Wie werde ich für meinen Welpen im Park "interessanter&

  • Hi :)

    folgendes Problem:

    Mein Eddy ist 14 Wochen alt und somit natürlich noch ein extrem junger Hund, jedoch versuche ich ihm schon die wichtigen Dinge/Befehle beizubringen, wie z.B. das "Komm!". Am Anfang hat es auch recht gut geklappt, da ich immer ein sehr gutes Leckerchen parat hatte. Dies habe ich immer noch, jedoch scheint er es einfach nicht reizend genug zu finden. Viele Dinge sind viel interessanter für ihn, z.B. andere Hunde/Erdlöcher von Hasen/etc.. Eine gute Bekannte von mir, die sehr viel Erfahrung mit Hunden hat, hat mir empfohlen MICH interessanter für den Hund zu machen, damit es nicht eine druck bzw gehorsam Entscheidung für ihn ist, sondern das er gerne zu mir kommt. Sie meinte, ich soll viel mehr mit ihm Spielen, damit er mich nicht nur als Mittel zum Zweck um in den Park zu kommen ansieht.

    Daher die Frage:
    Wie macht ihr das? Wie kann ich mich interessanter machen? Sollte ich auch vielleicht über eine Hundepfeife nachdenken?

    Vielen Dank,
    Philipp

  • Hallo Philipp,

    also eine Hundepfeife ansich, reicht meiner Meinung nach nicht aus. Denn damit "rufst" du ja deinen Hund auch, bloß in anderer Art und Weise.

    Damit machst du DICH aber nicht interessanter. Was machst du denn wenn dein Hund zu dir kommt? Leckerchen ins Maul und fertig?

    Du solltest vielleicht statt dessen mal ein Spiel probieren. Wenn du deinen Hund rufst und er kommt, beginn mit ihm zum Beispiel ein Ballspiel. Oder renn gemeinsam mit ihm über die Wiese. Ihr könnte ja auch gemeinsam suchen? Du kannst Leckerlies verstecken die er dann mit deiner Hilfe aufstöbert.
    So lernt Welpi dass er mit dir viel Spass haben kann und das es toll ist mit dir die Zeit zu verbringen.

    Wenn du ihn nur rufst, ihm ein Leckerchen in den Mund steckst und dann nichts weiter passiert, lohnt sich das Kommen für ihn ja gar nicht.
    Mit dem Kopf in einem Erdloch stecken ist nämlich selbstbelohnend - weils Welpi eben Spaß macht. Da kann ein Leckerli nicht mithalten... Vorallem wenn dein Hund satt ist oder weiß dass zuhause genug Futter auf ihn wartet ;)

  • Hallo,

    na ja, durch eine Hundepfeife wirst du ja unterwegs nicht interessanter.
    Du kannst damit den Rückruf sicher neu bzw. besser konditionieren.

    Ich bin mit meinen Welpen anfänglich in reizarmen Gegenden unterwegs gewesen.
    Nimm Spielzeug und supergute Leckerlies mit (kleine Stückchen Fleischwurst z.B.).
    Wichtig ist, dass du dich quasi zum guten Schauspieler machst, "Anfänger" neigen dazu, zu monoton zu rufen und den Hund monoton zu motivieren.
    Ein hohe Stimmlage und viel Körpersprache bringen eine Menge Aufmerksamkeit mehr ein.
    Klopfe motivierend auf deine Oberschenkel, schnalze mit der Zunge, wechsele die Richtungen, renne mal ein Stück, laufe zick-zack.
    Verstecke Leckerlies, suche diese gemeinsam mit dem Hund...

    http://www.spass-mit-hund.de

    Gruß
    Leo

  • Hallo Philip, eine Hundepfeife hat mit einer besseren Bindung zu dir leider nichts zu tun. Als erstes würde ich mir super Leckelies auswählen die er NUR für den Rückruf bekommt, in keiner anderen Situation. Nutze es auch aus wenn er von ganz alleine zu Dir kommt. Egal wo, auch im eigenen Garten. Kommt er angerannt sagst du auch dein Rückrufkommando und ganz wichtig, du musst dich richtig freuen. Wenn dich die anderen Leute komisch anschauen dann hast du dich richtig gefreut :lol:

    Wenn du siehst das dein Racker gerade richtig beschäftigt ist mit schnüffeln oder buddeln dann verstecke dich. Sieht er dich nicht mehr wird ihm das einen schrecken versetzen, laß ihn ein wenig suchen und komm dann "raus" aus deinem Versteck. Wenn du das regelmäßig tust wirst du bald merken das er dich nicht mehr lange aus seinen Augen läßt und das verstecken wird schwieriger. Gib ihm auch nicht immer eine Leckerlie wenn er zu dir kommt. Tob auch mal richtig mit ihm rum, ohne Spielzeug. Nur ihr beide mit euren Körpern, roll dich mit ihm auf der Erde und halte engen Körperkontakt. Es ist beim Spielen wichtig das du nicht einfach nur mittel zum zweck bist so wie eine Ballwurfmaschine. Spiel lieber so mit ihm das ihr dabei Körperkontakt habt.

    Mach den Spaziergang zu einem gemeinsamen Abenteuer. Wühlt auch durch Büsche, durchquert einen kleinen Bach, lauft auf Baumstämmen und,und,und. Dann wird dein Hund auch merken das es mit dir immer interessant ist und garnicht mehr wegwollen.

  • Hi

    Danke für die ganzen Antworten. Habe das mit der Hundepfeife völlig falsch eingebunden. Ich weiß, dass ich dadurch nicht interessanter werde, war eher eine unabhängige Frage, ob es allgemein Sinn macht, eine Hundepfeife zu verwenden.
    Wenn ich den Hund darauf trainiere, muss ich sie ja wirklich immer dabei haben?!
    Werde heute mal den Spaziergang zu einem Soielspaß zwischen Eddy und mir machen, mal gucken wie es sich entwickelt.
    Lg
    Philipp

  • Hi, Philipp,
    ich hab seit ner Weile eine Hundepfeife - die wurde mir mal bei irgendeiner Bestellung von Hundezubehör mitgeschickt als Geschenk.
    So richtig lange konditioniert darauf hab ich den Hund nie (ich hatte genau Deine Bedenken, was passiert, wenn ich sie vergesse/verliere), aber ich hab eben ein paarmal gerufen und sofort anschließend gepfiffen. Der Ton von dem Teil läßt mir selbst schon die Ohren wackeln, so schrill ist der ;-) und der Hund hats anscheinend trotz der wenigen Male gut verknüpft. Jedenfalls hört er auf Pfeife genausogut wie auf Rufen - nur, daß das Pfeifen für mich nicht so anstrengend ist, weil der sich doch immer recht weit entfernt (das darf er in bestimmten Gegenden), und ich bei größeren Entfernungen schon recht bestimmt rufen muß, wenn er kommen soll - die Pfeife pfeift halt immer gleich bestimmt und laut und intensiv, und er kennt den Ton und weiß, daß ICH es bin, die ruft. Auch wenn er auf nähere Entfernung nicht sofort kommt, weil er gerade irgendwas Supertolles riecht, hilft die Pfeife und macht ihm klar, daß er bitte JETZT kommen möchte - und schon rennt er los. (Hier ist also die Pfeife mein Ersatz für mein verbales, sehr bestimmt warnendes "Eeeey - jetzt aber!!" ;-) )
    Funktioniert also erstaunlich gut, inzwischen hab ich die Pfeife fast immer dabei.
    Ein besonderes Leckerli oder so (Superleckerli) kriegt er dafür aber nicht, er wird eigentlich immer bestätigt, wenn er zu mir kommt, mit einem hohen "feiiiiin!", kurzem Streicheln, einem kurzen Sprint mit mir, kurzem Zerren an seinem Spielzeug (ersatzweise der Leine *hust....) o.ä. Wenn er das Herkommen auf diese Art und Weise als toll verknüpft, wird das Kommando einfach äußerst zuverlässig ausgeführt, weil´s ja jedes Mal richtig Spaß gibt bei mir. Das trifft auch der zweiten von Dir angesprochenen Punkt, warum der Hund Dich nicht interessant findet - bei DIR gibt´s Action - sonst nirgendwo.... Du hast das Spielzeug/die Leckerli, DU rennst mit ihm, DU spielst mit ihm etc. Was auch gut hilft: wenn Du ihn z.B. von einem anderen Hund/Mausloch o.ä. abrufst: laß ihn, wenn er gut kommt, sofort wieder dort hin. Sonst verknüpft er nur "wenn ich zu Herrchen gerufen werde, ist der Spaß zu Ende", und kommt nicht mehr gerne. Ruf ihn generell einfach mal her, gib ihm ein Leckerli, und laß ihn wieder laufen.
    LG,
    BieBoss

  • ich benutze auch eine Pfeife - auch schon wegen dem Retrievertraining - ich hab sogar zwei unterschiedlich klingende Pfeifen - für das Komm und für das Stopp bzw. Sitz auf Entfernung - und das Einweisen aber soweit sind wir leider noch nicht - auf den Kommdoppelpfiff reagiert Emma sehr gut und der Stoppfiff hat sie auch schon drauf - sind ja erst am Anfang.

    Wie die anderen schon geschrieben haben, renn mit ihm, spiel mit ihm, wenn er zu Dir gekommen ist - mach Party ohne Ende, bau Suchspiele ein, lass ihn das Leckerlie suchen - aber überfordere ihn nicht, max. 5 min.

    Ich belohne Emma z.B. auch mit Ihrem Dummie, wenn wir unterwegs sind, entweder bringt sie ihn mir oder sie darf ihn im Wald suchen - was ihr aber am meisten spass macht, sind Zerrspiele, das liebt sie - bei uns klappt es wunderbar.

    Um so mehr Du Dich mit dem Kleinen beschäftigst, um so mehr wird eine tiefe Bindung aufgebaut - ich beschäftige mich z.B. am meisten mit Emma, meine Mann geht nur spazieren und spielt oder macht Dummieübungen mit ihr - er läuft halt nur mit ihr - und Emma ist mehr auf mich fixiert und hört auch besser auf mich :roll:

    Viel Spass mit dem Kleinen

    LG Sandra

  • SUPER, vielen dank für eure Antworten.
    Werde versuchen richtig Gas zu geben, wenn er kommt, damit er weiß, dass der Spaß nicht zuende ist, wenn er das Erdloch/den anderen Hund verläßt um zu mir zu kommen.
    Die Pfeife werde ich mir auch anschaffen.

    LG
    Philipp

  • genau die gleiche Frage hatte ich auch :smile:

    hab dan gestern gleich eure Tipps ausprobiert und mit Paule getobt als er ankam, nun klappt das abrufen schon ein bisschen besser! denke auch das die ollen Leckerchen wohl im Gegensatz zu Mauselöchern und Nachrichten von anderen Hunden viel zu langweilig waren :D

    vorallem sind wir jetzt alle beide nachm Spaziergang völlig fertig *gg* aber glücklich und zufrieden..hehe

  • Zitat

    genau die gleiche Frage hatte ich auch :smile:

    hab dan gestern gleich eure Tipps ausprobiert und mit Paule getobt als er ankam, nun klappt das abrufen schon ein bisschen besser! denke auch das die ollen Leckerchen wohl im Gegensatz zu Mauselöchern und Nachrichten von anderen Hunden viel zu langweilig waren :D

    vorallem sind wir jetzt alle beide nachm Spaziergang völlig fertig *gg* aber glücklich und zufrieden..hehe

    Kann mich nur anschließen. Habe noch ein Spielzeug mitgenommen, auf das er voll abfährt. mit dem spiele ich jetzt immer für ne kurze zeit mit ihm, wenn er gekommen ist. dann stecke ich es wieder weg und wie rennen noch ein wenig zusammen o.ä.! scheint echt gut zu klappen, wobei ich natürlich variieren werden!

    LG
    Philipp

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