Nervenbündel schreit beim Spazierengehen

  • Hallo liebe Leute,
    ich hoffe Ihr könnt mir einen Rat geben.

    Mein Freund und ich haben 2 Jack Russel Mischlinge, beide ca 1 Jahr (einer 2 Monate älter).

    Unser Lou ist schon immer ein kleines nervöses Nervenbündel, aber damit kamen wir bisher immer gut zurecht.
    Seit neustem hat er allerdings einen "Tick", der sehr, sehr störend ist und wir wissen einfach nicht weiter.

    Es geht schon vor dem Spaziergang in der Wohnung los. Sobald er merkt, dass wir beide (!! wenn einer alleine mit ihnen spazieren geht, ist es nicht so schlimm) uns anziehen wird er schon total nervös, fiept rum, rennt andauernd zur Tür und zittert schon richtig.
    -> Hier wollen wir diese Situation mehrmals täglich simulieren, also immer wieder anziehen und anleinen, dann allerdings nach ein paar Minuten wieder ausziehen.

    Das eigentliche Problem geht los, sobald wir beide vor der Haustür stehen, und los wollen. Wenn wir dann losgehen, zieht er, merkt schnell, dass er nicht weiter kann, da die Leine am Ende ist, und fängt förmlich an zu schreien. Es ist eine Mischung aus wimmern, fiepen, quietschen und bällen. Es hat ein bisschen etwas von einer sehr laut quietschenden Bremse.
    Das Ganze wird noch schlimmer, sobald die andere Person mit dem anderen Hund einen Schritt vor ihn setzt und er nicht mehr ganz vorne ist.(Mit dem vor ihm laufenden Hund hat er kein Problem, nur sobald der zweite Mensch vor ihm geht, schreit er wie am Spieß)
    Dann hängt er senkrecht in seinem Geschirr und schreit noch viel lauter.
    (Geht man mit ihm alleine -nur eine Person-, schreit er nur rum, wenn ihm die Gegend fremd ist.)

    Zu Hause haben wir nicht die geringsten Probleme mit ihm, er hört sehr gut, lernt schnell und gerne. Auch abgeleint hört er sehr gut, läuft nicht zu weit weg und achtet stets auf uns.


    Wir hoffen, ihr könnt uns helfen, denn wir wissen nicht, ob wir es nicht bei jedem weiteren Spaziergang, bei dem wir nichts dagegen unternehmen, nur noch verschlimmern.
    Deshalb machen wir momentan leider keine Spaziergänge zu zweit, was wir sehr schade finden.

    Liebe Grüße,
    Lisa und Maik

  • Ich kann dir nur sagen, wie ich es mit meiner mache.. Die schreit, sobald sich ihre Menschen trennen.. Madame muß sich dann hinsetzen und kann schreien wie sie will, sie wartet. Wer brüllt kommt nicht vorwärts. Das längste Stehen waren mal 20 Minuten..

    Ich verlange von ihr sitzen - runter fahren und erst dann geht es weiter.. Das Problem bei Lee ist, dass sie gelernt hat, damit "ihren Willen" zu bekommen und es sich somit gefestigt hat. Wer findet es schon toll, nen Hund schreien zu lassen...

    Bei euch würde ich schon viel früher ansetzen. Wer hochfährt, kommt nicht raus. Also ab auf den Platz (oder ins sitz, so hab ich es gemacht) und entspannen und erst dann geht es raus..

  • Hallo,

    kann mich Murmelchen nur anschließen.
    So wird es funktionieren, aber ihr braucht gute Nerven und Ausdauer. Ihr dürft auf keinen Fall nachgeben, denn sonst wird sich das Ganze noch verschlimmern.
    Also ganz konsequent bleiben.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • definitiv.

    Mein Kleiner hat ja auch die Veranlagung, bei Aufregung zu fiepen.

    Sobald er anfängt, sitz ich auf dem Sofa und lese und Buch und der Gassigang verschiebt sich halt.
    Ist er ruhig, stehe ich wieder auf.

    Das so oft machen bis er es kapiert!

  • Same here, ein paar kleine, kurze Aufregungspiepser laß ich meiner jungen PRT-Hündin im Moment noch als Übersprung für ihr Granatentemperament durchgehen, das hat sie einfach noch nicht völlig unter Kontrolle.
    Sobald sie aber ernsthaft die Sirene macht, verschiebt sich der Spaziergang, bis Ruhe herrscht. Was "Schluß!" bedeutet, hat sie so erstaunlich schnell gelernt.

  • @ Morrigan - und großes sorry fürs OT,

    Dein Airedale ist einfach hinreißend schön - darf ich wohl mal fragen ,wo Harvey herkommt? Interessiert mich deswegen brennend, weil ich früher auch eine wunderbare Brandenburger Airedalin hatte, die genau so aussah & das halbe von Erikson-Rudel mit ihr verwandt ist - was ich aber erst zu Internet-Zeiten rausgefunden habe.

  • Oh ja, den seh ich mir supergern an, auch wenn ich immer ganz wehmütig werde - irgendwann sitzt hier auch wieder einer aus diesen Linien.

    Meine Hündin war eine Wurfschwester von Quanto, Quinta von der Bukowina - hab erst viel später im web gesehen, wie erfolgreich der Bruder geworden ist

    http://www.vonerikson.de/quanto.htm

    Das war ein solcher Traumhund, daß ich ihr wegen ihres unglaublich tollen Appells die Rennfreiheit lassen konnte, die sie so sehr liebte. Daran ist sie dann leider gestorben, als ein *** Giftköder in unserem Hundeauslaufgebiet gelegt hatte.

    So - und jetzt Schluß mit OT-ich geh Harveys Fotos suchen, und vielen Dank!

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