Angst vor Gegenständen, fremden und bekannten Menschen
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Nalomy -
28. Februar 2011 um 21:18
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Hallo zusammen,
es geht um unsere Berner Sennen Hündin Buffy (geb. 22.06.2009). Wir haben sie im August 2009 bekommen und haben zu dem Zeitpunkt noch in Hannover in einer Etagenwohnung gewohnt. Im Park und in der City unterwegs sind wir auf viele Menschen getroffen und sie ist natürlich viel gestreichelt und geherzelt worden (fand ich persönlich nicht schlimm, ich dachte mir, so wird sie ja vermutlich den Menschen froh und gelassen begegnen), da hat sie nie Angst oder Unwohlsein signalisiert, ich hab es aber auch nie soweit kommen lassen, dass es zu viel für sie hätte werden können und habe die Situation recht früh aufgelöst und bin dann mit ihr weiter. Im November 2009 sind wir auf's Land gezogen, große Erdgeschosswohnung mit noch größerem Garten. Leider ist sie aus diesem anfangs ein paar mal ausgebüchst und hat die Gegend erkundet, kam aber immer nach ein paar Minuten wieder zurück.
Auf den Spaziergängen treffen wir natürlich bei weitem nicht mehr annähernd so viele Leute wie in der City und die, die wir treffen sind auch fast immer mit Hund unterwegs.
Im letzten Frühjahr fiel uns dann auf, dass unsere "Kleine" panische Angst vor diesen großen Gartengießkannen hat, was uns mehr als seltsam vorkam, da sie diese von uns bisher nicht kannte und vor nicht gefalteten oder zerknüllten Brötchentüten nimmt sie ebenfalls reißaus.
Unsere Vermieterin, eine ältere Hundehalterin, wurde als wir einzogen fröhlich begrüßt, wenn diese nun vorbei kommt, versteckt sich Buffy hinter mir und nimmt schon gar keine Leckerlis mehr von ihr an. Sobald es klingelt, bellt sie sich bis zum Abrufen die Seele aus dem Leib, sobald aber jemand die Wohnung betritt, haut sie ab, in die hinterste Ecke und lässt sich auch mit Leckerli (und sie lässt sich eigentlich kein Futter entgehen) nicht wieder vorlocken. Sogar meine Schwester, die wir zumindest alle 1,5 Monate zu Gesicht bekommt und die sie seit ihren Welpenschuhen kennt, wird nur noch aus der Ferne beäugt, allerdings siegt dort ab und an schon der Futterrausch und sie nimmt die Leckerli mit weit gestrecktem Hals entgegen und kuschelt sich dann sofort wieder an mich, meine Eltern, meine Nichte und ihren Sohn, die wir genauso selten sehen, liebt sie allerdings abgöttisch. Fremden Männern kann sie überhaupt nicht auf's Feld schauen, wobei sie bei Frauen schon eher mal eine Ausnahme macht.
Und das Kurioseste: Beim Spazieren gehen, bolzen und spielen ist von Angst keine Spur, wenn wir auf Fremde treffen und sie mit deren Hunden spielt, geht sie bei den fremden Herrchen/Frauchen sogar nach Leckerli betteln, wenn diese besser riechen als unsere. Sobald wir in der Stadt spazieren gehen, sei es auch bloß eine Kleinstadt, bricht sie wieder total in Panik aus, möchte am liebsten sofort wieder ins Auto umkehren und zittert wie Espenlaub.
Ich bin ehrlich gesagt ziemlich verzweifelt und weiß auch so gar nicht, was da irgendwann, irgendwie mal vorgefallen sein könnte, aber ich möchte meinem Engel doch wirklich den Stress nehmen. Ich betüdel sie nicht, wenn sie so ängstlich ist und versuche die Situation locker zu nehmen, indem ich selber ganz relaxed bleibe und zwischendurch gähne (habe irgendwo gelesen, dass den Hund das beruhigen soll
), aber leider ist das nicht wirklich von Erfolg gekrönt.Ich hoffe, ihr habt ein paar Tipps, wie wir sie etwas "auflockern" können, die soll natürlich nicht jedem Menschen sprichwörtlich um den Hals fallen, aber zumindest nicht vor jedem pauschal weglaufen und sich verstecken, der sie in ihren Revieren (zu Hause, bei meinen Eltern oder meiner Nichte) "besucht". Wenn ihr noch was wissen müsst, fragt einfach, ich hab bestimmt das ein oder andere vergessen zu erwähnen, was mit gezielten Fragen, wieder zum Vorscheinen kommt.
Viele Grüße und einen schönen Abend
Biene -
28. Februar 2011 um 21:18
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Hallo Biene,
erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Das ist wirklich kurios, da Ihr den Hund schon von kleinauf habt, er einerseits überhaupt keine Angst zeigt und anderseits in eigentlich gewohnten Situationen ziemlich panisch reagiert. Dazu ist es für einen Berner Sennenhund eher unüblich ...

Daher frage ich mal die üblichen Fragen: Woher habt Ihr den Hund denn her? Habt Ihr sie mal beim TA ausgiebig untersuchen lassen, insbesondere ob ihre Augen und Ohren noch richtig gut funktionieren und auf ihre Blutwerte?
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Hallo souma,
vielen Dank für's Willkommen heißen.
Wir haben sie nicht vom ordentlichen Züchter, sondern von einer selbsternannten "Hobbyzüchterin", muss aber dazu sagen, dass ich mittlerweile nicht mehr so blauäugig bin. Hier das warum: sie war quietschfidel als wir sie abgeholt haben, angeblich mehrfach entwurmt und geimpft (wenigstens da lässt sich nicht unbedingt schummeln) Und nach einer Woche nahm das Drama seinen Lauf. Die kleine Maus hatte so heftigen Durchfall, wir natürlich sofort und ohne Umweg zu unserer TÄ. Stuhlprobe war alles andere als fein. Der Zwerg war total parasitär und wäre uns beinahe von der Schippe gesprungen. Freunde meinte, wir sollen sie zurück geben. Aber das hätte ich nicht über's Herz gebracht, wer weiß, was diese "Vermehrerin" mit ihr gemacht hätte

Sie hat die beste Versorgung bekommen und ist, weil sie trotz Krankheit so verfressen war, relativ schnell genesen, hat aber natürlich die volle Chemiedröhnung bekommen. Wir haben beschlossen, nicht zur Welpenschule zu gehen, damit die anderen Welpen geschützt waren und sind bis zur zweiten Stuhlprobe, nach einer weiteren Woche, sämtlichen Hunden aus dem Weg gegangen.
Beim TA waren wir mit ihr in ihrem ersten Jahr nahezu monatlich, da sie immer mal wieder eine Knochenhautentzündung hatte und mehr auf drei, als auf vier Beinen unterwegs war. Bei einem Röntgen letzten Sommer haben wir dann auch noch die Hiobsbotschaft mögliche HD bekommen, wir sollen abwarten, bis sie ausgewachsen ist. Und sie mit Anibio Anticox HD versorgt. Seit ihrem 1. Geburtstag *toitoitoi* hatte sie lediglich einmal eine wunde Pfote und sonst nichts mehr, außer ab und an verstopfte Drüsen.
Bluttest, Ohren und Augen haben wir so noch nicht testen lassen, aber da wir ohnehin wegen eines internationalen Impfpasses und zur Abholung der Wurmkur und der potenziellen Analdrüsenleerung nächsten Monat zur TÄ müssen, werd ich das auf jeden Fall anregen. Sie hat allerdings öfter gerötete Augen, zwei TÄ haben unabhängig voneinander gesagt, dass das schon mal häufiger beim Berner auftauchen kann, aber Konkretes im Inet hab ich darüber leider noch nicht gefunden.
Ich weiß wohl, dass ihr Verhalten für einen Berner eher unüblich ist, deswegen mach ich mir solche Sorgen, dass irgendwann mal irgendwo was vorgefallen ist, was wir nicht mitbekommen haben. Sie ist ja sonst ein echtes Goldstück (auch wenn sie manchmal bzw. in letzter Zeit häufiger die Ohren auf Durchzug stellt
) und andere Hundehalter sind auch oft begeistert von ihr, weil sie sich so sozial verhält und nicht aufdringlich ist, auch wenn sie im Spielrausch ist und können teilweise gar nicht glauben, dass sie zu Hause, wenn Besuch da ist, so ein "Schisser" ist.Viele Grüße und eine angenehme Nacht
Biene -
Hallo,
wenn ich das richtig verstehe, dann seid ihr im November 09 aufs Land gezogen und bekommen habt ihr sie im August.
Das heißt, dass sie ab dem 5. 6. Lebensmonat wesentlich ruhiger gelebt hat als vorher in der Stadt. Ihr habt weniger Menschen getroffen und habt generell wahrscheinlich ruhiger gelebt.
Seid ihr dennoch öfter mal in eine Stadt, oder in Gegenden wo viel Trouble war?Dass ein Hund vor ungekannten Gegenständen Angst hat, ist nicht unbedingt ungewöhnlich. Das legt sich aber meist nach einiger Zeit wieder wenn sie den Gegenstand als ungefährlich eingestuft hat.
Die Gieskanne würde ich einfach stehen lassen und auch immer mal ein paar Brötchentüten auf dem Boden liegen lassen.
Schenke diesen Gegenständen aber nicht zu viel Beachtung und versuche sie nicht dorthin zu locken. Das schürt nur das Misstrauen.Wenn sie nicht zu Menschen möchte, dann akzeptiere das und verhindere vor allem, dass Menschen sie mit Leckerlis locken.
Zuhause würde ich sie einfach in Ruhe lassen wenn Besuch da ist, oder sie eben auf ihren Platz schicken.Liebe Grüße
Steffi
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Hallo Steffi,
das ist richtig, seid wir auf dem Land wohnen, ist alles wesentlich ruhiger geworden. Wir nehmen sie auch ab und an mit in turbulentere Gegenden, aber wie gesagt, da ist sie dann völlig panisch! Ist es sinnvoll, sie öfter in actionreiche Gegenden mitzunehmen, damit sie sich daran gewöhnen kann oder sollen wir das lieber gänzlich lassen, was ich sehr Schade finden würde, eigentlich möchte man doch seinen Begleiter überall mit hin nehmen?!

Die Gegenstandsgewöhnung werd ich dann auch in Angriff nehmen.
Ich akzeptiere durchaus, dass sie nicht zu Menschen möchte, wollte nur dass sie dabei nicht so viel Stress und Angst hat und dachte dafür gäbe es evtl. eine Lösung.
Viele Grüße
Biene -
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Hallo,
ich wollte nur noch kurz mal anmerken,
daß Hunde bis zu drei "Unsicherheitsphasen" in ihrer Entwicklung durchmachen.War gestern der Laternenpfahl vor dem Haus noch kein Problem, ist es heute plötzlich zum "Feind" mutiert, welches mal ordentlich verbellt werden muß.
Konnte man gestern problemlos an einem Baum vorbeigehen, so ist es heute ohne Bogen nicht möglich.
Waren gestern irgendwelche Gegenstände noch egal, so sind sie heute "gefährliche Monster", die einem weh tun können.Wenn es das sein sollte,
aber Dein Hund seine natürliche Neugier trotzdem noch zeigen sollte,
dann laß den Hund da hin und schnüffeln, und sich selbst davon überzeugen, daß diese "Dinge" alle nicht gefährlich sind.
So ein Erfolgserlebnis: Die eigene Angst überwunden zu haben, und festzustellen, daß diese "Dinge" ja überhaupt nicht "schlimm" sind, sind für viele Hunde schon Belohnung genug.Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Hallo,
Du solltest sie schon noch mitnehmen, aber alles wohl dosiert angehen und schauen, dass sie nicht völlig gestresst ist. Vielleicht mal an den Stadtrand setzen und die Menschen aus sicherer Entfernung beobachten. Wenn das klappt, dann mal ein kleines Stückchen in die Stadt rein und wieder raus bevor der Hund Panik hat. Du musst auch versuchen nicht fluchtartig die Stadt zu verlassen wenn Dein Hund doch plötzlich Angst bekommt, denn auch das gibt ihm dann das Gefühl, dass hier etwas nicht in Ordnung ist. Es ist nicht einfach hier richtig ranzugehen und man kann viele Fehler machen die das Problem dann noch verstärken kann.
Wenn Du da unsicher bist wie Du vorgehen solltest, dann hol Dir professionelle Hilfe ins Haus. Das hilft Dir ruhiger zu bleiben und dem Hund dann auch.
Ich hatte selbst einen Angsthund und es hat sehr lange gedauert bis er einigermaßen alltagstauglich war, aber ich wollte nicht aufgeben, denn dadurch nimmt man sich und auch dem Hund ein gewisses Stück Lebensqualität.
Meiner Meinung nach kann man das mit viel Geduld, Hilfe von außen (wenn man es selbst nicht kann) und Zeit in den Griff bekommen.Sage fremden Menschen, dass sie den Hund einfach ignorieren sollen. Heißt auch, dass sie sie nicht anschauen und nicht ansprechen. Mit der Zeit wird sie sicherer werden. Je mehr man versucht an ihr rumzudoktern in der Form von beruhigend auf sie einreden, oder locken, um so unsicherer wird sie.
Liebe Grüße
Steffi
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Zitat
Ich hatte selbst einen Angsthund und es hat sehr lange gedauert bis er einigermaßen alltagstauglich war, aber ich wollte nicht aufgeben, denn dadurch nimmt man sich und auch dem Hund ein gewisses Stück Lebensqualität.Genau das ist der Punkt, Buffys fehlende Lebensqualität, weil wenn nur wir da sind, ist sie total gelöst.. Spielt, kabbelt, fordert, aber wehe da ist jemand unsympathisches in der Nähe :/ Ich würde allerdings auch gerne mit ihr gelenkschonenden Hundesport machen und dachte da an Obedience oder Nasenarbeit und würde mit ihr natürlich auch gern die BH laufen, das alles gern in einem Hundesportverein o. ä. Soll ich erst noch warten, bis sie vielleicht sicherer geworden ist oder sie ins kalte Wasser schubsen?
Habe ihr gestern eine offene Brötchentüte zum Begutachten auf den Boden gelegt. Hat sie Null interessiert, ob das olle Ding da liegt oder nicht, aber als ich die noch in der Hand hatte, ist sie stiften gegangen. Hab ihr dann nach ein paar Stunden kommentarlos ein Leckerli in die Tüte geworfen, als sie nicht im Raum war, als sie wiederkam hab ich sie an der Leckerlidose schnüffeln lassen und sie "suchen" lassen. Als sie's entdeckt hat, hat sie mit der Tüte kurzen Prozess gemacht. Wenn noch Brötchen in der Tüte sind, stört sie diese auch nicht, im Gegenteil, da läuft sie anstandslos "Fuß" von der Haustür bis zum Esstisch
Es scheint also was mit der offenen, leeren Tüte in Menschenhand zu tun zu haben 
Gestern wollte sie an spielenden Kindern nicht vorbei gehen, als wir dann doch vorbei waren, hat sie sich umgedreht, die Mädels beobachtet und wollte dann sogar zu ihnen hin. Etwas verwirrt war ich da schon

Ich hab sie beim Spielen mit anderen Hunden nochmal genauer beobachtet. Um die Herrchen macht sie große Bögen, bei Frauchen entscheidet offenbar die Sympathie.
LG
Biene -
Hallo nochmals,
hat vielleicht jemand mal eine Brötchentüte platzen lassen?
Viele Hunde haben dann nämlich Angst vor Tüten. Kann Dir auch mit Luftballons so gehen.Wenn Du einen guten Hundeplatz hast und die Trainer auf den Hund Rücksicht nehmen, dann spricht nichts dagegen mit ihr dorthin zu gehen.
Es ist gut, dass sie sich die Angstobjekte nochmal anschauen möchte, denn dann ist sie nicht total panisch sondern interessiert. Das ist wesentlich einfach wie ein kopfloser Hund. Ich habe mich auch oft mit Filou in die Nähe von Kinderspielplätzen gesetzt und einfach nur das Geschrei und Gehopse beobachtet.
Sie sind ihm zwar immer noch nicht ganz geheuer, aber er läuft anstandslos an ihnen vorbei.Liebe Grüße und Kopf hoch
Steffi
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Hallo,
ach du je.. den Schuh für das "Brötchentüten-Angst-Syndrom" zieh ich mir jetzt mal selber an, ich hab bei den "lerne viele Geräusche kennen, so lang du noch so klein bist Übungen" mal ein, zwei Brötchentüten platzen lassen, aber sie hat das damals scheinbar nicht interessiert
Mit Luftballons hat sie keine Probleme, aber ein solcher ist auch noch nicht geplatzt! Aber jetzt weiß ich wenigstens woran es liegen kann. Danke für's Augen öffnen :)Den guten Hundeplatz gilt es jetzt erstmal zu finden, da werden wohl einige Telefonate und Besuche statt finden müssen in nächster Zeit.
Na ich werd mit Madame jetzt auch mal in die Beobachterrolle schlüpfen und wieder öfter Freunde einladen, die sie dann ignorieren dürfen, damit sie sich dran gewöhnt.
Der Kopf ist oben und die Zuversicht hat sich nicht in Wohlgefallen aufgelöst..

Viele Grüße
Biene - Vor einem Moment
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