Manchmal frage ich mich ob sein Verhalten normal ist

  • So ich versuche ja meinem Paul jetzt den stress zu nehmen und ihm zu helfen runter zu kommen. Also nach jeder aktion kommt er erstmal für ca. 15 min in seine ecke, nach einem spaziergang auch was länger bis er wieder runter gekommen ist.
    Nur das hecheln fängt schon an wenn wir aktionen beginnen. Zb will ich mit ihm spazieren gehen. Zieh mich an und er sitzt´vor der terrassentür und wartet. Hechelt die ganze zeit dabei. Teils geh ich hin zieh mich wieder aus und lass ihn noch mal was runter kommen. Nur irgendwann muss ich dann gehen trotz des hechelns.
    Was kann ich denn sonst noch tuen ich bin schon total ruhig, versuche jede situation total ruhig anzugehen, aber er ist trotzdem gestresst. Gut von heut auf morgen wirds wahrscheinlich sich nicht bessern, aber kann man ihm irgendwie helfen? Ich habe mal von diesen Tropfen AmiQure Stress gelesen, kann man sowas empfehlen? Oder setzt man den Hund damit eher unter drogen?
    Es soll nur als Hilfe dienen, also nicht er bekommt das mal und wir arbeiten nicht mehr weiter dran.

  • Vielleicht wären dann die Notfalldrops für Hunde ne Alternative?

    Das sind Bachblüten, also nicht gleich ne richtige "Droge" ;)

    Ich kann mir das irgendwie gar nicht vorstellen, dass der Hund permanent unter Strom steht :???:

    Kannste nicht mal nen Video machen? =)

  • Also sind diese anti - stresstabletten nicht so empfehlenswert?
    Wir hatten mal Bachblüten ausprobiert, hatten aber nichts bewirkt.

    Also er steht nicht permanent unter Strom. Er schläft auch teils recht viel.
    Nur wenn halt irgendeine aktion angesagt ist, wie spazieren gehen, übungen, besuch, neue umgebungen dann hechelt er direkt. Auch schon wenn mein freund heim kommt. Halt einfach wenn wir ihm aufmerksamkeit schenken dann ist er einfach nur hibbelig und hechelt teils auch.
    Und abends da stromert er durch das wohnzimmer, meist hechelnt und findet einfach keine ruhe, ich schick ihn dann meistens auf sein kissen.

    Kann mal gucken ob ich es morgen über handy gefilmt bekomme.

    Im moment versuchen wir alles mit ruhe zu machen. Und wenn wir eine übung machen etc. wir darauf achten das er ruhig ist und entspannt. Also wenn wir zum beispiel ein suchspiel machen, legen wir ihn immer ab. Wenn er seine hinterbeine zur seite ausstreckt, sehe ich das immer als zeichen das er entspannt, dann darf er erst suchen gehen.

  • Also ich habe jetzt die Ergebnisse der Blutwerte und diese sind im normal. Also keine über oder unterfunktion der Schilddrüse, also alles anerzogen bzw. Veranlagung.

  • So könnt ihr mir denn noch Tipps geben, dass unser Paul vielleicht merkt das wir alles regeln, das er sich auf uns verlassen kann? Ich denke daran könnte es ja auch liegen das er viel stress hat.
    Also ich arbeite auch schon hart an mir, das ich selbst ruhig bin in jeder situation, das ich auch wenn er kommandos missachtet, ich ruhig bleibe und ihn kommentarlos zb wieder auf sein kissen bringe.
    Ich selbst bin (laut meinem Partner) hibbelig und hektisch, klar das überträgt sich wahrscheinlich auch auf den Hund.

  • Okay, wenn du selbst sagst, dass du wohl auch hektisch bist, dann ist es wirklich wichtig, dass du versuchst, ruhig zu bleiben. Ich hatte mit Jeppe eine Zeit lang auch mal das Problem, dass ich ihm einfach nicht genug Sicherheit vermitteln konnte. Bei mir lief es dann darauf hinaus, dass ich mir immer nur noch mehr Gedanken machte und dadurch innerlich nicht wirklich ruhiger wurde. Dann irgendwann machte es klick und ich verstand, dass mein Hund sehr sensibel auf meine Stimmungen reagiert. Seitdem habe ich mir draußen immer wieder gesagt, dass es mir völlig egal sein kann, was die anderen Leute denken (Jeppe pöbelte an der Leine) und dass das nur meine Sache ist. Und siehe da: Seitdem ich gelassener reagiere, ist mein Hund viel ausgeglichener und macht kaum mehr Probleme.

    Wenn ihn so viele Sachen nervös machen, dann gehe darauf nur bedignt ein. Hat er draußen vor irgendetwas Angst und bellt es an, dann geh hin und fass dieses Etwas an (also jetzt zum Beispiel eine Mülltonne oder so, bei Lebewesen lieber nicht ;) ), zeig ihm, dass keine Gefahr davon ausgeht und du auch keine Angst hast.

    Wenn gesundheitlich alles okay ist, solltest ihr euch vielleicht eine Aufgabe suchen, die euch beiden Spaß macht. Ich mache mit Jeppe Turnierhundesport, seitdem wir das gemeinsam machen und auch regelmäßig dafür üben, verlässt er sich auch mehr auf mich und orientiert sich mehr an mir.

  • schick ihn konsequent auf seinen Platz und
    setz auch durch, dass er da bleibt.
    Beachte ihn währenddessen nicht (auch kein Blickkontakt!!!)

    Tipps zur sinnvollen Beschäftigung gabs ja schon oder findest du unter
    http://www.spass-mit-hund.de/


    Warum läßt du ihn ausgerechnet abends noch rumwandern? Warum sperrst du ihn nach dem Fressen in seine Box, statt während der Nacht? :???:


    für dich:
    Autogenes Training oder
    Yoga ?


    Seid ihr in einer Hundeschule?

  • Mir fallen genau zwei Sachen dazu ein:

    1. Euer Hund kommt nur 2x am Tag relativ kurz raus? Von 7:30 bis morgens etwa 11 Uhr gar nicht mehr? Finde ich ganz schön wenig.
    Ich arbeite Vollzeit, mein Hund kommt morgens um 6 Uhr 1-1,5 Stunden raus und nach der Arbeit 1,5-2. Zu Hause wird noch geclickert bzw. sie darf Suchen. Zusätzlich haben wir noch Hundeplatz mit normaler Unterordnung und Fährtenarbeit. Also ich denke bei eurem Hund ist es auch körperliche Unterforderung.

    2. Gleichzeitig denke ich, dass euer Hund vom Charakter her sehr stressanfällig ist. Kenne ich von dem Schäferhund meiner Eltern. Er hechelt permanent, sobald ein wenig was los ist. Mein Hund im Gegenzug hechelt auch nach Wettrennen übers Feld nur kurz. Deutet bei euch recht deutlich auf Stress hin. Wenn er gesund ist, sollte er nach 30-45Min. noch nicht erschöpft sein. Könnte tatsächlich auf das Herz hindeuten.

    Ihr müsst dem Hund ganz viel Ruhe vermitteln. Ruhige Bewegungen, ruhige Kommandos. Nicht alles x-mal wiederholen. Sobald der Hund aufdreht, musst du ruhiger werden. Über Körpersprache kann man da sehr viel machen. Macht ruhige Übungen mit ihm, wobei ruhige Verhalten immer belohnt wird.

    Aber vorher lasst auf jeden Fall das Herz checken!

  • @ bungee
    Nachts ist er auch in seine. Nach dem essen kommt er darein damit er ruhig ist, wegen Magenumdrehung. Wurde uns als Welpe so gesagt das Hunde nach dem Essen eine Stunde ruhen sollten. Er mag die Ecke aber auch, wenn er irgendwas zu essen bekommt was er nicht kennt oder ein spielzeug rennt er direkt da hin. Auch legt er sich öfters mal von sich aus in die Ecke zum schlafen. Also es ist nicht so das er sie nicht mag.

    Spatzine
    Ich habe nur das gefühl um so mehr wir gehen umso aufgekratzer ist er zuhause. Die Spazierzeiten die in dem Tagesablauf geschrieben sind, sind neue. Davor sind wir auch täglich ca. 1 1/2 - 2 Stunden gelaufen, mit viel Dummytraining, Suchspielen etc. Ich hatte dann immer einen Hund der total aufgekratzt war, rumstromerte etc.
    Dann war ich mal 2 Tage lang krank, er kam nicht so viel raus, nur mal in den Garten. Und was war, er war total ruhig, stromerte nicht mehr rum sondern schlief fast nur.
    Also da bin ich grad einen Mittelweg am suchen, nicht zu viel was ihn aufkratzt, aber natürlich auch nicht zu wenig. Ich muss dazu aber noch sagen das wir auch noch einen Garten haben wo er auch toben kann. Er nutzt ihn zwar nicht so, liegt meistens eher rum und zernagt Äste.
    Und seit 2 Tagen longieren wir auch, erstmal nur für ca. 10min.

  • Zitat


    Dann war ich mal 2 Tage lang krank, er kam nicht so viel raus, nur mal in den Garten. Und was war, er war total ruhig, stromerte nicht mehr rum sondern schlief fast nur.

    Naja, wenn ein Hund fast nur schläft, bedeutet es ja nicht unbedingt, dass es ihm besser geht, als wenn er unruhig ist. Ein Hund der unterfordert ist, nicht genügend Reize bekommt usw., reagiert je nach Charakter: ein Hund wird eher "depressiv" ein anderer entläd seine fehlenden Energie nach außern (Zerstörung von Gegenständen usw.). Ich denke nicht, dass es etwas mit der Länger der Spaziergänge zu tun hat. Ausgedehnte Spaziergänge fördern normalerweise eher die Ausgeglichenheit (s. u.).

    Zitat

    Ich habe nur das gefühl um so mehr wir gehen umso aufgekratzer ist er zuhause.

    Also zunächst würde ich da mit dem übermäßigem Hecheln auch mal von einem Tierarzt abklären lassen - sicher ist sicher (z. B. Herzprobleme). Als erstes sollte wirklich alles Organische ausgeschlossen werden und dann solltet ihr wirklich für euch euren Umgang mit dem Hund überdenken.
    Was passiert denn, wenn ihr einfach eine Stunde mit dem Hund ohne Leine irgendwo spazieren geht, ihr den Hund dabei aber nicht großartig beachtet. Außer ab und zu herbei rufen und dann kurz loben. Aber die meiste Zeit geht ihr einfach ganz ruhig ohne Worte mit dem Hund spazieren. Dann kommt ihr nach Hause und streichelt den Hund vielleicht einmal wortlos und beachtet ihn dann nicht mehr großartig, sondern geht zu eurem Alltag über. Würde er dann auch so reagieren?

    Ich habe den Verdacht, dass ihr auf die Unruhe des Hundes selbst mit Unruhe reagiert. Also z. B. der Hund ist unruhig, ihr sprecht den Hund an z. B. "Was ist denn los?" oder streichelt ihr ihn oder beachtet ihn sonst irgendwie (versucht ihn mit Worten oder Taten zu beunruhigen). Der Hund spürt euere Unruhe ganz genau, bzw. bemerkt auch, dass er besonders beachtet wird (und das irgendwas Besonderes los sein muss, er weiß nur nicht genau was) und wird noch unruhiger, darauf reagiert ihr wieder mit "Unruhe", der Hund wird noch unruhiger usw. Dass du hier im Forum postest, zeigt ja Beunruhigung und das spürt ein Hund.
    Das kann man nur durchbrechen indem man Ruhe vermittelt und einfach seinen Alltag erledigt ohne den Hund übermaßig zu beachten.
    An der Länge der Spaziergänge liegt es wohl eher nicht, eher an der Art wie ihr mit dem Hund während der Spaziergänge und danach kommuniziert. Einfach so durch Spaziergänge kann ein Hund meiner Meinung nach nicht eine solche innere Unruhe entwickeln.

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