Suche Experten für Traumatisierten Hund

  • Hi,

    ich suche jemanden der mir bei meinem Hund weiterhelfen kann.
    Sam ist ein Goldi und drei Jahre alt.
    Ich bin Rollstuhlfahrer und habe einen Ford Transit den ich hinten über die Hebebühne befahre. Sam ist immer auf Kommando in das Auto gesprungen. Bis meiner Frau ein Missgeschick passiert ist. Wir hatten damals einen Käfig im Auto wo Sam immer rein ging. Sam ist ins Auto gesprungen und meine Frau hat vergessen die Leine ab zu machen. Die Leine verfing sich in der Tür des Käfigs und Sam hat diese dann zugezogen. Leider war sein Schwanz noch dazwischen und er hat sich wohl sehr wehgetan. So sehr, dass er sich sogar bepinkelt hat. Seit dem ist das Auto ein rotes Tuch für ihn. Eine Zeit lang ging es mal wieder aber dann erinnert er sich an irgendetwas und dann ist es wieder vorbei. Wir waren schon bei Tiertrainerinnen und danach hat es auch ein paar Tage funktioniert aber es kommt immer wieder. Nun ist es mittlerweile so, dass ich ihn wenn ich alleine bin nicht mehr ins Auto bekomme. Ich denke, dass dort kein einfacher Tiertrainer oder so helfen kann. Da geht es um ein Trauma und da brauche ich Hilfe von jemanden der sich da ECHT auskennt.
    Kennt da jemand einen der helfen kann? Und bitte NUR melden wenn man sich sicher ist, damit umzugehen. Ich will keine weiteren Experimente machen da dies Sam nur noch weiter traumatisiert.

    Vielen Dank.

  • Zitat


    Kennt da jemand einen der helfen kann? Und bitte NUR melden wenn man sich sicher ist, damit umzugehen. Ich will keine weiteren Experimente machen da dies Sam nur noch weiter traumatisiert.

    Hallo,

    dann solltest du zumindest schon mal verraten, wie die Tiertrainer vorgegangen sind.
    Ein Patentrezept zur sofortigen Lösung eines schweren Traumas wird es kaum geben, sehr wahrscheinlich ist es eine Frage der Zeit und erfordert Geduld, dem Hund die Box + Auto wieder "schmackhaft" zu machen.
    Von heute auf morgen wird keine Methode funktionieren.
    Das ist leider die Realität.

    Gruß
    Leo

  • Das das nicht von heute auf morgen funktioniert ist mir schon klar und habe ich auch nicht geschrieben.

    Wir haben schon viel ausprobiert... angefangen von füttern im Auto, spielen im Auto, andere hunde zuerst ins Auto. Wir haben schon stundenlang versucht ihn zu beruhigen vorm einsteigen. Das funktionert ja dann auch immer eine Weile... aber es kommt immer wieder. An die Box brauch er auch nicht mehr gewöhnt werden da wir alles ausgetauscht haben. Das Auto kann ich aber nicht austauschen, da es ein Spezialumbau ist welcher extrem teuer ist.
    Am besten funktioniert es, wenn meine Frau ihn sich an der Leine packt und einfach ohne viel Tam Tam ins Auto packt. Das funktioniert aber bei mir eben nicht.

    Nur irgendwas muss passieren... ich kann ihn ja nicht immer zuhause lassen...

  • Hallo Wapis Sam,

    ich weiß jetzt zwar nicht genau, wo du herkommst und ob meine ehemalige HT sich mit Trauma auskennt, aber ich kann nur sagen, dass sie mir bei meinem Hund gut geholfen hat und sich auch sehr gut mit den verschiedenen Rassen und deren Eigenheiten auskennt. Das wäre in der Nähe von Frankfurt a.M. . Falls du Interesse hast, schick mir doch eine PN.

    Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute, dass ihr das wiederhinbekommt. Ich kann mir gut vostellen, welche Belastung das für euch ist.

    Liebe Grüße
    Dani

  • In dem Rütter Buch Angst bei Hunde wurde genau so ein Fall beschrieben. Da war es auch eine Mischung aus Spiel und Futter - im Fall eines Goldies dürfte es sogar sehr gut passen und zwar mit Spielen um das Auto und dann langsam an das Auto heran und dann rein und wieder raus apportieren.

    Das ganze wird immer einen Berg raufgehen und dann wieder eine Talfahrt haben und je nach dem wie fest das Trauma sitzt, kann es diese Berg und Talbahn über Monate bis zu einem Jahr gehen.

    Das eigentliche Problem daran ist eigentlich eher, das der Hund zu dieser Zeit nicht in das Auto "überredet" werden sollte und schon gar nicht "gezwungen", weil sich dann alles wieder verschlimmert oder nicht sauber auslöschen und desensibilisieren kann und entsprechend kommen diese Rückfälle häufiger und es macht den Anschein, das sie wiederkommen und nicht weg gehen.

  • Hallo und erst mal Danke für die Tipps.

    @ Engelstern: Ich komme aus Schwelm bei Wuppertal. Ist also leider zu weit weg.

    @ Cerriwen: Das stimmt. Das ist echt ein Problem, da wir ihn ja zur Zeit jedes mal "zwingen" müssen ins Auto zu steigen. Das tut mir auch jedes mal in der seele weh mit anschauen zu müssen und ich weiß, dass wir jedes mal das Vertrauen welches wir wieder aufgebaut haben zum Teil wieder kaputt machen. Wenn wir mit ihm eine Zeit lang üben, dann vergisst er auch manchmal das er mit dem Auto ein Problem hat... er sieht es dann als ein Spiel an und springt sogar ohne Kommando freiwillig ins Auto rein und raus und hat einen riesen Spass daran. Am nächsten Tag wieder das gleiche und er will wieder nicht... und wenn wir dann weg müssen wird er wieder gezwungen einzusteigen und ich könnte KOTZEN weil wir ihm das wieder antun müssen.

    @ Amy2011: Ich meld mich gleich per PN.

    @ Tarancriel: Bachblüten haben wir auch schon probiert... als Tropfen und auch als so kleine Kügelchen. Eine spürbare verbesserung haben wir nicht gemerkt... aber auch keine verschlechterung.

  • Müsst ihr denn den Hund wirklich so oft mitnehmen im Auto?

    Hab selbst kein Auto und kenns so eben nicht, das man unbedingt Auto fahren muss. Weiß aber das ihr in Schwelm gute Busverbindungen habt :hust: .

    Habt ihr das Training auch mal woanders gemacht? Auf nem Parkplatz und dann Tür zu, ne runde mit dem Auto fahren und dann wieder aussteigen und von vorne einsteigen üben? Das alte Autokino zwischen Langerfeld und Schwelm könnte sich ja dafür vielleicht eignen, wenn der Parkplatz noch nicht platt gemacht wurde.
    Dann noch der Metro Parkplatz an den Wochenenden in Langerfeld.

  • Zitat

    Müsst ihr denn den Hund wirklich so oft mitnehmen im Auto?

    Hab selbst kein Auto und kenns so eben nicht, das man unbedingt Auto fahren muss. Weiß aber das ihr in Schwelm gute Busverbindungen habt :hust: .

    Ja, muss ich, da ich wie gesagt Rollstuhlfahrer bin... Und Buss kommt mit meinem schweren Elektrorollstuhl nicht in Frage weil er in öffentlichen Bussen nicht gesichert werden kann. Und da ich zusammen mit dem Rollstuhl fast 300 kg wiege ist das nicht nur eine Gefahr für mich und Sam sondern auch für die anderen Fahrgäste... :hust:

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