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Welpen/Junghund-Situation -> Fragen!

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    Hallo!


    Ich würd gerne mal wissen, wie bei euch der Alltag mit euren Welpen/Junghunden aussieht oder damals aussah.



    Nera ist ein Labrador-Spitz Mischling, fast 5 Monate alt.
    Mir sind einige Dinge aufgefallen, wo ich gerne wissen würde, ob es ähnlich bei euch ist/war.



    1) Sie rennt mir im Haus überall hinterher... auch wenn sie schläft. Dann steht sie auf, läuft mit mir mit und legt sich dann bei mir in der Nähe wieder schlafen. Gehe ich zurück in den anderen Raum kommt sie wieder mit.


    2) Draußen kommt sie immer erst beim 2. oder 3. Rufen... manchmal auch gar nicht.
    Wie kann ich da am besten reagieren? Ich renne dann weg, damit sie merkt: Frauchen ruft, ich komme nicht, also ist Frauchen weg. keine Ahnung wie ich sonst reagieren soll, vielleicht habt ihr ja noch einen Tipp?


    3) Sie schläft immernoch bei mir im Zimmer. Eigentlich sollte sie als erwachsener Hund im Wohnzimmer in der unteren Etage schlafen. Sollte ich bald damit anfangen sie daran zu gewöhnen?


    4) Wenn ich die Treppe hochgehe jault sie nicht direkt, sie wartet ruhig vor der Treppe bis ich wieder runterkomme. Wenn ich allerdings hinter mir eine Tür schließe jault sie sofort. Soll ich dann das Programm anfangen mit Tür zu, Tür auf. Kein Drama machen. und das mehrmals wiederholen und langsam den Abstand steigern? Wenn ja, wie oft soll ich das machen? Anfangs wirklich Tür auf, Tür zu. Tür auf, Tür zu?? Dann wird der Hund doch verrückt ;)


    5) Ich hab ihr die letzten Monate Beißhemmung "beigebracht", wie auch immer man das nennen soll. Wenn ich sie jetzt streichel, nimmt sie meine Hand ganz sanft in ihren Mund. Ich habe auch schon seit ein paar Wochen keinerlei Kratzer mehr von ihr gehabt, das ist also alles okay. Nur so langsam will ich, dass sie meine Hand gar nicht mehr in ihr Maul nimmt.....
    -> wundert euch nicht warum ich das nicht direkt unterbunden habe! In einem Hundebuch stand, dass der Hund erstmal lernen sollte, wie doll er Menschen beißen "darf", falls er sich mal erschrecken sollte und aus Reflex zuschnappt... und erst dann, ab dem 5. Monat sollte man anfangen dem Hund das abzugewöhnen. Nur wie soll ich das anstellen?




    Vielleicht könnt ihr mir ja mal schildern, was davon bei euch ebenfalls so ist bzw. was davon abweicht.


    Außerdem wäre es schön wenn die Fragen beantwortet werden könnten :) Am besten mit Nummer davor, damit ich sehe worauf ihr euch bezieht.



    Danke schonmal vielmals! :)

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  • Pauline habe ich mit 5 Monaten übernommen.


    1) Ja das Pauline damals auch gemacht und macht es teilweise bis heute noch.


    2) Rufen klappt zu 99,99%. Sie ist ein Beaglemischling und kann sich schon mal an einem Geruch festkleben. Aber als ich sie bekam musste ich den Rückruf und den Namen neu aufbauen. Hat mich 1 Tag gebraucht. Für Futter tut die nämlich alles.


    3) Meine Hunde schlafen immer da, wo auch das restliche "Rudel" ist. Im Schlafzimmer. Ich habe es auch nie anders gewollt.


    4) Wenn hier jemand jault bekommt er seinen Willen eh nicht. Ist die Tür zu und Hund jault, bleibt die Tür so lange zu, bis Ruhe ist. Hat bei beiden sehr schnell gefruchtet. Das selbe gilt auch für andere Frustsituationen. Zum Beispiel Fütterung. Solange gejault wird, wird das Futter nicht freigegeben.


    5) Musste ich mir bei beiden Hunden keine Gedanken drum machen.

  • Danke für deine Antwort.


    zu 2) Hat das denn auch draußen auf Anhieb geklappt? Im Haus rennt sie freudestrahlend auf mich zu wenn ich sie rufe, draußen eben nicht. Ich gebe ihr auch immer ein Leckerchen WENN sie dann kommt. Ist das vielleicht mein Fehler? Dass sie so lernt: "Ach, Mami gibt mir so oder so ein Leckerchen, auch nach 2 oder 3 Mal rufen."
    Wie könnte ich ihr das denn stattdessen beibringen, dass sie beim ersten Rufen kommt?

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  • Hallo Erni_!
    Ich selber habe keinen Welpen, aber ich versuche deine Fragen zu beantworten. :hust:




    1) Mit 5 Monaten sollte sie schon für einige Minuten alleine in einem Raum bleiben können. Verabschiedest Du dich/streichelst Du sie wenn du denn Raum wechselst? Falls ja, versuche es in Zukunft zu unterlassen! Du kannst deine Abwesenheit auch mit etwas positivem Verknüpfen indem du ihr ein geliebtes Spielzeug gibst, wenn du dich von ihr trennst. Falls sie dir trotzdem nachfolgen sollte ingoriere sie bis sie sich von dir abgewendet hat.


    2) In die Hocke gehen, mit hoher Stimme Neeera rufen und wenn sie kommt ebenfalls verschiedene positive Belohnungen geben. Mal ein Leckerchen, mal ein Spiel, mal eine kleine Knuddeleinheit. Denn wenn du sie immer anleinst wenn bzw falls sie kommt verknüpft sie das abrufen mit etwas für den Hund ''Negativen''.


    3) Am Anfang sollte das Körbchen/Kennel neben dem Bett stehen, das hast Du richtig gemacht. Mit der Zeit kannst du den Abstand zu dir vergrößern. Aber nicht von heut' auf morgen sondern immer ein paar Meter mehr.


    4) Sorry, kein Plan. :hust:


    5) Das kann ich dir auch nicht so wirklich erklären da ich keine persönliche Erfahrung habe und es immer so gelesen habe, dass wenn der Welpe kneift soll man schrill aufschreien oder die Kuschel- oder Spieleinheit für einen kurzen Moment unterbrechen und den Hund ignorieren soll, bis er aufhört. In deinem Fall würde ich auch zum letzteren greifen.

    Benji
    (Bichon Frise Rüde, *11. März 2011)

  • Zitat von "Erni_"

    Danke für deine Antwort.


    zu 2) Hat das denn auch draußen auf Anhieb geklappt? Im Haus rennt sie freudestrahlend auf mich zu wenn ich sie rufe, draußen eben nicht. Ich gebe ihr auch immer ein Leckerchen WENN sie dann kommt. Ist das vielleicht mein Fehler? Dass sie so lernt: "Ach, Mami gibt mir so oder so ein Leckerchen, auch nach 2 oder 3 Mal rufen."
    Wie könnte ich ihr das denn stattdessen beibringen, dass sie beim ersten Rufen kommt?


    Ich war mit ihr ja den ersten Tag sehr viel und oft draußen, da sie viel gepinkelt hat und ich hatte sie an der sehr, sehr langen Leine und ab dem Zeitpunkt an dem sie verstanden hat, dass mit Pauline sie gemeint war, konnte ich sie von allem und jedem (andere Hunde) abrufen. Ich war damals selbst sehr erstaunt. Das klappte im Nullkommanichts. Nachher ist es etwas eingebrochen, als sie feststellte, was es draußen für interessante Dinge gibt. Aber da habe ich einfach den Jackpot Rückruf eingeführt. Wenn sie sofort kam, gab es etwas das ihr besonders gut schmeckte und dadurch konnten wir es schnell wieder eindämmen. Heute reicht zeitweise ein Schnalzen mit der Zunge und sie kommt sofort (sofern sie nicht an einem Geruch festklebt, da muss ich dann doch schon mal deutlicher werden).

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  • Hallo,


    bei uns lebt seit etwa einem Monat ein Labrador-Boxer-Mix-Welpe namens Moses. Er ist jetzt 12 Wochen und 5 Tage alt. Kann also ganz frisch berichten und antworten:


    Hier zu deinen Anmerkungen und Fragen:


    (1) Moses rannte uns in den ersten zwei Wochen auch immer hinterher, mittlerweile schläft er auch mal in einem anderen Raum oder geht weg, wenn er seine Ruhe haben will. Vielleicht hat das damit zu tun, dass wir nach der Eingewöhnungszeit angefangen haben, ihn zu ignorieren.


    (2) Das Kommen auf Ruf haben wir zu zweit (mit Hund zu dritt) geübt und mit Superleckerlis, immer abwechselnd gerufen "Hier" und bei Kommen mit Leckerchen belohnt und den Hund immer zwischen uns hin und her laufen lassen, dabei die Abstände immer weiter erweitert. Es klappt auch draußen ganz gut, immer mal wieder rufen und mit Leckerchen belohnen.


    (3) Ich denke, das Schlafen im Wohnzimmer solltest du dem Hund ganz bald angewöhnen, wenn es überhaupt noch geht? Habe hier leider wenig Erfahrung. Moses schläft bei uns im Schlafzimmer, wahlweise am Bettende und im Körbchen, wenn wir bzw. der Hund seine Ruhe haben wollen. Entweder er geht von selbst oder wir drängen ihn aus dem Bett und er weiß, er muss ins Körbchen. Als wir im Hotel übernachtet haben, durfte er gar nicht ins Bett, was er sofort verstanden hat. Er hatte seine Kuscheldecke und war auf ihr ganz glücklich.


    (4) Zum Alleinbleiben: Ja, die Übungen am besten gleich anfangen und langsam steigern. Wir sind gerade dabei: Mache etwa fünfmal am Tag eine Zimmertür zu, bleibe kurz weg, wenn der Hund nicht jault, Tür auf und Leckerchen und Loben. Dann die Abstände vergrößern. Und zwischendurch, etwa zweimal am Tag, gehe ich aus der Wohnungstür, bleibe etwa fünf Minuten draußen oder gehe nach unten zu den Briefkästen, anfangs hat Moses bitterlich gejault, jetzt meckert und wimmert er nur noch, manchmal kommt sogar gar kein Mucks, wenn ich dann wieder reingehe, gibt es ein Leckerchen und er wird gelobt und begrüßt.


    (5) Beißhemmung hat Moses auch verstanden, auch dass Hände überhaupt nicht angeknabbert werden sollen. Wir haben ihm dies mit einem entschiedenen "Nein" beigebracht, jetzt leckt er nur noch oder stupst die Hand an. So hat es bei uns geklappt: Hand hinhalten und wenn er leckt oder stupst, ganz doll loben und Leckerchen, wenn er in die Hand beißen will, auch nur zum zärtlichen Knabbern, "Nein" sagen, wenn er trotz "Nein" weiter beißt und knabbert, Hand wegziehen und aufstehen. Oder statt der Hand etwas zum Kauen hinhalten und Loben, wenn er es nimmt.

  • Zitat von "Erni_"

    Danke für deine Antwort.


    zu 2) Hat das denn auch draußen auf Anhieb geklappt? Im Haus rennt sie freudestrahlend auf mich zu wenn ich sie rufe, draußen eben nicht. Ich gebe ihr auch immer ein Leckerchen WENN sie dann kommt. Ist das vielleicht mein Fehler? Dass sie so lernt: "Ach, Mami gibt mir so oder so ein Leckerchen, auch nach 2 oder 3 Mal rufen."
    Wie könnte ich ihr das denn stattdessen beibringen, dass sie beim ersten Rufen kommt?




    Leinst du sie direkt nach dem Leckerchen an?

    Benji
    (Bichon Frise Rüde, *11. März 2011)

  • Zitat von "Charlisle"

    1) Mit 5 Monaten sollte sie schon für einige Minuten alleine in einem Raum bleiben können. Verabschiedest Du dich/streichelst Du sie wenn du denn Raum wechselst? Falls ja, versuche es in Zukunft zu unterlassen! Du kannst deine Abwesenheit auch mit etwas positivem Verknüpfen indem du ihr ein geliebtes Spielzeug gibst, wenn du dich von ihr trennst. Falls sie dir trotzdem nachfolgen sollte ingoriere sie bis sie sich von dir abgewendet hat.


    Nein, ich verlasse und betrete den Raum als wäre es das selbstverständlichste der Welt. Wenn ich wieder den Raum betrete steht sie schwanzwedelnd vor mir, ich ignoriere sie dann und beachte sie nicht... sie hat ja theoretisch keinen Grund so zu überdrehen ;)


    Zitat von "Charlisle"

    2) In die Hocke gehen, mit hoher Stimme Neeera rufen und wenn sie kommt ebenfalls verschiedene positive Belohnungen geben. Mal ein Leckerchen, mal ein Spiel, mal eine kleine Knuddeleinheit. Denn wenn du sie immer anleinst wenn bzw falls sie kommt verknüpft sie das abrufen mit etwas für den Hund ''Negativen''.


    Ich weiß, ich rufe sie immer mal zwischendurch und variiere dann. Mal ein Stück Käse, mal Pute, mal ein Spiel, mal nur Kuscheln und Knuddeln. Dann gebe ich ihr danach auch immer wieder einen Befehl zum Laufen, sodass sie sich eben NICHT einprägt: kommen = anleinen.
    Mein Problem ist nur, dass sie zwar kommt, allerdings immer erst nach dem 2. oder 3. Rufen.. nie direkt. Ich habe Angst dass sie sich merkt, dass es auch genügt erst beim dritten Rufen zu kommen... aber bei dringenden Situationen muss sie einfach auch mal DIREKT kommen! Und wir reden gerade von Situationen wo ja noch nichtmal ein Hund in der Nähe ist. Hier geht es wirklich NUR um das Rufen ansich, ohne Autos, Wildtiere, Hunde in der Nähe. Nur sie und ich im Wald. Und trotzdem kommt sie nie sofort. Was nun?


    Zitat von "Charlisle"

    3) Am Anfang sollte das Körbchen/Kennel neben dem Bett stehen, das hast Du richtig gemacht. Mit der Zeit kannst du den Abstand zu dir vergrößern. Aber nicht von heut' auf morgen sondern immer ein paar Meter mehr.


    Sie schläft nicht in ihrem Körbchen, sondern auf dem Teppich. Den kann ich ja schlecht wegstellen ;) Finde ich auch ehrlich gesagt nicht schlimm, dass sie mal hier mal da schläft. Ich will ihr nun auch nicht beibringen, dass sie NUR im Körbchen schlafen darf. Wenn ich mal woanders bei Freunden oder Bekannten bin finde ich es gut, dass sie so flexibel ist was den Schlafplatz angeht :-) Das einzige was ich machen könnte wäre wohl ihr den Befehl "auf deinen Platz" beizubringen. Aber das in Verbindung mit "bleib", was dann die ganze Nacht anhalten soll wird erstmal schwer....



    Danke auch an Viktoria30! Das mit dem Hin-und her rennen hatten wir auch schon gemacht, allerdings nur im Garten. Im Wald werde ich dies demnächst auch mal ausprobieren :)

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