Wenn aus 4 Pfoten plötzlich 12 werden

  • Ich hab ein Problem und hoffe, daß mir jemand helfen kann. Hab hier im Forum schon viele gute Tips bekommen, vielleicht weiß auch diesmal wieder jemand weiter.
    Also: meine Tochter ist wieder bei uns eingezogen, sie hat ein Jahr bei ihrem (jetzt Ex)Freund gewohnt. In diesem Jahr hat sie sich 2 süße Zwerghasen zugelegt. Das ging nicht, als sie noch bei uns war, da ich allergisch auf Nager reagiere. Natürlich hat sie die beiden mitgebracht. Na ja, muß ich halt wieder Tabletten nehmen, geht schon.
    Das große Thema ist ein anderes. Wir haben seit 9 monaten unseren Mini-Aussie, der kennt Häschen nun gar nicht. Wenn er die beiden in ihrem Käfig sieht, bekommt er einen "Tunnelblick". Er ist hin und weg, aufgeregt, springt um den Käfig, haut mit dem Pfötchen drauf und ist kaum ansprechbar. Nicht böse, nicht aggressiv, er will einfach mit den beiden spielen. Meine Tochter hat sie in der anderen Wohnung auch oft frei laufen lassen, sie sind das gewohnt. Ich kann den Hund nicht aus den Augen lassen, das Zimmer ist seitdem für ihn tabu. Versteht er gar nicht, bisher durfte er überall hin.
    Er will spielen aber das Kräfteverhältnis ist nun mal nicht :hust: ausgewogen. Er würde sofort losjagen ohne Rücksicht auf Verluste.
    Wie machen wir es jetzt, eine gute "Lebensgemeinschaft" hinzubekommen? Wie sollte die Familienzusammenführung ablaufen, damit er begreift, daß er Abstand halten soll? Geht das überhaupt?
    Wenn die zwei doch mal durch einen dummen Zufall aus dem Käfig kommen und er in der Nähe ist (braucht ja bloß mal jemand die Tür aufmachen wenn sie frei laufen), er ist wie ein Geier. Wie gesagt Tunnelblick.
    Wie würdet Ihr das machen? Bin für jeden Tip dankbar.
    Bei anderen funktioniert es doch auch.

    Bitte Rat :hilfe:

  • Hey...
    Wir haben auchn (Jagd-) Hund und 2 Kaninchen.Wir haben den Kaninchen im Garten ein großes Gehege gebaut.Dort fühlen sie sich wohl,haben viel Platz zum Toben und sind aus der "Gefahrenzone" raus. Unser Hund kommt in diese Ecke nur selten und wenn dann nur an der Leine.
    Wenn ihr einen Garten oder Balkon habt, würde ich das unbedingt empfehlen!Jetzt wäre es auch noch warm genug die beiden nach draußen umziehen zu lassen. Und im Gegensatz zu dem bisherigen Käfig, würde es den Hasis sicher gut tun, dauerhaft mehr Platz zu haben.
    Und euer Hund wäre dem "Stress" nicht ständig ausgesetzt.

  • Wir haben keinen Garten, einen großen Balkon aber schon.
    Kann man dem Hund nicht beibringen, daß sie sich in der Wohnung begegnen, ohne daß er sie vor Begeisterung killt?

  • Hallo Cimmaron

    Also ohne das du dabei bist geht sowiso vorerst auf keinen fall.
    Hast du für deinen Hund eine Maulschlaufe? Wenn ja setz ihn die um, so das er nicht beissen kann!
    Wenn du das hast nimm einen der Nager auf deine Hand oder deine Tochter, du hast ja eine Allergie. Du nimmst deinen Hund an die Leine und läst ihn langsam zu deiner Tochter die aber steht!
    Nun versucht deine Tochter ein stück runter zu gehen und dem Hund immer sagen sei vorsichtig, lass ihn schnuppern und wenn es ist auch lecken, das darf er ja. Nur wie gesagt versucht er danach zu schnappen brich ab! Und sag ihm nein aus ! Das versucht ihr öfters am Tag, und er wird es lernen doch das dauert.
    Ich würde dir nicht empfehlen das ganze ohne Maulschlaufe zu machen, denn du hast ihn hald nicht unter kontrolle. Bitte keinen Maulkorb, den bei dem kann er ja nicht lecken und seine mimik erkennst du auch nicht.
    Ich mache das ganze gerade mit 2 Staffs die an Katzen gewöhnt werden hier bekommste ein Bild die Blue akzeptiert es mitlerweile. Habe aber auch 2 Wochen durch gearbeitet. Nun ist Jack drann, und der schafft es auch noch.

    Hier der 2te der noch in der lernphase ist

  • Maulschlaufe hab ich, kein Problem.
    Danke für den Tip, wir werden es genau so versuchen. Er wird sofort drauf stürmen, da muß ich ihn körperlich und verbal beruhigen. Sonst ist er ein sehr sanfter und kuschelig. Nicht aggressiv, aber der Jagdtrieb ist schon ganz schön spürbar.

    Ich will ja auch nicht, daß der kleine Hase Angst bekommt. Wir werden eh mit Bowser anfangen (weißes Löwenköpfchen), der ist zahm. Cooper ist noch sehr scheu, mit dem können wir das nicht versuchen. Hoffe, wenn es klappt, daß das gemäßigte Verhalten dann auf beide Hasen übertragbar ist. Nicht, daß er Bowser akzeptiert und Cooper durch die Wohnung jagt :???:

    Ich glaub auch, wir brauchen Geduld dafür und ohne Aufsicht können die wohl nie alleine bleiben.
    Aussie ist ein Hütehund, wär ja toll, wenn er irgendwann die freilaufenden Häschen hüten würde. Aber das ist wohl Wunschdenken :gott:

  • Ja geduld und ausdauer wird hier sehr gefragt. Bei Blue hat es auch lange gedauert, aber das Bild zeigt ja es klappt.
    Ich werde auch hier immer wieder bericht und Bilder reinstellen, und würde mich freuen wenn auch du es machst!
    So haben alle einen eventuellen anreitz, und was du aber nie vergessen darfst, zu Hause ist immer was anderes als in der Natur.
    Meine beiden anderen Hunde Rotweiler/Schäfer Mix (Miniatur) und Border/Colly Mix sind mit Katzen aufgewachsen, aber draussen werden alle gejagt ausser unsere.
    Ich wünsche dir viel erfolg und auf nachricht deines erfolges.
    LG Sabine

  • Wie alt sind denn die Hasen? Ich hab gerade gelesen, dass die wohl bis zu 9 Jahren alt werden können. Glaubst Du es ist gut für dich, wenn Du jahrelang Antihistamine zu dir nimmst?

    Vielleicht gebt ihr die Hasen auch einfach einer Familie mit halbwüchsigen Kindern und einem Garten. Hat nur Vorteile:

    - Hund kann wieder überall rumspringen
    - Ihr habt mehr Zeit für den Hund
    - Die Hasen haben neue Freunde, die mehr Zeit für sie haben
    - und last but not least: Du steht nicht 24/7 für die nächsten x Jahre unter Medikamenten

    Nur so ein Gedanke... :)

  • hallo storyboard,

    meine Tochter ist in der Ausbildung (sie ist jetzt 20) und hat noch ein Jahr bis zu ihrem Fachschulabschluß. Dann sucht sie sich einen Job und wird sich eine eigene Wohnung nehmen. Sie ist eigentlich kein Nesthocker, es hat sich halt so ergeben. Sie kann sich noch keine eig. Wohnung leisten, nächsten Sommer wird das dann hoffentlich anders sein.
    Sie hatte als Kind ein Meerschweinchen, da wußte ich noch nicht, daß ich darauf reagiere. Ich hab dann Medis bekommen, das Tier war eh schon 7 Jahre und 8,5 als es starb. Dnach gab es keinen Nager mehr bei uns bis jetzt.
    Unser Momo kann sich überall bewegen, nur in dieses Zimmer darf er halt nicht mehr und die Hasen dürfen nicht raus aus dem Zimmer. Das wollen wir ja ändern.
    Bewegen kann er sich, er kommt ja jeden Tag mit mir zur Arbeit, wird eingesetzt für tiergestützte Aktivität und Förderung.

    Alles halt nicht so einfach, aber wir schaffen das schon. Sie will ihre Lieblinge nicht weggeben, kümmert sich auch liebevoll um sie. Ich würde meinen Momo auch nicht weggeben,
    Die Allergie wird händelbar sein, ist ja nur für ein Jahr.

  • Hallo, Kaninchen und Hunde können sich sehr gut verstehen - das hängt aber stark von den Charakteren ab!

    Ich habe einen Notfallwurf im Alter von drei Tagen aufgenommen und groß gezogen, bin im Kaninchenschutzverein. Die Kleinen waren von Beginn an an meine Hündin gewöhnt. Am Ende sah das dann auch so aus:

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    Bitte niemals ohne Aufsicht! Meine Hündin hat auch keinen Jagdtrieb, sonst hätte ich das nie zugelassen.

    Und tu den Kaninchen einen Gefallen: lass sie bitte bitte NIE vom Hund "hüten". Das funktioniert mit Schafen und Rindern, aber nicht mit extrem fluchtreflexgeprägten Tieren wie Kaninchen. Die werden sich nie daran gewöhnen, und beide Tierarten ohne Aufsicht zusammen zu lassen, ist meiner Meinung nach grob fahrlässig.

    Wenn der Aussie jetzt schon "Tunnelblick" zeigt, dann wartet bitte, bis er sich ein bisschen an die Situation gewöhnt hat, ehe ihr ihn ohne Schutz die Kaninchen kennen lernen lasst.

    Ich hoffe, ihr beherzigt meine Ratschläge und lasst euch Zeit - und wenn es nicht klappt, ist es auch nicht schlimm, deine Tochter zieht ja in absehbarer Zeit wieder aus.

    Liebe Grüße,

    Sophjess

    P.S. *klugscheiß* Kaninchen sind keine Nager. ;)

    Edit: habe noch bessere Fotos gefunden... :D

    Pflegekaninchen Bruce beim betteln, und die reißende Bestie schleicht sich hungrig von hinten an...

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    Hungrig aber auf was anderes ;)

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  • Ja klar, das mit dem "hüten" war natürlich nur ein Witz. Hütehunde hüten ja angeblich fast alles (Ameisen, herunterfallende Blätter, Schneeflocken usw)
    Natürlich soll er das nicht.
    Wir werden es ganz langsam machen. Wir hatten damals auch einen kleinen Mischlingshund, als unsere jüngste Tochter das Meerschwein Max von ihrem Lieblingsonkel geschenkt bekam und hatten das gleiche Problem. Bloß Benny hat nicht so jagdgesteuert reagiert. Damals hatten wir auch einen Garten und konnten Max in Abgezäuntem Gelände grasen lassen. Ohne Aufsicht waren die beiden nie draußen. Das hätten wir auch damals nicht gewagt.

    Ich würde gerne Bilder einstellen, aber ich bin nicht so bewandert in diesem technischen Kram. Ich versuch es aber nochmal. Meine Tochter kann mir helfen, die kann das besser. Dann zeig ich Euch die drei mal.

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