Einige Probleme/Fragen...

  • Hallo erstmal,
    Ich hab eine 5 Monate junge Hündin und hab einige kleine Problemchen und Fragen (ich wollte nicht für jede Frage gleich ein neues Thema aufmachen, deswegen packe ich mal alles hier rein).

    Also:
    1. Sie ist total neugierig und aufmerksam und alles. Ist ja eigentlich nichts schlimmes. Problem ist nur, dass wenn wir draußen sind, sie einfach überall hin will und die Umgebung zu erkunden (obwohl wir meisten die gleiche Strecke laufen... und es verändert sich nichts). Sie läuft dann immer kreuz und quer durch die Gegend und knabbert da mal was an, schnüffelt dort rum,... :/ Wenn ich sie dann an der Leine etwas kürzer halte, dann zieht sie heftig und das will ich natürlich auch nicht. Ich bleibe teilweise auch stehen (auch wenn ich stehe versucht sie noch weiter zu laufen) und ruf sie zu mir ran (meistens kommt sie). Wenn ich dann weitergehe dann zieht sie wieder. Wie kann ich ihr beibringen, dass sie, wenn sie an der Leine ist, bei mir bleiben soll?

    2. Ich lasse sie oft von der Leine, damit sie ein bisschen rum laufen kann. Ich spiel dann meistens mit ihr (mit einem Ball oder Stöckchen). Teilweise gehen/joggen Leute an uns vorbei, auch Fahrradfahrer sind meisten kein Problem. Zu Hunden geht sie meisten hin, schnüffelt kurz und wenn ich dann weiter gehe, dann rennt sie auch gleich zu mir. (Wenn ich sehe, dass etwas "interessantes" auf und zu kommt, dann lenke ich sie ab, das klappt ganz gut). Manchmal ist es aber so, dass sie sich nicht ablenken lässt und dann rennt sie den Leuten/Fahrrädern/Hunden hinterher. Letztens erst ist sie einem Fahrradfahrer hinterher gerast und hat dabei überhaupt nicht auf mich reagiert (Der Fahrradfahrer war dann auch noch so clever und ist schneller gefahren und wollte auch noch direkt auf die Straße fahren :zensur: ). Nach einer Weile hat meine Hündin dann auch gemerkt, dass ich weit weg bin und ist dann zu mir gelaufen. Wie kann ich solche Situationen vermeiden (Ablenken funktioniert halt nicht immer - egal ob ich sie mit Spielzeug ablenken möchte oder mit Futter)? Ich möchte sie nicht die ganze Zeit anleinen, wenn wir in so eine Situation geraten (normalerweise verhält sie sich ja gut). Ich möchte ihr ja beibringen, dass sie nicht einfach Fremden hinterlaufen darf - Aber wie? :hilfe:

    3. Sie hat immer wieder total rote Augen, die dann auch tränen (scheinen auch etwas zu brennen, da sie total oft blinzelt - aber sie jault nicht oder so). Mir ist aufgefallen, dass das oft passiert, wenn sie lange mit anderen Hunden auf der Wiese gespielt hat. Kommt es davon, dass ihr vielleicht Dreck in die Augen fällt (sie ist eine Französische Bulldogge, hat also leicht vorstehende Augen) oder kann es auch eine allergische Reaktion auf irgendwas sein, dass auf der Wiese wächst?

    So, ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Antworten geben. Würde mich freuen =)

    Liebste Grüße,
    Acey13

  • 1. Das Problem hatte ich bei meinem Hund auch. Ich hab ihn dann halt immer auf Kurz gehalten. Und immer viel Lekerlies dabei gehabt, damit er mich interessanter fand als die Unwelt.

    2. Meiner ist dann auch immer hinterher gelaufen. Aber sobald etwas interessantes entgegenkam, hab ich ihn entweder festgehalten oder an die leine gemacht. Oder ich musste dann einfach Hinterher rennen.

    3. Hat sie dass immer.?
    Wenn jaa könnte es sein, dass sie eine Bindehaut entzündung hat. Einfach mal beim Tierarzt nachfragen

    Lg Tamiieh.

  • zu 1.: Ich persönlich würde es so halten: wenn der Hund oft ohne Leine laufen darf, wird an der Leine nur (!) vernünftig gelaufen. Du schreibst, du bleibst ja hin und wieder auch stehen und versuchst zu vermitteln, dass dein Hund auf dich achten soll. Nur, so funktioniert das nicht, entweder ganz oder gar nicht. Dein Hund sieht/riecht/hört etwas interessantes und will hin. Dann kommt der Widerstand (die Leine wird straff). Das ist blöd für den Hund, also zieht er stärker. Kommt er dadurch in die Richtung des Iteressanten (und da reicht auch bloß ein Stück), bringst du deinem Hund sehr gezielt bei: zieh stärker und ignorier das unangenehme Gefühl am Hals, dann genau kommst du vorwärts. Das heißt: du musst absolut konsequent sein. Such dir interessante Objekte zum üben (andere Hunde, Spielzeug, Futter, befreundete Menschen...) und es geht nur (!) in die Richtung, wenn die Leine locker ist. So lernt dein Hund genau das: Leine locker = super, es geht weiter; Leine straff = es geht nirgendwo hin. Das muss dann natürlich bei sämtlichen Alltagsreizen genau so konsequent durchgezogen werden.

    zu 2.: gerade wenn du immer die selben Wege gehst, ist die Umgebung uninteressant. Außerdem fühlt dein Hund sich sicher, meint alles einschätzen zu können und orientiert sich entsprechend weniger an dir. Der Radius des Hundes wird größer, er sucht nach Abwechslung. Hast du es mal mit einer Schleppleine probiert?
    Ablenken alleine hilft nicht. Eine Möglichkeit: du verhinderst jedes unerwünschte Verhalten (z.B. über eine Schleppleine) und belohnst erwünschtes. 2. Möglichkeit: du gibst ein klares Abbruchsignal.

    Sie rennt nicht jedem Hund(Mensch/Radfahrer hinterher, oder? In welchen Situationen tut sie das? In welchem "Abschnitt" des Spaziergangs?

  • Zitat

    Letztens erst ist sie einem Fahrradfahrer hinterher gerast und hat dabei überhaupt nicht auf mich reagiert (Der Fahrradfahrer war dann auch noch so clever und ist schneller gefahren und wollte auch noch direkt auf die Straße fahren :zensur: ). Nach einer Weile hat meine Hündin dann auch gemerkt, dass ich weit weg bin und ist dann zu mir gelaufen.

    Ähm, erstmal: Ich finde es doch sehr dreist von dir, dass du dich hier anscheind über den Radfahrer aufregst. Du hast allein die Verantwortung für deinen Hund und wenn du diesen nicht unter Kontrolle hast und möglicherweise sogar auf die Straße rennen würde, dann hoffe ich mal dass du ne gute Haftpflichtversicherung hast.


    So und jetzt zu deinen Fragen:

    Übe mit ihr an ruhigen und uninteressanten Orten die Leinenführigkeit. Versuche, dass sie mehr auf dich achtet, dass sie sich mehr Erlaubnis von dir einholt.
    Meine Hündin fragt mich relativ oft und ist dementsprechend aufmerksam.
    Wenn ich sie ableine, rast sie nicht los, sondern bleibt so lange im Sitz bis ich sie freigebe.
    Das gibt ihr erstmal nicht das Gefühl "Leine ist ab - ich kann machen was ich will"
    Und dann rufe sie ganz oft zu dir, versteck dich, renn los. Aber ruf sie auch nicht jedes Mal, sondern geh auch mal weiter, um die Ecke oder so.

    Zu dem Hinterherjagen:
    Ich halte ja nicht so wirklich was von dem Ablenken. Aber wenn ihr an von Fahrrädern und Joggern stark frequentierten Gegenden unterwegs seid, dann lass sie absitzen/liegen, wenn solche an euch vorbeikommen.
    Meistens eigentlich sogar immer kann man, wenn man konzentriert ist, erkennen, wann ein Hund kurz vorm Losstarten ist.
    Meine macht das nämlich auch manchmal und seitdem ich versuche vorrausschauend zu denken, passiert es nicht mehr.

  • Zitat

    Ähm, erstmal: Ich finde es doch sehr dreist von dir, dass du dich hier anscheind über den Radfahrer aufregst. Du hast allein die Verantwortung für deinen Hund und wenn du diesen nicht unter Kontrolle hast und möglicherweise sogar auf die Straße rennen würde, dann hoffe ich mal dass du ne gute Haftpflichtversicherung hast.

    Muss das denn immer sein? "Dreist"... meine Güte. Die TS hatte wohl Angst um ihren Hund (Straße) und war in der Situation überfordert. Wer von uns war nicht mal in einer solchen Situation, wer hat noch nie nen Fehler gemacht?

    Ein einfacher Hinweis darauf, dass sie für ihren Hund verantwortlich ist kann auch mal reichen.

    Zitat


    zu 1.: Ich persönlich würde es so halten: wenn der Hund oft ohne Leine laufen darf, wird an der Leine nur (!) vernünftig gelaufen. Du schreibst, du bleibst ja hin und wieder auch stehen und versuchst zu vermitteln, dass dein Hund auf dich achten soll. Nur, so funktioniert das nicht, entweder ganz oder gar nicht. Dein Hund sieht/riecht/hört etwas interessantes und will hin. Dann kommt der Widerstand (die Leine wird straff). Das ist blöd für den Hund, also zieht er stärker. Kommt er dadurch in die Richtung des Iteressanten (und da reicht auch bloß ein Stück), bringst du deinem Hund sehr gezielt bei: zieh stärker und ignorier das unangenehme Gefühl am Hals, dann genau kommst du vorwärts. Das heißt: du musst absolut konsequent sein. Such dir interessante Objekte zum üben (andere Hunde, Spielzeug, Futter, befreundete Menschen...) und es geht nur (!) in die Richtung, wenn die Leine locker ist. So lernt dein Hund genau das: Leine locker = super, es geht weiter; Leine straff = es geht nirgendwo hin. Das muss dann natürlich bei sämtlichen Alltagsreizen genau so konsequent durchgezogen werden.

    zu 2.: gerade wenn du immer die selben Wege gehst, ist die Umgebung uninteressant. Außerdem fühlt dein Hund sich sicher, meint alles einschätzen zu können und orientiert sich entsprechend weniger an dir. Der Radius des Hundes wird größer, er sucht nach Abwechslung. Hast du es mal mit einer Schleppleine probiert?
    Ablenken alleine hilft nicht. Eine Möglichkeit: du verhinderst jedes unerwünschte Verhalten (z.B. über eine Schleppleine) und belohnst erwünschtes. 2. Möglichkeit: du gibst ein klares Abbruchsignal.


    :gut:

  • Erstmal danke für die Antworten. =)

    2.Ich lass sie eigentlich nur auf Wegen frei laufen, wo nicht soviele Menschen sind (damit sie halt nicht soviel Ablenkung hat). Wenn wir mit dem Ball oder Stöckchen spielen, dann ist sie meistens stark auf mich und das Spielen konzentriert, und beachtet Radfahrer etc. nicht. Wenn wir schon eine Weile spielen, dann passiert es halt manchmal, dass sie irgendwem hinterherjagt. Sobald ich merke, dass sie eine Person bzw. einen Fahrradfahrer wahrgenommen hat, mache ich das so, dass ich sie halt ablenke oder lasse sie auch absitzen. Aber wenn sie losrennt, dann meistens ohne "Vorwarnung". Dann fährt da jemand an uns vorbei und schon ist sie weg. Ich werd aber versuchen, jetzt noch mehr darauf zuachten.
    1.Die Leinenführigkeit werde ich auch nochmal mit ihr üben. Der Tipp mit dem Richtungswechsel ist gut... Dankeschön :gut:
    3.Ihre Augen sind nicht ständig rot. Meistens nur, wenn ich von einem längeren Spaziergang komme. Nach ein paar Stunden sehen ihre Augen dann wieder ok aus. Ich hab das auch mal bei meinem Tierarzt angesprochen, der meinte, dass ist ihr 2. Augenlid... Erklärt aber nicht, wieso es so rot ist. Na ja, ich werd das nochmal mit dem Arzt besprechen.

    Was das andere angeht:
    Natürlich habe ich die Verantwortung für meinen Hund. Aber wenn ich mal einen Fehler mache oder irgendwas passiert und man kommt in so eine Situation, dann muss der Fahrradfahrer das ja nicht noch verschlimmern. Ich mein, da war eine erwachsene Frau auf dem Fahrrad und nicht etwa ein Kind. Wenn ich in ihrer Situation wäre, wäre ich einfach stehen geblieben oder zum Hundehalter zurückgefahren. Ich gebe der Frau ja nicht die Schuld an der Situation, sondern verstehe ihre Reaktion nicht.

  • Zu den Augen: Bulldoggen u.ä. Rassen sollen das relativ oft haben, habe ich mal gehört. Mein Bulli-Mischling hat auch oft so gereizte Augen.

    Mein Tierarzt hats so erklärt, dass es eine allergische Reaktion vom Junghund auf Partikel, die sich auf die Hornhaut setzen, sein kann. Wenn es dann so ab dem 14 Lebensmonat des Hundes nicht weggeht, dann kann es operiert werden. Dabei würden dann unter Narkose solche Partikel von der Hornhaut entfernt.

    Vielleicht könnte dein Hund ja dasselbe haben?

    Zum Radfahrer: Leider wissen viele Leute, die sich mit Hunden nicht auskennen, nicht wie sie sich bestenfalls verhalten sollten. Und besonders Menschen, die vor Hunden Angst haben, fahren bevorzugt schnell weg. Wahrscheinlich hats die Frau garnicht böse gemacht, sondern hatte Angst vor deinem Hund.

    Liebe Grüße,
    Lily und Happy

  • Zitat

    Erstmal danke für die Antworten. =)

    2.Ich lass sie eigentlich nur auf Wegen frei laufen, wo nicht soviele Menschen sind (damit sie halt nicht soviel Ablenkung hat). Wenn wir mit dem Ball oder Stöckchen spielen, dann ist sie meistens stark auf mich und das Spielen konzentriert, und beachtet Radfahrer etc. nicht. Wenn wir schon eine Weile spielen, dann passiert es halt manchmal, dass sie irgendwem hinterherjagt. Sobald ich merke, dass sie eine Person bzw. einen Fahrradfahrer wahrgenommen hat, mache ich das so, dass ich sie halt ablenke oder lasse sie auch absitzen. Aber wenn sie losrennt, dann meistens ohne "Vorwarnung". Dann fährt da jemand an uns vorbei und schon ist sie weg. Ich werd aber versuchen, jetzt noch mehr darauf zuachten.
    1.Die Leinenführigkeit werde ich auch nochmal mit ihr üben. Der Tipp mit dem Richtungswechsel ist gut... Dankeschön :gut:
    3.Ihre Augen sind nicht ständig rot. Meistens nur, wenn ich von einem längeren Spaziergang komme. Nach ein paar Stunden sehen ihre Augen dann wieder ok aus. Ich hab das auch mal bei meinem Tierarzt angesprochen, der meinte, dass ist ihr 2. Augenlid... Erklärt aber nicht, wieso es so rot ist. Na ja, ich werd das nochmal mit dem Arzt besprechen.

    Was das andere angeht:
    Natürlich habe ich die Verantwortung für meinen Hund. Aber wenn ich mal einen Fehler mache oder irgendwas passiert und man kommt in so eine Situation, dann muss der Fahrradfahrer das ja nicht noch verschlimmern. Ich mein, da war eine erwachsene Frau auf dem Fahrrad und nicht etwa ein Kind. Wenn ich in ihrer Situation wäre, wäre ich einfach stehen geblieben oder zum Hundehalter zurückgefahren. Ich gebe der Frau ja nicht die Schuld an der Situation, sondern verstehe ihre Reaktion nicht.

    ein weiterer tipp den ich dir geben kann: halte die spieleinheiten kürzer, bevor sie die lust verliert. in dem alter kann es von vorteil sein, wenn du das spiel beginnst und beendest. für deine kleine bleibt das spiel dadurch interessant. bevor sie sich selbstständig macht, kannst du sie an der leine sichern. mit meinem hund gab es damals ein ähnliches problem, ich habe ihn nach dem spielen jedes mal angeleint- bei ihm war es so, dass er dann einfach streunen gegeangen ist und gar nicht mehr ansprechbar war und aus meinem sichtfeld verschwand. durch das anleinen begrenzt du den radius des hundes. die kleinen werden ab einem bestimmten alter selbstständiger und wollen ihren radius nach und nach vergrößern. das war ein problem, dass ich damals nicht wahrgenommen hatte und zack betrug der radius meines hundes 500 meter und mehr :schockiert:

    zum thema radfahrer, fußgänger und andere verkehrsteilnehmer: man darf sich nicht darauf verlassen, dass diese leute "mitdenken". gerade bei den rambo- artigen radfahrern ist mir aufgefallen, dass die hunde eher überfahren würden, als anzuhalten. ist zumindest bei uns in der stadt so. die fahren hier kamikaze. sie leben wohl nach dem motto: StVO= noch nie gehört, kann man das essen? =)

  • Hallo =)
    Ich hab noch eine Frage zum Leinenführigkeitstraining:
    Ich hab eine Flexi-Leine (die ich allerdings bald gegen eine "normale" Leine ersetzen werde) und lasse die Kleine auch oft einfach "frei" laufen (also ich lasse sie die Leine komplett ausnutzen - sofern es die Umgebung auch erlaubt). Jetzt habt ihr mir ja den Tipp gegeben, dass ich, immer wenn sie zieht, einfach die Richtung wechseln soll. Ich hab sowas ähnliches auch mal im Fernsehen gesehen, da war so eine Hundetrainerin und die hat den Hund an der Leine kurz gehalten und immer wenn er nur ein Stück voraus gegangen ist, wechselte sie die Richtung (halt das gleiche Prinzip, nur dass der Hund gar nicht erst ziehen konnte). Was ist denn jetzt besser? Soll ich sie erstmal ziehen lassen und dann die Richtung wechseln oder sie gar nicht erst voraus laufen lassen? Und soll ich sie auch beim Training die Länge der Leine ausnutzen lassen oder sollte ich sie kürzer halten?
    Wäre toll, wenn ihr mir helfen könntet =)

    Liebste Grüße

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