Probleme mit Artgenossen
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Hallo Zusammen! Ich habe zwar schon Hunderfahrung, aber ich stehe momentan vor einem Problem. Meine Freundin und ich haben seit Dienstag eine schwarze Schäferhündin. Sie ist 7 Monate alt und war bis zum 5. Monat in ihrem Rudel (bei ihren Eltern). Dann war sie ca. 5 Wochen bei ihrer "neuen" Familie. War angeblich eine Familie mit 3 Kindern und einem kleinen Hund. Das soll alles gut geklappt haben. Seit Dienstag hab ich sie jetzt eben. Heute wollte ich das erste mal schauen, wie es mit anderen Artgenossen klappt. Die Mutter von meiner Freundin hat einen 2jährigen Schäferhundmix, der sehr gut sozialisiert ist. Das erste Zusammentreffen heute mittag war an der Leine, da ich meine noch net frei laufen lasse. Sie hat direkt den Kamm gestellt und hoch gebellt.(beim Gassi gehen bisher hat sie andere Hunde auch direkt immer verbellt und den Kamm gestellt) Wir haben die beiden Hunde dann langsam aneinander näher gebracht. Die erste Reaktion von meiner war, dass sie den anderen erst mal geknappt hat und sich furchtbar aufgeregt hat. Eine Minute später hat sich das Ganze um 180 Grad gedreht und die beiden haben miteinander gespielt. Meine hat dann auch permanten beschwichtigt (hat dem anderen Hund an den Lefzen geleckt). Wir haben sie dann mal zusammen ins Auto gesetzt. Das hat auch wunderbar harmoniert. Wir haben dann beschlossen, den Rüden von meiner Schwiegermutter mit zu uns zu nehmen, damit sich unsere Hündin direkt an andere Artgenossen in ihrer Umgebung gewöhnt (richtig eingelebt hat sie sich bei uns natürlich in 4 Tagen noch nicht). Also wir zu Hause waren haben wir die beiden Hunde dann aus deinem Auto geholt. Meine hat direkt, warum auch immer, den Kamm gestellt. Im Garten hat das mit den beiden Hunden dann aber geklappt. Wir wollten sie dann beide in die Wohnung lassen und dann ging das Drama los: unsere Kleine ist in der Wohnung direkt auf den Rüden los gegangen, hat ihn geknappt und verbellt. Wir haben die beiden dann direkt auseinander genommen und beruhigt. Sie haben dann auch in einer Distanz von einem Meter voneinander im Platz gelegen. Aber so bald wir die Kleine näher an den Rüden ran gelassen haben, war sie direkt angespannt und hat wieder am Rad gedreht. Beim zweiten Versuch hat sie ihm dann wieder kurz an den Lefzen geleckt und dann ging das verbellen und der Versuch zu schnappen wieder von vorne los. Dann haben wir das Ganze beendet. Für das Verhalten hab ich leider überhaupt keine Erklärung. Wäre toll, wenn vielleicht jemand einen Rat für mich hätte. Gruß Tobi
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23. Juli 2010 um 18:22
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Probleme mit Artgenossen - Vor einem Moment
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Klingt wie totale Unsicherheit und Überforderung!!!!
Fahrt mal ein paar Gänge zurück, lasst sie sich erstmal eingewöhnen und an euch gewöhnen und mutet ihr nicht so viel auf einmal zu!!!
Ich kann es euch total nachfühlen, dass man das gerne anders hätte, ich war mit meiner, als sie am Anfang so reagierte völlig hilflos. Meine Hunde waren immer relaxt und auch im näheren Bekanntenkreis habe ich so ein Verhalten nie erlebt und wusste nicht mit umzugehn, aber das wird!!
Gebt ihr Zeit!!! Übt an der Bindung zu euch, bietet ihr Sicherheit, zeigt ihr, dass sie nichts alleine regeln muss. Deswegen werft sie nicht unkontrolliert in solche Situationen!! Nehmt ganz gezielt den anderen Hund vielleicht zu Spaziergängen mit, aber nur wenn eure ihre eigene Bezugsperson hat!! So hat sie Kontakt zu einem Artgenossen und mit dem Vertrauen zu euch und dem Beobachten der Reaktionen des anderen Hundes wird sie lernen die Situationen zu meistern!!
Und die Situation mit der Wohnung war einfach mal viel zu viel für sie! Lasst sie jedes Erlebnis in Ruhe verarbeiten bis das nächste kommt. Sie hat doch schon den Hund kennengelernt und das war aufregend für sie. Und dann kommt der gleich noch mit... Streß pur!!
Also gebt ihr Zeit, habt Geduld, bleibt ruhig und souverän und vorallem überfordert die Maus nicht und geht einen schritt nach dem anderen. das wird!!
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Danke für die aufmunterten Worte!
Das mit der Überforderung war auch mein erster Gedanke. Direkt nach der Aktion hab ich mich auch über mich selbst geärgert... -
Ich schliesse mich an. Klingt für mich auch nach Unsicherheit. Die Kleine weiß im Moment nicht, wo sie genau steht. Zuviel neues was auf sie einwirkt. Ich würde sie auch erstmal ankommen lassen und Vertrauen zu euch fassen lassen.
Was man von hier auch nicht beurteilen kann ist, ob das "Schnappen" nicht auch spielerischer Natur ist? Wie hat sich denn der Althund verhalten?
LG Ute
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Nein, das war nicht spielerisch. Der "Althund" hat gar nicht reagiert, weil er bisher mit Artgenossen nur gute Erfahrungen gemacht hat. Er hat sie dann nicht mehr angeschaut und sich abgewendet...unterworfen eben.
Für mich hat es auch nach Überforderung ausgesehen, aber ein solches Verhalten habe ich bei einem Junghund eben noch nicht gesehen. -
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Meine hat genauso reagiert am Anfang und mir ging es wie dir, ich kannte das gar nicht... Sie war auch etwa ein halbes Jahr alt als ich sie bekommen hab. Mit allen die sie kennengelernt hat war es anschließend in Ordnung.
Jetzt, fast ein Jahr später reagiert sie manchmal noch in die Richtung, nicht mehr ganz so doll und eigentlich nur dann wenn sie gar nicht einschätzen kann was der andere vorhat. Heißt wenn der z.B. einfach stehen bleibt, sie anschaut und keine Regung zeigt... Und man sieht ihr einfach an, wie sie nicht weiß was sie tun soll. Aber mit dem Vertrauen das wächst und der Erziehung die man trainiert schafft man es dann meißt ganz prima den Hund aus den Situationen rauszulotzen, bzw. durch beobachten der anderen ihn gar nicht erst reinkommen zu lassen.Wichtig ist, dass du ruhig und entspannt bleibst, ihr nen klaren Weg vorgibst. Ich hab ne ganze Zeit gebraucht mich darauf einzustellen, wie gesagt weil ich es auch so gar nicht kannte. Aber es wird immer besser!
Du lernst sie kennen, sie dich und ihre neue Umgebung. Und je häufiger sie die Erfahrung macht, dass ihr nix passiert, desto besser.
Ich bin übrigens mit meiner in eine Junghundegruppe einer Hundeschule gegangen. Und zwar ganz bewusst in eine, in der jedes Mal andere Leute mit bei waren, weil wenn sie die Hunde kannte hatte sie kein Problem damit, ich wollte die Kontaktaufnahme zu neuen Hunden üben. Und das hat uns auch sehr geholfen.
Nen Rückfall gabs als sie läufig und hinterher scheinträchtig wurde, da ging sie so richtig ab auf alles was vier Beine hatte... Ich war erstmal geschockt, völlig verunsichtert, hat sich natürlich auch auf den Hund übertragen (mein Sensibelchen...) und irgendwann als die Hormone verschwanden wurde es wieder viiiiiel besser.
Also Kopf hoch, es geht nicht von heute auf morgen, aber immer ein bisl weiter in die richtige Richtung

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Hallöchen!
Dir wurden hier schon viele gute Tipps gegeben, die ich nicht wiederholen brauche.
Aber ein Punkt noch: Beruhigt sie in solch einer Situation nicht. Mit dem Beruhigen vermittelt ihr Eurer Hündin, dass dies gerade eine gaaaanz fürchterlich schlimme Situation ist. Und das ist es ja nicht ;-)
Ich handhabe es in solch einem Fall eher so, dass ich das Handeln der Hunde mit einem energischen HEYYYYYY unterbreche und sie sofort lobe, wenn sie sich ruhig verhalten.
Denn in meinen/unseren vier Wänden (inkl. des Gartens) wird nicht gezofft. Wer sich nicht daran hält, kriegt einen verbalen Rüffel.
Das wird schon ... gebt Euch allen einfach etwas Zeit.
Viele Grüße
Doris
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Vielen Dank für die bisherigen fundierten Beiträge!
Ich habe sie nicht beruhigt, sondern das Ganze unterbunden. Wenn sie dann ruhig war, habe ich sie gelobt und gestreichelt. -
Sie macht halt jetzt beim Gassi gehen nach wie vor andere Hunde an. Was sollte ich denn in einer solchen Situation tun? Ich denke, mit Leckerli oder Spielzeug ablenken wird nichts bringen. Ich kann halt noch nicht zu hart einwirken, weil eben die Bindung noch nicht da ist.
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Ich denke, Du brauchst jetzt Begegnungen mit souveränen Althunden, die nicht auf die Provokationen eingehen, aber ihr klar Grenzen setzen.
Das, was sie da zeigt ist ein typisch "schwankendes" Verhalten in dem Alter. Sie provoziert - noch nicht richtig ernsthaft böse, aber ziemlich deutlich - und möchte Grenzen gesetzt bekommen. Je nachdem, wie sich der andere Hund verhält, wird es in die ein oder andere Richtung gehen. Ich würde auf jeden Fall dafür sorgen, dass sie mit diesem Verhalten nicht zum Erfolg kommt und darauf bestehen, dass sie sich zurückzieht!
Viele Grüße
Corinna - Vor einem Moment
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