Aggressionen bei Menschen OHNE Hund
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Hallo zusammen!!!
Wir haben unseren Hund - einen Bernhardiner-Collie-Mix - im letzten Winter aus dem Tierheim geholt. Er sollte 3 Jahre alt sein. Unser Tierarzt meinte aber er wäre schon 6. Naja.Eigentlich läuft alles ziemlich "problemlos". Er ist ein unkastrierter Rüde - was da schon so problemlos ist. An der Leine anderen Hunden - manchmal - ziemlich aggressiv. Ohne Leine - mit allen verträglich - super sozial - geht jedem Streß aus dem Weg. Ein super Hund. Hört gut. Wir sind in der Hundeschule und im Hundetreff. Alles wunderbar.
Das große Problem ist: Menschen ohne Hund. Die meisten, die uns entgegen kommen will er sofort angehen. Er bellt oder knurrt auch vorher nicht. Er geht sofort drauf los. Wir hatten mal einen Hundetrainer bei uns, der meinte wir sollten lockerer damit umgehen. Den Hund locker an der Leine gehen lassen. Nicht hektisch oder nervös werden wenn uns einer entgegen kommt. Aber natürlich immer in Hab acht damit nix passiert. Das machen wir auch und meistens kostet uns das jede Menge Nerven. Man kann auch nicht sagen: dass er auf einen bestimmten Typ Mensch reagiert. Ganz egal: Mann, Frau, Jugendlicher.
Aber wenn jemand einen Hund dabei hat - ist er wie ausgewechselt. Er lässt sich streicheln, ist total lieb. Das sollte aber mal jemand ohne Hund bei ihm versuchen.So - das ist unser Problem. Hat jemand von Euch ähnliches erlebt und kann uns evtl. Tipps geben?
Vielen Dank schon mal

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27. September 2010 um 21:20
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Oje, hört sich ganz so an, als hätte er üble Erfahrungen hinter sich

Erfahrungen diesbezüglich habe ich nicht, aber dafür ein paar Fragen:
Wie hat er denn auf euch reagiert? Hat er dieses Verhalten von Anfang an gezeigt oder ist es nach und nach aufgetreten und hat sich verschlimmert? Habt ihr evtl. noch Freunde/Bekannte/Nachbarn ohne Hund, zu denen er auch Vertrauen gefasst hat?Ich drücke euch beide Daumen, dass ihr das bald in den Griff bekommt

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Hallo!
Ja, zu unseren Freunden- die früher auch mal einen Hund hatten. Die haben ihn erst mal ganz in Ruhe gelassen - und irgendwann kam er dann ganz von alleine.
Zu uns war er von Anfang an nicht aggressiv - auch gegen unsere Söhne nicht (Jugendliche). Auch Kindergartenkinder im Freundeskreis sind kein Problem. Das fängt an wenn`s Schulkinder sind bis zum Erwachsenen.
Ja, er hat das von Anfang gemacht. Wir denken auch, dass das etwas mit seiner Vergangenheit zu tun haben muss. Gute Erfahrungen hat er wohl mit Menschen nicht gemacht
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Das Verhalten kenne ich nur zu gut.
Bei uns hat - zumindest teilweise - geholfen:
Bogen laufen, Bogen laufen, Bogen laufen - also den Leuten so gut wie möglich aus dem Weg gehen. Zwischen Hund und den Leuten bin ich (oder mein Mann) und versuche, Sicherheit zu vermitteln. Ablenken, wenn ich die Leute rechtzeitig sehe, funktioniert auch ganz gut.
Inzwischen ist die Anbellquote deutlich gesunken, aber von Grundvertrauen gegenüber Fremden kann keine Rede sein.
Wir leben mit dem Problem und leinen halt lieber einmal zuviel als einmal zuwenig an. Und nehmen Umwege in Kauf....
Gruss
Gudrun -
Das hatten wir auch und haben es je nach Situation gelöst:
1. Bogen laufen wenn genug Platz da ist
2. Schau-Kommando wenn wir stehen und der Entgegenkommende passiert
3. Block-bei Fuß. Gut an der Ampel, wenn jemand gegenüber steht. Dann nehm ich sie so kurz und halte sie noch ein Stück nach hinten. Sieht dann praktisch so aus, dass sie schräg versetzt fast hinter mir geht. Dann bellt sie nicht. Meine Schrittlänge bildet dann sowas wie einen Block und dieses Blocken nimmt sie gerne an.
Ist mittlerweile Gewohnheit geworden. Hab noch nicht ausprobiert, ob sie anders wieder bellen würde oder nicht....
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Das machen wir auch schon immer. Bogen laufen, bei Fuß, Leine kurz aber ohne Zug auf den Hals - damit er bloß nicht meint GEFAHR -, oder wir wechslen die Staßenseite, mit Leckerchen abgelenkt. Manchmal geht er dran vorbei, dann lobt man ihn - Leckerchen - und dann dreht er sich um als wenn er denkt " So - jetzt versuch ich`s doch mal" .
Habt ihr denn belohnt oder einfach so getan als wenn nichts gewesen wäre? Wenn er ohne zu knurren oder bellen an jemanden vorbeigegangen ist, meine ich.
Vor ein paar Tagen - wir gingen unsere Runde - man erkennt ja die Anzeichen. Rute hoch, nach vorne preschen. Ich sah niemanden. Dachte - naja ist bestimmt der und der Hund - bei dem er immer so einen Zirkus veranstaltet. Hab ihn ganz kurz gehalten - er zwischen mir und Hauswand. Da kamen dann 3 Passanten um die Ecke - alle mit Warnwesten. Ich musste ihn am Halsband festhalten . So flippt er eigentlich nur aus wenn er an der Leine ist und uns begnet ein Hund den er nicht "riechen" kann. Natürlich muss man sich dann auch jede Menge dumme, unqualifizierte Bemerkungen anhören.
Manchmal sind ihm andere Menschen auch piep egal. Auch Fahhradfahrer, Jogger etc. -
Nur verbal belohnt = Lob, sonst hätten wir am Anfang wohl ne Kugel gehabt, die man hätte dran vorbeirollen lassen können.
Ach ja, und ganz am Anfang hab ich jeden gegrüßt und dann kam ein Gruß zurück, einfach um den anderen irgendwie positiv wahrzunehmen.
Dann kam die Zeit der ganz vereinzelten "Merkwürdigen Menschen". Meist solche, die mir auch irgendwie suspekt waren oder komische Sachen machten z.B. laut vor sich hinschimpfen. Die hab ich ignoriert und es so wie beschrieben gemacht.
Manchmal habe ich das Gefühl meine Wahrnehmung hat sich zum "Umgebungsscanner" geändert.
Das mit dem kurz und schräg hinter mir gehen läuft neutral unter dem Fuß-Kommando. Ja gut, es ist zwar ein häßliches und nicht ganz korrektes, aber ein nützliches "Fuß"
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Ich finde die Ratschläge der anderen gut.
Zusätzlich fällt mir noch das Schönfüttern von Menschen ohne Hund empfehlen. Also nicht bei jedem Passanten, aber bei anderen Leuten. Dass die ihm ein Leckerli geben oder hinwerfen. ZB deine Gäste zu Hause. Dass er einfach auf den Schirm kriegt: Gibt auch leckere Menschen und aus seiner Verhaltenskette rauskommt. Je öfter er rauskommt, desto "aufgeweichter" wird sein Verhaltensautomatismus.
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Zitat
Aber natürlich immer in Hab acht damit nix passiert.
Sehe ich das richtig, dass Ihr selbst angespannt seid in solche Situationen?
Worauf liegt beim Zusammentreffen mit anderen Menschen Euer Hauptaugenmerk? Auf den anderen Menschen, auf dem Hund oder um die Gedanken, die Euch wegen der vermeintlich peinlichen Situation durch den Kopf schwirren?Viele Grüße
Doris
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Schlaubi:
Ja klar sind wir angespannt in dieser Situation. Nicht wegen der peinlichen Situation.
Der Trainer sagte uns auch das der Hund das natürlich merkt wenn wir angespannt sind. Also gehen wir mit lockerer Leine, selbstbewusst - manchmal in großem Bogen - aber wo es sich nicht vermeiden lässt auch nah an Passanten vorbei. Natürlich achten wir dabei auf den Hund.
Ich denke auch, dass hier 2 Sachen aufeinanderprallen:
zum einen: WIR - die ein Trara machen - Bruno ablenken - jedes Mal ins Schwitzen kommen und auf der anderen Seite: Bruno - der wahrscheinlich in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat und für den Angriff die beste Verteidigung ist. (Auch wenn ihm doch niemand etwas böses will).BigJoy:
das mit den Leckerli haben wir auch schon probiert - bei Menschen,die einen Hund dabei haben ist das auch kein Problem.
Ein Nachbar mit Hund - wir haben auch schon mal zusammen ein paar Runden gedreht - alles super. Dann haben wir den Mann alleine getroffen -ohne Hund - er wollte Bruno streicheln - und Bruno schnappte. Und der Nachbar meinte: aber der kennt mich doch. Wieso macht der das denn jetzt? - Vor einem Moment
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