Tinka mag keinen Besuch und keine Artgenossen
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Hallo zusammen,
ich bin neu hier und habe direkt einmal ein paar Fragen.
Wir ( mein Freund und ich ) haben seit knapp vier Wochen eine sieben Monate alte Schäferhündin bei uns. Wir haben beide schon Hundeerfahrung,aber unsere Maus Tinka macht uns doch ab und an etwas ratlos.
Tinka ist jetzt mit ihren sieben Monaten schon ein „gebrauchter“ Hund. Sie war wohl nur fünf Wochen bei ihren Vorbesitzern und kam dann über ihre „Erzeuger“ direkt zu uns. Warum sie wieder zurück gegeben wurde, war für uns erst nicht nachvollziehbar. Fest steht jetzt sie wohl nicht sozialisiert wurde und sie macht insgesamt einen sehr unsicheren Eindruck. Das Problem dabei ist, das sie meint Angriff ist die beste Verteidigung.
Wenn wir mit Tinka alleine sind,ob beim Gassi gehen oder in der Wohnung/Garten ist alles bestens. Sie ist ganz wild auf apportieren und mit jedem Tag können wir auch ein bisschen mehr kuscheln. Sie war von Anfang an zurückhaltend, taut aber zusehends auf. Jetzt haben wir zwei Dinge die für uns rätselhaft sind.
Wenn wir Besuch bekommen ist Tinka wenig begeistert. Sie bellt sehr hoch, ist fürchterlich aufgeregt und springt am Besucher hoch wie ein Springball. In einigen Fällen haben die Besucher und auch wir sie erstmal ignoriert wenn sie aufgehört hat gabs vom Besuch Leckerli. Das hat dann so auch manchmal ganz gut geklappt.
So verhält sie sich allerdings nicht immer. Gestern war meine Mutter zu Besuch, die sie eigentlich schon kennt, aber trotzdem hat sie angefangen zu meckern. Meine Mutter ist dann in die Knie gegangen und hat sie angesprochen. Sie hat aufgehört zu bellen und ist hin, alles gut, meine Mutter steht auf,macht sich wieder groß, sie bellt, Mama geht wieder runter sie hört auf. Für mich machte das doch sehr den Eindruck das sie wirklich Angst hatte und meine Mutter bedrohlich fand. Sicher bin ich mir allerdings nicht. Aufgefallen ist uns auch, dass wenn Fremde ans Auto treten und sie liegt im Kofferraum,stört sie das überhaupt nicht, der Mensch erscheint ihr wohl dann auch nicht so groß.
Wir sind uns unschlüssig ob es wirklich in der Wohnung nur Unsicherheit oder aber territoriales Verhalten ist. Was würdet ihr sagen und wie sollen wir damit umgehen.Zweite Sache die uns Kopfzerbrechen macht sind die Begegnungen mit Artgenossen. Ab und an haben wir schon Hunde getroffen, an der Leine, und nach anfänglichen gemecker wurde geschnüffelt und wir sind weiter gegangen. Gestern waren wir mit meiner Mutter und ihren beiden Kuschlemosnstern ( vier jährige Berner Hündin und zwei jähriger Rüde Schäferhundgrösse) spazieren. Die beiden haben auf ihr gezicke erstmal gar nicht reagiert. Auf einer Wiese haben wir die drei laufen lassen und Stock geworfen. War soweit okay. Sie konnte mit den beiden eigentlich nix anfangen und jeder hat so sein eigenes Ding gemacht. Zweimal ist sie den Rüden dann aber doch richtig angegangen. Er hat sich gewehrt und sie hat dann auch aufgehört.Bei der Hündin hat sie es auch probiert ,die hat sich aber einfach weg gedreht und dann war gut.
Aber sie versuchte immer wieder zu stänkern. Die beiden großen haben dann natürlich ein riesen Bogen um sie gemacht. Wie kommen wir dahin das sie wenn sie schon mit anderen nicht spielen möchte, diese zumindest in ihrer Nähe akzeptiert?Wir möchten irgendwann gern Hundesport mit ihr machen,wo wir zwangsläufig auf andere Hunde treffen und dann sollte sie das zumindest hinnehmen können.
Sorry für den langen Text, wollte unsere Situation so genau wie möglich beschreiben.
LG
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12. August 2010 um 11:10
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Tinka mag keinen Besuch und keine Artgenossen - Vor einem Moment
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Hallo,
ich finde das Verhalten der Hündin jetzt erstmal nicht so ungewöhnlich. Die Maus scheint mir unsicher zu sein. Sie wurde rumgereicht und steckt zudem grad noch in der Pubertät und könnte sich in einer, in dieser Entwicklung normalen, Angsphase befinden. Da kommt so einiges beisammen. Wer weiß, wie sich der Vorbesitzer verhalten hat, wenn Besuch kam und was die Hündin da veknüpft hat?! Ich würde Besuchern sagen, sie sollen den Hund erstmal ignorieren und sie von sich aus kommen lassen. So merkt sie irgendwann, das von Besuch keine Gefahr ausgeht.Zu ihrem Verhalten mit den Artgenossen:
Klingt für mich erstmal nach (ihrem Alter entsprechend) ausprobieren. Mit 7 Monaten sind sie noch rüpelig, mitunter dizstanzlos. Wenn die ältere Hündin sich wegdreht und deine Hündin das akzeptiert, finde ich das schon mal gut. Vielleicht hatte sie bislang wenig Kontakt zu Artgenossen, so dass alles neu und aufregend ist. Der Rüde hat ihr ja auch klar gemacht, das er ihr Verhalten so nicht duldet, was sie ja, wie du schreibst, auch akzeptiert hast. Für mich soweit alles ok.Wenn ihr mit ihr Hundesport machen möchtet, dann wird das anfangs alles sehr spannend für sie sein, aber je öfter ihr dorthin geht, desto mehr wird sie die anderen Hunde als ganz normal ansehen. Wenn sie sich bei euch richtig eingelebt hat und euch vertraut, würde ich sie ruhig schon mal mitnehmen und sich das Ganze anschauen lassen. Wenn sie ruhig ist , streicheln, wenn sie rumbellt, nimm sie aus dem Sichtkontakt mit den anderen Hunden. Einfach umdrehen. Wirkt meist Wunder. Ist sie wieder ruhig, loben.
Das wäre jetzt das, was mir einfällt.LG Ute
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das was ute geschrieben hat kann ich unterstreichen;
ich find auch, dass das verhalten deiner schäferhündin nicht unnormal ist.
sie ist 7 monate, hatte schon vorbesitzer.ihr bemüht euch doch, ich denke, das wird schon.
das mit den besuchern daheim würd ich versuchen, noch ein wenig besser in den griff zu kriegen.
besucher sollen sie ignorieren, du weist ihr einen bestimmten platz zu, an dem sie ihre ruhe hat.
dauert halt, geduld ist gefragt.
viel glück!
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Hallo
ich sehe das genauso. Da ihr sie ja noch nicht lanage habt muss sie erst mal vertrauen aufbauen. Wenn sie weiß, das sie bei euch Sicherheit hat läßt sie den Besuch irgendwann auch in Ruhe. Allerdings würde ich anfangen ihr einen festen Platz zuzuweisen wenn Besuch kommt. Dann kann sie aus sicherer Entfernung feststellen, das alles o.k. ist. Das hängt natürlich auch davon ab, ob ihr in diesen Situationen unsicher seit. Ich würde aber auf keinen Fall in die Hocke gehen um sie zu beruhigen. Sie wird dann immer wieder anfangen zubellen wenn jemand aufsteht, da sie die Aufmerksamkeit nicht verlieren möchte. Wenn sich der Besuch dann jedesmal wieder in die Hocke begibt, weiß sie ja wie sie das schafft.
Das VErhalten mit den anderen Hunden ist wahrscheinlich auch normal. Mit der Zeit sollte sie auch da ruhiger werden. Sie muss den Umgang mit anderen Hunden ja erst erlernen. Lass da mal die Hunde machen, mit denen du unterwegs warst, die sind ja im Umgang mit ihr sehr souverän.
Das wird schon werden.
Viel Glück. -
Schließe mich meinen Vorredner an. Das Verhalten gegenüber anderen Hunden ist völlig normal.
Wenn Besuch kommt, dann schickt sie auf ihren Platz. Bellen und anspringen wird ignoriert. Wenn sie entspannt auf ihrem Platz liegt gibts ne Belohnung und sie darf den Besuch begrüßen. Aber natürlich nicht durch anspringen. Sie wird am anfang ständig von ihrem Platz aufstehen und zum Besuch laufen, da müsst ihr ganz konsequent sein, und sie jedesmal wieder auf den Platz schicken. Das wird dann schon!!
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das zauberwort am anfang für unsere freunde war:
IGNORIEREN.......................
die haben das gar nicht verstanden, wollte doch jeder den hund streicheln

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Hallo alle zusammen,
zunächst einmal möchte ich mich für eure Antworten bedanken und mich entschuldigen, dass ich mich erst jetzt melde. Wir waren mit unserer Maus in Kroatien im Urlaub. Seit ich den Beitrag erstellt habe, hat sich einiges getan, zumindest was die Artgenossen angeht. Tinka hat diesbezüglich eine hundertachtzig Grad Drehung gemacht. Wir freuen uns darüber immer noch wie Bolle.
Bevor wir in Urlaub gefahren sind haben wir uns noch mehrmals mit den Hunden meiner Mutter getroffen und es wurde mit jedem mal entspannter, dann kam noch die Hundeschule wo wir auf viele Hunde getroffen sind, und auch hier, Tinka wollte laufen und toben und nicht pöbeln! Jubel!
Ab dem Zeitpunkt war es wirklich als wäre ein Schalter umgelegt. Sie versteht die Hundesprache sehr gut und findet sich auch in einem großen Rudel Hunde sehr gut zurecht. Keine Spur mehr von Unsicherheit, sie läuft und tobt das einem das Herz aufgeht. Ihr hattet also recht, Geduld ist alles.
Was den Besuch angeht konnten wir in der Wohnung nicht üben weil wir ja im Urlaub waren. Wir waren mit einem VW-Camping-Bus unterwegs und wir haben vor dem Urlaub schon gemerkt dass sie niemanden an den Bus und schon gar nicht in den Bus lässt, genau so wenig wie in die Wohnung. Naja jetzt waren wir auf dem Campingplatz und da kommen halt doch ab und an mal Menschen etwas näher an das Auto heran. Anfangs bin ich jedesmal erstarrt wenn sich jemand unserem Domizil genährt hat, weil sie dann schon richtig eklig wir. Hat vor dem Urlaub auch meinen Vater ins T-Shirt geknappst. Mit der Zeit wurde sie aber auch entspannter, sie kannte die Personen ja dann auch und sogar die anderen Hunde durften an den Bus näher als zwei Meter heran. Auf dem Campingplatz waren es meistens mit ihr vier Hunde die da rumgewuselt sind.
Das mit dem festen Platz ist eine gute Idee. Das werden wir jetzt auf jeden Fall anfangen zu üben, auch weil sie mir gerade jetzt nach dem Urlaub auf Schritt und Tritt folgt und das möchte ich auch nicht. Unseren Besuchern werden wir das auch noch mal eintrichtern das sie sie ignorieren müssen und dann heißt es üben und Geduld haben.
Ich bin guter Dinge dass wir das hin kriegen, sie hat sich so gut gemacht in den letzten Wochen und ist inzwischen richtig selbstbewusst. Sie wird schon noch lernen das es völlig okay ist wenn wir Besuch bekommen. Ich werde berichten wie sie sich macht.
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Auch ich schliess mich den meisten Vorredner an.
Mal generelles Nichtbeachten in der Whg! Tut sehr gut.
Komando einführen für auf den Platz gehen! Konsequenz! Mit viel pos bestätigung, aber nicht übertreiben nach ein paar Tagen, sonst könnte er Dich auch verarschen und steht immer auf um noch Leckerchen zu bekommen. WEnn das fleissig geübt wird!!! wird schon vieles besser. Man kann dann klingen, Besuch ect. immer nicht auf den Platz schicken kombinieren....erhöhter Schwireiegkeitsleverl.
und draussen...an erster Stelle Aufmerksamkeitstraining das A und O!!!! Wenn er gern apportiert kann man das schön mit einbinden (Vorsicht event Balljunkiegefahr). Mt Distanzen arbeiten und auf Dein "Scheu" oder sonstiges konditionieren.
Der hund ist vollkommen normal für sein Alter. er brauch jetzt nur Führung. Konsequenz und jemand der ihm die Regln erklärt. Er weiss einfach noch nicht wies in der welt für Hunde zu laufen hat.
Ihr macht das schon.
Viel Ignoranz, Konsequenz und pos Bestärkung, aber auch klare Neins....ein paar Wochen und ihr werdet schon sehen...alles ist gut.
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