Mein Hund knurrt Fremde an und fasst dann leider auch

  • Nachdem ich mich nun einmal vorgestellt habe, würde ich auch leider gerne eins meiner Problemchen vorstellen.

    Vor zwei Wochen habe ich mir einen Jack Russel - Australian Shepherd mix rüden angeschafft. Er ist nun 1 1/2 Jahre alt und ansich ein echt lieber Hund, der eigentlich auch aufs Wort hört. Er war vorher in einer Familie mit einem Kleinkind und ist nun in eine etwas größere Familie eingezogen. Mit meinen Kindern und meinem Mann hat er absolut keine Probleme. Er war von Anfang an total zutraulich und lieb. Allerdings bellt er grundsätzlich, wenn jemand an der Haustür vorbei läuft. Das finde ich auch gar nicht so schlimm und ignorier es meistens. Ausser er steigert sich hinein, dann wird er halt ermahnt und hört auch direkt auf. Dann gab es aber leider die Situation, dass er Besucher (hauptsächlich) männlich angeknurrt und angebellt hat. Dabei stellten sich regelrecht die Nackenhaare auf. Wurde dann echt vorsichtig und hab ihn dann halt festgehalten, weil ich nicht wusste ob er tatsächlich auch beissen würde. Heute war nun leider die Situation, das ich zu besuch bei einer Freundin war und dort direkt den Mann angeknurrt und angebellt hat. Er hat es halt ignoriert und sich einfach hingesetzt.Dummerweise musste ihr Mann dann weg und ging an meinem Hund vorbei. Der fing direkt wieder an zu knurren und hat sofort nach dem Bein geschnappt. Wenn er nicht reagiert hätte, hätte er das Bein getroffen. Zum Glück war es nur die Hose. Aber trotzdem schrecklich. Nun weiß ich absolut nicht wie und was ich machen soll, da ich nun auch weiß das er beißt, wenn man ihm zu nahe kommt.

    Wäre echt dankbar für jede hilfe

  • Also erstmal: ganz schnell deinen Hund an einen Maulkorb gewöhnen! Sollte ja nich so schwer sein, da er bei euch ja lieb ist, oder?

    Und dann würde ich bei sowas gar nicht lange rumexperimentieren, da aus der Ferne sehr schwer zu sagen ist warum und wann er das tut.

    Also wenn er den Maulkorb akzeptiert, ab zu ner guten Trainerin/ nem guten Trainer in eurer Nähe und da mit ihrer Hilfe testen warum, wieso, weshalb und so...

  • Erst Trainer - der den Hund dann an den Mauli gewöhnt ;) Ein falscher, schlecht sitzender Mauli ist auch nicht gut. Von daher von einem guten Trainer beraten lassen. In den Zoohandlungen haben die nämlich auch selten Ahnung.

    Ich schätze den Hund als unsicher ein - kann mich aber auch irren. Von daher würde ich nicht selber herum experimentieren, sondern einen guten Trainer zur Rate ziehen. Dieser kann sich die Situation genau ansehen und dann Tipps geben. Und ein Trainer muss nicht teuer sein :)

    Wo kommst du denn her? Eventuell kann die jemand aus dem Forum einen Trainer empfehlen.


    Edit:
    Willkommen hier im Forum ;)

  • Ok ich dachte an nen gut sitzenden Maulkorb käme man relativ einfach ran und somit könnte man sich dann die Kohle für die Maulkorb Sache schon mal sparen :hust:

    Aber ich kenn mich damit halt nicht wirklich aus... ;)

  • Erst einmal Danke für die Antworten. Über einen Maulkorb hatte ich auch schon nachgedacht, allein weil ich ihn in dem Punkt echt schlecht einschätzen kann. Einerseits halt total lieb,und ohne jeglichen Grund knurrt er dann einfach. Selbst als ich ihn aufgeholt habe vom Vorbesitzer hatte ich absolut keine Probleme. Er hat sich so dermaßen gefreut und ist sofort brav mit gekommen. Da war überhaupt kein Anzeichen von bellen oder sonstwas. Auch als mein Mann von der arbeit kam war er total lieb und ist drauf zugestürmt. Am nächsten Tag, als wir besuch bekamen fing er halt damit an und meinte den besucher anzubellen und anzuknurren. :sad2:
    Komme aus der Grafschaft Bentheim

  • Ja und der Trainer kann dann
    A. die Ursache des Problems finden und euch im Training helfen und
    B. kann er dir helfen deinen Hund besser "lesen" zu können.
    Ich mein ich kenne auch Hunde die ohne Vorwarnung schnappen aber bei den meisten kann man schon viel früher Anzeichen erkennen! Muskelspannung, Fixieren ect.

    In der Region kenn ich mich leider nicht aus aber es kommen bestimmt auch welche von Forum daher und können dir da weiterhelfen ;)

  • Hallo,
    nun habt Ihr da vermutlich ein Problem mit gleich mehreren Ursachen.

    Eine möglicherweise "brisante" Mischung von zwei Rassen, die jede für sich ihrem Halter eh schon a weng was abfordern, beides Rassen, die bei Unsicherheit auch gern mal nach vorne gehen und aufgrund ihres Temperaments gern zu Streß-Verhalten neigen, einen Hund, der sich gerade in einer entwicklungsbedingten Unsicherheits/Angstphase befindet und ein Hund, der bei Euch noch ganz neu ist und dementsprechend auch noch unsicher ist.

    Das kumuliert sich natürlich auf.

    Ehe grad in so einer sensiblen Lebens-Phase eines Hundes entscheidende Fehler gemacht werden, würde ich auch zu einem raschen Trainerkontakt raten.

    Und bis dahin jegliche Experimente, sprich "Gefahren-Situationen" meiden, den Hund zur Ruhe kommen lassen und keine aufregenden Dinge mit ihm unternehmen. Ihn bis zum Trainerbesuch solchen Momenten mit Fremden gar nicht aussetzen, bei unvermeidlichen Besuchern wird der Hund entsprechend gesichert (Nachbarzimmer, etc.)

    LG, Chris

  • Danke :smile:

    Ich hab mich gerade erstmal bei google bezüglich Trainer schlau gemacht und hier gibt es einige. Jetzt nur noch den richtigen finden. :???:

    Werd das experimentieren natürlich vermeiden. Will ja nicht das noch irgendetwas schlimmes hier passiert. Dann muss der Gute halt mal in der Küche ausharren, wenn besuch da ist. Vielleicht lernt er ja noch das Kaffee kochen.

    Und dann hoff ich nur noch, dass das Problem schnell erkannt wird und man was dagegen machen kann.

  • Ich würde auf jeden Fall immer erstmal ohne Hund zu dem Trainer und mir seine Methoden erklären lassen und vllt mal bei einer Gruppenstunde zuschauen. Weil das ist echt ein heftiges Problem wo man einen kompetenten Trainer haben sollte!
    Das dauert dann zwar 1-2 Wochen aber dafür habt ihr dann den für euch richtigen ;)

  • oh gott du arme, ich kenne das gefuehl. unser ruede ist auch so (milde ausgedruckt) ich weiss gar nicht was ich dir raten soll. kann dir nur etwas von meiner erfahrung erzaehlen. mit uns und mit leuten die er richtig kennt ist er so was von lieb und wuerde niemals was machen.
    sonst ist jede falsche bewegung, oder schnelle bewegung von menschen die er nicht richtig kennt eine gefahr. wir haben ihn schon seit 5 jahren und unser leben hat sich komplett veraendert dadurch. ein guter trainer hilft sehr. nur leider mussten wir durch laengeren aufenthalt im ausland mit training aufhoeren. jetzt, wieder im lande will ich wieder anfangen. es gibt hunde - da bekommt man es raus. bei meinem ist es so dass er wirklich unberechenbar ist und von fremden einfach fremdgehalten werden muss. trotzdem habe ich fortschritte gesehen dank hundetrainer. circa 10 freunde aus unserem freundeskreis hat er "fest" akzeptiert und liebt sie alle :-) und ich habe selbst sehr viel gelernt durch den hundetrainer. nicht aufgeben bitte, es wird alles gut. wichtig ist dass er euch akzeptiert und respektiert. lg.

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