Hund dreht bei der Hitze abends völlig ab

  • Meiner Hündin (fast 7 Monate) macht die Hitze arg zu schaffen, weswegen ich morgens gegen 6 Uhr eine große Runde mit ihr drehe mit Suchspielen, Dummy, ein paar Übungen, etc. Danach macht sie einen zufriedenen Eindruck auf mich, bekommt ihr Frühstück und legt sich dann meistens nochmal schlafen. Kommt die große Hitze dann langsam (also so ab 8 Uhr :D ) ist mit ihr für den restlichen Tag nicht mehr viel los, sie liegt eigentlich nur rum und dämmert vor sich hin. Gegen 14 Uhr drehen wir eine kleine Pipirunde, die wirklich nur auf das nötigste beschränkt ist. Danach ist wieder Rumdröseln angesagt bei ihr. Die etwas größere Abendsrunde (ca. 40-45min) laufe ich dann je nach Temperatur zwischen 20 und 22 Uhr mit ihr. Sie hat dabei auch genügend Gelegenheit, sich auszulaufen, zu toben und mit anderen Hunden zu spielen. Soweit so gut ;) Seit wir hier diese Hitzetage haben, flippt sie nach dem letzten Spaziergang aber regelrecht aus, sobald wir wieder in der Wohnung sind. Sie verfällt dann wieder in Marotten, die sie schon laaaaange abgelegt hatte (dachte ich), wie das wilde Anspringen und Schnappen nach Händen. Dabei kläfft sie ununterbrochen (wenn man sie ignoriert, locker mal eine halbe Stunde), rennt wie verrückt von Zimmer zu Zimmer und zerstört im Vorbeigehen alles, was ihr unter die Pfoten kommt. Da es in der Wohnung nicht wirklich kühl ist, hechelt sie nach einer Weile dieser Toberei wie wahnsinnig und hat teilweise sogar Schaum vorm Mund. Ich weiß dieses Verhalten momentan nicht so richtig zu deuten. Ist sie zu wenig ausgelastet und muss ihre aufgestauten Energien ablassen? Soll ich die Abendsrunde verlängern? Oder ist die Runde zu lang und putscht sie zu sehr hoch? Und wie reagiere ich korrekt auf ihr Verhalten? Auf ihren Platz lässt sie sich nicht schicken in diesem Gemütszustand, bzw. wenn doch, dann fängt sie an das ganze Schaumstoffzeugs aus dem Bezug zu reißen (bald ist nix mehr drin :( ). Ich schicke sie daher immer ins Schlafzimmer, mache die Tür hinter ihr zu und gebe ihr dort eine Art Auszeit. Nicht lange, nur ein paar Minuten, bis sie sich dort ruhig verhält. Leider dauert es keine 2 Minuten nachdem sie wieder raus darf, bis sie wieder von Neuem aufdreht. Kauzeugs usw. bringt auch nichts, das wird höchstens durch die Luft gewirbelt und damit gespielt. Was kann ich noch machen, hat jemand eine Idee?
    (und bitte sag mir jemand, dass das nur an der Hitze liegt :D Sie benimmt sich wie mit 9 Wochen, ich hatte ganz vergessen, wie anstrengend sie in dieser Phase war :hust: )

  • Hm, ich würde auch sagen, dass es die aufgestaute Energie ist.
    Vielleicht ist sie wirklich nicht ausgelastet genug?

    Damit mache ich Dir keinen Vorwurf, denn bei diesem Wetter kann man wirklich nicht viel mit dem Hund unternehmen- da hat der Hund bei den Temperaturen auch nichts Schönes von, der dehydriert sonst ;-) .

    Vielleicht nachmittags eine Runde zwischenplanen und da mit ihr zu einem See gehen?
    Dort kann sie sich auspowern und viiiiiel schwimmen, das tut bei der Hitze gut und danach ist mein Hund auch immer "hundemüde" ;) .

  • Ich hab hier das Problem, dass ich in der Nähe einfach keinen See oder Bach finde, zu dem ich mal eben hin komme. Sonst würde ich auch auf jeden Fall mit ihr raus gehen und sie plantschen lassen. Gestern war ich bei meiner Mutter und da gibt es einen sehr schönen See. Die Abendrunde haben wir auf 1,5 Stunden am See ausgedehnt, sie ist gerannt ohne Ende, hat auch ein bissi geplantscht, ich hab sie Dummys und Bälle suchen lassen, wir haben ein bissi Unterordnung gemacht, aber trotzdem ist sie danach genauso rumgeflippt.

    Tagsüber kann ich mit ihr im Moment nicht wirklich was machen, da hängt ihr die Zunge am Boden und sie ist wirklich fertig. Habe versucht, mittags mit ihr zu Clickern, da hat sie aber überhaupt keine Lust zu gehabt. Wir müssen wirklich alle Aktivitäten auf den Abend verlegen, aber ich habe dann eben auch immer ein bissi Bedenken, sie zu sehr hochzufahren, wenn ich länger als ca. eine Stunde mit ihr laufe/sie beschäftige (den Fehler hab ich gemacht, als sie jünger war.. da war sie dann in der Wohnung auch total unruhig und hat ähnliches Verhalten gezeigt. Wir fuhren deutlich besser, als das Programm runtergefahren wurde. Deswegen frage ich mich eben auch, ob ihr diese Abendrunde nicht vielleicht doch zu viel ist bei dem Wetter und sie deswegen so überdreht. Aber andererseits kann sie ja auch nicht Tag und Nacht nur schlafen und rumliegen :???: ).

    Hoffentlich wirds bald Herbst, dann normalisiert sich hoffentlich auch der Alltag wieder :roll:

  • Ich schätze eher, dass sie abends einfach zu aufgedreht ist, nach der letzten Runde mit toben etc.

    Probieren geht über studieren. Du machst ja morgens die große Runde mit ihr, dann mach die letzte Runde auch nur gemütlich, ohne toben.

    Dann wirst Du sehen, ob sich was ändert.

    Gruß
    Bibi

  • Zitat

    Aber wenn sie überanstrengt ist, kann sie abends doch schlecht nochmal aufdrehen?
    Da müsste sie doch eigentlich platt sein.

    Seltsam...
    Bei den Temperaturen sind wie alle platt =)

    Doch, wenn der Hund überfordert, überdreht und übermüdet ist, dann zeigt sich das auch so, wie oben beschrieben.

  • Ich denke auch, dass es die aufgestaute Energie ist, da sie ja noch eine übermütige Junghündin ist.

    Ich würde die Spaziergänge nicht weiter ausdehnen, sondern sie abends mit geistiger Auslastung wie Grundgehorsam, Clickern, Suchspielchen u.a. ruhigen Spielchen zusätzlich auslasten.

    Und sie zur Ruhe zwingen, denn dieses Problemchen hat man nicht nur mit Junghunden bei großer Hitze. ;)

  • Ja genau.. sie tobt dann wild durch die Wohnung bis zur völligen Erschöpfung und kippt dann quasi von einer Sekunde auf die anderen um und schläft erstmal ein paar Stunden wie ein Stein. Fast so wie als Welpe, als man ihr wirklich ansehen konnte, dass sie stehend k.o. war, sie aber kein Ende finden konnte von alleine.

    Okay, ich werde die Abendrunde mal bewusst ruhiger gestalten morgen. Vielleicht hilft es ja was.. wobei sie schon einen wahnsinnigen Bewegungsdrang hat nach diesen Rumliegetagen, sobald ich sie von der Leine lasse.. ich finde es einfach immer wahnsinnig schwierig, das genaue Maß zu finden zwischen Auslastung und Überlastung und das Verhalten dann auch noch richtig zu deuten..

    edit: das Clickern mache ich eigentlich bewusst nicht abends, da sie das total aufregt immer. Sie wird dann meistens total hektisch und daher mache ich das an "Normaltagen" eher vor der Mittagsrunde.. dann kann sie sich danach körperlich abregieren und sich wieder beruhigen, bis wir zu Hause sind.
    Aber ruhige Suchspiele und sowas in der Art werde ich mal ausprobieren abends :gut:

  • Zitat

    Doch, wenn der Hund überfordert, überdreht und übermüdet ist, dann zeigt sich das auch so, wie oben beschrieben.

    Man lernt nie aus :gut: .
    Ich kenn das nämlich net, mein Hund kann nämlich in einem Moment total aufdrehen und im nächsten ist er ohne Weiteres still und schaltet ab und pennt wie ein Stein- das macht die Mischung ;).
    Der Beagle in ihm will aufdrehen und beschäftigt werden aber die Bulldogge will lieber pennen und sich nicht mehr bewegen :smile: .

  • Ich hab hier grad ein ähnliches Problem. Eloy will raus und kann nicht einschätzen, was gut für ihn ist. Ich muss ihn also auch ständig bremsen, wegen der Temperaturen. Sonst würde er sich mit Sicherheit verausgaben und das mehr als gut wäre. Ich beschäftige ihn auch im Haus mit z.B. ZOS. Heute nach dem Gewitter sind wir dann an den Deich. Endlich mal nur 24° und mein Jungspund (7 Monate) ist regelrecht explodiert. Rumgesaust wie ein Diddeldopp, Frauchen umgerempelt, angesprungen aus vollem Lauf. :irre3: Völlig überdreht. Da musste so richtig die überschüssige Energie raus.

    LG Ute

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