Dominanter Rüde
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Hallo!
Max ist 15 Monate und ein Malteser-Westi-Mix. So ist er super lieb und eigendlich verträglich. In der Hundeschule zeigt er sich eher abgeneigt den anderen Hunden und bleibt eher bei mir sitzen, als mit der Gruppe zu spielen.
Aber wenn ich so mit ihm spazieren gehe und uns ein anderer Rüde (speziell ein Spitz aus der Nachbarschaft) wird er zum Rüpel und ist nur noch am Knurren und bellen.
Wenn es doch zum Kontakt kommt und der andere Rüde ruhig ist ist erst alles ok, aber dann fängt er an vorne am anderen Hund hoch zu steigen. Es sieht aus wie eine Spielaufforderung (er ist ca. 30cm hoch), aber es ist doch eigendlich eher ein Dominanzverhalten, oder???? Das macht er, egal wie groß der andere Rüde ist. Bei Hündinnen ist es gar kein Problem, da spielt er nur.
Wie kann ich diesem Verhalten entgegen gehen?
Kann man diese Dominanz abgewöhnen? Und wie verhalte ich mich, wenn ein anderer Rüde aggressiv reagiert, wenn Max and er Leine ist? Einfach vorbei gehen? Ich denke da muss ich selber auch noch lernen richtig zu reagieren.
Also ich bin für alle Vorschläge offen und dankbar!!!
Gruß Julia - Vor einem Moment
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Hallo,
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Zitat
aber es ist doch eigendlich eher ein Dominanzverhalten, oder???
Ich kenne einige Kleinhunde die dieses Verhalten auch regelmäßig zeigen. Mit Dominanz hat das alledings überhaupt nichts zu tun, sondern einfach nur mit respekt- und distanzlosem Verhalten.Dominanz ist eine Eigenschaft und kann nicht abgewöhnt werden.
ZitatUnd wie verhalte ich mich, wenn ein anderer Rüde aggressiv reagiert, wenn Max and er Leine ist? Einfach vorbei gehen? Ich denke da muss ich selber auch noch lernen richtig zu reagieren.
Geh mal hier in Suche und gib Leinenaggression ein, da wirst du eine Menge finden.
Kommentarloses vorbeigehen, keinen Kontakt an der Leine und Bogen laufen, wäre für den Anfang schon sehr gut. -
Oh! An Leinenaggression hab ich bis jetzt noch nicht gedacht, da Max dieses Verhalten nur bei seinen bestimmten "Feinden" zeigt, aber ich werde es gezielter üben und mir selber die Anspannung dadurch nehmen.
Wie ist es denn mit der Respektlosigkeit gegenüber den anderen Hunde? Kann man da auch gezielt trainieren?
Danke schon mal im Voraus!
Gruß Julia -
gezielt trainieren???? Gute Frage..........
Kann dein Hund ein zuverlässiges Nein???? Wenn ja, dann würde ich ihn genau beobachten und wenn er Tendenzen zum "Bergsteigen" zeigt, sofort mit einem Nein quittieren. Tut er es dennoch, dann abholen und eine Auszeit verpaßen.
Wenn er das Nein noch nicht zuverlässig beherrscht, dann würde ich das als Nächstes üben.Ein Kleiner aus dem Park macht das auch sehr gerne, allerdings eher in Begleitung einer Spielaufforderung. Wenn es meinen Hunden nicht paßt wird verwarnt und wenn er gar keine Ruhe mehr geben will auch mal weggeschnappt.
Macht er es wirklich nur bei Rüden ??? Wie fängt es denn genau an und wie endet es. -
Also "Nein" kennt er und hören kann er auch darauf.
Werde ich in diesen Situationen jetzt verschärft anwenden.
Ich hatte ja auch das Gefühl, dass es eher eine Aufforderung zum Spielen ist, aber ist ist halt komisch, dass er es nur bei Rüden macht. Wo er noch ganz jung war, hat er es bei Allen Hunden gemacht und dabei ist er hin und her gerannt. Deshalb hatte ich mir bis jetzt auch Nichts dabei gedacht.
Und in der Hundeschule zeigt er keins dieser Verhalten! Da sind überwiegend Rüden.
Es gibt ja so viel Meinungen. Der Eine sagt, lass den Hund von der Leine (auch an einer Strasse???), der Andere sagt Leine kurz und Hund Fuss laufen lassen. Entspanntes Spazieren gehen stell ich mir etwas Anders vor. Miene Hundetrainerin meint es wäre normal, halt Teeny-Zeit. Max soll im Oktober auch kastriert werden, da würde er ruhiger sagen Alle, aber bis dahin???? Und der Charackter ändert sich nicht durch eine Kastration. War bei meinen vorherigen Doggys auch nicht.... -
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Dominanz ist definitiv keine Eigenschaft sondern ein situationsbezogenes Verhalten.
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Warum soll Max kastriert werden?
Wenn er auf "Nein" in solchen Situationen reagiert, dann unterbinde so das unerwünschte Verhalten. Als meiner seine Teenager-Zeit hatte, wollte er alles besteigen, was nicht bei drei auf den Bäumen war, mit besonderer Vorliebe andere Rüden. Eine Kastration bringt da eher nix, da hilft Erziehung!
Und mach dir keinen Kopf, was andere sagen. Hat deine Trainerin dir keinen Rat geben können? Es mag zwar normal sein, dass im Teenager-Alter Grenzen ausgetestet werden, aber da sollte man entsprechend dran arbeiten.
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Zitat
Es gibt ja so viel Meinungen. Der Eine sagt, lass den Hund von der Leine (auch an einer Strasse???), der Andere sagt Leine kurz und Hund Fuss laufen lassen. Entspanntes Spazieren gehen stell ich mir etwas Anders vor. Miene Hundetrainerin meint es wäre normal, halt Teeny-Zeit. Max soll im Oktober auch kastriert werden, da würde er ruhiger sagen Alle, aber bis dahin???? Und der Charackter ändert sich nicht durch eine Kastration. War bei meinen vorherigen Doggys auch nicht
Ob du deinen Hund von der Leine läßt, oder nicht und ob du Kontak an der Leine zuläßt - liegt ganz allein in deiner Entscheidung.
Es ist dein Hund, dein Eigentum und deine Verantwortung. Wenn du es nicht willst, ist das so hinzunehmen. Das muß man hin und wieder anderen Hundebesitzern klar machenDie Leine zu kürzen ist immer so ein Ding, was für uns oft Sicherheit ausstrahlt (Hund kann nicht zum Artgenossen oder vor die Beine huschen) ist für den Hund meist ein Alarmsignal.
Deswegen die Leine locker lassen und in einem Bogen an dem Hund vorbei laufen. Wenn das nicht geht, dann stell dich an die Seite, laß deinen Hund hinter dir absitzen und warte bis der andere HH vorbei ist.
Entspanntes spazierengehen???? Meine Hündin mag ja auch nicht alle Artgenossen, auf einem Spaziergang muß ich sie öfter ran rufen und ggf. auch anleinen. Für mich ist das trotzdem entspannt, weil ich frühzeitig eingreifen kann und mich nicht streßen lasse. Wenn der eigene Hund nicht mit jedem kann, dann muß man das respektieren (lernen) und dann kann man trotzdem entspannte Spaziergänge unternehmen.
Eine Kastra wird sich nicht auf die Leinenführigkeit auswirken und ruhiger werden??? Woher wissen die das????
Ich an deiner Stelle würde ihn nicht kastrieren lassen. Er wird sein Verhalten u.U. nicht ändern, wenn du Pech hast wird sein Verhalten sogar schlimmer.
Denk darüber nochmal genau nach. Es ist immerhin ein med. Eingriff und da keine Erkrankung vorliegt auch völlig unnötig ist.Zitat: Dominanz ist definitiv keine Eigenschaft sondern ein situationsbezogenes Verhalten.
Haste Recht - mia culpa
Mir ist beim Schreiben nur nichts "Blöderes" eingefallen -
Hallo nochmal!
Also es ist der Wahnsinn!!!
Ich bin gestern mit Max los getiegert und natürlich kam uns ein Hund, natürlich auch eine Rüde entgegen. Das typische Rüpelverhalten stellte sich sofort ein. Aber ein kräftiges "NEIN" hat ihn so verdutzt und schwupp konnten wir normal weiter gehen. Diese Situation wiederholte sich noch zwei Mal und immer die gleiche Reaktion. Super!!!!
Ich daaaaaaaaaaanke euch!!!
Mit der Kastration habe ich mir gut überlegt, wenn bei uns eine Hündin läufig ist (und es sind sehr viele Hündinnen hier), frisst er fast ne Woche nichts mehr, liegt nur noch in der Ecke und an spazieren gehen ist bei dem ganzen Markieren nicht zu denken. Aussserdem neigt er zu Wanderhoden. Also lieber bevor was passiert, entgegen wirken.
Oder habt ihr dafür auch Tipps parat?
Wenn ja! Immer her damit!!! -
Ist doch toll, dass Du so schnell einen Erfolg hattest.
Versuch das "Nein" leiser werden zu lassen, dann konzentriert er sich mehr auf Dich. Und schau mal, wann er anfängt, sich zu verspannen. Schon da würde ich "Nein" sagen, wenn er ruhig bleibt, sofort ein leises Lob und weitergehen.Wegen der Kastra, wenn er Wanderhoden hat und vom TA gesagt wird, dass es Auswirkungen haben kann, dann würde ich ihn auch kastrieren lassen.
Gruß
Bibi - Vor einem Moment
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