wie Hund und Katz´eben

  • Hallo,
    also um gleich zum Problem zu kommen,

    wir haben einen 8 Jahre alten Wohnungs-Kater, der bis vor ca. 4 Wochen allein bei uns lebte und unser Pascha war. Er schlief nachts immer mit uns im Bett, aber seit ca. 4 Wochen ist alles anders.

    Seit wir einen 9-wochen alten Welpen bekommen haben, der bei seiner zuvorigen Familie mit Katzen aufgewachsen ist, ist unser Kater nicht mehr der selbe. Die Umstellung für ihn hat ihn wie in einen Schockzustand versetzt. Es muss schon hart für ihn sein.

    Der Hund jagt ihn, sobald er den Boden berührt. Nur auf seinem Kratzbaum, den Tisch und eben höheren Stellen ist er noch sicher.
    Wenn wir ihn auf den Arm nehmen, streicheln oder zu uns ins Bett holen, fängt der Welpe an zu spinnen, auch zu bellen und der Kater verzieht sich.
    Zudem schnappt der Hund nach ihm. Er ist wohl eifersüchtig.

    Uns stört das sehr, weil wir unseren Kater natürlich genauso lieben, aber er in den letzen Wochen sehr zu kurz kam.

    Wie sollen wir uns verhalten??
    Ihn zurück rufen, wenn er auf den Kater fixiert ist - unmöglich.
    Man muss ihn dann ständig weg holen und ablenken. So steht er dauernd im Mittelpunkt.
    Geht es nur kurz um die Katze... das kann er nicht sehen.
    Die 2 werden keine Freunde mehr wie es scheint, aber wir wollen das der Hund die Katze in Ruhe lässt.
    Habt ihr mir paar Tipps?

  • Hallo.

    Kopf hoch, wir haben unsere 16jährige Katze mit unserem Welpen vertraut gemacht. Das wird schon!

    Hat die Katze die Möglichkeit in einen anderen Stock zu entschwinden? Oder vielleicht in ein Zimmer, wo der Hund nicht hinkommt?

    Das Jagen müsst ihr jetzt konsequent unterbinden, schnappen oder ähnliches geht auch gar nicht.

    Wir haben unsere Oma und den Hund anfangs mit Tartar bestochen. Immer wenn wir mit dem Hund vom Gassi wieder reingekommen sind, gabs für die Oma und den Welpen ein bisschen davon. Mit der Zeit haben sie einen Meter auseinander gesessen und ihr Leckerchen gefressen.

    Heute darf der Hund auch mal über die Katze lecken, wenn diese bei uns auf dem Bauch liegt und gekrabbelt wird. :D Der Chef im Haus ist aber definitiv die Katze, der Hund hat sich hinter ihr eingeordnet.

    Also: dem Hund klar zu verstehen geben, das Katze dazugehört und nicht gejagt wird und die Katze muss lernen, das Hund total toll ist!

    Alles wird gut, wenn ihr konsequent seid und jeden Versuch des Hundes direkt im Keim erstickt. Ich drück die Daumen! :gut:

  • Wir haben mehrere Katzen und bei einer haben wir auch das Problem, dass sie sich von sich aus bei unserem Jungrüden nicht wehrt, beim Rest der Katzen ist das nie ein Problem gewesen, die wussten sich schon zu verteidigen. Aber wenn die Katze das nicht für sich selbst übernimmt, dann müsst ihr das tun... auf der einen Seite heißt das also konsequent alles unterbinden was der Katze schadet (jagen, schnappen etc.) auf der anderen Seite auch, dem Welpen Alternativen anbieten. Heißt: Kuschelt ihr mit der Katze, kriegt euer Welpie was tolles zu kauen oder einen Snackball, Kong etc. Das kriegt er auch nur dann, wenn ihr mit der Katze kuschelt, so dass er es bald herbeisehnen wird, dass ihr mit dem Fellmonster schmust :D

    Anfangs würde ich da vielleicht sogar mit einer räumlichen Trennung arbeiten - ob das nun eine besonders große Box ist oder evtl. ein Brett vor der Zimmertür, so dass er nicht zu euch und der Katze kann, kommt auch stark auf eure räumlichen Gegebenheiten an - nur es kann eben auch sein, dass er erstmal gar kein Interesse an den Leckereien zeigt, sondern weiterhin versucht, euch die Katze vom Leib zu scheuchen. Deshalb müsst ihr da evtl. seinem Glück etwas auf die Sprünge helfen ;)

    Was das konsequente Unterbinden angeht... das ist natürlich immer eine Frage des Charakter, der Lebhaftigkeit des Welpen etc. Bei einem reicht es, wenn man sich in den Weg stellt, beim nächsten muss man ihn schon am Geschirr festhalten, der Dritte ist so schnell, dass man ihm am besten eine Leine ans Geschirr machen sollte, so dass man da besser agieren kann... schaut einfach, was bei eurem Welpie funktioniert und fangt am besten harmlos an ;)

  • Ohje! Das arme Katzentier!

    Ehe das völlig ausartet - würde ich dem Welpen Zwangspausen in einem Laufstall/indoor-Welpenauslauf o. Ä. verordnen. Und gleichzeitig das Wörtchen Nein mit dem Welpen üben. Bis dahin "Übungsstunden" abhalten, in denen der Welpe an einer leichten Hausleine ist und ihn ruhig, aber durchaus mit einem gewissen Energiepotential vom Katzen-Jagen abhalten zu können. Wenn das Wörtchen Nein allmählich sitzt, dieses in Sachen Katzen-Jagen einführen. Und immer, immer, immer dabei sein, wenn die beiden zusammentreffen und dem Welpen immer immer immer klar machen, dass es SO nicht erwünscht ist.

    Ich würde die Katze nicht so lange "piesacken" lassen, bis die sich mal von selbst wehrt - das verschärft die Situation nämlich oft nur.

    LG, Chris

  • Oha das kenn ich doch irgendwoher :roll:
    Bei uns war es ähnlich. Lou hat Sammy immer gejagt, allerdings wollte sie spielen. Sammy fand das garnicht toll.
    Er ist Freigänger hat aber auch im Haus seine Rückzugsgebiete (z.B. Mein Bett :D)
    Tja wenn Lou in dann wieder zu sehr bedrängt hat habs ein ernstes "Nein" zu hören und es wurde eine Zwangspause eingelegt.
    Hinzu kommt, dass unser Katzentier sich nicht alles gefallen lässt.
    So war es dann an einem Tag so, dass aufeinmal die Katze den Hund jagt.
    Mittlerweile Leben die beiden gut nebeneinander her. Sie werden sich wohl (leider) nie lieben. Aber beide können sich jetzt aktzeptieren mehr erwarten wir aber auch garnicht von Sammy.
    Alles Gute noch ;)

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