Wunsch nach eigenem Hund

  • Du solltest auch die Anschaffungskosten bedenken.
    Willst du einen Welpen von einem Züchter mit Papieren (bitte keine papierlosen Welpen kaufen, gib mal Stichwort Vermehrer ein), fallen Kosten von ca. 800-1200€ an. Dann kommen dazu Körbchen, Leine, Halsband, Näpfe, Autobox und und und. Da sind ganz schnell 200€ weg.

    Ein Welpe aus dem Tierschutz ist "günstiger". Da bezahlst du eine Schutzgebühr um die 200-350€ plus Zubehör, siehe oben.

    Sinnvoll wäre evtl. auch eine OP-Versicherung. Die kostet knapp 16€ im Monat und gibt, zumindest mir, schon ein recht sicheres Gefühl für den Fall der Fälle.

    Aber ganz ehrlich: ich würd an deiner Stelle auch noch warten. Am Anfang ist man total euphorisch und glaubt nicht, daß irgendwann auch sowas wie Alltag eintreten kann und man sich wirklich zwingen muss, Gassi zu gehen und mit dem Hund zu arbeiten. Und neben Schule/Studium kann das schon extrem belastend werden.

    Ich weiß, du willst das nicht lesen, aber ich finde das Verhalten deiner Mutter extrem verantwortungsbewußt. Ist der Hund erstmal da, und du hast nach einer Zeit wirklich nicht mehr täglich Lust, dich alleine zu kümmern (Gassi, Kopfarbeit, Felpflege, Wohnung putzen nachdem der Hund vom Gassi kommt :D ), hängt alles an ihr. Warte einfach noch ein bißchen, kümmere dich weiter um die TH-Hunde oder such dir einen Gassigehhund von jemandem, der dankbar ist, wenn ihm etwas Arbeit abgenommen wird.
    Irgendwann klappt es sicher mit einem Welpen!

  • auch wenns hart ist, du solltest vllt wirklich warten.

    bei mir war auch kurz nach dem tod unserer alten hündin der wunsch nach einem neuen hund sehr groß. allerdings war ich in der 12. klasse.

    doch da ich nicht wusste, wie viel zeit ich noch hätte während der abiprüfungen, was ich nach dem abi mache, wo und was ich studieren werde, ob ich ausziehen oder zuhause wohnen werde, ect habe ich mich dazu entschieden noch ein jahr zu warten.

    ich wollte architektur studieren, wozu ich relativ bald nach der bewerbung einen eignungstest machen musste. nachdem ich den bestanden hatte, hatte ich immernoch 3 monate zeit mir einen welpen auszusuchen, ihn stubenrein zu bekommen, sowohl bindung aufzubauen als auch das alleinebleiben zu üben und mich intensiv um die basis der erziehung zu kümmern.
    ausserdem wusste ich, dass ich nur max. 24 std/woche in der uni sein werde und meine mutter den hund mit in die arbeit nehmen kann, damit der hund nicht länger als 4 std alleine sein muss.

    warte doch erstmal ab, wie sich alles entwickelt. nach dem abi hast du ja immernoch um die 4 monate zeit dich um einen hund zu kümmern.

  • Hey !

    Bei mir war meine Mutter auch strickt dagegen.
    Als Naila dann da war musste ich sagen: " Leider konnte ich meine Mutter überreden"
    Das höhrt sich jetzt natürlich schlimm an, aber wenn meine Mutter schlechte Laune hat ist wirklich jederscheiße .
    Und meine Mutter hatte am Anfang nur schlechte Laune und wollte das Naila wieder weg kam. Das war für mich eine schwere psychische Belastung , die mit der neuen Situation und Verantwortung fast unerträglich wurde.
    Mitlerweile würde selbst meine Mutter Naila nicht mehr hergeben wollen. Dieses Empfinden stellet sich aber erst herraus, als Naila ungefähr 8 Monate alt war.
    Davor war es fast die Hölle. Jeden Tag gabs Streit und Diskussionen.

    Natürlich muss das bei deiner Mutter nicht sein, ich kenn sie ja gar nicht.
    Aber ich denke wenn ein Familienmitglied dagegen ist und dieses Mitglied "fast" gegen seinen Willen überredet wird, wird die erste Zeit mit dem Hund nicht besonders schön.

    Wenn ich noch mal von vorne anfangen könnte, würde ich wahrscheinlich warten.

    Übrigends: ich hab ne Colliehündin, also wenn du fragen hast ;)

    LG Ines

  • Also ich hatte zum Glück nicht das Problem, das ich meine Mutter hätte überreden müssen. Unser erster Hund wurde angeschafft da war ich gerade süße 4 jahre alt. Meine Mara war damals ein Collie, sie hat uns dieses Jahr im Januar im Alter von 14 1/2 Jahren verlassen.

    Das mit den Kosten was hier einige sagen, da kann ich nur bedingt zustimmen. Ich rechne meinen Hund mit 1€ am Tag. Für die laufenden Kosten, wie Futter. Tierarzt kann man nicht veranschlagen, außer die Pflichtbesuche wie Impfungen etc. Okay ich hatte aber zum Beispiel noch nie einen Hund auf der Hundeschule.

    Mal dir das mit dem Hund bitte nicht zu schön aus. Deine Mama hat da schon Recht, ein Hund ist eine Belastung. Da ich nun schon so lange einen Hund habe (zwischenzeitlich sogar 2) kann ich dir sagen, es gibt Tage da verflucht man es das man jetzt auch noch mit dem Hund raus muss.

    Einen Collie würde ich übrigens nie empfehlen, so wie dein Tagenablauf klingt. Der will ausgelastet sein! Das sind sehr schlaue Hunde, die wollen auch viel lernen. Bei einigen Rassen sollte man sich mal in den Kopf rufen, wofür sie ursprünglich gezüchtet wurden. Der Collie ist ein Arbeitstier, und das merkt man täglich bei den Gassirunden. Meine Mara war immer der schnellste und wendigste Hund. Es kam nie einer hinterher.

    Ich muss den anderen hier auch zustimmen, das ein Hund keine Freude bringt wenn einer aus der Familie total dagegen ist. Gerade ein Welpe macht sehr, sehr viel Mist. Wir hatten von A wie Abfall ausräumen bis Z wie Zähne am Möbel austesten alles dabei. Gerade die ersten Wochen wenn er noch nicht stubenrein ist, sind eine echte Geduldsprobe. Wenn ihr Teppiche habt, rechne damit das da auch mal einer eingebüßt werden kann. :schauen:

    Ich habe es jetzt erst wieder hinter mir. Natürlich musste nach dem Tot meiner geliebten Mara unbedigt wieder ein Collie her! Die kleine Sally macht nun ziemlich Betrieb, stubenrein war sie zum Glück ganz schnell. Hat nur 4 Wochen gedauert. Bin aber auch Nacht alle 2Stunden raus.

    Die Kleine ist jetzt 5Monate alt, und will am liebsten den ganzen Tag nur raus und spielen, und neue Sachen lernen. jaja so ein Collie hat schon was für sich...will ich nie wieder missen. ABER es macht sau viel Arbeit.
    Die Kleine hab ich mir (ich muss zugeben) total Kopflos angeschaft. Ich hab in der Zeitung geleden Colliewelpen abzugeben, und hab Mutti gebettelt mit mir dahin zu fahren. Tja und einen Tag später hatte ich wieder einen Hund. Muss aber gleich dazu sagen, ich hab immernoch rückhalt von Familie. Wenn hohe Tierarzt kosten anfallen, die könnte ich nicht so ohne weiteres stemmen. Und mein Mann steht zu dem Hund!
    Ich habe ihn mit dieser Blitzaktion zwar auch vor vollendete Tatsachen gestellt, allerdings wollte er auch die ganze Zeit wieder einen Hund. Er hatte auch schon Hund seit er 9Jahre alt war. Gut okay so schnell war´s nicht geplant...in meinem Fall war´s allerdings auch keine Umstellung...und ich wusste ja schon genau was auf mich zukommt.

    Übrigens ist Wohnungssuche mit Hund wirklich kein Zucker schlecken. Als unser Vermieter wegen Eigenbedarf (seine Tochter wohnt jetzt da) uns die Wohnung gekündigt hatte war´s schon nicht einfach innerhalb 3 Monaten ne Wohnung mit Hund zu bekommen. Es gab genau eine Wohnung, und die haben wir jetzt. Gut das es grade die schönste ist, vor allem mit Hund war reiner Zufall.

  • erst einmal danke fürs fleißige antworten :gut:

    ich hab noch ein paar mal mit meiner Mutter geredet

    und sie sagt auch das sie nicht für den Hund arbeiten will, sondern auch etwas von ihrem hart verdienten Geld haben will...
    ich kann sie schon verstehen...

    letztens hatten wir Besuch von einer Familie mit Hund und meine Mutter war echt begeistert :D

    langsam wird sie schon ein bisschen weich...

    :smile:

    LG
    Christina ;)

  • ;) Erinnert mich so ein bissl an die Diskussionen, die ich so in Deinem Alter mit meinen Eltern haben.

    Heut hab ich selber einen Hund und muss sagen, in vielen Punkten hatte meine Mam Recht.

    Ein Hund ist kein Lebewesen, das so nebenbei mitläuft und bei allem, was wir als vierköpfige Familie mit Hund machen müssen wir immer überlegen: Hmm, geht das auch mit Hund?

    Du bist halt gebunden und nicht überall ist der Hund ein gerngesehener Gast.

    Dann kommt die Arbeit mit Hundi dazu und die Arbeit, die er so macht.

    Hundi will erzogen und beschäftigt werden und Hundi bringt durchaus auch jede Menge Dreck ins Haus oder macht welchen selbst.....

    Dazu die Kosten von Anschaffung, Versicherungen, Ausstattung, TA, Steuern und was so noch anfällt (Bahnfahrten, Urlaub mit Hund etc.pp.).

    Klar, wir möchten unseren Hund nicht missen, aber wir müssen uns auch in vielen Dingen einschränken, eben weil wir einen Vierpfoter haben.

    Birgit

  • Hallo,

    ich bin 17 und ebenfalls in der 11. Klasse, wenn deine Eltern dich nicht total unterstützen und hinter der Sache mit dem Hund stehen, würd ich noch ein paar Jahre warten, bis du selber einen geregelten Tagesablauf hast, ich muss auch nicht viel für die Schule lernen, trotzdem hatte ich in der Klausurenphase, die Gott sei Dank nun um ist, totalen Stress.

    Außerdem hat man in der 11 doch eigentlich schon viel Nachmittagsunterricht oder nicht?

    Ich sitze 3x die Woche bis um kurz vor 17 Uhr in der Schule, das würde ein Hund unmöglich aushalten, da müssten deine Eltern einspringen.
    Ich kann das schon verstehen, es geht mit Sicherheit nicht jeder gerne bei Regen und Kälte mit einem Hund spazieren und putzt danach noch das Haus, weil der Hund 3x am Tag eine schöne Pfotenspur hinterlässt.
    Bedenke auch, dass es nicht so einfach bleibt wie in der 11. Klasse, ich kenne einige Leute, die in der 11 wirklich klasse Schüler waren und in der 12 fast verrückt geworden sind, weil sie so schiwerig sein muss.

    Außerdem willst du doch bestimmt auch mal andere Dinge machen Freund, Reiten, Kino etc.
    Eventuell hat dein Freund keine Lust dauernd mit dem Hund rauszugehen.

    Überlege dir das wirklich gut, zuviel Stress tut niemandem gut, auch wenn ein Hund etwas wunderschönes ist, macht er Arbeit ohne Ende, besonders dann, wenn nicht alles glatt läuft.

    Liebe Grüße

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