Welpe, trotz Welpenspielgruppe aggro gegenüber Hunden

  • Hallo Miteinander,

    ich würde mich riesig über hilfreiche Antworten freuen.

    Wir haben seit einer Woche einen Mischling; gestern wurde er 10Wochen alt.
    Die "Züchterin" ist eine Bekannte von uns, deren Hund 3Welpen auf die Welt gebracht hat. 1Totgeburt einen Rüden und eine Hündin.

    Er hat jetzt ca. 27cm und 3,7Kilo.

    1. Wie groß wird er wohl werden? Er legt so um die 500g in der Woche zu.
    Was meint Ihr welche Rasse der Vater ist? Und aus was besteht die Mutter?

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    Wir hatten jetzt schon einmal eine Tainingsstunde und eine Welkpenspielstunde, Dienstag ist die zweite Spielstunde.
    Ich lasse das gesamte Mittagessen erarbeiten. Er kann nun Sitz und Platz schon sicher, auch auf komm reagiert er auch draußen super. Das klappt also gut. 1Mal hattte ich keine Zeit zum üben da wollte er das Fressen dann aber so nicht aus der Schüssel nehmen,

    2. gut/schlecht? Aus der Hand gefüttert nahm er es aber. Gerade wollte er wieder nicht aus der Schüssel fressen.

    Ich stehe jetzt nachts nur noch einmal auf, um mit ihm rauszugehen. Also mit der Stubenreinheit wird schon.

    Meine "einzigen" Probleme:

    Er bellt fast alle Hunde an., auch welche die auf der anderen Straßenseite sind.
    Rennt zu Ihnen aufrecht hin und haut kurz danach ab, wenn der andere Hund auf Ihn zugeht. Dann fiept er manchmal und scheint Angst zu haben. Wenn der andere Hund sich nicht für ihn interessiert rennt er hinterher und bellt ihnen nach. Das macht er an der Leine als auch freilaufend.
    In der Welpenspielgruppe hat er eher Angst. Spielt kaum bis gar nicht sondern quieckt oder bellt, wenn ihn ein anderer Hund genauer beschnüffelt und rennt weg. Dabei hat er den Schwanz eingezogen.
    Er versucht Ihnen aus dem Weg zu gehen. Wenn er in Ruhe gelassen wird läuft er selbstbewusst durchs eingezäunte Gelände.
    Das Vehalten unterscheidet sich? zwischen Welpenspielgruppe und normalem Spaziergang. Einmal Vermeidung einmal aktive Annäherung?

    Mit seiner Schwester, wenn wir sie besuchen spielt er. Diese ist noch schüchterner als er bei der Hundeschule taute aber letztes mal einwenig mehr auf.

    Wir haben gerade einen mittelgroßen sehr ruhigen Mischling für ein paar Tage zur Pflege. Dieser Hund hat die Ruhe weg, spielt aber nicht mit ihm, wenn er immer wieder an ihm hochspringt knurrt sie irgendwann, dann haut er kurz ab, kommt aber nach kurzer Zeit wieder. Zweimal hat sie schon "gescheinschnappt" danach war Ruhe bis zum nächsten Tag.
    Ein paar mal hat er sich in einiger Entfernung hingelegt und recht aggressiv und ausdauernd gebellt. Als es mir zuviel wurde und ignorieren nichts brachte habe ich ihn kurz(3min.) in ein anderes Zimmer gesperrt. Diese Prozedur musste ich 3 oder 4 mal wiederholen. Hätte ich das wegsperren, bei dem 3 und 4 mal verlängern müssen?

    Vor anderen Dingen hat er keine Angst, geht freudig auf alle Menschen zu. Keine Angst vor Geräuschen oder Autoverkehr, Auto fahren etc. Noch nie sonst Angst festgestellt außer bei anderen Hunden und heute komischweise bei einem Fußball, der auf der Hundwiese lag.

    Ist die Mutter Schuld oder der kleine Wurf, dass die so Probleme mit anderen Hunden haben?
    Die Mutter hat sie häufiger am Bein gepackt, wenn sie immer wieder ankamen, um mit Ihr zu spielen und sie dann auf den Boden gelegt.
    Das sah aber nicht brutal aus, und kurze Zeit später wollten die auch schon wieder weiterspielen, wenn nicht gleich sofort.

    3) Ich will ihm das aufjedenfall aberziehen bzw. ihm helfen.
    Wie gehe ich vor. Ursprünglich dachte ich vor 3 Tagen so viele Hunde wie möglich zu treffen. Hmm. Will aber auch nicht, dass er gebissen wird und einen wirklichen psychischen Knacks bekommt.
    Heute habe ich versucht ihn abzulenken bevor er sich in das Bellen versteigern konnte, wenn andere Hunde in der Nähe waren, um so das bellen zu vermeiden. Hat auch gut geklappt.
    Aber was meint Ihr? Was soll ich tuen.
    Ich selber habe keine Angst, die sich auf ihn übertragen könnte.

    4) Ich trage ihn immer so 50m von zu Hause weg, weil er sonst nicht gehen will. Dann geht es aber sehr gerne, normal? Weiterhin tragen oder ihn so weit von zu Hause weglocken, bis er von alleine geht?

    5) Er klaut Schuhe. Ich sage nein nehme sie ihm ab tue sie zurück und biete ihm etwas alternatives zum kauen an.
    Kurze Zeit später tut er es wieder. Wenn er es immer wieder vor meinen Augen macht knurre ich auch mal, dass hält ihn bisher ab.
    Wenn er einen Schuh trägt läuft er erhobenen Hauptes und wäre er ein Mensch würde ich sagen, dass er stolz ausschaut.

    Weiter so verfahren, Schuhe wegtuen oder AppleBitter?
    Das gleiche bei unseren Pflanzen er klaut Erde und will sie fressen.

    Wasserspritzpistole war da erfolgreich. Er ging weg ein paar Stunden später aber wieder das gleiche Problem.

    6) Er knurrt bei Zerrspielen, weiterspielen? Oder nur, wenn er nicht knurrt. Gewinnen kann ich eigentlich nur, wenn ich ihm das Maul aufmache. Habe Angst, dass er sich verletzt, wenn ich zu stark ziehen/rucken sollte. Tauschen gegen anderes Spielzeug ist kein Problem.

    7) Er sitzt gerne auf meinem Schoß, meinen Füßen etc. .
    Ist das in Ordnung, oder könnte ihn das in seinem eventuellem(?) Dominanzverhalten bestärken.
    Wie gesagt Sitz macht er artig, Fressen wegnehmen ist kein Problem.
    Aber er beachtet keine Verbote.

    Mache ich etwas falsch?
    Ich will seine Prägezeit nicht ungenutzt lassen.

    Vielen vielen Dank im vorhinein.

  • Wow, ich krieg ja schon beim Lesen Kopfschmerzen!!
    Du hast einen Babyhund seit einer Woche!!!
    Und Du machst einfach viel zu viel! Würdest Du Deinen Säugling auch gleich in die Schule schleifen und das ABC, Große 1x1 und Benimm beibringen?
    Weniger ist oft mehr.

  • Hi!

    Erst mal stimme ich Bob zu, du hast einen Welpen und erwartest viel auf einmal. ;)

    Das er in der Welpengruppe erst mal schüchtern ist erlebe ich in unserer Welpengruppe oft. Meist sind die Schüchternen dann in den nächsten Stunden die größten Rabauken. Ein guter Trainer wird beim Spiel so eingreifen, dass dein Kleiner gute Erfahrungen mit den anderen Welpen machen kann.
    Ich glaube auch nicht, dass die Mutterhündin oder ein kleiner Wurf schuld an "Problemen" die dein Hund mit anderen Hunden hat schuld sind. Ich schätze mal dein Welpe weiß einfach nicht wie er sich verhalten soll und reagiert dann eben mit Bellen und diesem unsicheren Verhalten.

    Klar kann dein Welpe bei dir auf dem Schoß oder deinen Füßen setzen. Welches evtl. vorhandene Dominanzverhalten sollte da verstärkt werden? Verabschiede dich vom Dominanzdenken und baue eine vertrauensvolle Bindung zu deinem Welpe auf. Dazu gehört ganz natürlich auch Körperkontakt.

    Wegen der Schuhe: ich würde erst mal alles wegräumen und ihm dann das Nein beibringen (irgendwo hier gibt es eine gute Beschreibung wie man das macht). Mit einer Wasserpistole würde ich keinen Welpen abspritzen, das lernt er auch so. ;)

    Bei den Zerrspielen kann er ruhig knurren, Knurren gehört zur Kommunikation des Hundes dazu, warum sollte er es also nicht dürfen. Möchtest du das Spielzeug haben, dann tausche es gegen ein anderes oder ein Leckerli und bring ihm so das Kommando AUS bei. Ganz ohne Maul öffnen oder ähnliches.

    So, ich hoffe das ist nicht zu viel durcheinander. :smile:

    Und ich wünsche dir viel Spaß und Geduld mit dem Kleinen!

  • Hallo,

    zu 1.) kann ich nix sagen...ist schwer zu beurteilen anhand der Fotos. Süß isser jedenfalls... :D

    Zitat

    2. gut/schlecht? Aus der Hand gefüttert nahm er es aber. Gerade wollte er wieder nicht aus der Schüssel fressen.

    Handfütterung ist grundsätzlich nicht verkehrt, stärkt die Bindung und die "Abhängigkeit". Bei einem Welpen allerdings muß es ja nicht unbedingt sein. Stell ihm 1x am Tag ne kleine Portion im Napf hin. Nimmt er es nicht innerhalb von 5 Minuten, stell es wieder weg und biete ihm 2-3 Stunden später wieder etwas an, wenn Du willst, daß er auch mal aus dem Napf frißt.

    Zitat

    3) Ich will ihm das aufjedenfall aberziehen bzw. ihm helfen.
    Wie gehe ich vor.

    Der kleine Stinker ist total unsicher. Ich schätze mal, er hat in der Welpenzeit bei Deiner Freundin kaum Kontakt zu anderen Hunden gehabt. Wie reagierst Du, wenn er andere verbellt? Und wie reagierst Du, wenn er dann mit eingezogener Rute flüchtet? Was wurde in der Welpenspielstunde vom Trainer geraten?

    Zitat

    4) Ich trage ihn immer so 50m von zu Hause weg, weil er sonst nicht gehen will. Dann geht es aber sehr gerne, normal? Weiterhin tragen oder ihn so weit von zu Hause weglocken, bis er von alleine geht?

    Gegen das Tragen ist doch erstmal nix einzuwenden. Er muß draußen erstmal sicherer werden, um sich selbst zu trauen. Das ist ganz normal am Anfang. Welpen bewegen sich nie weit von der sicheren Höhle weg. Hab Geduld, das wird schon.

    Zitat

    5) Er klaut Schuhe. Das gleiche bei unseren Pflanzen er klaut Erde und will sie fressen.

    Auch normal... :D

    Bitte keine Alternative anbieten. So lernt er nur eine Verhaltenskette...ich bring nen Schuh und krieg was anderes dafür. Nimm ihm den Schuh möglichst wortlos ab und ignoriere ihn. Das Klauen von Schuhen sollte zu keiner großen Sache werden, dann wird es uninteressant.

    Das Gleiche bei den Pflanzen. Nimm ihn wortlos dort weg.

    Und bitte keine Wasserpistole. Bei einem Hundebaby tut es absolut nicht Not, mit Schreckreizen zu arbeiten. Schon gar nicht bei einem so unsicheren Welpen.

    Zitat

    6) Er knurrt bei Zerrspielen, weiterspielen?

    Mein Hund darf bei Zerrspielen knurren. Die können sehr wohl Ernst und Spiel auseinanderhalten. Wichtig sollte nur bereits jetzt schon sein, daß Du das Spiel eröffnest und auch beendest. Daß er auf Tausch das Spieli losläßt, ist doch schonmal prima. Baue dabei immer das Kommando "Aus" mit ein, tausche mit ihm und beende das Spiel. So endet es auch für ihn positiv. Gleichzeitig lernt er ganz nebenbei das Kommando "Aus" und es wird positiv belegt. Er bekommt ja was Gleichwertiges oder gar Besseres dafür (Leckerlie?).

    Zitat

    7) Er sitzt gerne auf meinem Schoß, meinen Füßen etc. .
    Ist das in Ordnung, oder könnte ihn das in seinem eventuellem(?) Dominanzverhalten bestärken.

    Nix Dominanz, das vergiß mal ganz schnell.

    Wenn Du auch später, wenn er groß ist, kein Problem mit dem Hund auf Deinen Füßen hast, dann laß ihn. Sollte sich da nen Kontrollproblem entwickeln, kann man immer noch was dran ändern. Glaub ich aber eher weniger dran. Kontaktliegen ist wichtig im Sozialverbund. Gerade Deinem Wurm vermittelt es Sicherheit, in Deiner Nähe zu sein. Find ich völlig in Ordnung.

    Zitat

    Aber er beachtet keine Verbote.

    Du hast da ein Hundebaby. Wie soll der Kleine Verbote beachten?

    Weise ihn konsequent, aber liebevoll, darauf hin, wenn er etwas falsch macht, ohne Gewalt oder Schreckreiz. Kommandos wie "Nein" oder "Aus" bekommt er nicht über die Muttermilch, die muß er lernen (siehe 6.).

    Liebe Grüße und viel Geduld

    BETTY und Ronja

  • Vielen Dank für die Antworten.

    Ich will ihn auf keinen Fall überfordern.
    Habe nur Angst etwas verkehrt zu machen. Und man sagt ja, dass er sich in der Prägungsphase befindet und man lieber gleich negativen Entwicklungen entgegenwirkt anstatt sie nachher auszubessern.

    So jetzt ist gerade Ruhe im Haus. Ich werde morgen nochmal ausführlicher auf Eure netten Antworten eingehen.

    Danke

  • Auch nach der Prägungsphase kann ein Hund noch jede Menge lernen, weniger ist eben manchmal mehr. ;)

    Mach dir keinen Stress und gehe in der Welpenerziehung einen Schritt nach dem Anderen.

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