Meine Kleine hat Angst...

  • Hallo Ihr,

    Piri hatte ein echt gutes verlängertes Wochenende, weil meine Schwester ihre Hündin Freitag bis
    Montag bei mir geparkt hatte.
    Obwohl Billi, (spanischer Schäferhund-Dobermann-wasauchimmer-Mix) schon fast zwölf Jahre alt ist und meine kleine Piri in der Regel mit Nichtachtung straft... war meine Piri einfach nur glücklich und froh, wie immer, wenn ein anderer Hund bei uns ist...
    Und da tut sich wieder die Frage auf: Zweithund ja oder nein?

    Was meint Ihr?
    Also meine Überlegungen sind:
    Was spricht dafür:
    1. Ich hab keine Kinder und warum nicht dann zwei Hunde, ich hab emotional und räumlich die Kapazität.
    2. Ich habe unglaublicherweise eine Arbeit, wo ich sogar zwei Hunde mitnehmen darf.
    3. Für Piri wäre es das größte Glück, wenn noch ein zweiter Hund dabei wäre...

    Was spricht dagegen?
    1. habe liebe Freunde mit Hunden, wo ich Piri mal unterbringen kann. Wenn es zwei Hunde sind, könnte es schwierig werden.
    2. wenn meine Freunde ihren Hund bei mir unterbringen, muss ich mit drei Hunden klar kommen...
    3. da mein Hund traumatisiert ist, müsste es ein Hund sein, der in sich ruht. Also kein Welpe aber ein ...? Der Welpe soll ja nicht lernen, dass man Angst vor Menschen haben muss.
    4. Zwei Hunde im Restaurant? Im Auto? Im Urlaub?


    Achja, und verliert meine kleine Maus nicht dann die Bindung zu mir, weil ja ein anderer toller Hund da ist?
    Freu mich über Erfahrungsberichte...

  • Milow ist ja auch so ein Angsthase bzw. scheu.
    Und ich habe die erfahrung gemacht das ein älterer Hund wunder wirken kann.
    Alles organisatorische kann man in den Griff bekommen.

  • Hallo Tanja,

    ja, ihr habt ja auch so ein Prachtexemplar.
    Aber woher einen älteren Hund nehmen, der nicht auch schon eine große Ladung Macken mitbringt?
    Die sich Piri dann auch noch abschaut?
    Ich liebe meine kleine Paniknudel aber mehr Psycho brauch ich wirklich nicht.
    Also wäre ein Hund aus dem Tierschutz in dem Fall nicht meine erste Wahl...
    Oder?
    Hmmja, das Organisatorische ist wahrscheinlich in den Griff zu bekommen!?!

    Grübelgrübel...

  • Ein zweiter Hund kann Vorteile bringen. Finde aber du hast deinen Hund doch erst so kurz.

    Hab 3 Jahre gebraucht um aus meiner Ängstlichen(Panisch Zitternd, weglaufen wollen...) einen lediglich Unsicheren Hund zu machen(Die mal kurz etwas den Schwanz einkneift, aber auch schnell wieder zu entspannen ist).

    Aber wenn du wirklich überlegst einen älteren Hund zu nehmen, dann am besten aus dem Tierheim/Tierschutz. Weil da kannst du einen Pflegevertrag vereinaberen und den Hund im zweifelsfall immer zurückbringen.

    Bei meiner Hündin hatte mir doch ne Trainerin mehr geholfen.

  • Hallo Acidsmile,

    obwohl ich mir diese Gedanken mache, geht es jetzt gar nicht um jetzt und gleich oder in den nächsten Monaten.
    Ich hab mir vorgenommen, erstmal ein Jahr nur Piri und dann weitersehen.
    Ich weiß auch nicht, ob sie- wäre von Anfang an ein zweiter Hund dagewesen - überhaupt eine Bindung zu mir aufgebaut hätte.
    Im Alltag (Arbeit, Straße usw.) wäre es für sie aber auf jeden Fall leichter...

  • Wird es für sie mit dir aber auch irgendwann.
    Meine Trainerin damals hatte mir gesagt ich soll es ruhig immer zulassen, wenn jemand meine Hündin füttern will.
    Weil Sie kann doch ruhig fremde Menschen als Futterspender ansehen. Ein Ängstlicher Hund rennt dann eh nicht freudig zu jedem hin und springt die an, sondern wird zeitlebens Zaghaft das Leckerlie entgegen nehmen.

    Glaub auch ein Privater Trainer ist besser wie eine Hundeschule.

    Es gibt unheimlich viele Dinge die man als übung aufbauen kann und dann mit nem ängstlichen Hund trainieren kann so im alltag.

    Manchmal hilft es auch Kreativ zu werden. zb.: Eine Tüte auf dem wegrand kann ein super tolles Spielzeug sein. oder ein Müllkontainer. Für mich war da immer Party angesagt und meine Hündin hats sich abgeschaut, naja sie hat dann etwas abseits den Gegenstand angebellt aber mit Freude. Die fand zwar den gegenstand gruselig, aber was ich damit gemacht hab auch Lustig.

    Fremde Menschen haben auch immer ein Leckerlie in die Hand bekommen von mir, weil grad ängstliche Hunde ziehen Menschen ja förmlich an. Konnten dann entweder das leckerlie ihr zuwerfen, oder es sogar aus der Hand geben je nachdem.

    Im Notfall war ich ja eh da und es gab den Befehl "Hinter mir" statt "Bei Fuß", weil so konnt ich immer vorgehen und die Lage abchecken für Sie.


    Das Problem mit dem, wenn Menschen hinter mir gingen gabs auch. Hatte die möglichkeit dann einfach zu warten und die vorbei gehen zu lassen.

  • Hallo,

    heute war es erstmal ganz gut. Großer Spaziergang mit befreundetem Hund, das ist für Piri der Traum.

    Dann vorhin wieder runtergehen auf die Straße...: Gegenüber wird gefeiert, also anderer Weg... jemand auf dem Fahrrad kommt auf dem Bürgersteig auf uns zu... ein paar Teenies kichern auf einem Spielplatz... Piri will heim... ohne gesch.. und gep... zu haben. Also ganz ruhig: "Piri komm" und weiter über eine Straße, wo es vielleicht ruhiger ist... jemand rumpelt mit dem Fahrrad übers Kopfsteinpflaster...Piri zieht in die Leine, ist nicht ansprechbar... jetzt merk ich, dass ich sauer werde, auf die Leute... "Warum geht Ihr nicht nachhause?"... ja, Schmarrn, ich weiß... hab das Gefühl, wir stehen am Anfang... werde sauer auf mich... tief durchatmen... jetzt steigt jemand aus seinem Auto aus, schmeißt die Tür zu...gerdade, als kurze Entspannung angesagt war... versuche lustigen Spaß mit einer Papiertüte zu machen... öhm war nicht lustig...Piri kackt dann wenigstens doch und ich lobe großartig und denke mir "sch...e". Dann am Hauseingang halten uns freundliche Menschen die Tür auf... Ich kann nicht sagen: "Geht weg! Aber danke!" Schleppe Piri drann vorbei...
    Ufff!!! Wieder in der Wohnung.

    Also das ist nicht immer so. Freitag Abend ist aber keine gute Zeit für uns.
    Und dann denke ich mir: "Wie sehr schränkt mich dieser Hund ein? Kann ich jemals mit ihr in einen Biergarten gehen oder mit der U-Bahn fahren?" Es geht doch hier nur um 'Abends um den Block gehen.' Nicht falsch verstehen! Wir arbeiten daran und es ist schon viel besser geworden. Aber manchmal...

    Übrigens: solche Situationen sind tatsächlich auch nicht viel besser, wenn ein anderer Hund dabei ist. Wenn mal Panik angesagt ist, hilft auch kein cooler Hund.

    acidsmile
    aber trotzdem mal gefragt: hast Du nicht auch zwei Hunde?

  • Ja hab 2 Hunde. Aber ist was anderes. Meine Hündin war etwas über 3 Jahre alt als wir alles zusammen geschafft hatten, als mein Zweiter dazu kam war meine Hündin 7.
    War mit meiner Hündin schon lange ein Team. Hab schon im vorraus gesehen was ihr Angst macht und hab für Sie passend reagiert.
    Ich weiß wann ich einfach mal nichts tun muss und meiner Hündin ihrer Angst überlassen muss und wann ich bei ihr eingreifen kann um ihr zu helfen. So wie ich die Situationen schon vor ihr erkenne und schon vorher reagiere, damit es nicht zu ner Panikattacke kommt.

    Mein Zweithund hat eigentlich keinerlei Einfluß auf ner Panikattacke. Ist da eher noch störend. Weil hab dann ne Hündin die Zieht wie verrückt an der Leine und nen Rüden der ebenfalls zieht, aber aus anderen Gründen.

    Wenn ich dann also meine Hündin aus der Panik rausholen will, durch bsp. Spielen, dann hab ich immernoch den Rüden an der Leine der dabei einfach stört. Weil er braucht genauso viel Aufmerksamkeit wie meine Panische Hündin.

    Hab mir meinen Zweithund geholt, weil meine Hündin hier in meiner neuen Stadt 2 Jahre nur Negative Hundeerfahrungen hatte. Die wollte schon garnichts mehr von anderen Hunden wissen und hat jeden sofort weggeknurrt. Einzig und allein dadurch das das "Rudel" größer geworden ist fühlt sie sich sogar tatsächlich etwas wohler. Konnte das auch vorher schon beobachten, wenn ich mit Bekannten und ihr unterwegs war. Aber sonst hat es keinerlei auswirkungen gehabt mit dem Zweithund. Sie hat sich anderen Hunden gegenüber paar Kniffe angeeignet, aber das wars auch schon.

    Aber mal ehrlich. Musst du unbedingt mit dem Hund abends im Biergarten sitzen? oder mit der U-Bahn fahren?
    Hab mit meiner kleinen da auch abstriche gemacht und find meine ist einfach kein Stadthund. Kann die zwar überal im Notfall mit hin schleppen, aber wohler fühlt Sie sich doch Zuhause. Spaziergänge gibts in Wald und Wiesen Gebieten, da fühlt Sie sich wohl.
    Such mir wegen der auch extra Wohnungen im Stadtrand. Wo ich schnell im Grünen bin.

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