Junghund bellt, wenn er alleine ist...

  • Menno, ich hatte mich so gefreut, daß es mit dem Alleinbleiben und Skip klappt, da muss ich heute von meinem Nachbarn erfahren, daß Skip Do, Fr und heute die kompletten 3-4 Stunden durchgebellt hat, in denen ich weg war. :sad2: Er fängt an, wenn mein Auto ca. ne halbe Minute weg ist und hört auf, wenn ich mitm Auto am Haus entlang fahre. Er bellt wohl permanent. Er jault nicht, sondern er bellt ohne Pause stundenlang. Heute hat er auch ein Stück Tapete im Flur abgekratzt und zig Fußleisten zerbissen. OK; er will nicht alleine sein, er hat Panik/Verlustangst oder Kontrollverlustangst. Scheiße. :/

    Zur Vorgeschichte:
    Unser Hund (jetzt 6,5 Monate alt) war bis vor kurzem nie allein. Klar,für ein paar Minuten mal, aber länger ging als Welpe nicht, da die Katzen ihn echt fies drangsaliert haben und es hier kein Möglichkeit gab, sie zu trennen. Als die Phase vorbei war wurde er leider krank und man konnte ihn auch nicht allein lassen, da er permanent Durchfall hatte. Und da mein Freund von zu hause aus arbeitet, war es kein Problem. An die Box konnten wir ihn nie gewöhnen, denn er macht da so ein Theater, daß er sich selbst verletzt und unser Nachbar unter uns schon die Polizei rufen wollte, obwohl wir angekündigt haben, es zu üben... Wir haben ihn vom ersten Tag an versucht an die Box zu gewöhnen, aber keine Chance. Trotz Leckerchen, Kauzeug, kuscheln in der Box , ausschließlich Futter in der Box, minutenweise Gewöhnung usw.
    Nun ergab es ich vor ein paar Tagen, daß mein Freund eine zeitlang außer Haus arbeiten muss. Mist, der Hund musste schnell lernen allein zu bleiben. Ich kann erst mittags nach Hause kommen und den Hund dann für Nachmittagstermine holen und mit ihm gehen. Da ich zum Glück ertsmal 2 Wochen Urlaub hatte, habe ich den Hund innerhalb einer Woche daran gewöhnt mehrere Stunden allein zu bleiben. Erst bin ich ständig raus und rein gegangen, an einem Tag zigmal in den Keller für je 20 min, einkaufen usw. Am zweiten Tag das Gleiche und ne Stunde wegbleiben, am dritten Tag 2 Stunden. Kein Gebelle nix. Ich war selbst erstaunt. Jubel Dann gingen auch 4-5 Stunden. Er war relativ relaxt, wenn man wiederkam. Scheinbar aber nur die ersten Tage... :/
    Ausgelastet ist er, wir gehen abends lange und morgens geht mein Freund schon vor der Arbeit ne Stunde mit ihm stramm laufen, ich lasse ihm Kauknochen und nen Kong da, er spielt jeden Tag entweder mit anderen Hunden oder wir trainieren in Hundeschule oder Platz. Wenn wir da sind ist er lieb und schläft auch viel. Er hat also die ersten 3 Vormittage des Alleinseins nicht gekläfft, ab dem 4. Tag fing es an. Gehe ich nur ne Stunde einkaufen und lasse ich ihm nen Kauknochen da, ist er noch mit dem Knochen beschäftigt, wenn ich wiederkomme und hat nicht gebellt. Hat jmd. Tipps? Nochmal langsam trainieren? Erstmal wieder bei 10 min anfangen? Ich muss mal gucken, ob ich das irgendwie hinkriege, ihn aufzunehmen, wenn wir weg sind. Hätte der Nachbar von gegenüber nicht zufällig was gesagt, dann hätte ich gedacht, er wär ganz ruhig gewesen...

    Zum Glück ist mein freund ab Mittwoch erstmal wieder morgens zuhause, Skippy muss in Zukunft erstmal nur einen Vormittag in der Woche allein bleiben. Aber das geht mit dem Gebelle auch nicht...

    :hilfe:

  • hallo huhna

    ich finde das klingt eigentlich alles richtig wie ihr es gemacht habt..............wir haben das auch so gemacht aber hatten mehr zeit dafür.....

    wie sieht eure begrüßung wenn ihr wieder nach hause kommt denn aus???

    wir haben (so hart es klingt) unsere kleine am anfang wenn wir heim gekommen sind ignoriert........und so getan als wäre nix gewesen.........haben sie also nicht begrüßt.......mitlerweile läuft das anders.........wir kommen rein stellen alles ab und sie sitzt ganz lieb und wedelnd neben uns und wenn wir fertig sind mit sachen abstellen und uns gegenseitig begrüßt haben( mein partner und ich) dann wir joy begrüßt mit knuddeln und kraulen..........

    unsere nachbarn haben gesagt unsere hätte auch am anfang abunzu gebellt.......wir haben dies ignoriert(war bei uns auch nicht so schlimm und so lange)..........

    viel glück

    lg

  • Wir ignorieren ihn auch komplett und begrüßen ihn erst nachdem wir Jacke und Schuhe ausgezogen haben, aufm Klo waren usw....Als wär es das normalste der Welt, daß wir gehen und kommen. Aber er hat Stress. Sieht man ja schon am Zerstören in der Nähe der Haustür. Mangelnde Auslastung ist es nicht. Jetzt ist er so müde vom bellen, daß er schon seit Stunden schläft.

    Ich hab soviel gelesen zu dem Thema und dennoch klappt es nicht...*heul*

    Irgendwie liegt der Knackpunkt woanders.

  • Hallo Huhna

    na da haben wir ja fast das selbe Problem. Unser Hund bleibt bis zu einer Stunde alleine, danach dauergekläffe, haben es auch erst recht spät von einem Nachbarn gesagt bekommen, dachten bis dahin auch er wäre ruhig. Also bin genauso auf Lösungsansätze gespannt wie du :gut:

    LG Clana

  • Spontan könnte ich mir vorstellen, dass ihr ihn zu sehr hochpuscht, bevor ihr geht.
    Eine Stunde laufen mit einem 6,5 Monate jungen Hund :hilfe:

    Wie lange seit ihr dann noch zu Hause, wenn Dein Freund mit ihm wieder kommt?
    Wann bekommt er Futter?

    Gruß
    Bibi

  • Ich kenne das, bei uns ist es genauso, bloß dass wir schon seit 6 Monaten üben :/ Was bei uns zumindest ein bisschen Besserung gebracht hat: dem Hund nur einen Raum zur Verfügung stellen, nicht die ganze Wohnung. Meine Hündin hat dann zumindest nicht den Stress, immer von Zimmer zu Zimmer rennen zu müssen.
    Richtig helfen kann ich auch nicht, wünsche euch aber auf jeden Fall viel Erfolg und drücke die Daumen, dass es nicht so ein Problemfall wird wie bei uns :smile:

  • Zitat

    Spontan könnte ich mir vorstellen, dass ihr ihn zu sehr hochpuscht, bevor ihr geht.
    Eine Stunde laufen mit einem 6,5 Monate jungen Hund :hilfe:

    Wie lange seit ihr dann noch zu Hause, wenn Dein Freund mit ihm wieder kommt?
    Wann bekommt er Futter?

    Gruß
    Bibi

    Nein, das ist nicht zuviel. Wenn wir zuhause sind gehen wir morgens die gleiche Runde und danach pennt er zwei, drei Stunden am Stück und ist dann gut drauf. Wir gehen ja nur einmal am Tag so eine lange Runde. Die braucht er aber, sonst ist er kaum auszuhalten vor Nervigkeit. Hatten beide vorher schon Hunde, und ich meine einschätzen zu können, daß dieser Hund und diese Rasse anders ist. Habe es mit anderen Mali- und Herderbesitzern auf dem Platz besprochen, die finden das Pensum ganz normal, es sind eben Powerhunde, auch schon als Junghund. Er ist auch schon sehr groß, hat 63cm und 25 kg und irre lange Beine und Muckis an den Beinen. Die Runde läuft er locker. Wir haben es auch schon nur mit ner kleineren Runde und ner ganz kleinen Runde probiert, das macht keinen Unterschied, wird eher schlechter. Mein Freund geht von sechs bis kurz vor sieben mit dem Hund , geht dann duschen, ich trink Kaffee, um zwanzig vor acht füttern wir ihn dann und gehen dann um zehn vor acht.

    Deliara, wir haben oben schon dicht un das Büro unten auch. Er hat den Flur und das große Wohn-Esszimmer zur Verfügung. mehr kann ich aber nicht zumachen, da sonst unsere Katzen durchknallen. Die haben auch keine Böcke auf das Gebelle und schlafen jetzt morgens immer im Schrank.

  • Also, ich bin ja schon froh, daß ich nicht alleine mit dem Problem dastehe. :roll:

    Kurz zu Skip an sich: Ein sehr agiler, triebstarker Hund, zuhause sehr offen und selbstbewußt, anghänglich und verschmust, hat eine sehr gute Bindung zu uns, problemlos aus dem Freilauf abrufbar, auch bei Ablenkung. Bei Spaziergängen läuft er zwar vorraus, nimmt aber immer wieder Blickkontakt auf, wartet auf weitere Freigabe, wartet bis ich aufschließe etc. Allerdings ist er trotz guter Sozialisierung beim Züchter und in den ersten Wochen bei uns sehr sehr mißtrauisch, schüchtern, ängstlich Fremden gegenüber und das vom ersten Tag an! Gehen diese bewußt auf ihn zu, gucken ihn an oder wollen ihn streicheln, knurrt und bellt er, man sieht an der Körperhaltung, daß es aus starker Unsicherheit ist. In großen Menschenmengen (City, Zoo, Cafe) ist er allerdings total entspannt, da die Fremden ihn ja ignorieren. Besucher will er nicht in die Wohnung lassen, da bellt un dknurrt er extrem und die Körpersprache ist nicht so unsicher wie draußen, wir arbeiten hart daran. Alles in allem packe ich das alles (alleine bleiben, Fremde, Wohnung verteidigen) in einen Themenkomplex: Der Hund ist unsicher und glaubt uns noch nicht so ganz, daß wir alles für ihn regeln. Liege ich da richtig?

  • Den Themenkomplex den du aufgeführt und zusammengefasst hast, kann ich wirklich genau auf unseren Hund übertragen. ich denke auch dass es daran liegt, dass er uns nicht vollständig vertraut bzw. glaubt dass wir die ganzen Sachen auch alleine regeln können. :headbash:
    Ich würde mich wirklich über Anregungen freuen, wie wir weiter daran arbeiten können.

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