• Ich denke auch, gemeinsam die Trauer zulassen und den Hund in die Trauer einbeziehen. Das habe ich bei meiner Pflegehündin getan, als ihr "Adoptivsohn" (Jungspund, der sehr lang bei ihr mit im Zwinger gelebt hat und von ihr an Kindes Statt angenommen worden war) vermittelt wurde. Sie hatte vorher viele Fortschritte in Sachen Vertrauen gemacht, von dem Tag an, als der Kleene weg war, wollte sie gar nicht mehr fressen, auch zu mir, ihrer Vertrauten, wollte sie kaum mehr hin. Also hab ich mich mit ihr hingesetzt, ihr gesagt, dass ich den Zwerg auch vermisse und dass er uns besuchen kommt (das fällt in deinem Fall natürlich weg, aber bei uns gab es ja diese Möglichkeit). Wir haben ihn ein paar Wochen gemeinsam vermisst, danach wurde es besser, und jetzt ist sie wieder ganz die alte.

    Trauer im Tierreich sollte man nicht unterschätzen, ich kenn das sogar von Rennmäusen, wenn der Partner stirbt. Mehr als gemeinsam trauern und unterstützen kann man da erst einmal nicht tun. Meistens tut das nicht nur dem Vierbeiner, sondern auch einem selbst gut.

    @flohchen: Mein Beileid für euren Verlust.

  • er war natürlich dabei als Jack gegangen ist, wir alle lagen noch Stunden bei ihm.
    Dann hat uns die TA gebeten zu gehen...

    Ich denke nicht jeder hat die Möglichkeit seinen toten Gefährten ein paar Tage in der Garage auf zu bewahren.
    Er ist zZ. in einem Krematorium, die Urne holen wir nächste Woche ab.

    Ich wollte einfach nur wissen wie ich mich verhalten soll, nicht was ich hätte machen können, das geht mir schon genug durch den Kopf und zu ändern ist es jetzt leider nicht mehr! Vorwürfe mache ich mir selber genug, das brauche ich jetzt wirklich nicht zu lesen...

    Damit ich mir aber eben in ein paar Monaten neue Vorwürfe anhören muss
    "hättest Du mal das und das gemacht, dann wäre er jetzt nicht so"
    möchte ich einfach nur wissen ob jemand schonmal das selbe erlebt hat und wie er damit umgegangen ist
    oder eben vernünftige umsetzbare Ratschläge wie ich mit ihm umgehen soll oder eben nicht
    Aber bitte nicht mehr "hättest Du mal"...

    Goldi & flying-paws
    Klare Regeln hat er, auch darf er jetzt immer noch nicht die Gummibärchen stibitzen...

  • Zitat

    Ich denke auch, gemeinsam die Trauer zulassen und den Hund in die Trauer einbeziehen. Das habe ich bei meiner Pflegehündin getan, als ihr "Adoptivsohn" (Jungspund, der sehr lang bei ihr mit im Zwinger gelebt hat und von ihr an Kindes Statt angenommen worden war) vermittelt wurde. Sie hatte vorher viele Fortschritte in Sachen Vertrauen gemacht, von dem Tag an, als der Kleene weg war, wollte sie gar nicht mehr fressen, auch zu mir, ihrer Vertrauten, wollte sie kaum mehr hin. Also hab ich mich mit ihr hingesetzt, ihr gesagt, dass ich den Zwerg auch vermisse und dass er uns besuchen kommt (das fällt in deinem Fall natürlich weg, aber bei uns gab es ja diese Möglichkeit). Wir haben ihn ein paar Wochen gemeinsam vermisst, danach wurde es besser, und jetzt ist sie wieder ganz die alte.

    Trauer im Tierreich sollte man nicht unterschätzen, ich kenn das sogar von Rennmäusen, wenn der Partner stirbt. Mehr als gemeinsam trauern und unterstützen kann man da erst einmal nicht tun. Meistens tut das nicht nur dem Vierbeiner, sondern auch einem selbst gut.

    @flohchen: Mein Beileid für euren Verlust.

    ich sitze viel mit ihm auf der Decke auf der beide immer lagen. Dann reden wir.
    Wenn er schaut, dieser neue Blick, dann weis ich grad ist es ganz schlimm. Dann setz ich mich zu ihm, er legt den Kopf auf meinen Bauch und grummelt. "Ich weiss, ich auch" sage ich und weine mit him.
    Irgendwann gehts dann wieder... zumindest kurz.

  • Ich finde es schön, dass ihr alle zusammen bei Jack wart, als er gegangen ist, und dass ihr noch eine Weile bei ihm sein konntet. Das wird deiner kleinen Fellnase auch helfen.
    Auch wenn jetzt sicher einige die Augen verdrehen werden, mir hat es bei trauernden Tieren oft geholfen, mit ihnen über die Trauer zu sprechen, die ich empfinde, und ihnen zu sagen, dass ich ihre Gefühle nachvollziehen kann und teile. Vielleicht kann das auch ein Teil eures Weges sein.

  • Zitat

    Er ist zZ. in einem Krematorium, die Urne holen wir nächste Woche ab.

    Da ist doch ein Anknüpfungspunkt, um dem Hund die Trauer zu vereinfachen. Ich nehme mal an, dass die Beerdigung im eigenen Garten oder so stattfindet. Nimm den Hund dort mit hin, sage ihm, was da gerade geschieht und legt dem armen Verstorbenen etwas Persönliches ins Grab. Wichtig ist, dass der Hund kapieren kann, was da gerade geschieht, dass ihm bewusst wird, dass sein Kumpel nicht mehr kommt.

    Ja, und wie beschrieben, gemeinsam trauern (nicht den Hund bedauern, auch nicht unbedingt emotional sein, einfach nur kuscheln), ihm alles erklären (so ganz blöd sind Hunde bei Gott nicht, dass sie uns ganz und gar nicht verstehen), ihm aber auch ein Vorbild sein (so schwer dir das fallen mag).

    P.S.: Fühle dich nicht angegriffen, nur weil ich deutsch geschrieben habe.

  • das ist möglich, ich hoffe ich bekomme Urlaub...

    Ich denke in meiner Situation fühlt man sich eben schnell angegriffen wenn man mit Sachen kommt die nicht möglich sind oder waren und als Vorwurf ausgelegt werden!
    Wir vermissen ihn schliesslich und er war mehr als "nur" ein Hund für uns. siehe Regenbogenbrücke!

    Ich habe ihn 12 Jahre an meiner Seite gehabt. Wir haben uns blind verstanden.
    Und das Yang jetzt so agressiv reagiert hat mir natürlich erstmal einen Schrecken verpasst!
    Ich denke nicht so von keinem Hund(!)
    aber jede Menge andere Leute denken in der momentan Zeit ja direkt oh böser Kampfhund und das wurde mir gestern hinterher gebrüllt.
    Und wie schnell hat man heutzutage das Ordungsamt am Hals.
    Und dann erkläre denen mal der ist halt gerade so weil er trauert.
    Die haben doch zu 90% keine Ahnung und lachen mich aus und was dann kommt will ich erst recht nicht.

  • Tut mir echt leid.

    Zitat

    Und dann erkläre denen mal der ist halt gerade so weil er trauert.
    Die haben doch zu 90% keine Ahnung und lachen mich aus und was dann kommt will ich erst recht nicht.

    Darüber würde ich mir die wenigsten Gedanken machen. Das sind auch nur Menschen und wenn du selbigen die Situation schilderst, brauchst du dir da keine Gedanken machen. Mach dich ned mit allem verrückt, nehmt Abschied zusammen (und lass den Rechtsgedanken mal aussen vor).

  • Zitat

    aber jede Menge andere Leute denken in der momentan Zeit ja direkt oh böser Kampfhund und das wurde mir gestern hinterher gebrüllt.

    Und, dann rufe doch einfach zurück: "Ja, der kämpft gerade mit der Trauer um seinen Kumpel, der neulich gestorben ist." (wenn er ein schwarzes Fell hat, ggf.mit dem Hinweis, dass man doch sieht, dass er Trauer trägt).

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