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Eifersüchtelein unter 2 Hunden im Haushalt

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    Bei mir ist es so, dass ich 2 Rüden hab (3 Jahre und 1 Jahr) und der ältere is ständig eifersüchtig auf dein kleinen.. egal obs um spielzeug, streicheln oder einfach langeweile ist.. ständig knurrt er ihn an und weißt ihn dadurch zurecht, der kleine macht dann nat. mit. Mein Partner und ich sagen jedesmal "aus" und wollen es unterbinden..jedoch dauert es nicht lange und die beiden gehen wieder aufeinander los.. gehst du dazwischen, vergisst sich der ältere komplett und schnappt (wenn auch harmlos) gern mal zu, jedoch will ich mich auf das harmlos nicht immer verlassen und bin nun mit meinem latein auch schon am ende.. am 04. Januar wird der kleine nun kastriert.. ich denke für den älteren war es zu spät einen 2. Hund im Haushalt zu haben, jedoch hat mein Freund halt seinen mit in den Hh gebracht.. ich wäre auch für jeden Hinweis dankbar.. denn nun sind beide da.. und ich würde gern, bei konstuktiven hinweisen diese direkt nach der kastration anwenden wollen in der hoffnung wie schaffens die beiden im haushalt zu integrieren

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  • Hallo,


    es ist keine Eifersucht, sondern ein Ressourcen-Konflikt.


    Zitat

    egal obs um spielzeug, streicheln oder einfach langeweile ist.. ständig knurrt er ihn an und weißt ihn dadurch zurecht, der kleine macht dann nat.


    Wie sieht das konkret aus?
    Steht das Spielzeug zur feien Verfügung?
    In welcher Distanz geht die Knurrerei los?
    Was macht ihr in diesem Augenblick?


    Spielzeug sollte eingeteilt und somit verwaltet werden, das heißt, ihr teilt es zu und blockiert den Hund sofort energisch, wenn er es dem anderen streitig machen bzw. sich nähern will.
    Nach dem Spielen verschwindet Spielzeug wieder.


    Wenn ihr einen Hund streicheln wollt, wird der übrige weggeschickt.
    Ab auf seinen Platz und "tschüssi", notfalls anbinden, ohne Wenn und Aber.
    Ihr bestimmt, wer Aufmerksamkeit erhält, kein Hund.


    Zitat

    Mein Partner und ich sagen jedesmal "aus" und wollen es unterbinden..jedoch dauert es nicht lange und die beiden gehen wieder aufeinander los.. gehst du dazwischen, vergisst sich der ältere komplett und schnappt


    Das ist alles zu spät - ihr müsst vorher reagieren.
    Sollte es trotzdem mal zur Klopperei kommen, dann vergönnt beiden eine getrennte Auszeit, bis sie wieder heruntergefahren sind.
    So ein Adrenalin-Spiegel muss erst sinken, damit sich die Gemüter beruhigen können.


    Jedem Hund bitte einen festen Schlaf - und Ruheplatz zuweisen, auf denen sie auch auf Kommando zu bleiben haben, üben, üben.
    Jeder Hund erhält seinen eigenen Platz, auf dem der andere nichts zu suchen hat, nicht mal für eine Sekunde.
    Das gilt auch für den Fressnapf.
    Futter und Kauartikel gibt es auf einem festen Platz, während des Fressens verlässt kein Hund diesen Platz und versucht das Fressen des anderen streitig zu machen - jeder Ansatz wird unterbunden.


    Die Kastration ist meiner Meinung nach, eine unnötige Geldausgabe, denn das gesamte Verhalten zwischen den Beiden hat nichts mit Testosteron zu tun, außerdem stellt es ein gesundheitliches Risiko dar.
    Was du jetzt hast weißt du, was für Verhaltensveränderungen nach der Kastration enstehen können, weißt du heute nicht.
    DAS kann durchaus vorkommen - und das können auch große Nachteile sein.
    Unsichere Rüden können noch unsicherer werden, sie riechen nicht mehr nach Rüden und können Probleme diesbezüglich bekommen.
    (Aufreiten des anderen Hundes bzw. fremder Rüden - ich weiß nicht, wie er das finden würde).
    Also, ich rate euch davon ab.
    Investiert das Geld besser in einen guten (!!!) Hundetrainer, der euch zeigt, wie man zwei gleichgeschlechtliche Hunde regelt - denn dieses Management fehlt bei euch und wird durch eine Kastration nicht ersetzt.


    Gruß
    Leo mit zwei unkastrierten Rüden (8 und 9)

  • Ich kann Leo voll zustimmen, so war es bei uns auch.


    Das Zauberwort heißt -Früherkennung - ;) bei den geringsten Anzeichen, sofort einschreiten.
    Die Hunde müssen merken, daß sie selbst nichts zum regeln haben.
    Quitschis und Kauknochen gab es bei uns nicht. Beim füttern habe ich dazwischen gestanden und jeder durfte nur an seinen Napf (das pendelt sich ganz schnell ein).
    Kastriert war keiner meiner Rüden, warum auch :hust:

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  • Hallo,


    ich würde es auch so handhaben, wie Leo (dieschweizer) so schön beschrieben hat.
    Deine Hunde müssen eigentlich nur merken, daß sie in Eurem Haushalt leben und daß Eure Regeln gelten.
    Im Prinzip ist es nichts anderes, wie wenn man zwei Kinder im Haus hat. Da ist auch einiges an Management erforderlich. ;)



    Zum Thema Kastration würde ich Euch mal bitten, hier reinzulesen:


    http://www.homoeotherapie.de/t…astration/kastration.html


    Das kann auf jeden Fall nicht schaden!


    Es gibt sogar ein Buch darüber:


    Kastration beim Hund Chancen Entscheidungshilfe (Affiliate-Link)




    Es ist oft so, daß sich (leider) nach der Kastration im eigenen Haushalt nicht immer was ändern wird.
    Warum?
    Weil beide Hunde bereits in eine Art Verhaltensmuster eingefallen sind, und dies werden sie bestimmt auch noch nach der Kastration beibehalten. ;)
    Nun gilt es zwischen den beiden zu managen, quasi ein "Machtwort" zu sprechen, und alles so zu regeln, wie man es gerne haben möchte. Nur so könnt Ihr diesen Kreislauf durchbrechen!



    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • vielen dank für euere interessanten hinweise.. den link hab ich gelesen, jedoch steht dort


    "Bei rangordnungsbezogenen aggressiven Auseinandersetzungen zwischen zwei weitgehend gleichwertigen Rüden in demselben Haushalt, sieht die Geschichte ganz anders aus. Hier ist die Kastration des tendenziell weniger durchsetzungsfähigen Rüden manchmal die einzige Möglichkeit, die Situation zu entschärfen."


    Ich habe mich nun auch belesen über verhaltenstherapeutische Beratung für die Tierhalter.. jedoch les ich dort auch nur heraus, das man die situation im keim ersticken soll.. ich sag "aus" beide knurren weiter.. ich nehm einen weg und pack ihn ins andre zimmer (variiert welcher von beiden) bis sich beide beruhigt haben. Nun ist z. Bsp. seit 2 tagen nicht ein anknurren mehr gewesen..und es ist ja auch nicht so, dass sie sich um futter streiten oder um streicheleinheiten.. hier mal ein beispiel für die situation: mein freund und ich setzen uns an den tisch zum essen, die hunde wissen, beim essen dürfen sie nicht auf der couch sein.. also gehen sie runter.. kaum sitzen wir beide und wollen beginnen, hör ich schon, wie einer der beiden knurrt... SOFORT sage ich "aus" und guck ob sich die situation so beruhigt.. meist ja, wenn nein, kommt einer ins andre zimmer.. ich verstehe in der situation zbsp nicht warum die beiden anfangen.. oder andre situation, mein partner und ich liegen auf der couch.. beide hunde kuscheln sich an, grad da wo platz is, einer von beiden will seinen platz wechseln, geht am andren vorbei (ohne zu berühren oder ähnliches) schreckt der andre hoch und beide stehen sich gegenüber und knurren. Dieses anknurren entsteht auf engster entfernung, niemals von weiter weg und wie gesagt, nie wenns ums begrüßen, futter oder streicheln geht.


    ich kann mir zbsp nicht vorstellen, was ein tiertherapeut in diesen situationen anderes machen will, als wir es tun.. die hunde schon ne halbe stunde vorm essen runter von der couch jagen?!

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Zitat von "Spike+Rocky"

    ich kann mir zbsp nicht vorstellen, was ein tiertherapeut in diesen situationen anderes machen will, als wir es tun.. die hunde schon ne halbe stunde vorm essen runter von der couch jagen?!


    Genau. Plätze schon deutlich vor der Situation zuweisen und drauf bestehen, dass sie dort bleiben!


    Du bist viel zu spät mit Deinen Maßnahmen, daher müssen die beiden das dauernd untereinander austragen.


    Wenn ich auf der Couch liege, dann bestimme ich, wer mit drauf kommt. Und ich bestimme auch, wer wo zu liegen hat! Es gibt bei meinen vielen Hunden Kombinationen (meine zwei ältesten Hündinnen z.B.), die würden sich irgendwann versuchen anzugiften. Folglich würde ich die beiden nie zusammen auf die Couch nehmen.


    Ein Konflikt beginnt meist viel früher als es die Besitzer merken. Vor dem Knurren gibt es schon andere anzeichen, die zeigen, dass es wieder losgeht.


    Und es ist doch nichts einfacher als Situationen weit vorher zu entschärfen durch eine Regelgung, bei denen man weiß, dass es immer auf eine bestimmte Weise laufen wird.


    Viele Grüße
    Corinna

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