Bin überfragt - brauche Tipps
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Hallo zusammen,
ich habe ein Problem mit meinem Hund, bei dem ich nicht mehr weiter weiß.
Mein Hund ist ein Cocker Spaniel (rot), ca. 3-4 Jahre alt und seit 2 Jahren bei mir bzw uns (ich, mein Mann und meine Jungs -4 und 12 Jahre alt).Unser Hund kam bereits als Welpe ins Tierheim und von dort aus ist er durch zwei schlechte Hände (Schlagen, wegsperren, völlige isolation) gegangen, bevor wir ihn übernommen haben. Er hat die Vorbesitzer terrorisiert und auch durch heftiges Beissen verletzt. Das hatten wir aber relativ schnell im Griff und er hat sich gut gemacht.
Er ist sehr gehorsam, immer Abrufbar, geht ohne Leine und ist gut sozialisiert. Unser Tagesablauf sieht folgendermaßen aus:
Morgens gehe ich mit ihm 1,5-2 Stunden spazieren, wir wohnen auf dem Land in Waldrandnähe und machen gerne Querfeldeingänge. Es sind eigentlich auch immer andere Hunde dabei, sodass er "Spiel, Spaß und Spannung" hat. Er stöbert und geht Spuren nach, jagd aber nicht. Nachmittags geht es dann nochmal raus aber nicht ganz so lange, dann sind wir meistens alleine unterwegs und machen immer ein bisschen normales Training (sitz, Platz, bleib und Rückruf usw.). Das aber nach Lust und Laune.
So und nun das Problem: Draußen ist er toll, drinnen eher ein streitlustiger Bergtroll. Er knurrt ständig rum und fängt an zu kontrollieren. Meine Kinder können sich schon nicht mehr an ihm vorbeibewegen ohne das er daliegt und sie anknurrt. In solchen Fällen bekommt er einen Maulkorb um und wird auf seinen Platz geschickt. Er geht auch sofort und beruhigt sich wieder. Komisch ist, das dieses Verhalten nicht ständig vorkommt, sondern nur an einigen Tagen und dann ist wieder Ruhe.
Wir waren auch schon beim tierarzt und haben ihn durchchecken lassen. Alles o.k. Bis auf eine beginnende Arthrose, die aber laut TA keinen Einfluß auf sein Verhalten hat. Es gab auch keine Veränderungen oder ähnliches.Er benimmt sich ein bisschen wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Ich weiß einfach nicht warum er das tut. Vielleicht kann mir einer von euch ja einen Tipp geben, wenn ihm etwas auf- oder einfällt.
Ach ja, ich sollte vielleicht noch sagen, das wir auf keinen Fall einen Hundetrainer hinzuziehen möchten, wir hatten schon mehrere hier und von "lassen sie ihn einschläfern" bis "bewerfen sie ihn mit Sachen" war alles dabei, aber keiner hat helfen können.
Ich wäre wirklich froh, wenn jemand einen Rat hat.
Danke und liebe Grüße -
18. Februar 2011 um 10:00
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Bin überfragt - brauche Tipps - Vor einem Moment
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Schläft er in der Wohnung oder ist er da immer "auf Achse"?
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Nun ja, ein GUTER Hundetrainer wirft nicht mit Sachen oder schlägt.... da habt ihr wohl leider die falschen erwischt.
Eine Ferndiagnose, ohne die Knurrsituationen genauer zu kennen, ist natürlich sehr schwierig, aber vielleicht kommen ja zumindest ein paar Denkanstösse....
Meine erste Idee war: Hat der Hund überhaupt gelernt, dass er Ruhe geben kann und auch in Ruhe gelassen wird?
Hat er einen ruhigen Rückzugsplatz, abseits von Laufstrassen in der Wohnung, der auch für alle tabu ist?
Oder ist er immer und überall dabei, wird angeschubst, überstiegen, gestreichelt usw., obwohl er eigentlich seinen Schönheitsschlaf halten möchte?
Wissen insbesondere die Kinder, dass der Hund auch seine Auszeit braucht, in der nicht um ihn herumgewuselt wird? Dass man ihn auch einfach mal schlafen oder dösen lassen muss, auch wenn einem gerade heftig nach durchknuddeln ist?
Das wären so meine ersten Ansätze, die ich überprüfen würde. Und dann - falls nicht vorhanden - einen Rückzugplatz im hintersten Winkel der Wohnung einrichten, an dem er wirklich ruhig liegen kann. Und dieser Platz ist für alle tabu, wenn er vom Hund besetzt ist.
Liebe Grüsse
Gudrun -
Achte doch mal drauf, wann dieses Trollige Verhalten auftritt. Ich habe bei meinem Zottel lange Tagebuch geschrieben, wo ich alles vermerkt habe, was mir wichtig erschien (wann wir wo und wie lange draussen waren, wen wir getroffen haben, wie er reagiert hat, was bei uns zuhause los war, ob er viel oder wenig geschlafen hat, ...) Vielleicht kannst du hier erkennen, welche Ereignisse euren Hund so aufdrehen lassen. - Also z.b. immer wenn am Vortag viele Kinder zu besuch war oder viel Trubel im Haus war tickt er am nächsten Tag aus.
Gruß Conny

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Meine Frage wäre auch ob er einen richtigen Rückzugsort hat, wo ihn niemand stört! Soetwas wie ein Box oder ein ruhiges Körbchen wo ihn wirklich niemand anfässt oder stört.
Trotzdem würde ich zusätzlich mal einen guten HT vorbei schaun lassen, auch wenn du schon schlechte Erfahrungen gemacht hast...
Hier im Forum können dir bestimmt ein paar Leute sehr gute Trainer in deiner Nähe empfehlen! -
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Hallo,
Danke erstmal für die schnellen Antworten.
Ich werde mal der Reihe nach antworten:
Die Hundetrainer die bei uns waren waren eigentlich gute Trainer - Hundeteamschule, Canis, Animal Learn...
Wie gesagt es waren mehrere und alle hatten den gleichen Ansatz (der war gut) aber als der Erfolg ausblieb griffen sie zu drastischeren Maßnahmen oder haben aufgegeben.Wir haben unseren Hund sehr gut kennengelernt und wissen (auch die Kinder) das er sehr viel Ruhe braucht. Wir können ihn mittlerweile sehr gut lesen, so dass erst gar keine Extremsituationen enstehen. Er hat einen sicheren Platz den auch keiner von uns aufsucht. Dieser ist bei uns hinter der Couch und schwer zugänglich, so dass er wirklich seine Ruhe hat. Er hat zusätzlich noch einen Schlafplatz auf dem er sich meistens aufhält und dort wird er auch in Ruhe gelassen.
Es ist auch nicht sehr laut bei uns und wenn Kinder zum Spielen da sind zieht er sich von selbst auf seinen sicheren Platz zurück. Wir respektieren das immer. Auch unser Besuch weiß bescheid.
Unser Hund ist ein sehr nervöses Hemd und kann mit Stress nicht gut umgehen. Er war auch noch nie ein besonders großer Schmuser. Wir haben es auch schon mit Homöpathischen Mitteln versucht um seine Nervosität in den Griff zu kriegen. Es hat ein klein wenig geholfen.Das mit dem Tagebuch finde ich eine tolle Idee, werde ich auf jeden Fall mal versuchen. Ich hatte auch schon den Gedanken, das es mit den Mondphassen zusammenhängt. Oder wäre das zu weit gegriffen????
Ich könnte verzweifeln, es hat jetzt seit zwei Jahren keine Probleme gegeben und plötzlich fängt er an komisch zu werden. Ich und auch meine Familie hängen wirklich sehr an ihm, schon alleine deshalb, weil wir und der Hund aufgrund seiner Vorgeschichte wirklich viel durchgestanden haben.
Danke und ich hoffe auf noch mehr Anregungen. -
Zitat
Schläft er in der Wohnung oder ist er da immer "auf Achse"?
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Animal Learn wäre jetzt auch meine Idee gewesen - die beiden anderen, die du genannt hast, sind schon für etwas handfestere Methoden bekannt. Aber gerade Animal Learn Trainer sind normalerweise sehr geduldig und bei Stress-Hunden genau die richtigen, auch wenn man nicht sofort schnelle Erfolge sieht.
Vielleicht meldet sich ja Cazcarra mal hier, die hat eigentlich immer ganz gute Empfehlungen....
Gruss
Gudrun -
Hallo Flying-paws.
Ich hab deine Frage leider vergessen. Aber besser spät als nie.Also.... unser Joe (Cocker) - kleiner Scherz- schläft in der Wohnung völlig ruhig. Da lässt er sich nicht stören und wird auch n icht gestört. Er schläft auch die ganze Nacht durch.
Wichtig ist vielleicht auch, das er Geräuschunempfindlich ist, ihn stören weder Haushaltsgeräte (zb. Staubsauger - da muss ich um ihn rumsaugen weil er sich nicht rührt) noch Silvesterböller oder das Schießen der Jäger bei uns.
Aber wenn es um ihn rum Stressig ist, z.b. wenn die Kinder morgens zur Schule bzw. Kindergarten müssen und es mal zeitlich knapp ist, dann ist sehr unruhig und weiß nicht so recht wie er sich Verhalten soll. Er legt sich zwar hin, steht aber ständig wieder auf und läuft unruhig hin und her. Allerdings ist er dann schlagartig wieder beruhigt, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Aber das passiert nicht so oft und ich habe bisher auch noch keinen Zusammenhang gesehen. Das werde ich aber mal genauer Beobachten.
Danke
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Hallo Gudrun,
Na, ja Animal Learn hatte ich ja auch gedacht, aber die haben gesagt das ich wohl mit dieser "Macke" leben müsste, er wäre eben so. Das fand ich irgendwie nicht sehr hilfreich.
Das er so seinen ganz eigenen Charakter hat weiß ich ja.Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Vielleicht waren es ja nur die falschen Personen.
Mir behagt aber auch die Vorstellung nicht, das so viele verschiedene Leute an unserem Hund "rumdoktorn". Er ist eh sehr misstrauisch Menschen gegenüber, da weiß ich nicht ob das gut für ihn ist oder ihn einfach nur verunsichert.
Wie steht ihr dazu. WEiter probieren oder eher lassen?? - Vor einem Moment
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