Viele Probleme mit unserer kleinen Jack- Russel Hündin

  • Hallo Leute,

    ich wende mich nun an euch, da ich nicht mehr weiter weiß. Ich wohne zusammen mit meinen Elter und zwei Geschwistern (10 und 12 Jahre) in einem Haus. Wir haben einen Jack Russel Terrier (weibl., 1,5 Jahre) und die Hündin macht uns sehr zu schaffen. Meine Eltern haben nun schon übers Weggeben nachgedacht, da sie der Meinung sind, dass sie in unserer Familie nicht richtig gefördert wird.

    Nun schildere ich euch mal die Probleme:
    1. Sie kann absolut nicht alleine bleiben. Dieses Problem hatten wir schon seit Anfang an und es hat sich bis heute noch beibehalten. Wir haben schon alles versucht, wir hatten sie in eine große Box getan und sie dort alleine gelassen. Wir haben sie im ganzen Haus, im Wohnzimmer, Küche und Bad gelassen. Wir sind immer mal für 10 min raus und kamen dann wieder und gaben ihr bei gutem Benehmen ein Leckerli... also alle Tipps, die ich je gelesen und gekriegt habe (vom Hundetrainer) wurden versucht. Es hilft aber nichts... Sie jault, bellt, und macht alles was sie anbeißen kann kaput! Und obwohl wir immer direkt vorm raus gehen nochmal mit ihr spazieren gehen, erledigt sie alle ihre Geschäfte nochmal zu Hause (auch wenn sie nur 20 min alleine ist). Wir sind da mit unserem Latein am Ende...
    2. Sie veträgt sich nicht mit anderen Hunden. Jedes mal, wenn uns ein Hund entgegenkommt, wird sie aggresiv und will gleich an sein Hals! Mittlerweile laufen wir schon weg, wenn wir andere Hunde sehen!
    Das gleiche passiert auch mit Menschen. Wenn jemand fremdes( fremd= mindestens 4 Tage nicht gesehen) zu Besuch kommt, bellt und knurrt sie. Es gab sogar schon einen Fall, wo sie geschnappt hat!
    3. Mein Bruder und unser Hund bekämpfen sich regelrecht! Sie knurrt dann wirklich böse uns lässt ihn nicht mehr in Ruhe. Zwei mal hat sie ihn schon geschnappt! (nicht fest, aber so dass es rote Stellen gab)
    4. Man hat das Gefühl, dass sie manchmal Sachen aus Trotz macht! Obwohl sie gerade erst draußen war, macht sie auf den Teppich (wo sie nicht drauf darf) wenn wir sie im Wohnzimmer alleine lassen und alle oben sind. Oder gestern gab es den Fall, dass sie nachts oben geblieben ist. Die Türen waren auf und ihr Herrchen kam nachts nach Hause. Als er kam, sah er eine wunderbare Überraschung: Sie hat auf sein BETT gepinkelt... einfach so! Obwohl sie genau weiß, dass sie da nicht mal drauf darf!

    Wie ihr also sehen könnt, sind es viele viele Probleme! Zu Hause, wenn jemand da ist und kein Besuch da ist, ist alles super! Sie hört (Sitz, Platz, Pfötchen, bei Fuß) und ist sehr sehr lieb.
    Wir haben schon vieles versucht und waren auch schon beim Hundetrainer zur Beratung. Er meinte aber, dass Jack Russel sehr dickköpfige Tiere sind und man sehr viel Geduld haben muss.

    Vielleicht hat von euch ja jemand ein Paar Tipps und kann mir /uns helfen?
    Wir wollen unsere Maja ja behalten:(

    LG
    Alwas

  • Hallo Alwas,

    zu Punkt 1: Verlasst mal für einen kurzen Moment das Zimmer, in dem ihr euch befindet. Hund bleibt alleine. Dann kommt ihr sofort wieder. Es wird kein großes Trara darum gemacht. Gehen, gegebenenfalls Tür zu, wieder reinkommen. Wirklich nur einen kurzen Augenblick alleine lassen! Das steigert ihr nach und nach. Ich denke da werden (hoffentlich) bald Erfolge sichtbar sein.

    Punkt 2: Zu der Aggressivität gegenüber Hunden kann ich leider nichts sagen. Wenn (fremder) Besuch kommt, den Hund an die Leine nehmen, kommentarlos absetzen und ohne Hund den Besuch begrüßen. Der Besuch ignoriert den Hund völlig!

    Punkt 3: Was heißt "mein Bruder und unser Hund bekämpfen sich regelrecht"? Was darf man sich darunter vorstellen?

    Punkt 4: Ich denke nicht, dass Hunde aus Trotz handeln. Habt ihr sie schonmal tierärztlich untersuchen lassen?

  • Was macht ihr denn so mit eurem Hund in der Freizeit ?
    Wie verläuft der Kontakt zu anderen Hunden wenn sie ohne Leine ist ?

  • Also wir hatten das ja schon oft mit dem raus und rein gehen versucht.
    Ich werde aber jetzt noch einmal den Versuch unternehmen das zu traninieren!

    Zu 2: Das ist eine gute Idee. Das haben wir noch nicht ausprobiert und werden das machen, wenn wieder Besuch kommt.

    3: Also mein Bruder streichelt sie und sie fängt gleich an nervös zu werden. Sie knurrt dann und er läßt sie nicht los, oder läuft weg. Sie rennt dann hinter, bellt und beißt sich in seinen Hosenbeine fest.

    4: Sie war mal als sie ca. 7 Monate alte war beim Tierarzt wegen ständigem Urinieren. Da wurde eine Blasenentzündung festgestellt.
    Das wurde dann aber mit Antibiotikum bekämpft und war wieder in Ordnung.
    Meint ihr so ein Verhalten kann wieder von einer Entzüdnung kommen? DEnn immerhin macht sie das genau dahin, wo sie normal nicht hin darf.

    @ MissEmmy: In der Freizet gehen wir mit dem Hund spazieren und spielen mit dem. Sie ist halt sehr aufgeweckt und spielt sehr gerne. Ich glaub so ganz ohne Leine haben wir das noch gar nicht gemacht... sie ist dann nämlich wie in Trance und hört nicht mehr und knurrt nur noch auf den Hund. Man muss sie dann wegziehen, sonst will sie immer zu dem rennen... also ich weiß nicht ob so ein Versuch eine gute Idee wäre!

    Sie rennt auch immer schnellen Sachen hinterher. Also wenn ein Fahrras vorbei kommt, ist es schon des Öfteren passiert, dass sie vor das Rad gesprungen ist oder hinter ist. Sie ist auch schon hinter LKW's her... das hatte der Hundetrainer so erklärt, dass besonders ein Jack Russel immer hinter schnellen Sachen her ist. Er meinte, da sie so spielsüchtig sind, wollen die schnelle Sachen fangen.

  • Zu Punkt 3: Wenn ihr doch merkt, dass der Hund beim streicheln nervös wird lasst ihn einfach in Ruhe! Immerhin macht sie durch das Knurren und das Weglaufen mehr als deutlich klar, dass sie in Ruhe gelassen werden möchte.

    Zu Punkt 4: Geht deswegen nochmal zum Tierarzt und lasst sie untersuchen.

    Ansonsten würde ich euch für den Moment noch raten den Hund auch geistig zu beschäftigen. Und bevor der Hund weggegeben wird, solltet ihr unbedingt nochmal einen anderen Hundetrainer kontaktieren.

  • Sorry, dass ich das so direkt schreibe - und mir ist bewusst, dass ich mir hier bestimmt die ein oder andere passende Antwort dafür einfange -aber...... manchmal ist es vielleicht wirklich besser, sich von einem Hund zu trennen. Ich kenne euch und eure Terrier-Hündin nun nicht und ich habe auch nicht das Wissen eines Hundestrainers aber... wenn es ein "Beziehungsproblem" bei euch ist, ist es für den Hund manchmal einfacher nochmal woanders bei "0" anzufangen.

    Ich würde die Situation einfach nochmal von einem Hundetrainer bewerten lassen. Aber jetzt hier "tolle" Erziehungstipps zu geben... sorry DogForum-User aber hier geht es um einen Terrier, der schon mehrere Male geschnappt hat und auch wenn es ein kleiner Hund ist, ist das kein Spaß!

    Ich bin mir sicher, dass ihr für euch die richtige Entscheidung treffen werdet.

    Viele Grüße von einer "Terrier-HH" ;)

  • ...ich würde das noch ergänzen mit: ab zu einem ANDEREN Hundetrainer - wer allen Ernstes erzählt, Jack Russells würden alles mögliche jagen, weil sie "so spielsüchtig" sind, der hat wirklich NULL Ahnung, wie diese Hunde ticken.

    Dein Hund ist nicht "spielsüchtig", der schiebt Frust hoch zehn. Das ist ein Hochtemperaments-Jagdhund im lebhaftesten Alter, der mit ein bißchen Spielen und Dauer-Leinegehen nicht mal halbwegs zufrieden ist - und dann sucht er sich natürlich Ersatzbeschäftigung und -beute, und wenn's ein Laster ist. Übrigens ist sowas eine der häufigsten Todesursachen bei Russells in diesem Alter.

    Das mit der Blasenentzündig würde ich auch ganz, ganz fix abklären lassen, dazu neigen sie. Ansonsten will der Hund absolut niemanden ärgern, wenn er hinpinkelt oder einkotet. Er hat alleine schlichtweg PANIK, und dann verliert er die Kontrolle. Das sind sehr, sehr anhängliche Hunde, und oft schwer ans Alleinsein zu gewöhnen - da braucht ihr viel, viel Geduld. Aufs Bett gesprungen ist er vermutlich, weil's da besonders intensiv nach der vermißten und gesuchten Person roch - und dann war der Streß zuviel, und das Pinkeln passierte einfach.

    Ansonsten: Laßt ihn sich bloß nicht mit deinem Bruder "bekämpfen" - diese Jagdhunde, die es in ihrem Beruf mit gefährlichen Gegnern zu tun haben, verteidigen sich vorwärts, also aggressiv. Das habt ihr ja gemerkt, und das wird immer schlimmer werden, je mehr der Hund deinen Bruder als Gegner anzusehen lernt.

    Also: Ab zum Tierarzt wegen der Blase, und dann sucht euch schleunigst jemanden, der euch erstmal erklärt, wie euer Hund überhaupt tickt und wie ihr damit umgehen lernen müßt - sonst werden die Probleme noch massiv schlimmer, das garantiere ich dir.

    Und was das Abgeben angeht: Der Tierschutz ist VOLL mit Russells in genau diesem Alter, als niedliches Spielzeug angeschafft und mit dem Erwachsenwerden abgeschoben, weil die Probleme zu groß wurden - da werden die geeigneten Bewerber vermutlich nicht Schlange stehen...

  • hört sich nach dauerstress für den hund an :???:

    sucht euch einen kompetenten trainer, der zu euch nach hause kommt, den umgang mit dem hund erklärt und euch hilft den hund zu verstehen. aus der ferne finde ich es in diesem fall schwierig, tipps zu geben.

    aber: wenn der hund nervös wird und sogar knurrt, dann lasst ihn in ruhe!!!
    gibt es eine rückzugsmöglichkeit? hat er einen festen platz?

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