Training in der Stadt
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Hallo ihr,
ich wohne in einer großen Stadt, allerdings nicht direkt in der Innenstadt, sondern so 1-2km davon entfernt. Luna und ich gehen immer in den nahliegenden Parks oder anderen eher ruhigen Gegenden spazieren. Wenn ich in die Stadt gehe, nehme ich ab und zu Luna auch mit, z.B. wenn ich mit einer Freundin ins Cafe gehe oder nur ein paar wenige Erledigungen machen muss. Als Luna ein Welpe war, habe ich sie auch schon ab und zu mitgenommen, aber immer nur kurz, wegen der vielen Eindrücke.
Nun ist es so, dass Luna in der Stadt "ihr eigentlich gutes Benehmen Zuhause lässt". Sie versucht an anderen Leuten hoch zu springen, wenn die etwas Essbares in den Händen halten, sie sucht den Gehweg nach Essensresten ab und ziiiiieht wie wild an der Leine. Ich halte sie dann an der kurzen Leine und versuche sie wieder "herunter zu fahren", in dem ich mich mit ihr iwo hinsetze und sie erst mal einen Gang runter schalten soll. Das gelingt meistens. Dennoch frage ich mich ob ich noch etwas anders machen / beachten könnte. Sie ist jetzt ein Jahr alt. Überfordere ich sie, wenn wir ca. 30 Min in der Stadt üben? Ich habe das Problem auch schon in der Hundeschule angesprochen. Da sagte der Trainer "musst du sie denn überhaupt mitnehmen?" Klar, ich kann sie auch Zuhause lassen, denn alleine bleiben kann sie sehr gut, aber eigentlich wollte ich das ja gerade üben?!
Habt ihr Tipps? Oder sollte ich ihr wirklich diesen Stress nicht antun? - Vor einem Moment
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Hi,
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Na, dein Trainer scheint ja sehr hilfreich zu sein...
Ich wohne ähnlich wie du und nehme Fiete auch oft mit, besonders, da wir viel herumreisen.
Den anfänglichen Stress würde ich mir antun, schließlich ist es ja das Ziel, dass der Hund als Begleiter überall mit hin kann und sich dort auch zu benehmen weiß.
Und wie bei Allem: Übung macht den Meister.
Ich würde mir einen Ort suchen, an dem du zwischen Ladenstraße und Ruhepol schnell wechseln kannst (z.B. eine kleine Seitenstraße), dann immer wieder für 5-10min. rein ins Getümmel, ein bisschen Üben und dann den Rückzug antreten, damit sie wieder runterschalten kann.
Dabei einfach so verhalten, als wäre es ein Park, sie übrigen Passenten werden ausgeblendet.
Muss ja nicht gleich viel auf ein Mal sein, in kleinen Dosen über längere Zeit, so dass es für Luna eine ebenso normale Umgebung wird, wie die eurer regelmäßigen Spaziergänge.Mit ein bisschen Übung schafft ihr das schon!
Ich wünsche viel Erfolg.Liebe Grüße
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Kann Stress sein, muss aber nicht.
Lucy hat sich als Junghund in der Innenstadt auch nicht immer optimal verhalten
, vor allem das mit dem Staubsauger spielen, Menschen begrüßen
. Bei ihr lag es an folgenden Dingen: 1. ich war abgelenkter, also sah sie größere Chancen, mit ihrem Verhalten durchzukommen und 2. es gab viel mehr Verlockungen, sie wusste, da lassen sich zig leckere Sachen und zig nette Menschen finden, also war sie in entsprechender Erwartungshaltung, sobald sie merkte, wir sind dort und 3. ich habe kein klares Abbruchkommando gegeben, Unsicherheit meinerseits, die meisten Menschen fanden sie ja ganz drollig 
Keine Ahnung, ob du deinen Hund darin wieder findest...
Bei Lucy hat geholfen: Wir sind so lange in der Stadt an sämtlichen leckeren Sachen vorbei gelaufen, also z.B. 15x an einem weggeworfenen Brötchen, bis sie es dann beim 16. mal aufgegeben hat, zu versuchen, daran zu kommen. Dann bin ich nur zum üben in die Stadt, nicht mit Freunden, nicht zum shoppen..., einfach mit 100% Aufmerksamkeit bei Lucy. So habe ich im Ansatz gesehen, wenn sie wieder einen besonders tollen Menschen oder was auch immer entdeckt hat und konnte sofort eingreifen. Irgendwann hat sie es dann aufgegeben...
Bei Grisu war es anders, der hatte tatsächlich Stress. Das äußerte sich aber eher darin, dass er nie wusste, wo zuerst hingucken, was zuerst begutachten, alles potentiell gefährlich oder zumindest so, dass es im Blick behalten werden sollte... Und halt viel zu viel, als dass er tatsächlich alles gleichzeitig im Auge hätte behalten können. Bei ihm war es so, dass er die ersten 30 Minuten nur am hibbeln war und danach mehr oder weniger "in sich versank". Dann ging nix mehr. Mit Grisu habe ich lange Abschalttraining versucht und eben dann in die Stadt, wenn wenig los ist. Bis ich dann ein wenig umgedacht habe. Aus völlig anderen Gründen habe ich den Hunden beigebracht, hinter mir zu laufen wenn ich das will, dann dass Kommandos immer gelten, auch völlig ohne die Hoffnung auf Belohnung (ja, ich weiß
), und dass ich durchaus in der Lage bin, Umweltreize einzuschätzen. Oder ganz allgemein: ich war bemüht, mehr Führung zu übernehmen. Das galt eigentlich Lucy, aber den Erfolg hat es bei Grisu gebracht. Er hat von sich aus (!) angefangen in der Stadt hinter mir zu laufen, wenn es ihm zu stressig wurde und entspannte dabei. Er hält seitdem deutlich mehr Rücksprache mit mir, in ganz verschiedenen Situationen. Und in der Stadt kommt er jetzt auch mit zum shoppen, läuft entspannt mit, legt sich hin und döst, wenn ich stehen bleibe... ein ganz anderer Hund diesbezüglich 
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mit meinen hund hab ich erst morgens die stadt besucht, wenn noch nicht soviel los war und nach einigen wochen ging es mittags oder nachmittags in die stadt. ich habe ihn langsam dran gewöhnt.
das ging ganz gut.
liebe grüße
biggi
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