Totale Angst vor Menschen
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Hallo,
ich habe seit Anfang Dezember 2010 eine kleine Mix-Hündin zur Pflege, lt. meinem Tierarzt wurde sie Ende Oktober/Anfang November 2010 geboren und stammt höchstwahrscheinlich von einem Vermehrer bzw. aus dem Ostblock. Das Leben von Hope hing wochenlang an einem seidenen Faden, aus diesem Grund konnte sie die große weite Welt nur 1x am Tag für 5-10 Minuten, dick eingemummelt aus einer Tasche betrachten.
Jetzt ist Hope endlich seit ca. 4 Wochen über den Berg und es könnte alles so toll werden, wenn sie nicht so eine panische Angst vor Menschen hätte. Anfangs zeigte sie ihre Angst in dem sie total steif wurde und zitterte wenn jemand sah, jetzt kläfft sie alles und jeden an. Sogar prophylaktisch wird gekläfft, es könnte ja jemand aus der Hofeinfahrt rausgehen.
Ich bin total am Ende, meine Nerven liegen blank, jeder Spaziergang wird zum Spießrutenlauf weil ich einfach nicht weiß wie ich Hope die Angst nehmen kann. In unserer hiesigen Welpen-/Junghundschule wurden wir leider nicht aufgenommen, aber ich bekam den Rat, Hope ein Anti-Bell-Halsband umzulegen. Ich denke aber nicht, dass so ein Halsband wirklich etwas für Hope ist.
Was kann ich außer diesem Anti-Bell-Halsband noch tun, wie kann ich Hope helfen?
Ach ja, mit anderen Hunden hat sie keine Probleme und ist sehr aufgeschlossen neue Bekanntschaften zu machen, aber auch da kläfft sie erstmal ohne Ende weil ja auch Herrchen und Frauchen unterwegs sind.
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22. Februar 2011 um 21:13
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Totale Angst vor Menschen - Vor einem Moment
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Hallo,
na, das muss ja eine "tolle" Hundeschule sein, die bei einem Angsthund zu einem Antibell-Halsband rät.
Sehr, sehr traurig, dass solche Trainer auf Hunde losgelassen werden.
Sei froh, dass sie dich dort nicht aufnahmen, sie hätten es geschafft, das Problem zu verschlimmern.
Denn genau das wäre der Effekt eines Antibell-Halsbandes.
Fremder Mensch in Sicht - Hund bellt aus Angst - Strafe durch das Halsband = Verknüpfung mit Menschen.
Also:
Ganz, ganz schnell vergessen.Ihr benötigt einen guten Hundetrainer, der mit euch in Einzelstunden arbeitet und der sich mit Angsthunden auskennt.
Niemals darf ein Hund für Angstverhalten bestraft werden, weder durch Halsband noch durch Trainingsdiscs & Co.
Da muss man sich langsam voran tasten.
Achte aber darauf, dass du ihre Angst nicht durch gutgemeintes Beruhigen bestärkst.
Beruhigen bedeutet für einen Hund meist Lob.
Auf der anderen Seite darfst du sie auch nicht ins kalte Wasser werfen.
Vorerst solltest du sie aus der Distanz Menschen betrachten lassen und zwar in dem Abstand, solange sie noch nicht bellt.Woher kommst du?
Vielleicht kennt hier jemand einen guten Trainer.Gruß
Leo -
oha super Hundeschule

Ich denke auch, dass du dir einen GUTEN Hundetrainer suchen solltest. Wo kommst du denn her?
Hier noch ein paar Trainigstipps:
Wie steht sie zu dir? Vertraut sie dir? Hat sie manchmal Angst vor dir?
Bei Begegnungen mit anderen Menschen beruhigendes Verhalten zeigen: Sie ignorieren, Hinsetzten, Hinlegen, Gähnen, entspannt sein. Dir Trainigspartner suchen und bei so weiten Abstand anfangen, das Sie keine Reaktion auf die Menschen zeigt, sie aber wahr nimmt und dann belohnen². Abstand sehr langsam verringern. Partner immer wieder wechseln. Partner Leckerlies werfen lassen, etc.
Auch andere Hunde, an dennen sie sich orientieren kann können da sehr gut helfen. -
Gähnen ist auch ein zeichen von Stress/Angst/Unsicherheit...
Wenn du ganz allein unterwegs bist, aber in einer Umgebung wo dein Hund sich wohl fühlt. Können andere Menschen sich auch "schön Füttern".
Meine Hündin war als Welpe auch ängstlich. Habs dann so gemacht.
Meine Hündin stand hinter meinen Beinen in ihrem "sicheren Bereich" (wo keiner dran vorbeikommt). Dann hat sich der fremde hingekniet und eher zur Seite als meine Hündin geguckt und mit weit ausgestrecktem Arm ein Leckerlie hin gehalten.
Gab dann bei mir immer nur zwei möglichkeiten.
Der fremde wirft das Leckerlie dann eben zu ihr hin (den an meinen Beinen kam keiner vorbei, wie ne Unsichtbare Grenze).
Oder meine Hündin streckte den Kopf etwas an mir vorbei und hat es sich geholt.Musst zwar fremden dann schon sehr viele Anweisungen geben, aber son ängstliches junges Hündchen erregt mitleid und die meisten versuchen mal ihr Glück.
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acidsmile
Gähnen ist ein Zeichen von Stress,Unsicherheit, Angst...
Hab ich noch nie gehört.
Meine Gähnen auch öfter, bevor sie pennen gehen.
Und Stress oder Angst haben die beiden bei uns mit Sicherheit nicht.
Wie kommste zu so Behauptungen? -
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Zitat
acidsmile
Gähnen ist ein Zeichen von Stress,Unsicherheit, Angst...
Hab ich noch nie gehört.
Meine Gähnen auch öfter, bevor sie pennen gehen.
Und Stress oder Angst haben die beiden bei uns mit Sicherheit nicht.
Wie kommste zu so Behauptungen?
die ist ja auch falschGähnen kann ein Zeichen von Stress sein

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Hallo,
ich würde auch erstmal mit ihr auf Sicherheitsabstand an Leuten vorbeilaufen, solange Sie sich wohlfühlt verringerst du den Abstand immer ein bisschen. Das kann schon mal ein paar Wochen bis Monate dauern bis sie die Angst verliert. Wenn du dann nahe genug an Personen rangehen kannst, würde ich mit Leckerli arbeiten.
Aber schenke ihr nicht zuviel beachtung, wenn sie Ängstlich ist. Das würde sie eher in ihrem Verhalten betärken.
Je sicherer du bist und ihr zeigst "das ist alles völlig normal, total uninteressant" wird sie sich mit der Zeit auch besser fühlen.
Viel Glück und gute Nerven.....Ich finde übrigends Hope ist ein toller Name.Zum Thema Gähnen: Es kann muss aber kein Stress dahinterstecken. Das Gähnen bei Stress unterscheidet sich auch von dem normalen Gähnen.
Unter Stress ist der KIefer des Hundes angespannt und der Kopf wird beim Gähnen meistens nach unten gehalten. Außerdem zittert der Hund leicht beim Schließen des Maules.Ist schlecht zu erkennen, aber wenn man weiß worauf man achten muss, ist es leichter...
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Hallo,
dass diese Hundeschule für uns nie und nimmer in Frage kommt, war mir gleich nach der Aussage "legen sie dem Hund ein Anti-Bell-Halsband um" klar. Rückblickend fällt mir auf, dass alle Besitzer die diese HS empfahlen, ihre Hunde mit so einem Teil ausgestattet haben. Damit kann man so schön einen Podenco und Co. vom jagen abhalten und sich gemütlich den anderen Zweibeiner und dem Handy widmen.
ZitatIch denke auch, dass du dir einen GUTEN Hundetrainer suchen solltest. Wo kommst du denn her?
Ich wohne zwischen Bad Vilbel und Frankfurt am Main. Wie erkennt man einen "guten" Hundetrainer, worauf soll ich achten? Bei einem panischen Angsthund ist es bestimmt nicht einfach einen "guten" Hundetrainer zu finden.
ZitatHier noch ein paar Trainigstipps: Wie steht sie zu dir? Vertraut sie dir? Hat sie manchmal Angst vor dir?
Ich denke schon dass sie mir vertraut, bedingt durch ihren schlechten Allgemeinzustand umd dem intensiven pflegen ist sie total auf mich fixiert.
ZitatBei Begegnungen mit anderen Menschen beruhigendes Verhalten zeigen: Sie ignorieren, Hinsetzten, Hinlegen, Gähnen, entspannt sein.
Ich soll mich hinsetzen oder hinlegen? Das stell ich mir mitten auf der Straße etwas schwierig vor. Ihr Gekläffe ist zwar extrem nervig und schrill, trotzdem kann ich es super ignorieren. Passanten fällt es da viel schwerer, obwohl ich denen schon sage dass sie bitte das Gekläffe ignorieren sollen. Was ich schon alles zu hören bekam war zum Teil aufmunternd und teilweise unter der Gürtellinie angesiedelt. Ich hab mir schon überlegt ein Schild umzuhängen "Sie hat Angst vor Menschen, einfach das Gekläffe ignorieren"ZitatDir Trainigspartner suchen und bei so weiten Abstand anfangen, das Sie keine Reaktion auf die Menschen zeigt, sie aber wahr nimmt und dann belohnen. Abstand sehr langsam verringern. Partner immer wieder wechseln. Partner Leckerlies werfen lassen, etc.
Das übe ich eigentlich täglich mit ihr, mal dürfen die Probanden ohne Gekläffe an ihr vorbei gehen oder sie schnuppert sogar an den Beinen, nimmt Leckerlies (wobei sie da einen laangen Hals macht). Dann gibt es wieder Momente wo selbst ein Blatt oder ein Tempopapier zu viel sind.
ZitatAuch andere Hunde, an dennen sie sich orientieren kann können da sehr gut helfen.
Leider nicht wirklich, Hope orientiert sich total an meiner Hündin aber sobald meine Hündin andere Hundebesitzer freudig begrüßt wird Hope total steif und kläfft was die Lunge hergibt.
Eine Bekannte ist angehende THP und die meinte Hope könnte unter dem Deprivationssyndrom leiden. Ich solle Hope zur Unterstützung beim täglichen Training Bachblüten geben. Gute Idee oder nur rausgeworfenes Geld?
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Einen so ängstlichen Hund sollte man mMn nicht auch noch mit einem Anti-Bell-Halsband traktieren, das würde ja nur etwas an den Symptomen ändern, nicht aber am Grundproblem. Hier ist sicher sehr viel Geduld von dir nötig, um deinem Kleinen Sicherheit zu vermitteln. An deiner Stelle würde ich mich einmal nach einem Hundetrainer umschauen, der etwas von seinem Handwerk versteht. Ich persönlich halte sehr viel von D.O.G.S, einerGruppe, die nach den Prinzipien von Martin Rütter arbeitet und deren Mitarbeiter auch entsprechend geschult sind. Ich wünsche dir alle Geduld, die du brauchst, um deinen kleinen Hund sicherer und angstfreier zu machen, es ist, wie schon geschrieben, ein weiter Weg.
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Zitat
Gähnen ist auch ein zeichen von Stress/Angst/Unsicherheit...
Nein, es ist kann ein Zeichen von Stressabbau sein und kann durchaus beruhigend wirken. Wenn z.B. mein Pflegehund mit einem anderen fremden Hund spielt und mein 2ter Pflegi dann in Stress verfällt und dazwischen geht um die Sache zu "schlichten", muss ich mich nur hinsetzen/legen und/oder gähnen und schon legt er sich auch hin, relaxt und lässt die beiden spielen.
Ein guter Hundetrainer ist auch immer Gefühlssache. z.B. ist das für mich meine: arbeitet nach animal learn, viel mit Körpersprache, ohne Hilfsmittel, nicht nur auf dem Hundeplatz, sondern auch bei mir zu Hause, im Verkehr, Altag, ist spezialisiert, wollte vor der ersten Stunde viel über mich wissen, arbeitet immer nur in kleinen Impulsen, ohne Leinendruck, arbeitet auch ehrenamtlich, hat keinen 0/8/15 Plan usw.
Wichtig ist, dass du dir vorher klar machst, was erwarte ich von ihr/ihm und was möchte ich nicht. Wenn du z.B. nicht mit Halsband arbeiten möchtest, sollte das unterstützt/akzeptiert werden. Du kannst dir auch erst mehrere anschauen, und wenn dein Bauchgefühl "nein" sagt, dann geh.
In deiner Nähe kenn ich leider keinen, sry.
Mitten auf der Straße sollst du dich natürlich nicht hinlegen.
Aber z.B. wenn Besuch nach Hause kommt, oder auf eine Parkbank... Im Sommer auch einfach eine Decke nehmen und ne Stunde in den Park legen. Im Freilauf?! kannst du auch einfach mit anderen Pasanten reden/sie begrüßen. Wichtig ist, dass du immer relaxt bleibst, auch wenn es schwer fällt und "meckernde" einfach ignorieren. Schau aber das du immer nur in ganz kleinen Schritten arbeitest und lieber noch mal zurück gehst als wenn du ihre Angst noch verstärkst.Leider ist ein Angsthund immer ein langer Weg. Zwing ihr nichts auf, gib ihr viel Zeit.
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