Reagiert ängstlich auf bestimmte Personen

  • Hallo,

    ich habe meinen Hund jetzt seit 3 Tagen.. Und ich mag sie zwar, aber ich habe mir auch gewünscht dass ich mit ihr mal in den Garten zu meinen Eltern kann usw..

    Jetzt ist folgendes Problem:

    Sie reagiert auf meine Mutter und meinen Papi und meinen Bruder ängstlich! Bei der Freundin meines Bruders hat sie aber keine Angst.. Also sie läuft dann weg, versteckt sich und knurrt manchmal auch aus Angst..

    Ich weiß nicht woher das kommt, da diese Personen ihr nie was getan haben. Die Angst ist einfach so da obwohl meine Eltern ihr auch leckere Leberwurst geben die sie dann nimmt, sich sofort aber ängstlich zurückzieht. Andere Leckerlies nimmt sie gar nicht :(.

    Kennt jemand das Problem oder weiß was ich dagegen machen könnte?

    Vielen Dank im Voraus :gut:

  • Hallo.

    du hast den Hund erst seit drei Tagen, egal wie alt er ist, er braucht unbedingt erst Ruhe und eine mind. einwöchige Eingewöhnungszeit.

    Lasse erst mal sämtliche Besucher weg und schleppe den Hund nirgendwo hin. Das überfordert die meisten Vierbeiner.
    Und wenn sie sowieso schon ängstlich reagiert, halte ihr diese Personen vom Leib, auch wenn sie ihr nichts getan haben.
    Zwinge sie niemals zu Kontakten, das verschimmert das Problem nur.
    Wenn du es in ein - zwei Wochen erneut versuchst, sollen Besucher den Hund auf keinen Fall bedrängen, im Gegenteil:
    Nicht ansehen, nicht anfassen, nicht füttern - den Hund vollständig ignorieren!
    So lernt sie, dass Fremde nichts Böses von ihr wollen.

    Gruß
    Leo

  • In erster Linie sollen die Leute, vor denen sie Angst hat, den Hund konsequent ignorieren. Ein auf sie zugehen, auch wenn es aus menschlicher Sicht lieb gemeint ist, ist da eher kontraproduktiv. Sie wird von alleine kommen. Die Hündin wird merken dass ihr nichts passiert und bei regelmäßigem Kontakt gibt sich so etwas sehr schnell.

  • Den Tipps kann ich mich nur anschließen. Vielleicht dauert es auch etwas länger als 2 Wochen, aber hauptsächlich sollen die anderen sie ignorieren.

    Motte war auch sehr ängstlich, erst bei fast allen Menschen, dann nur noch bei bestimmten und nach ca. 1 Jahr so gut wie gar nicht, sie ging immer auf Abstand, wenn sie einen nicht kannte und meine Hauptwörter für neue Besucher - die sie noch gar nicht kannte - war: "Ignoriert sie, sie kann das Ignorieren nicht leiden und kommt dann von selber!".
    Das wurde eingehalten und siehe da, sie kam dann auch von selber, ohne Leckerchen ;) ohne Geknurre, ohne Murren und ließ sich dann heftig knuddeln *gg*.

    Tilly "liebt" alle Menschen, bis auf große etwas kräftigere Männer. Sie will da zwar hin, weicht aber oftmals zurück oder pinkelt kurz vor Angst, wedelt dabei wie verrückt. Auch hier bitte ich um Zurückhaltung und erstmal Ignoranz dem Hund gegenüber.
    Damit hab ich gute Erfahrungen gemacht.

    Man weiß ja oft nicht, was der Hund vorher erlebt hat. Ich weiß zwar nicht, wie alt dein Kleiner ist, doch lass ihm Zeit und gönn ihm etwas Ruhe, ist zwar schwer, weil man das Hundi ja gerne zeigen will, doch für den Hund selber ist das nur Stress.

  • Wichtig ist vor allem, verbiete ihr bitte nicht das Knurren. Steht zwar nicht in Deinem Text, aber es ist immens wichtig, daß sie sich äußern darf.
    Klar, kann ich verstehen, daß Du zu denen in den Garten willst.
    Kannste auch.
    Nimm Deine Schnecke an die Leine.
    Geh in den Garten, nimm eine Decke von ihr mit oder eine Höhle und dort ist ihr Reich, da darf sie niemand stören. Dann leinst Du sie dort an.
    Sie darf erstmal ganz in Ruhe schauen, wird nicht gestört und kann sich erstmal an der Stelle entspannen.
    Irgendwann wird sie das langweilig finden.
    Dann gehst Du mit ihr eine Runde durch den Garten an der Leine.
    Die anderen Leute sollten sie nicht anschauen und nicht ansprechen.
    Aber sie sollten griffbereit Leckerchen haben. Wenn sie mal in die Nähe kommt, einfach ein Lecker auf dem Boden zu ihr kullern lassen.
    Nicht ansprechen, garnichts.
    Wenn sie selbst Kontakt aufnimmt, dann den Lecker aus der Hand geben.
    Ansonsten erstmal in Ruhe lassen.
    Wenn das soweit okay ist, bring sie wieder auf ihren Platz, damit sie das verarbeiten kann.
    Sie wird dann wahrscheinlich erstmal dösen.

    Gruß
    Bibi

  • Danke für Eure lieben antworten..

    Also natürlich muss Coco sich erst bei mir einleben, das verstehe ich. Jedoch ist sie ja ein Familienhund der auch oft im Garten sein wird. Deshalb haben wir ihn schon recht früh auch hingenommen. Unser Garten ist sehr ruhig und Coco kannte mich und meinen Freund ja schon ziemlich gut.

    Also das war dann so, dass wir hingelaufen sind (bei nem netten, spaßigen Spaziergang) und Coco alle Passanten anspringen wollte oder zu ihnen hinlaufen wollte. Nur bei einem Mann hat sie leicht geknurrt. Dann sind wir in Garten rein und schon beim ersten Anblick meiner Eltern wollte sie die Flucht ergreifen. Dann hat sie sich ständig bei uns versteckt, wollte auf den Arm und ist fast durchgedreht. Meine Eltern haben sie dann teilweise ignoriert, nur manchmal mit Leckerlis versucht ihr positives zu vermitteln.

    Dann sind wir heimgegangen um Coco nicht weiter zu belasten

    Dann, 2 Tage später, hat uns meine Mama besucht. Und die selbe Reaktion von Coco.... Am Abend sind wir dann noch kurz in den Garten und meine Mutter hat ihr gaaanz leckeren Leberwurst gegeben, weil sie andere Leckerlis von meinen Eltern gar nicht nimmt und siehe da, sie hat sogar was gegessen. Positive Verstärkung eben. Und was war, als wir aufgestanden sind zum gehen? Wieder war Coco verängstlicht, hat gezittert, geknurrt und einen riesen Bogen drum rum gemacht.

    Naja am 3. Tag haben uns mein Bruder mit seiner Freundin besucht. Und auf die Freundin ist Coco freudig zugelaufen und hat sich knuddeln lassen und vor meinem Bruder hatte sie totale Angst!!! Genau wie bei meinen Eltern!

    Und eigentlich glaube ich schon nicht mehr, dass das normal ist. Denn andere Passanten springt sie an, will auf den Arm usw... Auch meine Freundin hat sie akzeptiert und die meines Bruders. Nur vor meine Eltern und Bruder reagiert sie so.

    Ich habe schon oft gehört, dass manche Hunde manche Menschen nicht "riechen" können und das wird dann auch nie so sein. Meine Züchterin hat mehrere Papillons und einer ihrer Hunde reagiert so auf ihren Sohn. Also ängstlich, knurrend, wegrennend... Und das schon Jahre über.. von den anderen Papillons wird er aber schon gemocht!

    Es gibt doch sowas, dass manche Hunde z.B. vor schwarzhaarigen Menschen Angst haben weil die eine bestimmte Duftnote versprühen. Kann das hier auch der Fall sein?

    Wir haben echt schon alles probiert... Ignorieren.... dabei Leckerlis auf den Boden fallen lassen.... Futternapf füllen.... Sie in Ruhe lassen... Sie positiv bestärken.... oder auch einfach neben meinem Bruder und seiner Freundin zu spielen und auf der Wiese herumzuhüpfen...

    Es bringt alles nichts...

    Kann sowas sein?

  • Darf ich ehrlich sein, ich finde, ihr mutet ihr zuviel zu.

    Erstmal würde ich sie für den Anfang nicht zu fremden Menschen gehen lassen.
    Verhindere bitte auch, daß sich fremde Menschen zu ihr runterbeugen und sie streicheln wollen.
    Das alles bringt sie in Bedrängnis.
    Wenn Du merkst, ihr wird es zuviel, dann nimm sie nicht auf den Arm, so bestätigst Du ihre Unsicherheit und es kann noch schlimmer werden.

    Wenn sie sich anspannt, vergrößere den Abstand.

    Wie ich schon geschrieben habe. Geh in den Garten, niemand beachtet sie, aber wirklich niemand.
    Irgendwann wird sie sich entspannen. Ihr sagt auch nichts zu ihr, wartet einfach mal ab.
    Kein Ansprechen, somit kein falsches Bestätigen.

    Gruß
    Bibi, die das Verhalten nach so kurzer Zeit nicht unnormal findet


  • Wie schon gesagt, sie zieht selber zu den fremden Menschen hin (aus Leib und Seele). Sie möchte zu ihnen und den Kontakt. Nur eben zu meinen Eltern nicht. Fremde sind fremde und zu allen zieht sie und will hin und nur da nicht.. Obwohl manche Passanten noch viel aufdringlicher reagieren als meine Eltern..

    Darum find ich das komisch.. wäre sie zu allen so unsicher, dann würde ich mir da auch keine Gedanken drum machen, aber so?

    Naja ich warte jetzt ab wie sich das weiter entwickelt aber würdet ihr die Reaktion sehen, die sie anderen Leuten entgegenbringt und dann zum krassen Gegenteil meinen Eltern und Bruder, würdet ihr mich und meine Bedenken verstehen..

  • Oki, andersrum wird ein Schuh draus ;)

    Ich würde sie eben nicht zu Fremden gehen lassen. Wenn sie anfängt zu ziehen, geh einen Bogen. Wenn sie wieder mit ihrer Aufmerksamkeit bei Dir ist, gibt es ein Lecker.
    Hat ja auch alles was mit Leinenführigkeit zu tun ;)

    Ich würde es so machen, sie darf nur Kontakt haben, wenn ihr das erlaubt.
    Und ich denke, dann wird sich das Problem ganz schnell von alleine lösen.

    Im Moment sucht sie aus und Deine Eltern gehören zur Zeit nicht zu den Auserwählten.
    Wie gesagt, Hund mitnehmen und nicht beachten, abwarten, den Garten entdecken lassen und sie wird nicht angeschaut.
    Es wird auch nicht mit ihr gesprochen.
    Wartet einfach ab und gaaaaaaanz wichtig, nicht auf den Schoss oder auf den Arm nehmen.
    Wenn sie unsicher ist, dann kann sie sich zurück ziehen.

    Sprecht nicht mit ihr, wenn sie entspannt ist und gucken geht, könnt ihr sie mal anspornen und auch loben, aber nur dann.

    Gruß
    Bibi

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