Junghund an der Leine und Futterschlinger

  • hi nochmal

    was mir dann noch einfällt zum thema vor freude hochspringen: wenn er z.bsp an deinen eltern hochspringt, dann ein klares und deutliches NEIN; oder: auf keinen fall streicheln, sonst fühlt er sich bestätigt. am besten hände auf den rücken und ignorieren, in die luft gucken... bei jeden halbwegs intelligenten hund fängt es spät. dann in der birne an zu rattern, vor allem wenns ein paarmal hintereinander passiert. dann merkt er dass er was falsch gemacht hat; ein hund möchte instrinktiv seinem rudelführer gefallen, deshalb wird er vom alphatier unerwünschtes verhalten sein lasse.
    grüßle

    nadia
    (weils schnell gehen muss hab ich auf groß und kleinschreibung verzichtet... wer sonst noch fehler findet, darf sie gerne behalten ;-)

  • Zitat

    2. Wenn wir bei unseren Spaziergängen draußen auf andere Hunde treffen, dann dreht Mailo völlig durch. Er möchte dann natürlich hin und spielen. Bei seiner vorherigen Besitzerin durfte er zu jedem anderen Hund hin. Bei mir soll er aber lernen, dass er an der Leine keinen Kontakt zu anderen Hunden soll.
    Wie bringe ich ihm das am Besten bei? Absitzen lassen, funktioniert nicht. Sobald der andere Hund auf Augenhöhe ist, will er hin. Ablenken mit Leckerlies funktioniert auch nicht richtig..
    Was ist euer Tipp?

    Dein Hund muss lernen, dass er keine Entscheidungen zu treffen hat, das zu üben ist Sache des kompletten Alltags, nicht nur draussen an der Leine.
    Er muss lernen Frust auszuhalten und deine Entscheidungen zu akzeptieren. Immer, wenn Hundi etwas gaaaaanz besonders doll will, sollte er es erstmal nicht bekommen.

    Nur ruhiges, sich zurücknehmendes Verhalten führt zum Erfolg.

  • Huhu zusammen,

    vielen Dank für eure vielen hilfreichen Tipps.
    Das Futter bekommt unser Mailo jetzt aus dem Snackball. Damit ist er gut eine Stunde beschäftigt und kann eben auch nicht so schlingen.
    Wenn wir mal wo zu Besuch sind und er aus einem Futternapf fressen muss, so lässt er sich von mir auf Kommando unterbrechen. Ich denke mit dieser Variante kann ich gut leben.

    Das Thema hochspringen haben wir auch ganz gut im Griff. Bei Erwachsenen eigentlich kein Problem mehr. Ich denke, da haben wir von vornherein richtig gehandelt im Umgang mit meinen Eltern. Kritisch sind im Moment noch Kinder, aber das bekomme ich auch noch hin =)

    Mit anderen Hunden hatten wir seither noch nicht wieder so viele Begegnungen. Aber die, die wir hatten, werden langsam besser. Er will zwar noch immer gern hin, aber lässt sich durch die Wurst gut ablenken. Heute hat er sich sogar absetzen lassen und einfach nur geschaut, wie der andere Hund vorbei ging. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg.

    Vielen Dank für eure Tipps (ich nehme natürlich gern weiterhin welche entgegen =) )
    Liebe Grüße

  • Zitat

    Hallo zusammen,

    alles in allem klappt es bei uns recht gut. Nur zwei Probleme haben wir zur Zeit.

    1. Unser Mailo ist ein richtiger Futterschlinger. Er bekommt Trockenfutter und lässt sich zwischendurch auch gut unterbrechen. Aber ich würde gern auf Dauer hinbekommen, dass Mailo ruhiger frisst.
    Wie bekomme ich das am besten hin oder hilft da nur so ein spezieller Futternapf?

    Schlingt er auch, wenn niemand in seiner Nähe ist?
    Verschluckt er sich beim Fressen?
    Wieso soll er langsamer fressen?
    Wieso wird er zwischen drin unterbrochen?

    Abgesehen davon, dass ich bei Junghunden/Welpen fast gar nichts mehr für den Napf über habe, weil sie sich das tagsüber gegen "Arbeit" verdienen müssen, finde ich, dass Hunde in dem Tempo fressen sollen, indem sie wollen.
    Ich käme auch nicht auf die Idee, Hunde beim Fressen zu unterbrechen, ausser um ihnen weitere Leckerchen dazuzu geben, damit sie lernen, dass es nicht beunruhigend ist, wenn Menschen beim Napf auftauchen, während sie fressen.
    Ich halte nicht viel von speziellen Näpfen (z.B. diese Dinger, die man hochstellen kann, die "angeblich" Magendrehung verhindern...)

    Wahrscheinlich wird er von alleine ruhiger fressen, wenn seine "Futterfeinde" - ihr ;) aufhören, ihm seine Mahlzeit streitig zu machen...


    Zitat


    2. Wenn wir bei unseren Spaziergängen draußen auf andere Hunde treffen, dann dreht Mailo völlig durch. Er möchte dann natürlich hin und spielen. Bei seiner vorherigen Besitzerin durfte er zu jedem anderen Hund hin. Bei mir soll er aber lernen, dass er an der Leine keinen Kontakt zu anderen Hunden soll.
    Wie bringe ich ihm das am Besten bei? Absitzen lassen, funktioniert nicht. Sobald der andere Hund auf Augenhöhe ist, will er hin. Ablenken mit Leckerlies funktioniert auch nicht richtig..
    Was ist euer Tipp?

    LG Zia


    Angemessene Begrüßung an der Leine üben :hust:

    Den Anfang hast Du doch schon - bau doch auf dem Absitzen lassen auf!
    Das Problem ist meistens, dass der Hund zu lange zu dem anderen hinguckt, sich dann quasi "festsaugt" und dann natürlich hin will.
    Daher ist es eine gute Idee, dass "Hingucken" durch "woanders hingucken" (vorzugsweise Blickkontakt zu Dir) zu unterbrechen. Das andere Extrem: Nur Blickkontakt mit dem Hundehalter" ist meistens ebenso problematisch. Das geht meistens ganz gut, solange der andere Hund noch weit genug weg ist - aber irgendwann ist die "geht noch"-Distanz unterschritten, und dann stellt er plötzlich fest, dass da ein Hund ist :schockiert:
    Deshalb liebe ich das "Wo ist der Hund"-Spiel dabei darf der Hund KURZ!! zu dem anderen Hund sehen. Das (die Kopfbewegung in Richtung des anderen Hundes) clicke ich an, und geben die Belohnung dann so, dass der Hund wieder weg sehen muß - damit das leichter ist, kann man sich auch so aufstellen, dass man selber sich als Sichtunterbrecher dazwischen bewegen kann. Nach dem weggucken, lasse ich dann wieder hingucken, click, mit dem Leckerchen (oder meinen dicken Popo ;) ) wegsehen herbeiführen. Nach einigen wiederholungen fangen die Hunde dan meistens selber an, direkt nach dem Hingucken sich zum Menschen umzuorientieren: Superbingo - genau DAS ist das Verhalten, das man haben will, oder?? Hund sehen, Mensch angucken.
    Ich führe dafür sogar ein Signal ein, nämlich "Wo ist der Hund?"
    Anfangs ist es mir auch noch nicht wichtig, ob der Hund dabei steht oder sitzt, letzteres kommt meistens ganz von alleine, wenn der Hund den Ablauf verstanden hat, und weiß, dass das Spiel "angucken/weggucken" ist, und nicht "angucken/fixieren/hinrennen".

    Wenn man möglichst viele Gelegenheiten nutzt "Wo ist der Hund?" zu spielen (mit allen Hunden, die irgendwo sichtbar werden, auch wenn man denen nicht direkt begegnen wird), lernt der Hund, dass "anderer Hund sichtbar" bedeutet, dass man ein Spiel mit seinem Menschen spielt, und nicht auf diesen Hund zubrettert - Der "andere Hund" ist ein Signal für ein anderes Verhalten geworden. Für ein Verhalten, in dem sein Mensch fest integriert ist, und das immer ruhig, gelassen und entspannt abläuft.
    Nach und nach geht das in immer geringerer Distanz und später auch "in Bewegung" - sprich, man braucht nicht mehr jedes mal stehen zu bleiben (bzw. der Hund muß nicht mehr sitzen). und schließclih bekommt man so auch problemlose Begegnungen an der Leine hin, weil zumindest der eigene hund völlig entspannt dabei bleiben kann.
    Denn meistens laufen diese Begegnungen ja so ab:
    Der andere Halter läßt ohne zu fragen seinen Hund an der Leine (an der straffen Leine!!) an den eigenen Hund heran, somint ist meistens Spannung auf beiden Leinen, ganz schlecht.
    Der andere Halter möchte keinesfalls Kontakt (und läßt sich dann doch von seinem Hund ranziehen), oder zieht seinen Hund an Euch vorbei, oder es soll sogar einige geben, die locker an anderen Hundenvorbei gehen können
    Weil die Wahrscheinlichkeit, dass es doch zum Kontakt an der Leine kommt, übe ich das gezielt. Wie lange ich dafür brauche, geben die Hunde vor. Je aufgeregter sie sind, desto länger kann das unter Umständen dauern.
    Ich arbeite gerade mit einem Hund, der Mitte Januar noch auf 300 Meter Entfernung alle anderen Hunde angebrüllt hat. Seit Mitte März haben wir jetzt jede Woche entspannte Leinenbegegnungen mit jeweils einem anderen Hund zustande bekommen, und er wird jedes mal besser, weil sein Frauchen wirklich fleißig "wo ist der Hund?" spielt, ausweicht, wenn er zu aufgeregt ist, großzüging bestärkt, ihren Hund großartig lesen kann und einfach ein tolles Timing hat. :gut:

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