Bin überfragt - brauche Tipps

  • man kann mit wenigen großen, oder mit ganz vielen kleinen Legosteine (zu) hohe "Trollanfalls-Auslösetürmchen" :lol: bauen

    natürlich kannn man die größeren schneller finden - bei den kleinen ist das schwieriger.

    Hier sind viele Ideen zusammen gekommen, und die können, müssen aber nicht alle zutreffen.
    Hatten wir schon Infektionskrankheiten mit langen Inkubationszeiten und und unklaren und langen Symptomlisten (die Mittelmehrkrankeiten/von Zecken übertragenen...)


    Ich denke, mit einem möglichst umfangteichen Trainingstagebuch kommst Du da am schnellsten auf Spuren. Bei den Gesundheitleichen Sachen muß Dir allerdings logischerweise ein TA weiterhelfen - vielleicht kann Dir auch jemand einen guten THP empfehlen. Die fragen einem Löcher in den Bauch mit Fragen auf die man alleine nie gekommen wäre und stellen so Zusammenhänge her, auf die man dann auch nie kommen konnte.

    Vielleicht kann man ihn in den schon als problematisch erkannten Situationen noch etwas besser schützen? Vielleicht darf er morgens während es "trubelt" ins Schlafzimmer wo nichts mehr los ist, oder in eine Box, die noch geschützter steht?


    Wir haben auch Cocker im Dorf, daher fällt mir das grad ein - und das muß auf Euch GAR NICHT zu treffen - also diese beiden dürfen quasi den ganzen Tag aus dem Fenster gucken, und bellen dabei alles an, was draussen vorbei geht - das "übt" natürlich gewaltig und hält die Streßhormone immer oben, sodass die gar nicht wieder auf ein Normal-Level abgebaut werden können.

    Und man muß auch dran denken, dass Hunde natürlich nicht das gleiche Sehen/Hören/Riechen können - manchmal sind da vielleicht irgendweche Sachen, die sie ungeheuer nert, was wir nicht mal wahrnehmen.
    z.B. geben Funkwecker im Sekundentakt hochfrequente Töne von sich, oder Neonröhren leuchten fü Hunde nicht gleichmäßig, denn Hunde sehen sozusagen mehr Bilder pro Sekunde, deshalb wirkt dann neonlicht in Stroboskob-Flimmern - ungefähr, wie wenn man ein Fernsehbild im Fernsehbild sieht - weißt du was ich meine? Ganz besonder s gut bei älteren Modeln mit niedrigen Herzt-Frequenzen zu erkennen.
    Oder es gibt irgendwas "stinkendes" (aus Hundenasen"sicht" :hust: ) im Haushalt, was ein weiteres, vielleicht kleines Legosteinchen auf den Turm setzt?

  • Tagebuch habe ich dir ja geraten. Was ich auf jeden Fall mit aufschreiben würde ist, WO du WIE LANGE unterwegs warst, WER dabei war (und wie die Stimmung war). Auch ob er ruhig oder zappelig war, gut oder schlecht gehört hat (im Vergleich zu den anderen Tagen) und auch zuhause ob im Haus Besuch da war, getobt wurde, gestritten wurde,...

    Die anderen Faktoren wurden schon genannt. Alles was sich bei euch nicht jeden Tag gleich läuft gehört dazu. Ich habe dann mit 2 Leuchtstiften (rot und grün) gut und schlecht gekennzeichnet. Haben wir Katzen oder große Feinde getroffen gabs noch einen roten Blitz dazu, manchmal wenn es super lief einen grünen Smily dazu. Dann sieht man gleich, ob ein Tag mehr rot oder grün war und braucht sich 1 - 3 Tage später nicht zu wundern wenn der Hund austickt.

    Unsere Tage sind inzwischen überwiegend grün (gut - die Katzen sind und bleiben erstmal rot und die hab ich nie im Griff) aber bei uns läuft es viel entspannter als am Anfang und ich weiß, dass ich zur Zeit nach dem 4. oder 5. Hund hier einfach nach Hause gehen sollte. Egal wie lange wir draußen waren. Dann ist sein Maß voll.

    Ich wünsch dir viel Erfolg

    Conny =)

  • Ich finde das Thema sehr interessant, kann aber leider nur mitlesen und keine Tips geben. Unser Fall ist jedoch ähnlich gelagert. Ich habe einen Cocker-Mix (vermutlich halb Cocker, halb kurzbeiniger Dorfcasanova), der emotional stark auf mich eingespielt ist. Zwar habe ich überwiegend gute, aber manchmal eben auch richtig miese Tage, an denen alles doof ist. Klar ist man erwachsen und reisst sich so gut es geht am Riemen, aber wenn man nen Hund hat, der ein begnadeter Körpersprachen- und -düfte-Leser ist, den täuscht das aufgesetzte Lächeln und das Xtra-24h-Power-Deo nicht... Und es ist ja auch erwiesen, dass manche Menschen körperlich stärker auf Stress-Auslöser reagieren als andere, und dann eben auch mehr schwitzen, flacher atmen, sich fahriger bewegen etc. Das zu kontrollieren ist schon ungleich schwieriger als sich selbst zu ermahnen "stell dich nicht so an", "Po zusammenkneifen und durch", "sei doch mal souveräner", etc.

    Das Gute ist aber, wenn die Stimmung über längere Zeit ruhig und entspannt ist, haben wir einen braven, fröhlichen und umgänglichen Hund (irgendwo hat die ganze Erziehungsarbeit ja doch was gefruchtet). Doch wehe mir liegt mal eine Deadline im Magen, oder ich hab Kopfschmerzen, ein paar Nächte nicht gut geschlafen oder anderweitig Stress, das kann schon zuviel bei ihm sein. Kommen dann noch mehr Troll-Auslöse-Legosteinchen (super Vergleich!) dazu, wird es anstrengend. Ich steh dann meist auch nur da und bin ratlos, wieso er auf einmal wieder an der Leine zieht, pöbelt oder Ressourcen bewacht, wo das doch eigentlich kein Thema bei ihm sein sollte. Früher kam dann noch die Angst dazu, dass womöglich das ganze Training nix gebracht hat und man nun wieder ganz von vorne anfangen muss. Aber wenigstens das hat sich inzwischen relativiert, da ich nun schon mehrfach erlebt habe, wie schnell sich Milos Verhalten bessert, sobald die Zeiten wieder ruhiger werden.

    Ich werd hier mal weiter mitlesen und kann hoffentlich noch ein paar gute Tips mitnehmen. Das mit dem Tagebuchführen ist ne sehr gute Idee, das werde ich mal anfangen.

  • Das ist sehr gut beschrieben,man hat eben nicht immer alles im Griff,genauso ist es bei uns ja auch.Ich lerne hier auch ganz viel mit und habe mir auch schon ein kleines Büchlein angeschafft.Unsere Cocker-Troll-Dame ist nämlich auch nicht jeden Tag dieselbe.....bei weitem nicht!Und herauszu finden wann sie wie reagiert hat,halte ich für sehr gut.
    Ich habe mich noch gefragt wie es ist,weil Cocker Spaniel ja nicht nur einen angeborenen jagdtrieb haben sondern der wurde ja zusätzlich noch angezüchtet...kommen so Cocker überhaupt auf ihre Kosten wenn man die als Familienhunde hält und macht das vielleicht auch agressiv,wenn die permanent unterforert sind?
    LG
    Honigpop

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