblierte Raum ist das (sehr kleine) Badezimmer, aber da will ich ihn auf keinen Fall einsperren :( Er soll doch wie früher die ganze Wohnung zur Verfügung haben sollen, um sich frei bewegen zu können. Hier ist ja oft von Angst- oder Stressabbau die Rede, aber das kann ich mir kaum vorstellen, weil es ja über ein Jahr super funktioniert hat ohne Angst und Stress. Ich weiß mir keinen Rat mehr :(

    Ich hoffe, das sind genug Informationen und jemand hat noch ein paar neue Tipps für mich.

    Liebe Grüße und herzlichen Dank fürs Lesen!

  • Es hat sich wirklich nichts verändert? (Kaum zu glauben...)
    Du machst nichts anders als vorher im Zusammenleben mit ihm?

    Hat sich vielleicht im Haus etwas geändert? Kann es sein, dass er jetzt andere Geräusche hört als früher, die ihn jetzt so einen Frust schieben lassen?
    Wohnt ihr Erdgeschoss und er wird vielleicht von draußen geärgert?

    Kannst du eine Kamera (mit Ton) aufstellen und sein Alleinsein mal filmen?

    Tja, da ist guter Rat teuer. Ihn vielleicht irgendwo unterbringen bist du Urlaub nehmen kannst? Und dann das Alleinsein neu auftrainieren.

  • Ich bin in der Ausbildung, hab jetzt zwei Wochen Osterferien, aber die werden wohl kaum reichen, um das von Grund an wieder neu aufzubauen. Mist...
    Verändert hat sich wirklich nichts, jedenfalls nicht, dass ich wüsste. Wir wohnen in der 1. Etage. Zwar an der Straße, aber dass der Verkehr ihn plötzlich stört kann ich mir nicht richtig vorstellen. Seit ein paar Tagen haben wir ne Baustelle direkt vorm Haus, die macht Krach. Aber eben erst seit einigen Tagen, die Zerstörung fing viel früher an. Vielleicht hat mal jemand Sturm geklingelt und das hat ihn so aus der Bahn geworfen? Aber das Geräusch der Klingel kennt er eigentlich auch zu Genüge...Mensch, ich kann mir echt keinen Reim drauf machen.
    Ne Kamera hab ich nicht, ne Digi-Cam auch nicht. Aber die könnte ich mir vielleicht von jemandem ausborgen.

  • Zitat

    (...)Ne Kamera hab ich nicht, ne Digi-Cam auch nicht. Aber die könnte ich mir vielleicht von jemandem ausborgen.


    Ja, fänd ich in dem Fall echt gut.
    Und in den 2 Wo würde ich auch trainieren - besser als nix.

  • Wenn das vorher geklappt hat, kann ich mir auch nicht vorstellen, daß das jetzt einfach so gekommen ist.
    Überleg nochmal, waren viell.Handwerker im Haus, ist gebohrt worden, denn gerade das bohren können sie nicht so gut hören. Sind Leute ein- oder ausgezogen ?

  • Hallo,

    ohje, das ist wirklich übel.

    So ganz ungewöhnlich ist das Verhalten nicht, zumindest kann ich mir eine Erklärung vorstellen, auch wenn es dir in der Sache an sich nicht sonderlich weiterhilft.

    Du schreibst, dass er pubertiert, 15 Monate alt ist.
    Es beginnt eine Unsicherheitsphase, die in dieser Zeit bei vielen Hunden besonders ausgeprägt ist.
    Alles, was ein Hund kennen gelernt, bisher keine Probleme bereitet hat, kann für ihn nun Stressauslöser sein.
    Einige Hunde verbellen plötzlich Menschen, andere Autos, Mülltonnen oder anderes.
    Andere wiederum haben plötzlich Stress/Frust mit dem Alleinesein.

    Wie sieht der Tagesablauf aus?
    Wieviel Aufmerksamkeit und Beschäftigung bekommt dein Hund?

    Zitat

    Seit ein paar Wochen steckt er voll in der Pubertät und testet seine Grenzen bis zum Erbrechen meinerseits aus

    Was macht er genau?

    Gruß
    Leo

  • Schwer zu sagen, warum er erst allein bleiben konnte und nun plötzlich nicht mehr :???:
    Vielleicht habt ihr ja in der Nähe eine läufige Hündin?
    Ganz allgemein kann ich aber nur empfehlen ihm keinesfalls die ganze Wohnung zur Verfügung zu stellen, wenn er alleine ist. Er soll doch zur Ruhe kommen, wenn er alleine ist und nicht von einem Raum in den nächsten wandern.
    Ich würde einen Raum wählen, der ihm vertraut ist (also nicht das Badezimmer) und der möglichst von der Straßenseite und Hausflur entfernt ist. Also ein ruhiges Zimmer (z.B. das wo er sonst nachts drin schläft) und dort würde ich ihm einen Schlafplatz einrichten und ihn, auch wenn du da, bist regelmäßig hin schicken, so dass er lernt, dass er da zu bleiben hat, aber eben auch zur Ruhe kommen kann. Und wenn du gehst, schickst du ihn dort auf seinen Platz und machst die Tür zu.

    Das herkömmliche Training wäre, gänzlich ohne Aufhebens und ohne den Hund auf einen bestimmten Platz zu schicken, einfach raus zu gehen. Was ich auch völlig logisch finde. Bei meiner Hündin, ging das aber allein schon wegen, der Wellensittiche nicht, die sie in meiner Abwesenheit gefressen hätte und auch wegen ihrer Zerstörungswut. Ich fand ein Zimmer zum Zerstören musste reichen. Bei ihr hat die Phase ca. ein dreiviertel Jahr gedauert.

  • oh je.....

    meiner Zerstört nichts aber wir stecken glaube ich auch in einer Unsicherheitsphase. Leo hat vor jedem plötzlichen und lauten Geräusch Angst. Tagsüber geht es sogar, aber Abends wenn ich mit ihm nach Hause komme, merkt man wie Unsicher er zur Zeit ist. Manchmal will er sich dann nur verkriechen. Ich habe erst gedacht das er etwas gesundheitliches hat, aber wir waren heute bei einer Untersuchung und es ist alles oki Leo ist übrigens auch 15 Mon :headbash:

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