Ersthund akzeptiert den Welpen nicht!

  • Jetzt brauch ich auch mal Expertenrat!

    Haben seit kurzem einen kleinen Malteserwelpen zu uns genommen. Er ist seit 2 Wochen da und ist jetzt 12 Wochen alt. Mit dem Kleinen ist auch alles in Ordnung... nur unsere "Große", ebenfalls Malti aber 11 Jahre alt, hat so gar keine Lust auf den Kleinen. Sie hat eh schon immer nen sehr eigenwilligen Charakter: Spielen mochte sie noch nie und andere Hunde konnte sie auch noch nie wirklich leiden- bis auf wenige Ausnahmen-. Wir haben sie damals mit acht Wochen gekriegt, definitiv zu früh, da sie ihre Angst anderen Hunden gegenüber nie richtig ablegen konnte, trotz Welpenschule und aller Bemühungen!
    Katzen liebt sie... :???:
    Wir dachten, der Kleine bringt sie auf andere Ideen, da sie seit geraumer Zeit immer ihre Stofftiere zum Spielen animiert hat...
    Egal warum, jetzt isser da und wir lieben den kleinen Mann.
    Hat jemand ne Idee, wie wir die beiden "verkuppeln" könnten? :hilfe:
    Sie wehrt seine Spielanimationen immer ab, weiß glaube ich gar nicht, was er eigentlich von ihr will.... fühlt sich belästigt, beschimpft ihn wohl, zischelt und knurrt ihn ab... beißen würde sie nie! Sie ist hauptsächlich furchtbar zickig! :roll:
    Jemand ne Idee? Ich würde mir so wünschen, dass die beiden Freunde werden!

  • Hallo erstmal!

    Sie akzeptiert ihn aber doch :???:

    Also ich lese raus, dass sie nicht mit ihm spielen will, oder? Dann hält sie ihn auf Abstand.

    Ich denke fast, dass die beiden nie richtg miteinander spielen werden, was ich aber auch von einer 11-jährigen Hündin nicht erwarten würde.

    Meine Alte (12 Jahre) mag auch nur sehr selten mit Lilli (10 Monate) speieln. Ich finde das okay und kann gut damit leben.


    Unternehmt doch einfach ganz viel mit den Beiden zusammen.
    Abr solange die ältere den Kleinen nicht grundlos zurechtweist und ihn nicht ernsthaft beißen würde, müsst ihr das meiner Meinung nach hinnehmen.
    Sie möchte einfach nicht von so einem Rüpel bespielt werden :lol:

  • Warum holt ihr einen Hund dazu, wenn euer Ersthund andere Hunde nicht leiden kann? :???:


    Euer Ersthund ist eben schon eine Omi. Die einfach nicht so die große Lust mehr auf das quirlige Kleingemüse. Eventuell stresst es sie auch ziemlich.

    Akzeptiert und respektiert es, wenn sie ihre Ruhe haben möchte und gebt ihr einen Platz, wo sie hinflüchten kann wenn es zuviel wird und der Welpe nicht hinkommt. Wenn sie mal garstig werden sollte, ist das völlig ok. Sie zeigt ihm ihre Grenzen auf.

  • Zitat

    Ich würde mir so wünschen, dass die beiden Freunde werden!

    Hallo,

    erstmal herzlich willkommen hier...!

    Von dem Wunsch (oben zitiert) solltest Du Dich verabschieden. Das ist rein menschlich gedacht völlig klar. Man will sie "verkuppeln", will daß sie sich gut verstehen und eben Freunde werden.

    Aus Hundesicht ist das eher schwierig.

    Deine Ersthündin ist 11 Jahre alt, war bisher immer Einzelhund und hat eh nen Problem mit anderen Hunden (Angst, schlechte Sozialisierung...how ever).

    Sie wird den Neuen allerhöchstens akzeptieren.

    Sei froh, daß sie ihn bisher "nur" wegknurrt und ignoriert. Das ist wirklich sehr sozial von ihr.

    Daß Hunde einen Neuankömmling im Rudel sofort akzeptieren oder gar "lieb haben", ist eher selten. Das ist ein Eindringling und ein frecher noch dazu. Dazu kommt, daß die Hündin bereits ein Senior ist und eh nicht gerne mit anderen Hunden spielt. Warum also sollte es bei einem schnöseligen Welpen plötzlich anders sein...?

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Ähm, wenn hier ein neuer einzieht, egal ob Welpe oder nicht, dann finden alle Althunde das richtig blöd.
    Da wird geknurrt, weil man seine Ruhe möchte, weil der neue Abstand halten soll, weil er von gewissen Plätzen wegbleiben soll...
    Alles ganz normal.
    Wenn dir dein Einwohnermeldeamt mitteilt, dass ab heute auch Herr X bei dir wohnt, dann würdest du das ähnlich sehen.
    Denn was hat ein neuer Hund mit dem Althund des Hauses zu schaffen? Dabei ist auch ziemlich egal, wie Soazialkontakte draußen ablaufen. Meine Hündin, draußen nett zu jedem, verwandelt sich im Haus in eine Furie. :D

    Da hilft nur Geduld und maßvolles Eingreifen.
    Gewisse Dinge darf Althund sich verbitten, generelles Mobben ist verboten. Dann entspannt sich die Situation meist über die nächsten Monate.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Zitat

    Ähm, wenn hier ein neuer einzieht, egal ob Welpe oder nicht, dann finden alle Althunde das richtig blöd.
    Da wird geknurrt, weil man seine Ruhe möchte, weil der neue Abstand halten soll, weil er von gewissen Plätzen wegbleiben soll...
    Alles ganz normal.
    LG
    das Schnauzermädel

    Dann habe ich ja bisjetzt immer Glück gehabt oder meine Jungs sind nicht normal.
    Aber Hündinnen sind da glaube ich sowieso etwas kritischer.

  • Zitat

    Sie wehrt seine Spielanimationen immer ab, weiß glaube ich gar nicht, was er eigentlich von ihr will.... fühlt sich belästigt, beschimpft ihn wohl, zischelt und knurrt ihn ab... beißen würde sie nie! Sie ist hauptsächlich furchtbar zickig! :roll:

    Dieses Verhalten ist völlig normal!!!
    Sie ist 11 Jahre und hat einfach keine Lust mit diesem Hundebaby zu spielen, akzeptiert es!
    Nein, ich sage es noch deutlicher:
    Sorgt dafür, dass der Welpe die Althündin nicht zu sehr nervt, will sie ihre Ruhe haben und er reagiert nicht mit Abzug, wenn sie ihm es deutlich zeigt, nehmt ihn und entfernt den nervigen Welpen.
    Die Ersthündin wird genauso behandelt wie vorher auch.
    Nichts sollte sich am Tagesabauf ändern.

    Gruß
    Leo

  • Zitat

    Dann habe ich ja bisjetzt immer Glück gehabt oder meine Jungs sind nicht normal.
    Aber Hündinnen sind da glaube ich sowieso etwas kritischer.

    Das größte Ekelpaket ist unser Rüde... :lachtot:
    Kleinteil geht noch heute lieber weg, wenn er kommt und legt sich nur sehr, sehr selten in seine Nähe. Da war die Hündin viel geduldiger.
    Nicht falsch verstehen, nach einigen Tagen spielte er sogar durchaus mit Kleinteil, aber eben nur wenn er das wollte, ansonsten sollte das quirlige, kleine Ding besser Abstand halten.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Erstmal vielen lieben Dank für das herzliche Willkommen und die prompten Antworten!

    Zitat


    Wenn dir dein Einwohnermeldeamt mitteilt, dass ab heute auch Herr X bei dir wohnt, dann würdest du das ähnlich sehen.


    :lachtot: Ja, da muss ich dir uneingeschränkt rechtgeben!

    Zitat


    Da hilft nur Geduld und maßvolles Eingreifen.
    Gewisse Dinge darf Althund sich verbitten, generelles Mobben ist verboten. Dann entspannt sich die Situation meist über die nächsten Monate.


    :schockiert: Monate? Könnten wir uns nicht auf Wochen einigen, bitte?

    Zitat


    Unternehmt doch einfach ganz viel mit den Beiden zusammen.
    Abr solange die ältere den Kleinen nicht grundlos zurechtweist und ihn nicht ernsthaft beißen würde, müsst ihr das meiner Meinung nach hinnehmen.
    Sie möchte einfach nicht von so einem Rüpel bespielt werden :lol:

    Hm... grundlos.... Schief anschauen und etwas zu nahe kommen, zählt da auch zu oder?

    Zitat

    Warum holt ihr einen Hund dazu, wenn euer Ersthund andere Hunde nicht leiden kann? :???:


    Frag nicht....bissi deppert ist das schon, ich weiß.... aber man hofft ja, dass doch alles gut wird!

    Zitat

    Deine Ersthündin ist 11 Jahre alt, war bisher immer Einzelhund und hat eh nen Problem mit anderen Hunden (Angst, schlechte Sozialisierung...how ever).

    Sie wird den Neuen allerhöchstens akzeptieren.


    Kann man ihr denn nicht generell irgendwie helfen, über ihren eigenen Schatten zu springen oder ist der Zug schon lange abgefahren? :sad2:

  • Hallo,

    zu Deiner letzten Frage:

    Du kannst ihr nur helfen, indem Du sie in ihren eigenen Bedürfnissen unterstützt. Will sie ihre Ruhe, dann sorge dafür, daß Welpi sie nicht bedrängt.

    Sie wird nicht "über ihren Schatten" springen. Sie ist ein Hund und denkt nicht "menschlich". Wenn sie mit dem Schnösel nicht spielen will, wird sie es auch nicht tun.

    Eine Ko-Existenz ist möglich. Das zeigt ja schon der Einstieg. Sie macht ihre Grenzen deutlich, läßt den Kleinen aber in Ruhe, solange er sie nicht nervt. Ist doch prima. Manch einer würde sich das wünschen, wenn ein Zweithund einzieht. Kenne da Geschichten, wo der erste den Neuen massiv einschränkt.

    Der Kleine wird es lernen.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

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