Umgewöhnung nach Abgabe

  • Guten Tag,

    aufgrund von Veränderungen, war es mir nicht mehr möglich meinen geliebten Riesenschnauzer Mix(3 Jahre) zu halten. Ich habe nach einer gewissen Zeit eine Familie gefunden, die bereits 2 Bernasennenhündinnen besitzt, einen Hof und weitere Tiere.

    Sehr freundliche und tierliebe Menschen. Es sah, in Anbetracht der Umstände, nach einem perfekten Zuhause aus.Nach 1 Woche schien er sich tatsächlich einzugewöhnen, er fraß wieder normal, spielte mit Bällen und den anderen Hunden. Jetzt sind 5 Wochen vergangen und leider scheint es doch eher schlechter zu werden.

    Er ignoriert die beiden Hundedamen komplett, weder ordnet er sich über noch unter (kastriert). Er ist absolut auf Menschen fixiert. D.h. sobald diese gehen...gibt es dadurch Probleme. Es ist kein Akzeptanzproblem im eigentlich Sinne, denn bei Spaziergängen hört er absolut. Nur im Garten liegt er wohl nie bei den Hunden, sondern immer bei den Menschen und soll unglücklich sein. Das letzte was ich in meiner scheidenden Verantwortung möchte, ist zu hören, dass mein Hund unglücklich ist.

    Eine dort ansässige Hundetrainerin sagte, es sei ein Einzelmenschenhund. Er war vorher fast 2 Jahre lang in einer Betreuuung (tagsüber) mit bis zu 10 anderen Hunden und großer Tobewiese (10.000qm), ist also entsprechend sozialisiert und war dort auch sehr zufrieden. Gemäß naturell von Riesenschnauzern und der Tatsache, dass ich ihn mit 10 Wochen bekam (von der Vorbesitzerin wurde er nach 7 Wochen von der Mutter geholt - was ich für zu früh halte), ziehe ich das in Betracht, bin mir aber darüber nicht zu 100% sicher.

    Es ist für mich leider absolut unmöglich ihn eben mal zurrückzunehmen. Ein Abholen und woanders (evtl.) unterzubringen auch nicht, sobald er mich sieht, wird er natürlich komplett durchdrehen, da pappa wieder da ist.ihn in dem zustand abzugeben, wenn es denn klappen würde, ist ebenfalls unzumutbar.

    Ist auch noch sehr frisch die Info, insofern fühle ich mich im Moment doch leicht überfordert und hoffe in einem fachlich passenden Forum Anregungungen und Gedanken zu finden.

    Vielen Dank im voraus.

  • Mir ist irgendwie nicht so recht klar wo denn nun das problem liegt?
    Der hund ist nun 5 wochen nicht mehr da, er gewöhnt sich nun an die menschen will aber nichts mit den hunden dieser zu tuhn haben.
    Wo ist da das problem?
    WWenn er eben nichts mit den hunden anfangen will oder kann ist es doch ok.
    Er muß doch nicht mit denen spielen.
    Er orientliert sich eben mehr an den menschen, ist doch super.
    Also wo ist dann das problem? :???:
    Wollen die leute den hund nicht mehr oder was

  • Das sie ihn nicht mehr wollen, wurde nicht ausgesprochen, sondern eher eine gewisse Hilflosigkeit.
    Sie haben scheinbar Probleme das Verhalten mit dem bisherigen zu vereinen. Die "alten" Hunde können im Garten bleiben, wenn die Menschen mal wegfahren, er natürlich nicht nach so kurzer Zeit.

    Das Problem dürfte ein Eingehen auf die Bedürfnisse des neues Hundes sein und das mit dem vorhandenen Muster zu kombinieren. Die Frage, was eigentlich das Problem ist, trifft es eigentlich recht gut. Danke.

  • Ok, also die vorhandenen Hunde meidet er - habe ich das richtig verstanden?
    Macht er denn sonst einen entspannten und zufriedenen Eindruck auf die neuen Besitzer? Weißt du das?

  • meiden auch nicht, er ignoriert sie einfach nur und sie ihn mittlerweile, weil er nicht auf anspielversuche reagiert.
    liegen die neben der terasse liegt er mind. 2m weit von ihnen entfernt neben den menschen. gibt keine spannungen, eher so als ob die anderen "partei" jeweils mehr oder minder luft wäre.

    er spielt mit den menschen, er frißt normal und ist auch sonst einigermaßen entspannt.
    ich gebe nochmal info, wenn ich wieder telefoniert habe, das war heute morgen etwas kurz alles,
    als die info kam, so vor der arbeit.

  • Es kann sehr gut sein, dass Dein ehemaliger Hund so stark auf Menschen geprägt ist, dass er mit Artgenossen nichts anfangen kann. Du schreibst, er wurde mit 7 Wochen bereits von der Mutter weggenommen - da fehlt ihm ein Stück Hunde-Sozialisation.
    Mein Hund ist ähnlich, auch er wurde zu früh abgegeben und ist völlig auf mich fixiert. Andere Hunde sind ihm egal bis unangenehm.
    Es ist natürlich sehr schade, dass Dein Wuff das neue Zuhause nicht genießen kann. Für einen "Ein-Personen-Hund" wie ihn wäre ein Single-Haushalt wohl passender gewesen. Ich würde durchaus nochmal darüber nachdenken, ob man nicht neue Besitzer für ihn suchen sollte, bei denen er der einzige Hund im Haushalt ist. Mit drei Jahren kann er sich noch umgewöhnen und wenn die Bedingungen optimal sind, auch wieder rundum glücklich werden. Das wäre auch für Dein Seelenheil besser.

  • Also so wie du es beschreibst sehe ich da wirklich kein problem, zumindest nicht aus sicht des hundes.
    Er kann eben nicht allein bleiben, scheinbar mußte er es ja bei dir auch nicht wenn ich es richtig verstanden hab.
    Und ein schnauzer ist doch auch recht menschen bezogen oder?
    Zumindest war es bei unserem pflegehund damals auch so, sie war auch unheimlich menschen bezogen und konnte auch schwer allein bleiben.
    Dann müßen es die neuen besitzer eben neu aufbauen.

    Außerdem müssen sie sich eben mit der rasse mal beschäftigen und nicht mit den anderen hunden vergleichen.
    er ist eben ein anderer hund, und er wird dem entsprechen eben immer anders sein, das würden sie aber mit jedem anderen hund sicher auch haben.

    Ich würde mit der Familie noch einmal in ruhe sprechen und nicht zwischen "tür und angel" und alles noch einmal in ruhe besprechen und die auch nochmals fragen was denn ihr problem ist mit "deinem" hund, und was sie sich in zukunft mit ihm vorstellen.

    Wenn sie ihn abgeben wollen, tja, dann wird dir nichts anderes übrig bleiben als eine neue Familie für ihn zu suchen.

  • Hallo,

    ich habe hier drei Hunde und meine Bordercolliehündin, die schon immer mit Hunden Kontakt hatte und gut sozialisiert ist, möchte generell nichts mit Hunden zu tun haben. Sie ignoriert sie, käme aber nie auf die Idee mit ihnen zu spielen.
    Sie hält sich viel lieber bei den Menschen auf und das ist auch ok so für mich. Die anderen beiden sind ein Dreamteam und spielen wie die verrückten.

    Jeder Hund ist anders und ich würde es jetzt nicht als Problem ansehen, sondern dem Hund einfach noch Zeit geben.
    Wenn er spielt, frisst und sich ansonsten normal verhält, dann würde ich einfach warten und ihm Zeit geben. Nur weil er Abstand zu den anderen Hunden hält und bei den Menschen liegt heißt das ja noch nicht, dass er unglücklich ist.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Huhu, so tragisch ist das doch nicht. Mein Rüde den ich aus dem TH hab ist sogar total Hundeunerfahren gewesen. Fand diese ganzen Anspielversuche anfangs so nervig und stressig, das ich meine Hündin bremsen musste. Aber das ist ja noch nichtmal ein problem bei den 3 Hunden. Die akteztieren sich ja auch so und haben die Anspielversuche schon aufgegeben.
    Bei meiner Hündin hat das viel länger gedauert und noch länger das mein Rüde nicht mehr direkt gestresst davon war, wenn sie es doch nochmal versucht hat.

    Nen Team sind die beiden trotzdem geworden und Mögen sich. Hassen es ohne den anderen rausgehen zu müssen ect. Obwohl halt der Rüde auch nur Menschenfixiert ist. Das die mal zusammen lagen hat auch sehr lange gedauert.

    Kurz gesagt. Die Hunde machen sich darüber garkeine Gedanken mehr das die eben beide verschieden sind und haben sich so akzeptiert wie sie sind.

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