Alleine bleiben des Junghunds
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Hallo zusammen,
ich bin neu hier und hoffe auf ein paar hilfreiche Tipps.
Meine Labradorhündin Emma ist jetzt 5 Monate alt und seit ca. acht Wochen bei uns in Berlin.
Da sowohl ich (tagsüber) als auch mein Lebensgefährte (Schichtdienst) arbeiten gehen, kommen wir nicht darum herum, die Kleine zu Hause alleine zu lassen. Sie ist immer unterschiedlich lange alleine (bedingt durch den Schichtdienst).
Leider haben wir sie nicht schrittweise an das Alleinebleiben gewöhnt. So kommt es nun, dass eine Nachbarin sich über Emma beschwert, da sie wohl jault, wenn wir weg sind.
Wenn wir gehen, dann waren wir vorher natürlich draußen toben, sie wurde gefüttert und hat genug zum Trinken im Napf. Sie bekommt dann diverses Spielzeug - immer eine andere Kombination (u.a. den Kong, einen Futterball, leere PET-Flaschen mit Leckerlis gefüllt, Bounty-Rollen mit Leckerlis gefüllt, Rinderohren, Kauknochen und -stangen...). Sie geht auch freiwillig auf ihre Decke (sie hat nur den Flur zur Verfügung) und spielt dort mit ihrem Spielzeug. Sie läuft mir also nicht zur Tür nach. Auch wenn ich die Tür hinter mir zu mache und kurz im Hausflur warte, ist sie still. Wenn man nach Hause kommt, ist sie meistens auch still, nur wenn sie zu einer ungewohnten Zeit alleine gelassen wurde, macht sie Radau. Da die Nachbarin sich aber schon mehrfach beschwert hat, vermutet ich, dass Emma doch viel Lärm macht, wenn wir nicht da sind.So weit erstmal zu meiner Situation.
Jetzt meine Frage:
Ist es jetzt noch möglich, dass versäumte Üben mit ihr nachzuholen (also die Zeiten langsam zu steigern)? Das Problem daran ist, dass sie ja trotzdem täglich längere Zeit (unsere Arbeitszeit) alleine bleiben muss. Macht man damit die kleinen Trainingserfolge nicht wieder kaputt?Ich hoffe, dass mir jemand bei der Lösung meines Problems helfen kann. Vielleicht hat ja auch jemand ähnliche Erfahrungen?
Vielen Dank im Voraus!
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
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Zitat
Jetzt meine Frage:
Ist es jetzt noch möglich, dass versäumte Üben mit ihr nachzuholen (also die Zeiten langsam zu steigern)?
Grundsätzlich ja.ZitatDas Problem daran ist, dass sie ja trotzdem täglich längere Zeit (unsere Arbeitszeit) alleine bleiben muss. Macht man damit die kleinen Trainingserfolge nicht wieder kaputt?
Muß nicht sein, ist aber sehr wahrscheinlich. Grundsätzlich lernt sie dabei dann ja trotzdem, dass alleine bleiben Scheiße ist.Das Geschickteste wäre wohl, sich zwei, drei wochen Urlaub zu nehmen und es da aufzubauen. Oder wie wär´s mit einer Tagesbetreuung?
Versteh mich nicht falsch, ich bin der letzte der etwas dagegen hat, dass Hunde alleine bleiben, ich denke dabei eher an Eure Probleme mit den Nachbarn.
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Vielen Dank für deine Hilfe.
In rund zwei Monaten haben wir auch drei Wochen Urlaub und könnten es dann mit ihr üben. Lernt ein Hund das in drei Wochen? Und kann man das Training mehrmals am Tag machen (als zum Beispiel nach einer Woche auch dreimal für 20 Minuten die Wohnung verlassen)?
Ich möchte ja auch nicht nur mein Nachbarn zufriedenstellen, sondern vor allem auch, dass Emma keinen Stress hat, wenn wir mal nicht da sind.
Eine Hundebetreuung ist sicher eine gute Sache, aber oft ist sie nur für 1-3 Stunden alleine und da lohnt sich das dann eher nicht.
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Zitat
Ist es jetzt noch möglich, dass versäumte Üben mit ihr nachzuholen (also die Zeiten langsam zu steigern)?Ja, das geht.
Das Problem daran ist, dass sie ja trotzdem täglich längere Zeit (unsere Arbeitszeit) alleine bleiben muss. Macht man damit die kleinen Trainingserfolge nicht wieder kaputt?
Meiner Erfahrung nach ja!
Hier mal ein tolles Buch dazu:
Ihr würde bis der Hund gelernt hat alleine zu bleiben eine Betreuung suchen, anders geht es meiner Meinung nach nicht.
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Zitat
In rund zwei Monaten haben wir auch drei Wochen Urlaub und könnten es dann mit ihr üben. Lernt ein Hund das in drei Wochen?
Kann man pauschal nicht sagen. Die meisten (zumindest die, die ich kenne) schon. Es ist aber durchaus möglich, dass es nur bis zu einer bestimmten Zeitspanne gut läuft oder der Hund einfach länger braucht.ZitatUnd kann man das Training mehrmals am Tag machen (als zum Beispiel nach einer Woche auch dreimal für 20 Minuten die Wohnung verlassen)?
Ja klar. Wenn sie einige Minuten eh schon schafft, würde ich mit knapp unter dieser Zeit beginnen, ruhig mehrmals täglich. Dazwischen würde ich auch weit unter der Zeit bleiben. Also ab und zu mal nur ein paar Sekunden/wenige minuten rausgehen. Einfach damit sie merkt es ist normal und ihr kommt wieder, und zwar wann ihr wollt.ZitatIch möchte ja auch nicht nur mein Nachbarn zufriedenstellen, sondern vor allem auch, dass Emma keinen Stress hat, wenn wir mal nicht da sind.
Da wird Dir das kleinweise üben sicherlich nicht erspart bleiben
ZitatEine Hundebetreuung ist sicher eine gute Sache, aber oft ist sie nur für 1-3 Stunden alleine und da lohnt sich das dann eher nicht.
Das seh ich anders. Wenn der Hund es nicht kann, lohnt es sich ab der Zeit wo er Stress bekommt.
Wenn das noch einige Zeit so weitergeht, könnte es durchaus passieren, dass auch weniger Zeit nicht mehr möglich ist und ihr ewig lang daran arbeiten müsst alles wieder von vorne zu beginnen. -
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ZitatAlles anzeigen
Vielen Dank für deine Hilfe.
In rund zwei Monaten haben wir auch drei Wochen Urlaub und könnten es dann mit ihr üben. Lernt ein Hund das in drei Wochen?
Wie lange der Hund dafür braucht, hängt vom hund selber ab, wie lange das mit dem alleine lassen und jaulen sich schon gefestigt hat, wie oft man üben kann.
Und kann man das Training mehrmals am Tag machen (als zum Beispiel nach einer Woche auch dreimal für 20 Minuten die Wohnung verlassen)?
Unbedingt. je öfters man das übt umso besser. Allerdings sollte der Hund das vom Lernpensum nicht überfordert werden.Eine Hundebetreuung ist sicher eine gute Sache, aber oft ist sie nur für 1-3 Stunden alleine und da lohnt sich das dann eher nicht.
Bis der Hund auch diese 1-3 Stunden alleine bleiben kann, mus eine Betreuung her
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Mensch, ihr seid ja fleißig im Antworten-Geben. Danke schön!
Ich hab noch weitere Fragen:
Soll man den Hund nun loben, wenn man nach Hause kommt oder nicht? Logisch ist, dass ich sie vor dem Losgehen nicht großartig verabschiede (höchstens ein fröhliches "Tschüßi", auf dass sie meistens nicht mal reagiert, weil sie mit ihrem Spielzeug beschäftigt ist). Aber wie mache ich das bei meiner Rückkehr? Nicht beachten, um Normalität zu signalisieren oder loben, um zu zeigen, dass sie artig war?Also an sich finde ich eine Tierbetreuung auch gut, ich finde aber schon, dass ein Hund auch lernen muss alleine zu bleiben, da es ja doch viele Situationen gibt, in denen der Hund zu Hause bleiben muss (z.B. mal abends am Wochenende) bzw. spontan nicht mit kann (z.B. ein Arztbesuch).
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Ich würde mich vom Hund begrüßen lassen

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Zitat
Soll man den Hund nun loben, wenn man nach Hause kommt oder nicht? Logisch ist, dass ich sie vor dem Losgehen nicht großartig verabschiede (höchstens ein fröhliches "Tschüßi", auf dass sie meistens nicht mal reagiert, weil sie mit ihrem Spielzeug beschäftigt ist). Aber wie mache ich das bei meiner Rückkehr? Nicht beachten, um Normalität zu signalisieren oder loben, um zu zeigen, dass sie artig war?
Uh, da gibt es verschiedene Meinungen dazu. Und jeder denkt, seine ist die Richtige
Ich kann Dir nur sagen, ich persönlich habe nicht begrüßt und nicht gelobt, weil ich eben der Ansicht bin es ist nichts besonderes wenn ich wieder komme. Ob es unmittelbar dadurch kommt oder nicht, kann ich nicht sagen, aber meine Hunde kommen dafür ganz gemächlich zur Tür wenn ich heim komme und springen nicht, gar nix :ua_nada:ZitatAlso an sich finde ich eine Tierbetreuung auch gut, ich finde aber schon, dass ein Hund auch lernen muss alleine zu bleiben, da es ja doch viele Situationen gibt, in denen der Hund zu Hause bleiben muss (z.B. mal abends am Wochenende) bzw. spontan nicht mit kann (z.B. ein Arztbesuch).
Auf jeden Fall muß ein Hund alleine bleiben können. Ich halte das für ausgesprochen wichtig.
Mir geht´s bei der Betreuung ja nur um die Zeit, bis der Hund es gelernt hat. Danach ist es unnötig
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Zitat

Mhh da muss ich nix mehr zu schreiben, wenn man(n) das so toll formuliert (gerade weil ich heute wohl auch Satzstellungs-Legastheniker bin hehe)
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