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Rüde bellt jeden an, lässt sich nicht beruhigen

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    So. Da ich mich dann auch mal hier registiert habe, schreibe ich natürlich gleich einen Beitrag :smile:


    Ich habe vor 2 Jahren ein 11 jähriges Chihuahua-Mix Mädchen und einen 7 jährigen kastrierten Chihuahua Rüden vom Tierschutz übernommen. Der Vorbesitzer war wohl krank und konnte die Tiere nicht mehr behalten.


    Was ich hier schreibe bezieht sich alles auf den Rüden.


    Am Anfang fiel mir das gar nicht so auf oder das Verhalten war noch nicht so stark ausgeprägt, aber mittlerweile traue ich mich kaum mehr den Rüden abzuleinen.


    Er verbellt alles und jeden und auch wenn Leute in einigen Metern Entferung sind UND sogar in die selbe Richtung laufen, sobald er sie sieht rennt er laut bellend los und "greift" sie an. Alles rufen nützt dann gar nichts mehr!


    Auf Artgenossen reagiert er ähnlich! Rüden mag er gar nicht, Hündinnen nur ein paar wenige und schwarze Hunde, da ist das Geschlecht egal, mag er von vornherein nicht. Da wird gebellt und ein rießen Theater gemacht und manchmal auch die Hündin zurecht gewiesen, wenn sie zu den Hunden will, weil sie total verträglich und unkompliziert ist.


    Hier ein ganz aktuelles Beispiel: Gestern Abend war ich Gassi, hatte die Hunde frei laufen, es war dunkel und es fuhr ein Fahrradfahrer vorbei. Im Bruchteil einer Sekunde, ich konnte wirklich nicht reagieren, hatte Charly den Fahrradfahrer gesehen und ist ihm einige Meter kläffend hinterher gerannt. Das ist zum einen peinlich, aber vorallem auch sehr gefährlich.


    Oder wenn uns Hunde auf dem Feld begegnen. Ich leine ihn grundsätzlich an, WENN ich die Hunde vor ihm seh. Sieht er sie aber vor mir, ist er weg.


    Ich kann/will ihn auch nicht die ganze Zeit an der Leine lassen, weil er gerne - grad bei dem Wetter - durch den Schnee tobt und sich auspowert.


    Als ich die Hunde bekommen habe, liefen sie einigermaßen sauber an der Leine, aber das war's dann auch schon. Die Grundkommandos kennt er mittlerweile und befolgt sie meistens.


    Ich hoffe, dass ich euch genug Informationen gegeben habe... Falls nicht, einfach schreiben...


    Was könnt ihr mir raten? :???:

    Chuahuahua *15.01.2003 // Chihuahua-Pekinese-Mix *25.09.1999


    Natürlich kann man ohne Hund leben - es lohnt sich nur nicht.
    Heinz Rühmann, deutscher Schauspieler, 1902-1994

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  • Hallo :)


    Für mich klingt es erstmal so, als würde er alles von seinem Rudel fernhalten.


    Hört er auf dich wenn er ohne Leine läuft?
    Vielleicht einfach mal wenn er wieder irgendwas anbellt die Leine kommentarlos fallen lassen und abrupt in die andere Richtung marschieren ohne auf deinen Hund zu achten.


    Mal gucken wie groß er ohne das Wissen ist, das du am anderen Ende der Leine bist.


    Wenn du dir bezüglich seiner Reaktion unsicher bist, dann am besten eine solche Situation mit jemanden arrangieren der dich kennt, aber den Hund nicht unbedingt. ;)


    Um so ein Verhalten in den Griff zu kriegen, sind oftmals auch Änderungen im allgemeinen Tagesablauf notwendig.


    Wie schaut es denn so aus bei euch?


    Bekommt er viel Beachtung? Steht sein Essen den ganzen Tag irgendwo rum?


    Vielleicht kann eine ehrliche Einschätzung von dir uns ein paar Hinweise mehr für nützliche Tipps geben.


    Grundsätzlich kann man so ein Verhalten in der Regel aber leicht korrigieren.


    Gruß

    Diplomatie bedeutet, den Hund so lange zu streicheln, bis der Maulkorb fertig ist. - Nietzsche.

  • Zeigt er das Verhalten auch, wenn die Hündin nicht dabei ist?


    Für den Freilauf würde ich eine lange Schleppleine benutzen, außerdem ein Abbruchsignal einführen.


    Leider ist für viele Hunde ignorieren oder laufen lassen für so ein (selbstbelohnendes) Verhalten ein stilles Einverständnis und das Verhalten wird immer extremer.


    Ich denke es würde auch einiges in dem Verhlaten ändern, wenn im Umgang etwas verändert wird (Resourcenkontrolle) ;)

    Labrador Retrieverhündin, blond *09/2001 | Dalmatinerhündin s/w (taub) *10/2006 | Jack Russell Terrierhündin, tricolor *01/2009


    "Beißt der Hund seinen Herren, ist nicht der Hund Schuld, sondern der Herr, der den Hund falsch erzogen hat....."

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  • Erstmal Danke für die schnellen Antworten! :smile:


    LasPatitas:


    Ja, wenn die Hündin nicht dabei ist, ändert das nichts an seinem Verhalten. Da ist er genauso giftig.


    Er bewegt sich an der Leine kaum. Ich hab ihn entweder an einer langen Leine oder an der Flexi, daher würde eine Schleppleine glaube ich nichts nützen, da ihn das irgendwie stört.



    Periphalos:


    Wenn er ohne Leine läuft hört er recht gut, wenn niemand in unmittelbarer Nähe ist. Wenn jemand in der Nähe auftaucht wird dieser erst verbellt und danach kommt er wieder und ist irgendwie ganz fröhlich und schaut mich so an als würde er irgendeine Reaktion erwarten. Ich sag dann entweder "Böser Hund!" (was wohl auch nicht so gut ist, nehm ich an) oder lein ihn an und lauf kommentarlos weiter.


    Ihn dabei zu ignorieren und wegzulaufen habe ich schon probiert. Leider ohne Erfolg! Er verbellt und rennt dann zu mir zurück.


    Chihuahuatypisch denkt er, er wär ein großer gefährlicher Hund und dummerweise bekommt er das auch fast immer bestätigt, weil die meisten Hunde hier total unwürfig reagieren.
    Nur einmal geriet er an den Falschen. Ein Schäferhundmischling hat nicht den Affen mit sich machen lassen und so standen wir irgendwann zu dritt im Gebüsch, weil ich dem Schäferhund hinterher bin und der hinter meinem und das Frauchen von dem nur blöd rumstand und scheinbar überfordert war. Hallo?!? Jedenfalls hab ich den Schäferhundmix am Halsband gepackt und erstmal weg gezogen. Charly lag rücklinks aufm Boden, hat geheult, gefiept und war logischerweise total verängstigt.


    Danach ging es einige Wochen gut. Also wenn er auf andere Hunde gestoßen ist hat er den Schwanz eingezogen und sich brav beschnuppern lassen, aber mittlerweile ist das vergessen.


    Manchmal hab ich so das Gefühl, dass er nur mal jemanden braucht, der ihm zeigt, dass er nicht der Chef ist :lol:


    Bei uns zuhause bekommt er relativ viel Beachtung, wenn er diese wünscht. Meistens liegt er ganz entspannt im Körbchen, aber wenn ich abends noch bisschen Fernseh guck, darf er z.B. mit ins Bett. Oder wenn er auf den Schoß will, wird er hochgenommen und gestreichelt. Er ist schon ziemlich anhänglich.


    Hundefutter steht bei uns nicht rum. Sie bekommen im Büro jeden Tag ihre Leckerlies und abends dann ihr richtiges Futter.


    Gruß

    Chuahuahua *15.01.2003 // Chihuahua-Pekinese-Mix *25.09.1999


    Natürlich kann man ohne Hund leben - es lohnt sich nur nicht.
    Heinz Rühmann, deutscher Schauspieler, 1902-1994

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