"Oma hab ich zum FRESSEN gern.."

  • Ich gehe mal davon aus, dass die Wohnung groß genug ist, um Hund und Großeltern per Management zu trennen. Das bedarf lediglich der Absprache mit den Großeltern, wenn ich mit dem Hund rausgehe, haben sie sich nicht im Flur aufzuhalten. Wo ist das Problem?

    Das bedeutet also nicht, dass der Hund "tagelang eingesperrt" ist. Es bedeutet lediglich, dass der Hund nicht mit dieser Sonderbegegnung Großeltern konfrontiert wird und deshalb deutlich entspannter bleiben kann.

    Man kann es auch unnötig komplizieren.

    Von WEGSPERREN hat keiner geschrieben.

    cazcarra

  • Ich will ihn eben nicht 24 Stunden lang ins Zimmer sperren Oo Daher hab ich ja nach einer Alternative gefragt.

    Die Operation war eine Woche vor Mums Geburtstag. Zu dem Zeitpunkt kam er sehr gut mit dem eingebundenen Bein und der Tröte zurecht, so dass für mich nichts dagegen sprach Besuch zu empfangen. Mein damaliger Freund war auch da und es gab keine Probleme =/

    Joey drängelt halt sehr rum und ist schon aufdringlich, würde ich es nennen. Also anfangs, wenn ich auf dem Boden saß, dann kroch er mir fast ins Gesicht und hat gar keinen Abstand gehalten oder meine "Komfortzone" beachtet, was mir damals sehr unangenehm war, da ich ihn ja auch nicht einschätzen konnte. Er lässt sich gerne kraulen und kämmen und wir kuscheln oft, aber dieses "sehr enge" kann er nicht. Ich denk eben manchmal "er hat 2 Jahre auf der Straße gelebt, kaum Menschenkontakt.." - und noch dazu hab ich mehrmals gelesen, in Büchern, Foren, dass dieses Kopfauflegen eine "Dominanzgeste" ist. Also im Sinne von "ich check mal ab, wo du grad bist und dass du ja nicht weg gehst". Und so macht er es eben bei meinen Gästen. Er legt den Kopf auf die Knie, stupst sie an und das geht ne ganze Weile bis sie ihn entweder kraulen - dann legt er sich auf die Seite und genießt. Oder er schnaubt dann trotzig und geht.

  • ich weiß jetzt nicht, ob das schon als tipp genannt wurde:

    vielleicht könntest du deinem hund beibringen, dass wenn er auf seinem platz liegt- er dort seine ruhe hat. niemand sollte den hund auf seinem platz stören- auch boxen, die für viele hunde wie ein bau sind- eignen sich toll als rückzugasort. man baut das ganze positiv auf (hund erhält, wenn er in der box ist) sein futter. hat hundchen stress, kann er sich in seine box zurückziehen- oder man schickt ihn dort hin. ist der hund soweit an die box gewöhnt, kann man die tür schließen.

    wenn dein hund versucht, deinen großeltern hinterherzurennen, würde ich das ganze unterbinden und ihn zur not auf seinen festen platz schicken. du nimmst ihn durch diese vorgehensweise aus der situation. liegt er an strategisch günstigen stellen (im hausflur/ in der küche) würde ich das ebenfalls unterbinden.
    gutes benehmen kann man belohnen.

  • ja ich täte den Hund sichern - ganz sicher betreten Deine GEs nicht alle Zimmer der Wohnung, der Hund braucht das auch nicht, schon gar nicht, wenn es nur ein paar Tage im Jahr ist.

    Du hast mächtig Schwein, dass Dein Hund so ausgeprägt warnt, wenn ihm was nicht geheuer ist und nicht gleich reinbeißt, dafür gehört ihm ein Orden verliehen! Und klar, du kannst daran arbeiten, dass der Hund die Oma nicht mehr so bedrohlich findet, und vielleicht auch daran, dass Deine Oma den Hund nicht mehr bedrohlich, oder so bedrohlich wie jetzt empfindet.

    Aber das geht eben nur gezielt, und wenn Du unter Kontrolle hast, wer grad wo ist. Dazu dürfen die sich eben nicht zufällig und ungeplant irgendwo treffen.

    Und "ignorieren" reicht einfach nicht - stell Dir doch mal selber vor, du hättest Angst vor Spinnen. Du fährtst Deine Cousine Besuchen für 3 Tage, und die züchtet seit einem halben Jahr jetzt Vogelspinnen... und die eine da, die hat schon auf "Vogelspinnisch" zu Dir gesagt, dass Du gefällig Abstand halten sollst. Deine Cousine kann ein bißchen "Vogelspinnisch" du, gar nicht. Also sagt sie Dir, du sollst die Ignorieren. Und WIE sieht das Konkret aus? Ist "Ignorieren", wenn Du ihr entgegen gehst, sie aber nicht ansiehst? Oder kannst Du dich sogar neben sie setzen, solange du nur nicht guckst?
    Oder wäre es vielleicht besser, wenn es KLARE Anweisungen gibt wie: Wenn es knurrt, stehenbleiben, wegsehen, nicht vorbeugen, umdrehen, weggehen, mich rufen! Und könntest Du das dann tatsächlich machen, wenn du starr vorm schreck bist, weil Dir die olle Vogelspinne auf dem Weg zum Klo begegnet, wärend Du dringend mußt, und das Ding sieh doch, so sagt Dir dein vernünftiges Hirn, doch gar nicht soooo gefährlich aus, und dein emotionales Hirn sagt "P wie PANIK" - übrigens "gewinnt" das emotionale Hirn fast immer ausser man hat sich das wirklich zuvor klar gemacht, dass man vermutlich in einer solchen Situation entsprechend reagieren wird, und es entsprechend TRAINIERT hat - das haben dene GEs aber nicht, und wieso sollten sie auch? Ich finde nicht, dass man das von ihnen verlangen braucht. Der Hund kommt durchaus für ein paar Tage mit ein paar weniger qms aus.

    Meine Großeltern hätten mir den Vogel gezeigt, und gesagt, solange sie da sind, kannste den Hund mal in Deinem Schlafzimmer lassen!

    Ich habe manchmal unverträgliche Hunde im Haus - da kann ich auch nicht einfach "hallalie" mal alle Türen auf, und "gucken was passiert, vielleicht passiert ja nix" probieren, nach dem Motto, "der Crispel ignoriert den blöden vollspacko schon, hat ermit anderen Hunden auch!" Neee, die werden feinsäuberlich separiert, und dann spielen wir "Shoppy, wechsel dich" und jeder wird angemessen bespaßt, gekrault, darf mit aufs Sofa und bekommt seinen Auslauf - und die anderen sind derweil fein "weggeräumt", damit auch ja nix passiert.
    Da ich bezweifle, dass Deine GEs kommen, um von Dir in ein einzelenes Zimmer "weggeräumt" zu werden, muß dann halt der Hund zeitweise entsprechend eingesperrt werden. Dass das nicht 24 Stunden am Tag sein können, dafür haben Deine GEs sicherlich Verständnis. Dass der hund frei rumläuft, und mich anknurrt, während ich Angst vor dem habe und keine Ahung, wie sich Hunde ausdrücken, dafür hätte ich keins...

  • Die Variante "Joey kommt ins Zimmer" hab ich bisher einfach nicht in Betracht gezogen, da er sonst immer so lieb ist und ihn sowieso alle lieben :| Ich war da sehr naiv zu denken, dass sich "das schon gibt", wenn die beiden nur öfter zu uns kommen. Ich war auch der Annahme, dass Joey merkt "Ok, die tun mir ja gar nix", wenn sie ihn einfach nur links liegen lassen - schließlich ging er dann ja auch später paar Mal zu meiner Oma hin und wollte gestreichelt werden ._.

    Ich werd mich wohl mal mit der Hundeschule in meiner Nachbarsstadt auseinandersetzen.

  • Zitat


    Man kann es auch unnötig komplizieren.

    Von WEGSPERREN hat keiner geschrieben.

    cazcarra

    Nicht?

    Zitat


    Beitragvon Tani88 » 28.02.2011 00:07

    Ich muss sagen, ja, ich würde für die wenigen Gelegenheiten wegsperren.

    Und auch die anderen Ratschläge, den Hund in einem Zimmer zu sichern, sind ja nichts anderes als wegsperren. Es geht hier auch nicht um mal ein Stündchen zum Kaffeetrinken, sondern durchaus über Nacht oder sogar mehrere Tage. Und wie groß die Wohnung der TS ist, wissen wir alle nicht.

    Natürlich ist das die einfachste Lösung, aber ist es auch die Beste? Die Idee mit der HuSchu, bzw.einen Trainer zu fragen, halte ich für die beste Idee. Ich hoffe, du erwischt einen, der sich wirklich damit auskennt.

    Übrigens: das Kopfauflegen ist KEINE Dominanzgeste, sonst hätte es hier schon innerhalb des Rudels Mord- und Totschlag gegeben. Das macht hier z.B. auch der Rudelletzte bei dem Rudelführer, also der Rudelletzte hat den Kopf auf dem Rudelführer. Würde der Underdog damit den Großen dominieren, würde der "Chef" sich das nicht gefallen lassen.
    Auch das Pfote auflegen ist nur gedacht, um einer Bitte Nachdruck zu verleihen. Wenn also ein Rudelniederer einen Höheren zum Spielen auffordert, der Höhere ignoriert das, kommt die Pfote vom Rudelniedrigen als "och büütte". Wenn selbst das nicht wirkt, lässt es der Rudelniedrigere bleiben. Mit Dominanz hat das auch nichts zu tun.
    Im Gegenteil. Ich habe schon beobachtet, daß ein Rudelchef einen Underdog zusammengepfiffen hat (verbal), und der Unterlegene in Demutshaltung seine Pfote als Beschwichtigung auf die Pfote des RF gelegt hat. Ist also immer situationsabhängig. Niemals aber habe ich es als Dominanzgeste beobachtet.

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