Unsicherheit?!
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Heute waren wir nach 4 Jahren zum ersten mal wieder auf einem Hundeplatz und nahmen am UO-Training teil. Ich lief mit Bailey im Fuß um Hürden und anschließend stellten wir uns in einen "Kasten" in dem Leckerchen lagen. Vor dem Kasten stand die Trainerin. Also - im Fuß in den Kasten gestellt, Bailey sitzen lassen. Ja, Madame geht - wie immer - 2 Schritte rückwärts und setzt sich. Die Trainerin sagt direkt, meine Hündin sei sehr unsicher. Ob das immer so sei!?
Ja, stimmt. Das ist immer so. Ich habe ihr "Fehlverhalten" immer auf nicht vorhandene Dominanz geschoben, aber Unsicherheit trifft es wohl viel mehr.
Noch mehr Beispiele:
1) Ich lege Leckerchen aus und sage (wirklich leise und in normaler Tonlage) NEIN. Bailey rennt dann teilweise wirklich aus dem Raum. Nach dem Motto - seh ichs nicht, nehm ichs nicht.
2) Bei Sitz und Platz macht sie alles seeehr zögerlich. Sie tut es, aber es vergehen gefühlte Stunden. Im Regelfall geht sie mind. einen Schritt zurück und führt dann aus.
3) Kuscheln kann sie nicht, mein Mann und ich dürfen uns für wenige Augenblicke an sie legen, aber wenn man richtig Kuscheln möchte, springt sie auf und sucht das Weite, sobald man "enger" wird.
4) Bailey geht durch keine Tür, die nicht mind. 2 Bailey-Breiten weit offen steht. Sprich: sie würde nie durch eine Tür gehen, wenn sie dabei den Rahmen berühren würde.
5) Bailey unterwirft sich immer... Selbst meine ebenfalls total devote Welpin mit 5 Monaten unterwirft meine große 30kg-Hündin.
6) Wenn sie irgendwo dran stößt, zB haben wir einen hohen Standventilator, duckt sie sich sofort und wird ganz klein vor Angst, es kööönnte ja auf sie fallen!Nun aber zu den Problemen, die uns das bereitet. Wie gesagt, im Normalfall geht sie bei solchen Sitationen in die "Flucht", aber bei Menschen in Dämmerung/Dunkelheit und vor allem bei Kindern und Welpen geht sie nach vorne. die kläfft und springt an der Leine. In der Dämmerung kommt sie schnell mit "okay" wieder runter, aber bei Kindern und Welpen kann ich sie kaum bremsen.
Wie krieg ich sie denn sicherer?!?
..sorry für den vielen Text!
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3. April 2011 um 21:44
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Unsicherheit?! - Vor einem Moment
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Arbeite viel mit ihr, bring ihr Dinge bei - je nach dem was ihr liegt (Apportieren, Suchen, Agility, Tricks, etc.) fordere sie dabei dann regelmäßig und konsequent und werdet so zu einem eingespielten Team. So lernt der Hund sich an dir zu orientieren und dadurch Erfolgserlebnisse, Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit zu erfahren. Klare, verlässliche Regeln sind für den unsicheren Hund enorm wichtig. Ist doch ein bischen wie beim unsicheren Menschen - etwas finden worin man gut ist und darin gefordert werden und dann auch noch Anerkennung für die Leistung bekommen, bringt einen schon ein gutes Stück nach vorne.
Das in bestimmten Situationen "Nach vorne gehen" kenne ich von meiner unsicheren Hündin auch und habe ich durch Absichern und Ignorieren und später durch frühzeitiges Lenken der Konzentration meiner Hündin auf mich in den Griff bekommen. Bei der Dämmerungssituation, würde ich z.B. darauf hin arbeiten die Hündin ins Fuß zu rufen, absitzen zu lassen und per Lecker zu bestätigen. Wenn das nicht auf Anhieb so funktioniert weil die Hündin zu hochgepusht ist, würde ich dem "Angstauslöser" zunächst so weit ausweichen, bis der Abstand groß genug und die Hündin wieder ansprechbar ist und dann das Fuß+Sitz+Bestätigung einfordern.
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Hallo und danke!
Die Trainerin bestätigte mich im Gefühl, dass Bailey und ich ein sehr gutes Team sind. Bailey achtet sehr auf mich, lässt mich auch im Freilauf nie aus den Augen und läuft nur selten mehr als 15m von mir weg. Sie vertraut mir auch in schwierigen Situationen, zB bei ungewohnten Wegen (Steinhaufen, Brücken etc).
Wir machen so n bissl Dummy mit ihr, das macht ihr wirklich Spaß, genau wie Frisbee. Daran werden wir jetzt im sommer wieder verstärkt arbeiten.

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Also Suse, ich habe dich und Baily ja nicht oft getroffen, aber so unsicher kam mir Bailey gar nicht vor.

Ich würde mit Sicherheit gezielt mit ihr üben. Allerdings würde ich sie auch nicht wie einen unsicheren Hund behandeln. Viel Sicherheit gibt man einem Hund, indem man ihn eben ganz normal behandelt und ganz klare Regeln vorsetzt.
Ich habe bei Lilly viel Eigeninitiative belohnt. Also auch solche Sachen wie mal alleine aufs Bett klettern usw. Heute kennt sie nichts mehr rammelt durch Türen und öffnet selbst das Kindergitter von alleine, was sie eigentlich nicht darf, die olle Kröte. Nunja, über Gitter läuft sie allerdings immer noch nicht, aber soll sie halt drumrumlaufen. Ist ja kein Weltuntergang.
Dass Bailey nicht kuscheln will muss nicht unbedingt an der Unsicherheit liegen, vielleicht ist sie einer der Hunde, die das einfach nicht so mag.
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Pass auf mit dem Abrufen, absitzen und dann Leckerchen. Meiner hat ne kleine Fehlverknüpfung dadurch.
Er bellte, ich rief ihn und er setzte sich. Dann gab es Leckerchen.
Nun bellt er oft einmal, wenn er was sieht, dann setzt sich hin und leckt sich das Schnäuzchen voller Vorfreude aufs Leckerchen.
Ich würde ihn nur belohnen, wenn er nicht gebellt hat. -
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Zitat
Pass auf mit dem Abrufen, absitzen und dann Leckerchen. Meiner hat ne kleine Fehlverknüpfung dadurch.
Er bellte, ich rief ihn und er setzte sich. Dann gab es Leckerchen.
Nun bellt er oft einmal, wenn er was sieht, dann setzt sich hin und leckt sich das Schnäuzchen voller Vorfreude aufs Leckerchen.
Ich würde ihn nur belohnen, wenn er nicht gebellt hat.Kenn ich. War bei meinem so beim Antijagdtraining. Hund rennt Reh hinterher, ich pfeife, Hund kommt, kriegt Spielzeug und Party. Also was macht der schlaue Hunde? Rennt JEDEM Reh nach, schaut schon beim Rennen zurück : wo bleibt der Pfiff? Wo bleibt der Pfiff?

Die Stinker sind meist viel intelligenter als man denkt. Hätte ich mal damals das Dableiben auf Nein so belohnt anstatt den Rückruf... Aber gut, jetzt muss ich von vorne anfangen...
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Zitat
Kenn ich. War bei meinem so beim Antijagdtraining. Hund rennt Reh hinterher, ich pfeife, Hund kommt, kriegt Spielzeug und Party. Also was macht der schlaue Hunde? Rennt JEDEM Reh nach, schaut schon beim Rennen zurück : wo bleibt der Pfiff? Wo bleibt der Pfiff?

Die Stinker sind meist viel intelligenter als man denkt. Hätte ich mal damals das Dableiben auf Nein so belohnt anstatt den Rückruf... Aber gut, jetzt muss ich von vorne anfangen...
Das sind aber Winz-Problemchen, die man - wenn man erst mal soweit ist - auch wieder abbauen kann. Jeder mit einem richtig jagdtriebigen Hund oder einem richtigen Angst-Aggressiven Hund, wäre froh, wenn der Hund mehr auf's Leckerchen als auf's Reh oder anderen Hund aus ist.
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Fini, ich habe bei Bailey auch nicht an Unsicherheit gedacht. Eher an Vorsicht..
Bei fremden Hunden beginnt sie ja auch immer erst mal zu wimmern und stellt den Kamm während sie sich zur Kugel duckt. Sind die anderen dann aber da wird getobt und gespielt...
Aber vielleicht habe ich nur nie an "Unsicherheit" gedacht, finde aber das beschreibt es recht gut.Leider kann man so Hunden kein Selbstbewusstsein antrainieren. Ehrlicherweise finde ichs so rum angenehmer als einen Selbstentscheidenden wie Rocky. Ich kann mit ihrer "unsicherheit" (oder wie auch immer man es nennt) auch gut umgehen, aber in einem Vereins-UO-Training oder die BH würden wir so nicht laufen können.
Die Frage ist daher: Muss ich das überhaupt? Ich glaube Bailey ist mit ihrer Couchpotato-Rolle ganz zufrieden, vielmehr wirkte sie am Sonntag auf dem Platz total überfordert und unglücklich.
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