• Guten Morgen!

    Eigentlich habe ich mit meinem Carlos keine Probleme. Manchmal hat er zwar pubertäre Schübe, aber mit 7 Monaten ist es schon ok. Aber eine Sache bereitet mir schon richtig Bauchschmerzen und ich möchte eure Meinung und Erfahrungen dazu wissen.

    Carlos fängt an Hündinnen für sich zu beanspruchen. Das heißt, er sucht sich auf dem Hundeplatz seine Auserwählte und verteidigt sie gegenüber anderen Rüden fast bis aufs Blut. Wenn ich nicht einschreite, kommt es dann zu handfesten Auseinandersetzungen in denen Carlos versucht, die Rüden (egal ob gleich alt oder wesentlich älter) zu dominieren. Er plustert sich richtig auf, hat einen Kamm und fängt ohne viel Federlesens an, seine Zähne zu zeigen. Und wenn man nicht dazwischen geht auch anzugreifen. Wenn ich ihn dann zu einer Auszeit verdonnere, zittert er richtig und steht scheinbar richtig unter Stress.

    Dies passiert "nur" wenn eine gemischte Hundegruppe da ist. Wenn er nur mit Rüden oder Hündinnen unterwegs ist, ist er komplett kompatibel. Und auch sonst ist er ein richtiger Traumhund - sehr gelehrig und gehorsam. Als Welpe habe ich ihn übrigens schon immer mit anderen Hunden spielen lassen, damit er ein gutes Sozialverhalten entwickelt...

    Es scheint nicht nur eine PHase zu sein... Nun habe ich Angst, dass sich diese Eigenschaft immer mehr verinnerlicht wird und dass ich ihn nirgendswo mehr hinnehmen kann.

    Was meint ihr dazu? Wie soll ich reagieren? ISt das alles zu früh?? Und wird sich dass alles noch verschlimmern?

    Ich bin über jeden Ratschlag dankbar!

  • Ich würde die Situationen vermeiden.

    Also nur spielen lassen, wenn entweder keine Rüden dabei sind oder eben in gleichgeschlechtlichen Gruppen.

    Jedes Mal, wenn er das Verhalten zeigt, verinnerlicht er es ein Stück mehr. Auch, wenn du ihn strafst, was das Problem eh nicht lösen würde.

    Ich würde ihn mit Geschirr und Schleppleine absichern und ihn aus den Situationen, in denen er deiner Erfahrung nach aggressives Verhalten zeigt, freundlich rausholen. Entweder mit Rückruf, Umlenkungssignal, Sitz o.ä. Das natürlich belohnen.

    Außerdem würde ich ihn generell in Hundebegegnungen viel für richtiges Verhalten belohnen, das mindeste ist ein verbales Lob. :) Ich würde alles, was er gut macht, kommentieren.

  • Das Verhalten meines kleinen Gigolos hat sich immer mehr verstärkt. Kaum sieht er eine Hündin, ist er wie ausgewechselt. Er geht dann richtig offensiv zu ihr und bedrängt sie. Kommt ihm ein Rüde entgegen wird es haarig. Hole ich ihn dann zu mir, ist er gar nicht mehr zu Ruhe zu bringen und zeigt alle Symptome von Stress (zittern, vermehrtes Hecheln, Hibbelei).

    Auch wenn ich ihn separiere, verhält er sich komplett verquer. Ich habe mir wirklich Rat geholt, aber als er letzten Samstag schon richtig Ernst mit einer Hündin machen wollte , ist heute unsere Entscheidung gefallen: ich werde ihn kastrieren lassen.

    Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht - aber ich möchte auch nicht zeitlebens einen gestressten und sexualisierten Hund haben. Zumal ich ihn auch nicht isolieren möchte, sondern ihn an unserem Leben teilhaben lassen möchte.

    Zuhause ist er der liebste Hund der Welt- er ist ruhig, verspielt, verschmust, lernwillig und hört auf Kommandos. Deswegen erschreckt mich echt dieses extreme Verhalten.

    Laut Züchterin ist sein Vater auch unerträglich, wenn "seine" Hündinnen läufig sind. Dann muss er von den Kindern der Familie ferngehalten werden, da er unberechenbar ist.

    Oh Mann! :sad2:

  • Ich finde den Trend echt bedenklich, den Hund nicht einmal mehr erwachsen werden zu lassen bevor er kastriert wird. Und diese "Lösung" Kastration... ich weiß nicht.

    Ich würde es erst lieber mit Erziehung versuchen und wenn man es selbst nicht in den Griff bekommt, weil man nicht weiß wie, dann mit einem kompetenten Trainer.

  • Bud rammelt(e) ohne Ende, "vergewaltigt" kleinere Hunde und Hündinnen und ist manchmal schwer zu bändigen.

    Aber es geht und es wird besser!


    Versuch bitte, über Erziehung etwas zu verbessern und falls du unbedingt kastrieren willst, warte noch, bis er zwei Jahre alt ist!!!

    edit: Theras Tipps finde ich gut!

    Und mit 7 Monaten über Kastra nachdenken finde ich nicht so gut. Du nimmst dem Hund so viel damit :/ ...
    Halt aus, das wird auch wieder besser!

  • Es ist ja nicht so, dass ich mir keine anderen Methoden überlegt habe - aber er ist einfach nicht mehr ansprechbar. Er ist wirklich Mr.Jekyll und Dr.Hyde. Jeder der ihn kennt, kann sich das nicht vorstellen... Es ist einfach unbeschreiblich... Wenn es einfach nur Unsicherheit oder sonstiges wäre, würde ich auch sagen, dass ich ein spezielles Training mit ihm absolviere.

    Das mit dem Chip habe ich mir auch überlegt, aber ich habe einige schlechte Erfahrungen mitbekommen. Da hat es einen Monat gedauert, bis er anschlug (was an sich nicht schlimm wäre), die Wirkung hat aber nur 4 Wochen gehalten und danach war es schlimmer als vorher. Außerdem steigt das Krebsrisiko durch diese Achterbahn enorm.

    Das Problem: er wird als Therapie- und Servicehund ausgebildet, weil er alle Wesenseigenschaften dafür hat(te?) - die zeigt er auch in den Einrichtungen noch, aber ich kann mit ihm mit den Leuten nicht nach draußen gehen. :|

  • Dass der Testosteronspiegel im Körper ansteigt ist normal. Das Gehirn versucht gegen zu regulieren und produziert deshalb noch mehr Testosteron. Das reguliert sich aber.

    Die Wirkung von vier Wochen bezieht sich auf die Kastrationsspritze.

    Der Chip hält ca. drei bis sechs Monate. Ein erhöhtes Krebsrisiko besteht nur, wenn der Chip sehr oft gesetzt wird.

    Ich würde auf jeden Fall erst den Chip setzen lassen. Eine Kastration hat auch Nebenwirkungen. Dann kannst du sehen, wie er sich verändert.

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