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Kalziumgehalt Lupovet

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    Hallo zusammen,


    ich füttere z.Z. Lupovet IBDerma. Dieses hat einen Kalziumgehalt von 1%.
    Irgendwie werd ich nicht schlau daraus, bzw. versteh hier was nicht wirklich.
    Momentan bekommt meiner 2% seines Körpergewichts zu fressen. D.h. bei 30kg sind das 600g. am Tag.
    Heißt das jetzt er bekommt also 1% von 600g an Kalzium am Tag?? Also 6g Kalzium??
    Heißt es nicht immer der Tagesbedarf an Kalzium wird berechnet mit 80mg/kg?
    Also wäre das bei 30kg Hund doch nur 2,4g Kalzium am Tag... Dann würde er ja mit 6g am Tag viiiieeel zu viel Kalzium bekommen!!
    Bin völlig verwirrt :headbash:
    Kann mir das einer erklären? Wollte nämlich auf Teilbarf umstellen. Und wenn er dann mit der Hälfte an Trockenfutter immernoch 3g Kalzium am Tag bekommen würde, dann müsste ich ja gar kein Kalzium mehr zu füttern, oder?
    Irgendwie steh ich grad auf dem Schlauch...


    Vielen Dank im Vorraus...
    Philipp

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  • Hallo Philipp,


    da bin ich auch schon drüber gestolpert. :???:
    Es gibt ja auch Sorten, bei denen der Kalziumanteil noch höher liegt, z. B. beim Canis Alpha (1,4%, bzw. 1,5%). Da wäre mein 17 Kg-Hund theoretisch schon mit 100g gut versorgt, was natürlich als Futtermenge nicht ausreicht. Bei Dir wären das mit 600g schon 9g/Tag! Das "Zuviel" muss ja auch irgendwohin, bzw. wieder aus dem Hund raus. Ich habe da jetzt nicht nachgeforscht, denke aber, dass das auf Dauer auf die Nieren geht. Mit der erhöhten Futtermenge steigt ja auch die aufgenommene Menge an Phosphor. Und andererseits müssten es mit Marengo (0,63%) bei mir schon mind. 200g Futter sein. Also, rein rechnerisch. Wäre schon wieder recht viel Futter. Mir stellt sich auch die Frage, wie gut ein Hund das angebotene Kalzium überhaupt verwerten kann? Bis auf Marengo und noch das ein oder andere Spezialfutter, bieten die Hersteller durchweg Sorten mit 1+% Ca an. Mir erschließt sich das noch nicht.


    Einfach das Trofu mit 50% Barf ohne Kalziumquelle zu ergänzen, scheint mir jedenfalls nicht so 'ne gute Idee. Das Ca/Ph-Verhältnis würde gar nicht mehr stimmen.


    Kann jemand Licht ins Dunkel bringen?


    VG, Fly

  • Ja, irgendwie sehr seltsam... Ich blick da echt nicht durch. Hatte mir gedacht, ich bringe die 50% Barf auf das richtige ca/ph Verhältnis, also 1.3/1. Da die Kalziummenge aber dadurch natürlich nicht den Tagesbedarf an Kalzium decken würde, müsste ich ja dann trotzdem eigentlich noch Kalzium zu füttern. Vorausgesetzt ich würde kein Trofu mehr füttern. Aber wenn es wirklich so ist, dass ich mit der Hälfte an Trofu, also 300g., immernoch alleine dadurch 3g Kalzium füttern würde, dann könnte ich mir das weitere zu füttern doch sparen, oder?? Ich hoffe sehr, dass mir da jemand weiterhelfen kann...

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  • Zur Erklärung:
    1. Du fütterst deutlich mehr als die empfohlene Futtermenge - bei hochwertigem Trofu ist das üblicherweise so 1.2% des Körpergewichts.


    2. Die Werte für den Erhaltungsbedarf beziehen sich meist auf das, was tatsächlich in der Biochemie des Hundes ankommt - das ist immer weniger, als was gefressen wird.


    3. Diese Werte sind Minimalwerte, die nicht dauerhaft unterschrittenwerden sollten. Sie sagen nichts über unbedenkliche Höchstwerte aus.


    4. Der Hund verfügt über recht effiziente Mechanismen zur Regelung der Calciumversorgung. Ist er gut versorgt, und ist immer noch viel im Futter, so nimmt er es schlicht nicht auf. Ziemlich sinnvoll für ein Raubtier, das je nach Versorgungslage auch mal mehr Knochenanteil frisst, als strikte notwendig wäre.


    Also entspann dich, fast jeder Hund kriegt lebenslang deutlich mehr Calcium, als zum knappen Überleben notwendig wäre.... ;)


    Und zur Praxis: füttere eine halbe Tagesration Frischfutter, die über eine Woche gemittelt ein korrektes Ca:P Verhältnis hat (wie es das Lupovet auch hat). Das ist wesentlich wichtiger als die absolute Menge an Ca. Also: was du wöchentlich an Frischfutter verfütterst, sollte ein Ca/P Verhältnis von ca. 1.3:1 haben.

    Rhian - Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006

    Splash - Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010

    Emrys - Welshie-Zwärgli *27.6.2020

    Welsh Springer Spaniels Reloaded!

  • Hallo naijra,


    danke für deine Erklärungen.
    Ich füttere ihm 2%, da er leider EPI (exokrine Pankreasinsuffizienz) hat.
    Und er trotz zusätzlicher Enzymgabe mit 1,2% nur abnimmt und Fett zufüttern nicht funktioniert. Kartoffeln auch nicht :(
    Zur Praxis: Habe ich dich richtig verstanden, dass ich ihm seine halbe Tagesration Barf auf ein richtiges ca/P Verhätnis bringen soll, auch wenn damit nicht der komplette Tagesbedarf an Kalzium gedeckt werden würde? Der restliche nötige Kalziumbedarf also das Lupovet "übernehmen" würde?


    Also mal ein Beispiel...
    Ich weiß, dass was ich jetzt schreibe hat nix mit Barf zu tun. Aber ist einfacher anhand dieses Beispiels zu erklären, was ich meine.
    Wenn man sich z.B. den Kalziumrechner von Lunderland http://www.lunderland.de/rechner/calcium.html anschaut und beispielsweise mal Lunderland Dose Wildfleisch eingibt mit einer Tagesmenge von 250g (angenommen das wäre eine halbe Tagesration Barf), bei 30kg Hund, dann steht dort folgendes:


    - Um in 250 g Lunderland Dose Wildfleisch das erwünschte Kalzium / Phosphorverhältnis von 1.3 zu 1 zu erreichen, müssen Sie
    0.34 g Kalzium dem Futter beifügen.
    Dies entspricht ca. 1 g Lunderland-Algenkalk.
    - In 250 g Lunderland Dose Wildfleisch zzgl. 1 g Lunderland-Algenkalk sind insgesamt 0.39 g Kalzium enthalten.
    Wenn Sie die Gesamtmenge an Lunderland-Algenkalk auf 6.91 g erhöhen, ist der komplette Kalzium-Tagesbedarf (2,4g) für eine(n) erwachsener Hund mit 30 KG Körpergewicht gedeckt.


    Das hieße jetzt, ich müsste der halbe Tagesration 1g Algenkalk beimengen um das Verhältnis 1.3 zu 1 zu erhalten.
    Ich müsste aber die Algenkalkmenge NICHT auf 6,91g erhöhen, da er ja noch eine Hälfte Trofu bekommt. Richtig?
    Wäre also die eine Hälfte Trofu ausreichend, um den Tagesbedarf an Kalzium zu decken, nachdem ich, bei diesem Beispiel, nur das ca/P Verhältnis der Dose ausgeglichen habe und nicht noch weiter die Algenkalkmenge erhöhen würde?


    Ich hoffe, ich habe das jetzt nicht zu kompliziert geschrieben und konnte anhand dieses Beispiels verdeutlichen, wo ich momentan nicht durchblicke.


    @mods: Wenn diese Frage eher in die Barf-Rubrik gehören sollte, bitte dort hin verschieben. Danke.


    Viele verwirrte Grüße
    Philipp

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Danke naijra :gott:
    Wenn das so ist, dann sollte es ja kein allzu großes Problem werden. Einfach die eine Hälfte Barf auf das richtige Ca/P Verhältnis bringen und sich keine großen Gedanken über den Tagesbedarf an Calcium mehr machen, da dieser ja eh durch die andere Hälfte Trofu abgedeckt werden würde.


    Einen Schritt weiter :D
    Gruß
    Philipp

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