Meine Nerven!!! :-(

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    Trotzdem finde ich, kann es für die Entwicklung eines jungen Hundes nicht schaden, mit Gleichaltrigen zusammen zu kommen.
    Da ist ja das Handling untereinander ja ganz anders, als wenn man lauter erwachsene Hunde um sich herum hat, die nur noch genervt auf die kleinen Würmer reagieren.

    Ja, genau das meinte ich ;)

    Erwachsene Hunde sind schnell genervt von einem Welpen, wenn sie überhaupt welche leiden können.

    Und wenn erwachsene Hunde reglementieren ist das oft anders, als wenn die Beißhemmung zwischen Welpen trainert wird (erwachsene Hunde gehen oft davon aus, das der Welpe bei Drohverhalten sofort mit Abbruch reagiert - leider kennen viele Welpen das gar nicht so genau und bringen sich dann nicht schnell genug oder gar nicht aus der Schusslinie...).

    Also ganz wichtig: Welpenschutz gibt es nicht, erwachsene Hunde mögen Welpen nicht unbedingt, auch die aktive Unterwerfung ist meißten nervig für die Großen, einem erwachsenem Hund reißt irgendwann auch mal der Geduldsfaden, wenn die erwachsenen Problemverhalten zeigen ahmt der Welpe das oft nach........

    Wenn das alles berücksichtig wird finde ich das Zusammentreffen mit erwachsenen Hunden und Welpen okay.

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    okay, offensichtlich sind hier alle einer meinung. na gut, dann mache ich wieder weniger. ich hatte nur das gefühl, sie fängt mit dem quatsch an, wenn sie nichts zu tun hat und eigentlich ruhen soll. meine schlussfolgerung: sie braucht beschäftigung.
    War dann wohl ein fehlschluss :-(


    Naja, Jain :D

    Das wichtige ist, dass sie lernt, wann was ansteht: Wann die Zeiten sind, in denen Aktion mit ihrem Menschen angesagt sind, wann ruhige Teamarbeit (z.b. gemeinsam im Cafe sitzen *lol*) und wann sie sich entspannen soll.
    Das schließt sich nicht aus - das ergänzt sich! Leider wird immer noch häufig pauschal gesagt, "der muß mehr beschäftigt werden" und dann kommen vielleicht wenn man Glück hat auch Sachen, bei denen der Hund ruhig und konzentriert arbeiten kann, bzw muß.

    Ich denke, dass "Entspannen" und "Runterfahren" so ziemlich das erste ist, was ein Welpe, besonders einer aus einer "Action"-Rasse, lernen muß. Entspannung, Ruhe, Gelassenheit, Konzentration sind doch Grundvoraussetzungen für sämtliche weitere Erziehung. Ohne Konzentration und Ruhe keine Aufmerksamkeit - und wenn man die nicht hat, geht gar nichts.
    In Deinem anderen Thread hast Du geschrieben, dass Du clickerst. Du kannst auch "Ruhe" Clickern - ich würde da aber eventuell mit einem Markerwort arbeiten - je nachdem, wei aufregend sie "Clickern" an sich schon findet.

    Such über die Suchfunktion nach Beiträgen zur konditionierten Entspannung. Das wird Euch sehr helfen!
    Ich würde auch viele "ZEN"-Spiele spielen - das bedeutet, "man kommt nicht auf dem direkten Weg zum Ziel, sondern muß einen Umweg gehen" - klassisch ist da "wegsehen vom Leckerchen/Spielzeug/anderen Hunden" (wie das dann im fortgeschrittenen Stadium aussehen kann: http://www.youtube.com/user/LeslieMcDevitt#p/u/6/POprQmrJ2Bc)
    - ich spiele auch gerne "hochdrehen/abkühlen" Spielchen. Dabei darf man anfangs nur ein ganz bißchen und nur winzig-kurz hochdrehen - gerade so, dass das Welpetti die IDEE entwicket sich gleich hochputschen zu wollen, und dann bleibt man ruhig stehen und bewegt sich selber gar nicht mehr, bis der Hund sich wieder abgeregt hat - das clicken und als Belohnung wieder aufdrehen.
    Man muß ein feines Gespühr entwickeln, wieviel genau richtig ist - zu viel und man hat einen ausgerasteten Wurzelzwerg, der einen mit seinen milchzähnchen löchert, aua. Aber es ist wirklich eine schöne Sache für Hunde, die gerne mit ihrem Menschen spielen, weil die Motivation "mit meinem Menschen Spielen" als konsequenz für "schnell ruhig werden" genutzt werden kann - genau das will der Hund ja. So lernt er ziemlich schnell, sein eigenes Erregungslevel zu kontrollieren, er dreht zwar immer noch genauso schnell auf, aber auch schnell wieder runter und ist deshalb während der "Aufgedrehtheit" immer ansprechbar.


    Zitat

    das mit dem AUA! quietschen funktioniert nicht wirklich, sie bellt dann laut und beißt trotzdem wieder. normalerweise habe ich ja ein spielzeug in der hand, wo sie reinbeißen kann, aber auf der couch sitzend rechne ich nicht damit, das sie angewetzt kommt, mich anbellt und mir in die hand beißt :-(

    Manche Hunde dreht das Quietschen noch mehr auf. Versuchs mit kommentarlosem Weggehen. Mach notfalls die Tür hinter Dir zu. Bei manchen reicht ein entsetzes Einatmen (aufstehen, falls du auf dem Sofa sitzt) und in "Frau Rottenmeier"-Positur werfen - Arme Verschrenken, Kopf wegdrehen, Kinn in die Luft recken und verächtliche Gedanken denken *kicher* - mit ruhiger Stimme loben, wenn sie sich abregt.


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    Und wie soll sie mit anderen hunden kontakt haben, wenn ich gerade aus dem hof und zurück gehen kann (5 minuten ist echt nicht gerade weit). ich dachte, sie sollen von anfang an kontakt haben mit so vielen hunden wie möglich :-(

    Es kommt doch (sowohl bei der Zeit, die du draussen bist, als auch bei der Anzahl der Hunde die sie treffen soll) nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an. Verabrede Dich mit einzelnen Hundehaltern mit Hunden, die wirklich gut sozialisert sind - solche die die "Frau Rottenmeier"-Positur aufziehen, wenn ihnen so ein Welpenblag ins Gesicht springt. Solche, die nicht ruppig werden, sonder die anfach durch ihre Gelassenheit beeindrucken und dem Knirps sagen, dass die Kraft in der Ruhe liegt.

    Und draussen sein kannst Du auch viel länger - da kommt es eben darauf an, wieviel Aufmerksamkeit sie leisten kann. Geh halt rein, wenn noch was davon übrig ist, nicht erst, wenn sie schon völlig durchgeknallt ist. Denn so entwickelt sie einen Eindruck: komme ich völlig durchgedreht nach Hause - oder bin ich konzentriert (draussen gewesen) und habe alle Anforderungen der aufregenden Welt locker meistern können.
    Wenn sie nämlich mit dem Gefühl "ich bin völlig überfordeeeeeeeert!!!" wieder reinkommt, geht sie mit exakt diesem Gefühl das nächste mal auch wieder raus! Nicht gut!!


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    Ich habe viele Bücher gelesen und internet einträge ect. Und da stand vor allem, dass man einen aussie beschäftigen und fordern muss. und die kommandos kann sie, weil sie sehr sher schnell lernt. 5 minuten klickern haben für sitz und ablegen gereicht und ich denke, 5 minuten klickern sind wohl nicht verwerflich, wenn sie spaß dran hat.

    Nein, clickern finde ich auch nicht verwerflich - ruhig auch länger.

    Und jetzt kommt das ABER, das die wenigsten Bücher, Interneteinträge oder sogar Hundeschulen berücksichtigen:
    Die Emotion, die man beim lernen eines Verhaltens hat, wird mit in das Signal und das Verhalten hinein verknüpft. Wenn sie also beim lernen von Signal XY aufgeregt, gestreßt oder ängstlich ist, wird diese Emotion jedesmal ausgelöst, wenn sie dieses Verhalten ausführen soll.
    Deshalb ist es halt wichtig, wie die Lernumgebung und -Athmosphäre ist - und natürlich welche Methode man wählt.
    Je ruhiger, sicherer, entspannter und erfolgreicher man das Training gestalten kann (und Training findet IMMER statt, ob man sich das nun gerade klar macht oder nicht darauf achtet: der Hund lernt in jeder Situation immer irgendetwas, was sich af sein späteres Verhalten irgendwie auswirkt...), desto sicherer wird der Hund auch sein, wenn das gelernte "abgefragt" wird, oder wenn er vor neue Probleme gestellt wird. Denn logischerweise erlernt der Hund auch ein "Lernkonzept" - mit dazugehöriger Emotion - ist das Training immer angenehm, fröhlich und erfolgreich, oder habe ich oft Misserfolge, bekomme negative Konsequenzen zu spüren und bin verwirrt? Bei letzterem kann man davon ausgehen, dass Lernen ehr keinen Spaß macht, und dass man/hund es ehr zu meiden versucht.
    Jeder der mal einen cholerischen Lehrer hatte, kann sich vielleicht noch erinnern, wie stressen schon die Aussicht war, "morgen" wieder Fach XY bei Herrn Choleriker zu haben, und möglicherweise seine Hausaufgaben vortragen zu müssen, die man eventuell nicht richtig verstanden hat, und daher womöglich falsch gemacht hat, und für die man dann sicherlich morgen einen Anschiss einfangen wird.
    Seit ich Herrn Neermann in Mathe hatte, kann ich nicht mal mehr Kopfrechnen, und bis dahin hatte ich Einsen in Mathe...

    Also nicht nur drauf achten, was der Hund lernt ;)

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