Hund gibt bestimmte Sachen im Feld nicht her

  • Also im Großen und Ganzen geht es darum, daß meine Hündin bestimmte gefundene "Schätze" draußen nicht wieder ausspuckt und ich ihr die auch nicht wegnehmen kann, aktuell sind es Teile von Rüben, die im Feld rumliegen.
    Letztes Jahr um diese Zeit war sie noch nicht hier und als sie dann im Januar/Februar anfing, die Dinger aus dem Schnee rauszubuddeln, hatten wir anfangs das gleiche Problem. Hab es ihr dann abgenommen und zum Schluß reichte das Kommando und ein Leckerchen. Irgendwie hat sie das aber falsch verstanden, sie fing nämlich dann an, mir Rüben anzuschleppen und vor die Füße zu werfen, das hab ich dann ignoriert und nur belohnt, wenn sie mir die auf Kommando in die Hand gegeben hat.

    Auch Stöckchen, Bälle, Spielzeuge gibt sie auf Kommando aus und sie kennt das Kommando "Nein", geht dann auch an vor ihr liegende Leckerlies nicht dran, bis ich sie freigebe. Aber diese blöden Rübenstückchen haben es ihr echt angetan und ich hab es dann dieses Jahr, wo jetzt die ersten Felder geerntet werden, genauso versucht, also Kommando und belohnen nicht funktioniert haben, hab ich es sogar mit Kommando und bestechen versucht (hab ihr die Leberwursttube, das absolute Superleckerlie, vor die Nase gehalten, Kommando "aus" und meine Hand hingehalten - Spielsachen, Leckerlies usw läßt sie dann immer hineinfallen). Wir haben dieses Jahr auch schon 'nen Kaninchenschenkel (oder Hase, ich verwechsel das immer, aber es war auch nur noch ein Knochen mit ein paar Fleischresten dran) gefunden - also gefunden hat Snowy ihn - und da fand sie das Hergeben zwar nicht toll, hat es aber getan, was mit 'nem "Platinum-Jackpot" belohnt wurde.

    Auch Kauknochen kann ich ihr wegnehmen (mach ich aber nur, wenn wir z.B. rausgehen und sie ihn nicht mitnehmen soll oder wenn sie anfängt, mir das Ding durch's Wohnzimmer zu pfeffern), an den vollen Napf kann ich drangehen, alles kein Problem....aber eben diese blöden Rüben!
    Meist sind die Stücke ja nicht soo wahnsinnig groß und sie klemmt die so zwischen den Zähnen fest, daß ich echt nicht dran komme. Kommando hilft nicht und irgendwie krieg ich beim Wegnehmen auch ihre Zähne nicht auseinander, Lefzen gegen die Zähne drücken oder gegen die Nase pusten, was mein Freund vorgeschlagen hat, funktionieren auch nicht. Das Ergebnis ist dann, daß sie es unzerkaut irgendwie runterschluckt und ich noch da stehe und versuche, zwischen ihre Zähne zu kommen :???:

    Dieses Jahr ist das jetzt in den letzten Tagen zweimal passiert und bisher hab ich auch noch kein gesundheitliches Problem, aber im Frühjahr hatte sie zwei solcher Rübenteile geschluckt, bevor wir angefangen haben, es zu üben mit dem "Aus" und da waren die als Reste an 'nem mit Mist gedüngten Feld und kamen im Laufe der Nacht dann oben aus dem Hund wieder raus. Außerdem weiß ich ja nicht, was sonst noch alles da dran klebt, ob/wann Rüben nochmal gedüngt, gespritzt oder sonstwas werden. Und wer weiß, ob es nicht irgendwann mal was anderes, ungesunderes als ein Stück Rübe ist, was sie sich nicht abnehmen läßt?!

    Vermutlich liegt die Lösung direkt vor meiner Nase, aber ich seh mal wieder vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Auf jeden Fall hält sie die Teile natürlich immer fester, je mehr ich mich darum bemühe, aber einfach ignorieren klappt auch nicht, dann frisst sie die Dinger ja völlig ungestört.

  • Ich will ja nicht fies sein, aber durch Erziehung und bestimmte Verbote erleichtert man sich das Leben erheblich :roll:

    Keiner meiner (Gassihunde) hat auf dem Feld was zu suchen und wenn er was ins Maul nimmt hat er das auf NEIN oder PFUI (je nachdem was der Hund kennt) auszuspucken. Das klappt aber erst, wenn es bei keiner Entferung und gesichert (Leine) gut geübt wurde.

    Und ein NEIN wird bei mir nicht belohnt, nein heißt nein. Da gibts keine Belohnung und erst recht keine Bestechung. Sorry, aber das Problem hast du dir mit dem Belohnen zum Teil selber anerzogen ;)

    Also ich würde ihr einfach verbieten auf Feld zu gehen (geht mit Schleppleintraining ruckzuck und einem Kommando wie RAUS DA), zumal ich es eh unverschämt finde Hunde auf bestellten Feldern laufen zu lassen.
    Da wird schließlich was angebaut und da hat kein Hund was drauf verloren.

    Hat auch noch den Vorteil, wenn der Hund auf dem Feld gelernt hat auf den Wegen zu bleiben, kann ich ihn ohne Probleme mit in den Wald nehmen, denn hier darf er frei laufen, wenn er auf den Wegen bleibt und nicht jagen geht.

    Ist nicht böse gemeint!

    Viel Erfolg beim Üben!

  • Ich laß sie ja momentan schon an der Leine und auf die Felder darf sie sowieso nicht, aber da überall geerntet wird, liegen die Dinger wirklich überall rum und 'ne andere Möglichkeit, als im Feld spazieren zu gehen, hab ich hier nicht. Ganze Rüben sehe ich natürlich von weitem, da kann ich ja dann auch reagieren, aber bei Rübenstückchen, die im hohen Gras auf den Wegen liegen, hab ich leider schlechte Karten. Und nur noch mit der Hündin im Fuß durch die Gegend zu laufen und einen Schritt vor ihr den Boden zu scannen, bringt ja auch beiden Seiten nicht viel, außerdem ist es mittlerweile morgens lange dunkel und mit Stirnlampe seh ich trotzdem noch weniger, als der Hund riecht.
    Es muss doch möglich sein, das irgendwie zu üben?! :???:

  • Hört sich irgendwie ein bisschen kompliziert an... :???:
    Soweit ich verstanden hab, gibt sie dir alles ausser diese Rüben. Schlingt sie sie runter?
    Vielleicht denkt sie auch das es etwas ganz besonderes ist, wenn du dich darum so bemühst ;)
    Ich bin ja kein Fan vom "Aus" sondern Tausch lieber - aber wenn sogar Leberwurst nichts geholfen hat :/ würde die situation gern mal live sehen..
    Ich hätte da einen ganz kleinen tipp: nimm doch mal ein paar Rüben vom Feld mit und übe mit ihr in der Wohnung dir die Rübestückchen zu geben. Vielleicht funzts ja?


    Ich hatte ein ähnliche Problem mit Äpfeln (am liebsten mag mein Hund die datschigen braunen eckligen :))!
    Ich tausche grundsätzlich alles was mir mein Hund anschleppt - allerdings soll sie mir auch alles was sie im Maul hat zu mir bringen (auch die geschmolzene Eistüte von der ich mal erzählt hab :D) und nicht selbst fressen.
    So - nun hatte sie den Tick im Garten die braunen Äpfel sich unter den Nagel zu reisen und zu fressen wenn ich sie mal nicht motiviert habe sie mir zu bringen - ein kleine vorwarnung wie "Duuuuu" hat scho gelangt, dann kam sie schwanzwedelnd angelatscht und hat mir den Apfel gegeben. Das lief circa 4-5 mal so. Jetzt sind wir mittlerweile so weit das die Äpfel liegen bleiben oder zu mir gebracht werden.
    Aber wie gesagt ich hab halt von Anfang an alles mit ihr getauscht was sie rumgeschleppt hat...

  • Also, nochmal langsam, vielleicht wird es dann deutlicher. Also "Aus" funktioniert bei allem außer Rüben, wir haben es mit Tauschen geübt und es klappt mittlerweile auch, wenn ich ausnahmsweise mal nichts zum Tauschen dabei habe - nur bei den Rüben eben nicht.

    Mein Hund darf nicht ins Feld, kennt auch das Kommando "Raus da", wenn er doch mal einen Schritt drauf steht, um an irgendwas zu schnuppern, normalerweise bleibt sie aber auf den Wegen, sowohl im Feld auch auch meistens im Wald, wo wir aber eher selten sind, weil die Felder rund ums Dorf sind und zum nächsten Wald müssen wir fahren. Die Rüben liegen auch nicht unbedingt auf den Feldern, sondern momentan auf den Wegen, da sie beim Ernten oder beim Transport

    Auf den Spaziergängen hat sie momentan unseren Urlaubshund dabei, mit dem sie Toben kann, wir üben zwischendurch immer mal Kommandos, machen Suchspiele mit dem Futterbeutel, also ich hab eigentlich nicht den Eindruck, daß ihr langweilig ist und die Rüben sind auch mitten im Spiel interessanter, da ist der Futterbeutel plötzlich total uninteressant. Ich "verliere" auch schonmal Sachen im Feld, die bringt sie mir auch, das können so Leckerliestangen sein, die noch eingepackt sind oder auch mal ein Paket Taschentücher, der Schlüssel oder so. Die bringt sie, gibt sie mir und wird dafür meist belohnt, wenn sie die auf ein "Aus" in meine Hand fallen läßt - erst nachdem wir das mit Belohnung geübt haben, hatte ich letztes Jahr 'ne Chance, denn welcher Hund läßt sich schon gerne was leckeres abnehmen, wenn es dafür keine Gegenleistung gibt?! Allerdings gibt es die Belohnung dann wirklich erst, nachdem sie es abgegeben hat, es geht kein Griff vorher zur Jackentasche oder so, daß sie sehen kann, ob ich was habe oder nicht und manchmal gibt es die Belohnung eben nicht in Form von Futter, sondern durch ein kleines Laufspielchen, Streicheleinheiten oder so, aber das wirkt bei meinem verfressenen Hund längst nicht so gut und nur, wenn sie gerade ihren verspielten Tag hat.

    Vielleicht sollte ich den nächsten Bauern mal fragen, ob er mir ein paar Rübchen abgeben würde und dann zuhause üben, aber ob das funktioniert, weiß ich nicht so genau, sind ja eben meistens die schlammigen, leicht angegammelten Stückchen, die scheinbar besonders gut schmecken, aber einen Versuch ist es wert.

    Als sie vor 9 Monaten zu mir kam, kannte sie überhaupt nichts, kein Aus, kein Nein, kein Hier, garnichts, von daher haben wir schon viel erreicht und das bei 'nem ca. 1,5 jährigen, fürchterlich sturen Husky-Mix. Von daher würde es mir ja auch reichen, wenn mein Hund alles mögliche anschleppt, was er findet,, da laß ich mir dann auch Rüben wieder auf die Füße werfen, wie im Frühjahr, aber ich weiß einfach nicht, wie ich es mit ihr üben soll.

    Mittlerweile "verliere" ich eben schonmal Sachen und wenn sie die findet und stehenbleibt, sage ich "bring's mir!" und sie nimmt es (meistens) mit und gibt es bei mir ab, aber wie gesagt, bei den Rüben hilft alles bisher nichts, also werde ich mal gezielt mit Rüben üben. Eine andere Möglichkeit wäre Leine, bis keine Rüben mehr rumliegen, aber ich hab ja letztes Jahr festgestellt, daß das bis zum Frühjahr geht und das dann jedes Jahr.... das ist ja auch nichts, dann investier ich jetzt lieber Zeit und Mühe ins Üben!

    P.S. Eine andere Möglichkeit, als für "Aus" zu belohnen hatte ich anfangs garnicht, da hat sie alles gefressen, was sie finden konnte und zwar so schnell, daß ich nichtmal an der Leine (2m) wirklich 'ne Chance hatte, sie stand dann mit einem Satz am anderen Ende der Leine und bis ich bei ihr war, hatte sie es schon runtergewürgt - im Ganzen, vermutlich kam es auch deswegen häufig mal wieder zurück, wenn wir zuhause waren, war einfach zu groß, um verdaut zu werden. Und ein "Nein" wird nur verbal belohnt, aber das setzt natürlich voraus, daß ich die Sachen vor ihr sehe und reagieren kann, bevor sie es zwischen den Zähnen hat.

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