Meine Kleine hat Angst...
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Hallo liebe Foris,
also hab meine kleine Piri ja hier schon in einzwei Threads vorgestellt.
Jetzt will ich doch nochmal einen Thread aufmachen, der sich speziell mit ihrer Angst beschäftigt.
Vielleicht bekomm ich noch einige gute Tipps, wie ich damit umgehen kann.
Also ich habe Piri (Terriermix aus Ungarn) Ende Oktober 2010 aus dem Tierschutz übernommen.
Sie war da so ca. 5 Monate alt, gerade im Zahnwechsel und nur ängstlich.
Sie hatte Angst vor mir und vor der ganzen restlichen Welt.
Warum ich sie genommen habe?
Naja, ich dachte mir: ich bin Hundemensch, Hunde mögen mich und ich bin die, die das hinbekommt...
In den letzten viereinhalb Monaten hat sich auch schon sehr viel verbessert.
Piri hat eine ganz gute Bindung zu mir entwickelt, Schleppleinenzeit haben wir fast hinter uns und sie kann schon einiges, also Sitz, Platz, Bleib ect.
Das Problem sind immernoch fremde Menschen. Wenn wir in den Straßen von München unterwegs sind, ist sie nach wie vor oft panisch. Oder meistens...
Sie kann zwar inzwischen an Leuten relativ normal vorbei gehen (das ist super) aber wenn jemand hinter uns herläuft oder Kinder auf Rollern oder so... da muß ich immer noch schauen, dass sie mir nicht aus dem Geschirr flitzt..
Ich nehme sie täglich in die Arbeit mit. Meine vorherige Hündin hat das geliebt...
Für Piri ist das der Horror.
Sie gewöhnt sich nicht an die Leute und hat immer Angst, wenn jemand reinkommt.
Hundeschule hab ich angefragt, die hatten aber keine Kapazität...
Ich bin eh nicht so überzeugt von Hundeschulen. Wer sagt mir denn, dass Die die richtige Lösung haben?
Also das Problem bei Piri ist meiner Meinung nach, dass sie in der Prägephase keine Menschen kennengelernt hat und dann eben schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Brutales Einfangen zum Beispiel. Die Orga hat gesagt, sie wurde in der Kanalisation oder in einem Kanal gefunden... Allerdings hat sie vor Wasser keine übermäßig große Angst...
Sie liebt Hunde und kommt übrigens mit Menschen aus meiner Familie super gut klar. Auch mir den Kindern....
Nur fremde Menschen sind furchtbar schlimm. Und für mich inzwischen auch...
Freue mich auf Tipps...Oder Erfahrungsberichte. -
22. März 2011 um 01:02
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Meine Kleine hat Angst... - Vor einem Moment
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Zitat
Nur fremde Menschen sind furchtbar schlimm. Und für mich inzwischen auch...Hallo:)
Du schreibst, dass die Begegnungen auch für dich stressig sind. Kann es sein, dass sich dein Verhalten auf den Hund überträgt? Mein schwarzer Teufel hat Anfangs viele Menschen angebellt. Ich bin dann einfach "normal" an den Menschen vorbei. Nicht hektisch, aber bestimmt. Sie sollte merken, dass es normal ist wen andere Menschen um euch herum sind.Wie reagierst du denn wenn sie nervös wird? Sprichst du mit ihr? Beruhigst du sie?
zur Arbeit (und das schreibe ich nun als bekennender Boxen/Kennel-Hasser :kopfwand:

Ich weiß nicht was du arbeitest, wo liegt sie denn normalerweise? Vielleicht kannst du ihr eine offene Box als Rückzugsort anbieten? Eine Art Höhle. Sie sollte dort ihre Ruhe haben und von niemanden angesprochen oder angefasst werden.Thema: Aus dem Geschirr schlüpfen. Ich würde an deiner Stelle überlegen ein Geschirr zu kaufen wo sie nicht raus kommt. Oder sie am jetzigen Geschirr und zusätzlich am HB zu führen. Dritte Möglichkeit (die ich bei meinen weißen leinenführigen Teufel nutze): Ein Zugstopp HB. Dieses liegt locker um den Hals wenn er an der Leine geht, zieht sich aber bis zu einem bestimmten Punkt zusammen wenn er zieht. Wichtig ist, dass das HB einen Stopp hat und der Hund nicht gewürgt wird.
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Zitat
Hey, danke für die schnelle Atwort.
Aaalso ich versuche, sie immer zu bestätigen, wenn sie mit einer Situation klarkommt. Also wenn die Leine locker ist, wenn wir an jemandem vorbei gehen, lobe ich sie..
Ich beruhige sie nicht, wenn sie panisch wird. Denke ich jedenfalls... Manchmal tue ich das vielleicht instinktiv... Versuche immer "arschcool" zubleiben:) Aber das ist halt nicht immer so leicht. Ich denke aber nicht, dass ich das Problem bin. (mit Verlaub) Nur könnte ich es schon verstärken, wenn ich mich von ihrer Angst beindrucken lasse.. klar. Ich bin zu 96 Prozent voll souverän... oder zu 86? Wir arbeiten drann.. -
Wir haben Sally damals auch erst mit 5 Monaten bekommen. Zwar von privat, aber leider hat die Maus damals nix kennengelernt, außer ihre Geschwister & Eltern und ihr Frauchen. Keine Männer, keine Fremden, nix. Autos? HILFE! Müllsäcke, die gestern da noch nicht standen? PANIK! Es hat bei Sally fast 2 Jahre gedauert, bis sie nicht mehr panisch reagiert hat, wenn jmd auf uns zu kam. Also: Nicht aufgeben, weiter machen wie bisher.

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Ich kann genau die gleichen Erfahrungen beisteuern: 5 Monate alte Hündin aus dem Tierschutz aufgenommen, die Angst vor allem hatte - außer vor anderen Hunden. Und zwar richtig Panik, so dass sie nur noch an Flucht denken konnte und natürlich überhaupt nicht mehr ansprechbar war. Kinder und alles, was damit zusammenhängt, waren besonders schlimm.
Jetzt, nach einem Jahr, haben wir es schon geschafft, einzelne Kinder auf Skateboards oder Tretrollern nur noch im Auge zu behalten, aber nicht mehr durchzudrehen. Sie ist immer noch sehr schnell gestresst, aber nicht mehr sofort panisch, und sie kriegt sich jetzt schneller wieder ein. Es gibt allerdings immer noch Panikattacken, wenn sie z.B. unvermittelte laute Geräusche hört (eine Tür schlägt zu, ein Fahrrad fällt um, jemand lässt die Jalousien runter) oder jemand einen Ball kickt. Wir arbeiten dran. Und viele Sachen, die vor einem halben Jahr noch Horror waren, sind jetzt meistens okay. (Eine Gruppe von Leuten kommt uns entgegen, jemand fegt den Bürgersteig, jemand kommt plötzlich aus einer Tür...)
Es gibt immer wieder Rückschläge, aber es wird langsam besser. Vor ca. zwei Monaten habe ich meine Taktik geändert, in Paniksituationen mit ihr umzugehen. Früher bin ich neben Baustellen oder flatternden Fahnenmasten stehen geblieben oder habe mich am Spielplatz auf ein Mäuerchen gesetzt und einfach nichts gemacht.
Seit einiger Zeit sehe ich zu, dass ich den Hund in solchen Situationen in Bewegung halte, also auf und ab gehe am Stressauslöser - so oft, bis sie keinen Impuls zum Durchstarten mehr zeigt. Ich bin dabei still und lobe auch nichts. Wenn ich sie einfach mitlaufen lasse und NICHT versuche, sie auf mich aufmerksam zu machen oder sie für ein paar Schritte gutes Leinelaufen zuquatsche, läuft's bei uns insgesamt deutlich besser.Nur so als Gedankenanstoß - ich habe bisher vor allem gelernt, dass ein ängstlicher Hund nicht nach Schema F funktioniert...
Dein Arbeitsproblem kann ich schlecht einschätzen - geht's da um Kollegen oder um Kundschaft? Und ignorieren die den Hund eher oder gucken sie immer hin und sagen was Nettes? Wie nah müssen die dem Hund kommen?
Der übliche Tipp ist ja schönfüttern oder Leckerchen werfen, allerdings kriegen die meisten Leute das meiner Erfahrung nach nicht gut hin, weil sie es zu gut meinen. Fremde Menschen können nicht anders, als dem Hund ständig ins Gesicht zu sehen, sie versuchen immer zu streicheln und ähnlich ungeschickte Handlungen. Es wäre wahrscheinlich gut, wenn die Kollegen/Kunden Piri komplett ignorieren könnten, aber bring das mal Menschen bei, die nur wollen, dass der Hund sie mag... -
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Hallo Ihr,
schonmal danke für die mutmachenden Antworten :).
Gehe heute Abend auf die einzelnen Aspekte ein. Im Moment hab ich zu wenig Zeit.P.S.: Auweia, ich glaube Piri wird läufig...
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So, jetzt mit mehr Zeit nochmal:
offene[/b] Box als Rückzugsort anbieten? Eine Art Höhle. Sie sollte dort ihre Ruhe haben und von niemanden angesprochen oder angefasst werden.
[Also ich arbeite mit mehreren KollegInnen in einer pädagogischen Einrichtung, wo oft Jugendliche kommen und auch sonst recht viel Publikumsverkehr ist. Es sind ca. 12 kleinere und größere Räume über zwei Stockwerke verteilt. Piri hat einen festen Platz unter meinem Schreibtisch, wo sie sich sehr sicher fühlt. Ich halte mich in verschiedenen Räumen auf und Piri hat an mehreren Stellen Decken und Rückzugsorte. Am liebsten ist sie unter meinem Schreibtisch oder auf einem Sofa. Eine Box hat sie, die benutze ich aber nur noch im Auto und wenn ich mal wo bin, wo sie noch nie war. Meistens folgt sie mir, wenn ich den Raum wechsel. Das traut sie sich aber nur, wenn gerade keine Leute rumlaufen. Bis auf wenige Kollegen haben alle die Ansage, Piri zu ignorieren. An einige hat sie sich so weit gewöhnt, dass sie sich füttern läßt. Einige sind regelrecht enttäuscht, dass Piri so unnahbar ist, weil meine vorherige Hündin so zugänglich war und sich gerne und ausgiebig beschmusen ließ... ]Thema: Aus dem Geschirr schlüpfen. Ich würde an deiner Stelle überlegen ein Geschirr zu kaufen wo sie nicht raus kommt. Oder sie am jetzigen Geschirr und zusätzlich am HB zu führen. Dritte Möglichkeit (die ich bei meinen weißen leinenführigen Teufel nutze): Ein Zugstopp HB. Dieses liegt locker um den Hals wenn er an der Leine geht, zieht sich aber bis zu einem bestimmten Punkt zusammen wenn er zieht. Wichtig ist, dass das HB einen Stopp hat und der Hund nicht gewürgt wird.
Also das Geschirr, dass sie hat, ist meiner Meinung nach schon sicher. Es ist ein K9 Gurtgeschirr.
Ich passe da wirklich auch extrem auf. Am Anfang hab ich sie doppelt gesichert. Da wollte sie nur weg, egal wie. Aber ich bin wie gesagt sehr vorsichtig. Es gibt ja einige Beispiele hier, wo Angsthunde das Weite gesucht haben und keiner kann sie mehr einfangen. Das wird uns nicht passieren. Sie geht normalerweise gut an der Leine.... -
irgendwas stimmt mit diesem Thread nicht. Ich kann nicht richtig zitieren und krieg auch keine Seitenzahlen angezeigt.. ?!?
Und gerade habe ich meinen Post ändern wollen aber es ging nicht.
Hmmm. Also ich mach mal einfach weiter...
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Zitat
Wir haben Sally damals auch erst mit 5 Monaten bekommen. Zwar von privat, aber leider hat die Maus damals nix kennengelernt, außer ihre Geschwister & Eltern und ihr Frauchen. Keine Männer, keine Fremden, nix. Autos? HILFE! Müllsäcke, die gestern da noch nicht standen? PANIK! Es hat bei Sally fast 2 Jahre gedauert, bis sie nicht mehr panisch reagiert hat, wenn jmd auf uns zu kam. Also: Nicht aufgeben, weiter machen wie bisher.

Danke, das ist das, was ich hoffe, dass sie trotz den offensichtlichen Defiziten in der Prägephase weiter lernt und immer besser klarkommt. Ich kann auch damit umgehen, wenns zwei Jahre dauert.
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Zitat
Ich kann genau die gleichen Erfahrungen beisteuern: 5 Monate alte Hündin aus dem Tierschutz aufgenommen, die Angst vor allem hatte - außer vor anderen Hunden. Und zwar richtig Panik, so dass sie nur noch an Flucht denken konnte und natürlich überhaupt nicht mehr ansprechbar war. Kinder und alles, was damit zusammenhängt, waren besonders schlimm.
Jetzt, nach einem Jahr, haben wir es schon geschafft, einzelne Kinder auf Skateboards oder Tretrollern nur noch im Auge zu behalten, aber nicht mehr durchzudrehen. Sie ist immer noch sehr schnell gestresst, aber nicht mehr sofort panisch, und sie kriegt sich jetzt schneller wieder ein. Es gibt allerdings immer noch Panikattacken, wenn sie z.B. unvermittelte laute Geräusche hört (eine Tür schlägt zu, ein Fahrrad fällt um, jemand lässt die Jalousien runter) oder jemand einen Ball kickt. Wir arbeiten dran. Und viele Sachen, die vor einem halben Jahr noch Horror waren, sind jetzt meistens okay. (Eine Gruppe von Leuten kommt uns entgegen, jemand fegt den Bürgersteig, jemand kommt plötzlich aus einer Tür...)
Es gibt immer wieder Rückschläge, aber es wird langsam besser. Vor ca. zwei Monaten habe ich meine Taktik geändert, in Paniksituationen mit ihr umzugehen. Früher bin ich neben Baustellen oder flatternden Fahnenmasten stehen geblieben oder habe mich am Spielplatz auf ein Mäuerchen gesetzt und einfach nichts gemacht.
Seit einiger Zeit sehe ich zu, dass ich den Hund in solchen Situationen in Bewegung halte, also auf und ab gehe am Stressauslöser - so oft, bis sie keinen Impuls zum Durchstarten mehr zeigt. Ich bin dabei still und lobe auch nichts. Wenn ich sie einfach mitlaufen lasse und NICHT versuche, sie auf mich aufmerksam zu machen oder sie für ein paar Schritte gutes Leinelaufen zuquatsche, läuft's bei uns insgesamt deutlich besser.Nur so als Gedankenanstoß - ich habe bisher vor allem gelernt, dass ein ängstlicher Hund nicht nach Schema F funktioniert...
Dein Arbeitsproblem kann ich schlecht einschätzen - geht's da um Kollegen oder um Kundschaft? Und ignorieren die den Hund eher oder gucken sie immer hin und sagen was Nettes? Wie nah müssen die dem Hund kommen?
Der übliche Tipp ist ja schönfüttern oder Leckerchen werfen, allerdings kriegen die meisten Leute das meiner Erfahrung nach nicht gut hin, weil sie es zu gut meinen. Fremde Menschen können nicht anders, als dem Hund ständig ins Gesicht zu sehen, sie versuchen immer zu streicheln und ähnlich ungeschickte Handlungen. Es wäre wahrscheinlich gut, wenn die Kollegen/Kunden Piri komplett ignorieren könnten, aber bring das mal Menschen bei, die nur wollen, dass der Hund sie mag...Hallo Phantomaus,
Deine Beschreibung passt genau auf Piri. Finde Deine Tipps super. Zuquatschen tu ich sie zwar nicht (ähm glaub ich..) aber es ist vielleicht wirklich besser, Situationen einfach passieren zu lassen und nicht so viel Bestätigung zu geben. Weil es ja halt normal ist, für mich, dass da jemand mit (gruselgrusel) Rollkoffer des Weges kommt...
Meine Arbeitssituation hab ich ja oben beschrieben. Und ja, viele meinen es gut und wollen Kontakt zu ihr und dieses Anschauen ist ja nunmal Menschenart. Die meisten wissen ja, dass sie Piri ignorieren sollen. Aber diese Situationen kommen immer wieder, dass jemand vor ihr steht, sich über sie beugt (!) und dann Hand hinhalten und ansprechen. Das geht gar nicht. Schwierig, den Leuten zu sagen: wenn, dann mußt Du Dich auf den Boden setzen, wegschauen und sie kommen lassen...
Aber wie gesagt, die meisten wissen, dass man Piri ignorieren muß.
Aber manchmal gehts halt einfach nicht...Sorry für die vielen Posts. Aber das mit Zitate einfügen und so krieg ich hier gar nicht auf die Reihe...

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